Entwickler & API · Stand August 2026

ActiveCampaign API: Anbindung, Webhooks und Grenzen

Die ActiveCampaign REST API auf Deutsch erklärt: Zugang, Authentifizierung, Ratenbegrenzung und die ehrliche Einschätzung, wann eine eigene Anbindung lohnt – und wann nicht.

Die ActiveCampaign REST API läuft in Version 3. Die Basis-URL folgt dem Muster deiner Konto-Adresse, die Authentifizierung läuft über den Header Api-Token mit dem Schlüssel aus den Konto-Einstellungen. Die API erlaubt fünf Anfragen pro Sekunde. Für die meisten Anforderungen reicht eine Fertigintegration über Zapier oder Make schneller ans Ziel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die ActiveCampaign REST API hat aktuell Version 3; Version 1 ist noch erreichbar und soll laut Hersteller nicht abgeschaltet werden.
  • Jeder API-Aufruf braucht den HTTP-Header Api-Token mit dem Schlüssel aus den Konto-Einstellungen unter dem Reiter Entwickler.
  • Die Ratenbegrenzung liegt bei fünf Anfragen pro Sekunde; bei Überschreitung antwortet die API mit dem Status 429 und einem Retry-After-Header.
  • Paginierung läuft über die Parameter limit (Standard 20, Maximum 100) und offset; die Gesamtzahl der Datensätze steht im Feld meta.total.
  • Webhooks decken 23 Ereignistypen ab und liefern Daten mindestens einmal – ein idempotentes System auf der Empfängerseite ist deshalb Pflicht.
  • Wer Kontakte per API anlegt, muss den Double-Opt-in separat abbilden – die API kennt keinen eingebauten Bestätigungsprozess.

Stand der Angaben: 26. August 2026 · geprüft von Advertal, offizieller ActiveCampaign-Partner seit 2017

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200+ Unternehmen im Advertal Partner-Netzwerk · offizieller ActiveCampaign-Partner · seit 2017 auf eine Plattform spezialisiert

Wie der Zugang zur API funktioniert

Die ActiveCampaign REST API ist in Version 3 aufgebaut. Alle Endpunkte liegen unter der Adresse, die sich aus deinem Kontonamen ergibt: Die Basis-URL folgt dem Muster deines Accounts, also dem Schema, unter dem du auch das ActiveCampaign-Backend erreichst, ergänzt um den Pfad /api/3/.

Jede Anfrage braucht den HTTP-Header Api-Token mit dem persönlichen Schlüssel des aufrufenden Nutzers. Ohne diesen Header antwortet die API mit einem Fehler. Der Schlüssel ist nutzerspezifisch – jedes Konto hat seinen eigenen.

Version 1 ist noch verfügbar und wird nach eigener Aussage des Herstellers nicht abgeschaltet. Neue Anbindungen sollten aber auf Version 3 setzen, weil dort die vollständige Ressourcenabdeckung liegt.

Den API-Schlüssel im Konto finden

  1. In die Konto-Einstellungen wechseln

    Melde dich in deinem ActiveCampaign-Account an und öffne die Einstellungen. Den Zugang findest du in der Regel über dein Konto-Menü oben rechts.

  2. Den Reiter „Entwickler" öffnen

    In den Einstellungen gibt es einen Reiter namens Entwickler (englisch: Developer). Dort sind API-URL und API-Schlüssel für deinen Nutzer sichtbar.

  3. URL und Schlüssel sichern

    Kopiere die API-URL – das ist deine Basis-URL für alle Anfragen – und den Schlüssel. Beide Werte gehören ausschließlich in serverseitigen Code oder in einen Secrets-Manager; nie in clientseitigen Code oder öffentliche Repositories.

Die wichtigsten Ressourcen der API

Die API ist um Ressourcen herum organisiert. Jede Ressource hat eigene Endpunkte für Abruf, Anlage, Änderung und Löschung.

RessourceWas sie abdecktTypische Operationen
ContactsKontaktdaten, Status, Felderanlegen, abrufen, aktualisieren, taggen
TagsSchlagworte für Kontakteanlegen, zuweisen, entfernen
Custom FieldsBenutzerdefinierte Kontaktfelderanlegen, Werte setzen
DealsCRM-Vorgänge und Pipeline-Stufenanlegen, aktualisieren, Status ändern
AutomationsAutomatisierungsstreckenKontakt einschreiben oder austragen
ListsVerteiler und Listenstrukturenabrufen, Kontakt ein- oder austragen
WebhooksEreignis-Benachrichtigungenanlegen, verwalten, löschen

Quelle: developers.activecampaign.com, Version 3, abgerufen August 2026. Die vollständige Ressourcenliste ist erheblich länger; die Tabelle zeigt die Ressourcen, die in Eigenentwicklungen am häufigsten gebraucht werden.

