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ActiveCampaign Einstellungen: diese Grundlagen musst du sofort richtig machen

ActiveCampaign ist ein visuelles Tool – im Video siehst du jeden Klick in der echten Oberfläche. Der Guide darunter ist dein Nachschlagewerk zum schnellen Wiederfinden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Domain-Authentifizierung mit DKIM und DMARC ist der erste Pflichtschritt – ohne sie landen E-Mails im Spam.
  • Google-Analytics-Tracking sofort aktivieren: ActiveCampaign hängt dann automatisch UTM-Parameter an jeden Link.
  • Ohne hinterlegte Absenderadresse versendet ActiveCampaign keine Kampagnen – sie ist Pflicht wie der Abmeldelink.
  • Das Brand-Kit importiert Logo, Farben und Schriften von deiner Website und ist die Wissensbasis der ActiveCampaign-KI.
  • Datentypen der Kontaktfelder von Anfang an richtig wählen – nachträgliche Korrekturen sind der häufigste Altlasten-Fehler.
In dieser Lektion
  1. Warum die Einstellungen entscheiden
  2. Konto-Grundlagen: Profil, Signatur, Zeitzone
  3. Domain authentifizieren: DKIM & DMARC
  4. Formate & Google-Analytics-Tracking
  5. Absenderadresse als Pflichtangabe
  6. Brand-Kit: Design per KI importieren
  7. API, MCP-Server & Integrationen
  8. Felder, Labels und Datenstruktur
  9. Benachrichtigungen, Sicherheit, Benutzerrechte

Warum die Einstellungen über Zustellbarkeit entscheiden

ActiveCampaign hat sich 2026 spürbar verändert: neue Oberfläche, neuer Startpunkt (/app/agent) und ein klarer Kurs Richtung KI-gestütztes, teilautonomes Marketing. Umso wichtiger ist ein sauberes Fundament – denn fast alle späteren Probleme mit Spam-Ordnern, kaputtem Tracking oder unbrauchbaren Daten entstehen durch übersprungene Grundeinstellungen. Alle Punkte dieser Lektion findest du im Einstellungsmenü hinter dem Zahnrad-Symbol.

Konto-Grundlagen: Profil, Signatur, Zeitzone

Im Bereich Konto hinterlegst du Name, Anmelde-Adresse und optional eine verifizierte Telefonnummer – Voraussetzung für Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die E-Mail-Signatur akzeptiert auch formatiertes HTML: Du kannst eine gestaltete Signatur (inklusive Bild) aus einem anderen Programm kopieren und direkt einfügen. Stelle außerdem Zeitzone und Sprache korrekt ein. Wer das alte Dashboard mit Aktivitäten-Feed, Kontakttrends und fälligen Aufgaben vermisst, kann hier zurückwechseln – die neue Startseite wird aber der Standard.

Domain authentifizieren: DKIM & DMARC (Pflicht)

Der wichtigste Schritt des gesamten Setups steht unter Erweitert: die Registrierung deiner Versand-Domain. ActiveCampaign erzeugt dafür DKIM- und DMARC-Einträge (CNAME-Records mit Name und Wert), die du in den DNS-Einstellungen deiner Domain hinterlegst. Zusätzlich bestätigst du die Domain per Verifizierungs-Mail. Erst mit dieser Authentifizierung stellst du sicher, dass deine E-Mails mit möglichst geringer Wahrscheinlichkeit im Spam landen – ohne sie ist jede weitere Arbeit in ActiveCampaign Verschwendung.

Formate & Google-Analytics-Tracking

Ab Werk steht der Account auf amerikanischem Datums- und Zeitformat. Stelle beides auf das europäische Format um – die Formatformel lässt sich direkt aus der Hilfezeile kopieren. Aktiviere außerdem sofort das Google-Analytics-Tracking: ActiveCampaign hängt dann standardisierte UTM-Parameter an jeden Link in deinen E-Mails. Selbst wenn du Google Analytics heute noch nicht auswertest – irgendwann brauchst du sauberes Tracking, und rückwirkend lässt es sich nicht reparieren.

Zwei weitere Schalter aus der Praxis: Aktiviere den Bot-Filter(filtert automatische Link-Klicks von Sicherheits-Scannern aus deinen Statistiken) und lass „ältere Listensegmente" deaktiviert – das Feature stellt nur Altfunktionen wieder her. Die Option „Nur-Telefonkontakte" ist ausschließlich für reines WhatsApp-/SMS-Marketing gedacht und lässt sich nicht rückgängig machen.

