Software-Entscheidung · Stand September 2026

HubSpot Alternative: erst die Rechnung verstehen

Wer HubSpot verlässt, hat selten ein Funktionsproblem. Meistens ist die Plattform größer als der Bedarf – und die Rechnung folgt einer Mechanik, die kaum jemand kennt.

HubSpot rechnet nach Marketing-Kontakten ab, also nach den Kontakten, mit denen über Marketing-Werkzeuge interagiert wird. Wer die gebuchte Stufe überschreitet, wird automatisch hochgestuft und zahlt bis zum nächsten Verlängerungsdatum entsprechend. Herunterstufen geht nur zur Verlängerung. Eine Alternative lohnt sich, wenn der Funktionsumfang dauerhaft über dem Bedarf liegt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Abgerechnet werden nur Marketing-Kontakte – Kontakte ohne Marketing-Interaktion zählen nicht zur Stufe.
  • Ein Kontakt über der Stufe genügt: Die Hochstufung erfolgt automatisch und gilt bis zum nächsten Verlängerungsdatum.
  • Ein Kontakt lässt sich jederzeit auf „non-marketing" setzen – wirksam wird das aber erst zum nächsten Aktualisierungsdatum.
  • Die Stufe selbst lässt sich ausschließlich zur Verlängerung senken. Innerhalb der Laufzeit führt der Weg nur nach oben.
  • Im Konto lässt sich eine Obergrenze für Marketing-Kontakte festlegen – sie verhindert die ungewollte Hochstufung.
  • Professional und Enterprise verlangen ein verpflichtendes, einmaliges Onboarding. Das taucht in Monatspreis-Vergleichen nicht auf.

Stand der Angaben: 1. September 2026 · geprüft von Advertal, offizieller ActiveCampaign-Partner seit 2017

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200+ Unternehmen im Advertal Partner-Netzwerk · offizieller ActiveCampaign-Partner · seit 2017 auf eine Plattform spezialisiert

Die Mechanik hinter der Rechnung

HubSpots Abrechnungsmodell ist fairer, als es oft dargestellt wird – und in einem Punkt unnachgiebiger, als die meisten erwarten. Beides steht in der eigenen Wissensdatenbank.

Fair: Abgerechnet werden nur Marketing-Kontakte, also die, mit denen über Marketing-Werkzeuge interagiert wird. Wer zehntausend Kontakte im CRM führt und tausend davon anschreibt, zahlt für tausend. Das ist ein echter Unterschied zu Anbietern, die jeden gespeicherten Datensatz zählen.

Unnachgiebig: Wird die gebuchte Stufe überschritten, erfolgt die Hochstufung automatisch – und sie gilt bis zum nächsten Verlängerungsdatum. Ein einziger Kontakt über der Grenze reicht.

Und der Rückweg ist nicht symmetrisch. Ein Kontakt lässt sich jederzeit auf „non-marketing" setzen, wirksam wird das aber erst zum nächsten Aktualisierungsdatum. Die Stufe selbst lässt sich überhaupt nur zur Verlängerung senken. Innerhalb der Laufzeit führt der Weg nur nach oben.

Daraus folgt die wichtigste Handlung, und sie kostet nichts: Leg im Konto eine Obergrenze für Marketing-Kontakte fest. Sie verhindert genau die Hochstufung, über die man sich später ärgert. Wer das tut, braucht vielleicht gar keine Alternative.

Warum die Stufe leichter hoch als runter geht

Die Asymmetrie ist der Kern, und ein Satz gibt sie schlecht wieder. Zwei Pfeile schon.

Kontaktstufe: hinauf jederzeit, hinunter nur zur VerlängerungWird die gebuchte Kontaktstufe überschritten, erfolgt die Hochstufung automatisch und gilt bis zum nächsten Verlängerungsdatum. Ein Herunterstufen ist ausschließlich zur Verlängerung möglich – innerhalb der Laufzeit führt der Weg nur nach oben.Gebuchte StufeNächste StufeAutomatisch, sofort – bei einem Kontakt zu vielVerlängerungNur hierEine Obergrenze für Marketing-Kontakte lässt sich im Konto festlegen – sie verhindert die ungewollte Hochstufung.
Hinauf jederzeit und automatisch, hinunter nur zu einem einzigen Zeitpunkt im Jahr. Wer das weiß, setzt die Obergrenze – wer es nicht weiß, zahlt bis zur Verlängerung.