Webhooks: was sie leisten und wie sie funktionieren

Webhooks drehen die Kommunikationsrichtung um: Statt dass dein System die API nach Änderungen befragt, schickt ActiveCampaign automatisch eine Nachricht an eine URL deiner Wahl, sobald ein Ereignis eintritt.

Kampagnen-Ereignisse

ActiveCampaign meldet, wenn eine Kampagne versendet wird, wenn ein Kontakt sie öffnet, auf einen Link klickt, weiterleitet oder teilt. So lassen sich Reaktionsdaten in Echtzeit in externe Systeme übertragen.

Kontakt-Ereignisse

Anmeldungen, Abmeldungen, Aktualisierungen, neue Notizen sowie das Hinzufügen und Entfernen von Tags lösen eigene Ereignisse aus. Das ist die Grundlage für synchronisierte CRM-Systeme und Shopanbindungen.

Deal-Ereignisse

Neue Deals, Statusänderungen, Pipeline-Bewegungen, Aufgaben und Notizen haben eigene Ereignistypen. Vertriebssysteme lassen sich so in Echtzeit synchronisieren.

Zustellung und Sicherheit

Webhooks liefern Daten mindestens einmal (at-least-once delivery). Duplikate sind möglich – das Empfängersystem muss damit umgehen. Über HMAC-SHA256-Signaturen lässt sich prüfen, ob eine Nachricht wirklich von ActiveCampaign stammt.

API oder Fertigintegration – was ist der richtige Weg?

Die ehrliche Antwort vorweg: Die meisten Anforderungen brauchen keine Eigenentwicklung. Hier steht, wann was sinnvoll ist.

Eigene API-Anbindung

  • Massendaten aus einem internen System regelmäßig übertragen
  • Sehr spezifische Logik, die kein Zapier-Template abbildet
  • Bidirektionale Echtzeit-Synchronisation über Webhooks
  • Eigenentwicklung eines Produkts, das ActiveCampaign einbettet
  • Backend-Entwickler im Team vorhanden

Stolpersteine aus der Praxis

Diese vier Probleme tauchen in eigenen Anbindungen immer wieder auf:

Falsche Basis-URL

Die API-URL ist kontoabhängig und steht im Account unter Einstellungen, Reiter Entwickler. Wer die URL eines anderen Accounts oder eine veraltete Beispiel-URL verwendet, bekommt Authentifizierungsfehler. Beide Werte – URL und Schlüssel – gehören in die Konfiguration, nicht hart in den Code.

Ratenbegrenzung bei Massenimporten

Bei fünf Anfragen pro Sekunde dauert der Import von 10.000 Kontakten mindestens 33 Minuten, wenn pro Anfrage nur ein Kontakt übertragen wird. Der Bulk-Endpunkt für Kontakte hilft, unterliegt aber ebenfalls der Begrenzung. Importe in großem Stil brauchen eine Warteschlange und Fehlerbehandlung für 429-Antworten.

Zeitzonen bei Datumsfeldern

ActiveCampaign speichert Datumswerte in UTC. Wer einen Geburtstag oder ein Ereignisdatum in lokaler Zeit übergibt, ohne die Zeitzone anzugeben, riskiert Fehler um Mitternacht oder bei Automationen, die zeitgesteuert ausgelöst werden. Datumsfelder immer in UTC oder mit explizitem Offset übergeben.

Kontakt ohne Einwilligung

Die API legt Kontakte an, ohne einen Bestätigungsprozess auszulösen. Wer Adressen per API importiert und danach Kampagnen versendet, trägt selbst die Verantwortung für die Einwilligung. Der Double-Opt-in muss in der eigenen Anwendung oder über eine separate Automation abgebildet werden.

Was die API nicht kann

Die ActiveCampaign API deckt Kernfunktionen der Plattform ab, aber nicht alles. Über die API lassen sich keine Nutzer oder Organisationseinstellungen verwalten, keine Abrechnungsdaten abrufen und keine Berichte automatisiert exportieren.

Der E-Mail-Editor und Kampagnenvorlagen lassen sich nicht per API befüllen. Kampagnen können als Ressource angelegt werden, aber der visuelle Inhalt eines Mailings entsteht im Interface, nicht per API-Aufruf.