Absenderadresse: Pflichtangabe in jeder Marketing-Mail

Unter Adressen hinterlegst du die Postanschrift deines Unternehmens. Sie funktioniert wie eine Impressumspflicht: Jede Marketing-Mail muss neben dem Abmeldelink auch eine Adresse enthalten – ohne hinterlegte Adresse versendet ActiveCampaign schlicht keine Kampagnen. Da sich Anschriften ändern können, wird sie global gepflegt und automatisch in alle Mailings übernommen.

Brand-Kit: Design und Kontext per KI importieren

Das Brand-Kit ist eines der stärksten neuen Features: Du gibst deine Website-URL ein, und die ActiveCampaign-KI extrahiert Logo, Farben und Schriften als Design-Vorlage für alle E-Mails. Zusätzlich erstellt sie eine Unternehmensbeschreibung (Name, Branche, Leitbild, Tätigkeit), die du verfeinern kannst. Das lohnt sich doppelt: Die Beschreibung ist die Wissensbasis, mit der alle KI-Funktionen im Account dein Geschäft und deine Zielgruppe verstehen. Ergänze auch deine Social-Media-Profile für die Social-Buttons in E-Mails.

API, MCP-Server & Integrationen

Unter Entwickler findest du API-URL und API-Schlüssel für Anbindungen an andere Systeme. Neu und bemerkenswert: ActiveCampaign bietet einen Remote-MCP-Server, über den sich KI-Modelle wie Claude oder ChatGPT direkt mit deinem Account verbinden – sie können dann Kampagnen steuern, Automationen anlegen oder Reports erstellen. Für klassische Anbindungen bringt das App-Verzeichnis hunderte native Integrationen mit (Shopify, WooCommerce, Stripe, Google Sheets, Calendly, Typeform u. v. m.) – oft entfällt damit der Umweg über Zapier, Make oder n8n komplett.

Felder, Labels und Datenstruktur

Unter Daten verwalten definierst du die Felder deiner Kontakte – und mit dem Sales-CRM-Add-on zusätzlich Konten (Unternehmen) und Deals. Stell dir das wie eine Tabelle mit drei Blättern vor: Kontakte, Konten, Deals – jedes mit eigenen Spalten. Entscheidend ist, für jedes Feld von Anfang an den richtigen Datentyp zu wählen; nachträgliche Korrekturen sind aufwendig und einer der häufigsten Fehler in gewachsenen Accounts. Labels helfen dir später, Kampagnen und Automationen zu ordnen.

Benachrichtigungen, Sicherheit und Benutzerrechte

Drei letzte Handgriffe: Schalte unter Benachrichtigungen die automatischen System-Mails ab (sie fluten sonst dein Postfach, sobald Leads eintreffen). Prüfe unter Sicherheit Multi-Faktor und Session-Dauer. Und lege unter Benutzer & Gruppen Rollen mit gezielten Rechten an – etwa eine Vertriebsgruppe, die Deals bearbeiten darf, aber Listen und Kampagnen nicht sieht. Das erhöht die Sicherheit und macht die Oberfläche für jedes Teammitglied einfacher.

Häufige Fragen zu dieser Lektion

Welche Einstellungen muss ich in ActiveCampaign zuerst machen?

In dieser Reihenfolge: Versand-Domain registrieren und per DKIM/DMARC authentifizieren, Absenderadresse hinterlegen, Datums- und Zeitformat auf europäisch umstellen, Google-Analytics-Tracking aktivieren und das Brand-Kit von deiner Website importieren.

Warum landen meine ActiveCampaign-Mails im Spam?

Die häufigste Ursache ist eine fehlende Domain-Authentifizierung. Hinterlege die von ActiveCampaign erzeugten DKIM- und DMARC-Einträge in den DNS-Einstellungen deiner Domain und bestätige die Domain per Verifizierungs-Mail.

Was ist das Brand-Kit in ActiveCampaign?

Das Brand-Kit liest deine Website per KI aus und übernimmt Logo, Farben und Schriftarten als E-Mail-Design-Vorlage. Zusätzlich erstellt es eine Unternehmensbeschreibung, die alle KI-Funktionen im Account als Kontext über dein Geschäft nutzen.