Wechseln – oder erst zuschneiden?

HubSpot ist kein schlechtes Werkzeug. Es ist für viele ein zu großes. Das sind zwei verschiedene Diagnosen mit zwei verschiedenen Konsequenzen.

Erst zuschneiden, dann entscheiden

  • Ihr habt keine Obergrenze für Marketing-Kontakte gesetzt. Das ist eine Einstellung, kein Wechselgrund.
  • Ihr zahlt für Kontakte, die ihr nie anschreibt. Prüft, welche davon auf „non-marketing" gehören – wirksam zum nächsten Aktualisierungsdatum.
  • Ihr nutzt die Vertriebsfunktionen tatsächlich. Dann ist die Suite ihr Geld wert, und ein Wechsel zerlegt einen funktionierenden Ablauf.
  • Euer eigentliches Problem ist die Zustellbarkeit. Die wandert mit – und eine neue Absenderdomain startet ohne Reputation.

In vier Schritten zur Entscheidung

Die ersten beiden Schritte kosten nichts und beenden einen Teil der Wechselüberlegungen, bevor sie Arbeit machen.

  1. Obergrenze setzen, heute

    Im Konto lässt sich eine maximale Zahl an Marketing-Kontakten festlegen. Ohne sie wird bei Überschreitung automatisch hochgestuft, und die Stufe bleibt bis zur Verlängerung. Diese eine Einstellung verhindert die häufigste unangenehme Überraschung.

  2. Marketing-Kontakte durchsehen

    Welche Kontakte werden tatsächlich angeschrieben? Alle anderen gehören auf „non-marketing" – sie zählen dann nicht zur Stufe. Die Änderung wirkt erst zum nächsten Aktualisierungsdatum, bei Jahresabos also zum Monatsersten.

  3. Den genutzten Funktionsumfang ehrlich zählen

    Nicht „wir haben es", sondern „wir haben es im letzten Quartal benutzt". Wenn von fünf Hubs zwei laufen und die anderen drei leer stehen, ist das die Zahl, um die es geht – nicht der Listenpreis.

  4. Den Umzugsaufwand realistisch ansetzen

    Zählt eure laufenden Workflows. Jeder wird im Zielsystem nachgebaut, denn Automationen wandern zwischen Anbietern grundsätzlich nicht mit. Dazu zwei bis drei Wochen, in denen die Versandmenge auf der neuen Domain gesteigert wird.

Was an die Stelle treten kann

Verglichen wird entlang stabiler Eigenschaften – Zuschnitt und Grenze. Beträge stehen hier bewusst nicht: Eine Zahl über einen Wettbewerber ist falsch, sobald er sie ändert.

AnbieterZuschnittWo die Grenze liegt
ActiveCampaignE-Mail-Automatisierung mit eingebautem CRM. Deutlich tiefere Verzweigungslogik als der Funktionsumfang vermuten lässt.Kein Content-System, keine Anzeigenverwaltung. Wer die volle Suite braucht, findet sie hier nicht.
PipedriveVertrieb zuerst: übersichtliche Pipeline, schnelle Einarbeitung.Marketing-Automatisierung ist Zusatz, nicht Kern.
BrevoBreite Palette aus E-Mail, SMS und Chat, europäischer Anbieter.Flachere Automatisierung als spezialisierte Plattformen.
KlaviyoAuf Onlinehandel zugeschnitten, sehr tiefe Shop-Anbindung.Außerhalb des Handels ist der Zuschnitt eher Ballast.
Bei HubSpot bleibenWenn Vertrieb, Marketing und Service tatsächlich zusammen genutzt werden, ist die Suite ihr Geld wert.Nur dann. Wer zwei von fünf Hubs nutzt, zahlt für Leerstand.

Die letzte Zeile steht bewusst in dieser Tabelle. Advertal ist ActiveCampaign-Partner – eine Liste, in der der eigene Anbieter immer gewinnt, wäre keine Entscheidungshilfe, sondern ein Prospekt.

