Lektion 8 von 9 · 28:00 Min.

ActiveCampaign Landing Pages: Seiten bauen mit Formularen und Conversion-Tracking

ActiveCampaign ist ein visuelles Tool – im Video siehst du jeden Klick in der echten Oberfläche. Der Guide darunter ist dein Nachschlagewerk zum schnellen Wiederfinden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Landing Pages in ActiveCampaign tracken Views und Conversions nativ – ohne separates Analytics- oder Page-Builder-Tool.
  • Einstellungen greifen erst nach erneuter Veröffentlichung – die Veröffentlichung ist immer der Push.
  • Theme-Tab zuerst: globale Farben, websichere Schriften und Größen – funktioniert nur mit sauberer H1–H4-Semantik.
  • A/B-Tests entstehen durch Duplizieren der Seite samt Tracking – die Conversion-Raten stehen direkt in der Übersicht.
  • Mit eigener Domain (ein DNS-Eintrag) laufen die Seiten White-Label unter deiner Marke statt unter ac-pages.com.
In dieser Lektion
  1. Das übersehene Feature
  2. Metadaten, Cookie-Banner, Tracking
  3. Theme zuerst: globale Einstellungen
  4. Bauen per Drag & Drop
  5. Conversions messen & A/B-Tests
  6. Eigene Domain (White-Label)

Der Page-Builder: das am meisten übersehene Feature

Ab dem Plus-Plan baust du Landing Pages direkt in ActiveCampaign – und kaum jemand nutzt es. Dabei liegt der Vorteil auf der Hand: Seitenaufrufe und Conversions werden nativ getrackt, ActiveCampaign-Formulare lassen sich direkt einbetten, und du sparst dir ein separates Landing-Page-Tool für 30–60 € im Monat samt WordPress-Gefrickel. Für Social-Media-Links, Werbeanzeigen und schnelle Kampagnen-Seiten reicht der Builder völlig – zumal heute über 60 % der Besucher mobil kommen und eine gute Landing Page ohnehin aus wenig besteht: Überschrift, Bild oder Video, Formular oder Button. Weniger ist mehr.

Seiteneinstellungen: Metadaten, Cookie-Banner, Tracking

Vor der Veröffentlichung gehören drei Tabs konfiguriert: Metadaten(Seitentitel, Beschreibung, Vorschaubild für WhatsApp/LinkedIn, Favicon), Compliance (integrierter Cookie-Banner mit Sprache und Nutzungsbedingungen) und benutzerdefinierter Code – dort hinterlegst du Google Analytics, Meta-Pixel oder das ActiveCampaign-Site-Tracking in Header oder Body. Empfehlung: Verwalte alle Pixel im Google Tag Manager und binde nur dessen einen Container-Code ein – auf der Website wie auf jeder Landing Page. Wichtig zu wissen: Geänderte Einstellungen greifen erst, wenn du die Seite neu veröffentlichst – die Veröffentlichung ist immer der Push, der alles live schaltet.

Theme zuerst: globale Farben, Schriften, Layout

Wie beim E-Mail-Editor gilt: Bevor du Inhalte baust, gehe den Theme-Tab durch. Dort definierst du die Farbpalette, Schriftarten (nimm websichere Fonts, die jedes Gerät sauber rendert), die Größen der Überschriften-Hierarchie, die Seitenbreite (Standard 800 px, gern 1.000 px für mehr Raum) und die Standard-Abstände – und schaltest das ActiveCampaign-Branding aus. Alle Elemente erben diese Einstellungen. Voraussetzung: Du arbeitest mit sauberer HTML-Semantik – eine Überschrift ist eine H1 bis H4, kein hochskalierter Absatztext. Genau dieser Fehler zerstört sonst die globale Steuerung (und ist nebenbei schlecht für SEO).

Bauen per Drag & Drop – Formular in einem Klick

Die Bedienung ist angenehm direkt: Abstände ziehst du einfach mit der Maus größer oder kleiner, Ränder stellst du zentral pro Abschnitt ein, Bilder ersetzt du aus der Mediathek oder generierst sie per KI. Der stärkste Moment ist die Formular-Einbindung: Block „Formular" wählen, vorhandenes Formular auswählen (z. B. die Newsletter-Anmeldung aus Lektion 7) – fertig. Das Double-Opt-in, die Tags und die dahinterliegende Automation hängen automatisch dran. Als Vorlagen-Startpunkt bewähren sich die cleanen „Gravity"-Templates.

Conversions messen und A/B-Tests fahren

ActiveCampaign trackt auf Landing Pages automatisch: Views laufen ohne Zusatz-Tool ein, eingebettete Formulare zählen als Conversion, und Buttons markierst du per Checkbox „für Seitenmetriken zählen" als Ziel. Damit steht Conversion-Rate-Optimierung ohne Analytics-Setup: Seite duplizieren (Tracking und Einstellungen wandern mit), URL-Variante vergeben, Werbeanzeigen auf beide Varianten schalten – und direkt in der Übersicht sehen, welche besser konvertiert. Ordner halten die Varianten organisiert. Der Abgleich der ActiveCampaign-Views mit den Meta-Ads-Zahlen deckt nebenbei Tracking-Fehler auf.

Eigene Domain: White-Label statt ac-pages.com

Im Domains-Tab verbindest du eine eigene (Sub-)Domain – ein DNS-Eintrag bei deinem Domain-Hoster genügt, analog zur E-Mail-Domain aus Lektion 1. Statt deinkurs.ac-pages.com läuft die Seite dann z. B. unter go.deinedomain.de – komplett in deiner Marke, ohne sichtbaren Tool-Hinweis. Damit schließt sich der Kreis: Formular, Landing Page und Automation entstehen in einem einzigen Tool – Lead-Generierung ohne Zapier, Make oder Datensynchronisation.

Häufige Fragen zu dieser Lektion

Kann ich mit ActiveCampaign Landing Pages bauen?

Ja, ab dem Plus-Plan enthält ActiveCampaign einen Landing-Page-Builder mit Vorlagen, Drag-&-Drop-Bedienung, eingebetteten Formularen, nativem Conversion-Tracking und Anbindung einer eigenen Domain.

Wie binde ich Tracking-Pixel auf ActiveCampaign Landing Pages ein?

In den Seiteneinstellungen unter „benutzerdefinierter Code" für Header und Body. Am wartbarsten ist ein Google-Tag-Manager-Container, der alle Pixel bündelt – danach die Seite neu veröffentlichen, sonst greifen die Änderungen nicht.

Wie funktionieren A/B-Tests mit ActiveCampaign Landing Pages?

Seite duplizieren (Einstellungen und Tracking wandern mit), eine URL-Variante vergeben und Traffic auf beide Versionen leiten. Views und Conversion-Raten beider Seiten stehen direkt in der Pages-Übersicht.