Für Anwendungsfälle, bei denen der Umfang der API nicht reicht, bleibt der Weg über fertige Konnektoren. Integrationen im Überblick listet die gängigen Anknüpfpunkte, darunter die Verbindung mit Zapier.

Der Unterschied, den kaum jemand kennt

Gleicher Preis, gleicher Funktionsumfang – plus deutschsprachiger Ansprechpartner

ActiveCampaign kostet über das Advertal Partner-Netzwerk exakt so viel wie im Direktbezug. Du startest deinen Account über uns oder verknüpfst deinen bestehenden; Preis und Funktionsumfang bleiben unverändert. Dazu bekommst du einen persönlichen Ansprechpartner auf Deutsch – ohne Aufschlag, ohne zusätzliche Vertragsbindung. Der offizielle Support von ActiveCampaign bleibt dir daneben erhalten.

Häufige Fragen

Wo finde ich meinen ActiveCampaign API Key?

Den API-Schlüssel findest du in deinem ActiveCampaign-Account unter Einstellungen, Reiter Entwickler. Dort stehen die API-URL deines Kontos und dein persönlicher Schlüssel. Jeder Nutzer eines Accounts hat einen eigenen Schlüssel; wer den Schlüssel einer anderen Person verwendet, sendet Anfragen in deren Namen.

Welche Version hat die ActiveCampaign REST API?

Die aktuelle Version ist Version 3. Sie ist REST-basiert und gibt Daten im JSON-Format zurück. Version 1 ist ebenfalls noch aktiv und wird laut Hersteller nicht abgeschaltet. Für neue Projekte empfiehlt sich Version 3, weil sie die vollständige Ressourcenabdeckung bietet.

Was passiert, wenn ich die Ratenbegrenzung überschreite?

Die API antwortet mit dem HTTP-Status 429 (Too Many Requests). Der Header Retry-After gibt an, wie viele Sekunden gewartet werden soll. Das Limit liegt bei fünf Anfragen pro Sekunde und gilt pro Account. Wer Massenoperationen durchführt, sollte Anfragen aktiv drosseln und 429-Antworten mit automatischem Retry behandeln.

Wie funktioniert die Paginierung in der ActiveCampaign API?

Die API verwendet zwei Parameter: limit (Anzahl der Ergebnisse pro Seite, Standard 20, Maximum 100) und offset (Startpunkt der Ergebnismenge, nullbasiert). Die Gesamtzahl der Datensätze liefert das Feld meta.total in der Antwort. Beim Kontakt-Endpunkt mit vielen Einträgen ist die Kombination aus id_greater und aufsteigender id-Sortierung performanter als reines Offset-Paging.

Welche Webhook-Ereignisse unterstützt ActiveCampaign?

ActiveCampaign unterstützt 23 Ereignistypen, darunter Kampagnen-Ereignisse wie Versand, Öffnung und Klick, Kontakt-Ereignisse wie Anmeldung, Abmeldung und Tag-Änderungen sowie Deal-Ereignisse für Pipeline-Bewegungen und Aufgaben. Webhooks werden über die API selbst oder im Interface angelegt. Über HMAC-SHA256-Signaturen lässt sich die Herkunft jeder Nachricht prüfen.

Brauche ich den Double-Opt-in, wenn ich Kontakte per API anlege?

Die API legt Kontakte an, ohne einen Bestätigungsprozess auszulösen. Die Verantwortung für eine gültige Einwilligung liegt beim Betreiber. Wer an Kontakte aus API-Importen E-Mails versenden will, muss den Double-Opt-in separat abbilden – entweder in der eigenen Anwendung oder über eine ActiveCampaign-Automation, die eine Bestätigungs-E-Mail versendet.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH, im Gespräch mit dem ActiveCampaign-Team

Geprüft von

Tom Wenk, Gründer von Advertal

Advertal arbeitet seit 2017 ausschließlich mit ActiveCampaign und betreut über 200 Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Tom sitzt im ActiveCampaign Customer Advisory Board und im Partner Advisory Subcommittee und hat über 280 kostenlose Tutorials zur Plattform veröffentlicht. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus dieser Praxis und aus Quellen, die wir am 26. August 2026 selbst geprüft haben.

API-Anbindung geplant oder in Arbeit?

Wir kennen ActiveCampaign von innen – von der API bis zur Automationsstrecke. Wenn deine Anbindung hakt oder du wissen willst, ob ein Zapier-Workflow reicht, schau kurz rein: unverbindlich, auf Deutsch.

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