Womit du weiterkommst

Erst rechnen und messen, dann entscheiden.

Wie ein Umzug tatsächlich abläuft

Die Reihenfolge, die sich bewährt hat – von der Sicherung vor der Kündigung bis zum Aufwärmen der neuen Domain.

Der Unterschied, den kaum jemand kennt

Gleicher Preis, gleicher Funktionsumfang – plus deutschsprachiger Ansprechpartner

ActiveCampaign kostet über das Advertal Partner-Netzwerk exakt so viel wie im Direktbezug. Du startest deinen Account über uns oder verknüpfst deinen bestehenden; Preis und Funktionsumfang bleiben unverändert. Dazu bekommst du einen persönlichen Ansprechpartner auf Deutsch – ohne Aufschlag, ohne zusätzliche Vertragsbindung. Der offizielle Support von ActiveCampaign bleibt dir daneben erhalten.

Häufige Fragen

Was ist die beste HubSpot-Alternative?

Das hängt davon ab, welchen Teil ihr tatsächlich nutzt. Braucht ihr E-Mail-Automatisierung mit CRM, ist ActiveCampaign die passende Klasse. Steht der Vertrieb im Vordergrund, ist Pipedrive schlanker. Verkauft ihr über einen Shop, ist Klaviyo darauf zugeschnitten. Wer alle Hubs wirklich nutzt, fährt mit HubSpot weiterhin gut – dann ist der Wechsel ein Rückschritt.

Welche Kontakte berechnet HubSpot?

Nur Marketing-Kontakte – also die, mit denen über Marketing-Werkzeuge interagiert wird, etwa per E-Mail oder Anzeigen. Kontakte ohne Marketing-Interaktion zählen nicht zur Stufe. Das ist ein Vorteil gegenüber Anbietern, die jeden gespeicherten Datensatz berechnen.

Was passiert, wenn ich meine Kontaktstufe überschreite?

Die Hochstufung erfolgt automatisch, und sie gilt bis zum nächsten Verlängerungsdatum. Ein einziger Kontakt über der Grenze genügt. Verhindern lässt sich das mit einer Obergrenze für Marketing-Kontakte, die sich im Konto festlegen lässt.

Kann ich meine HubSpot-Stufe wieder senken?

Die Stufe selbst nur zur Verlängerung. Einzelne Kontakte lassen sich jederzeit auf „non-marketing" setzen, wirksam wird das aber erst zum nächsten Aktualisierungsdatum – bei Jahresabos zum Monatsersten. Innerhalb der Laufzeit führt der Weg bei der Stufe also nur nach oben.

Gibt es bei HubSpot verpflichtende Einmalkosten?

Ja. Die Tarife Professional und Enterprise verlangen laut HubSpots eigenem Produkt- und Leistungskatalog ein verpflichtendes, einmaliges Onboarding. In Vergleichen, die nur Monatspreise gegenüberstellen, taucht dieser Posten nicht auf – bei der Budgetplanung sollte er es.

Lohnt sich ActiveCampaign als HubSpot-Alternative?

Wenn ihr E-Mail-Automatisierung und ein CRM braucht, aber kein Content-System, keine Anzeigenverwaltung und kein Ticketsystem: ja. Wenn ihr die Suite tatsächlich in der Breite nutzt: nein – dann zerlegt ein Wechsel einen funktionierenden Ablauf. Advertal ist ActiveCampaign-Partner, und diese Einschränkung gehört trotzdem hierher.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH, im Gespräch mit dem ActiveCampaign-Team

Geprüft von

Tom Wenk, Gründer und Geschäftsführer von Advertal

Tom Wenk arbeitet seit 2017 ausschließlich mit ActiveCampaign. Mit Advertal betreut er heute über 200 Unternehmen im deutschsprachigen Raum, sitzt im ActiveCampaign Customer Advisory Board und im Partner Advisory Subcommittee und hat über 280 kostenlose Tutorials zur Plattform veröffentlicht. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus dieser Praxis und aus Quellen, die wir am 1. September 2026 selbst geprüft haben.

Unsicher, ob ihr zu groß eingekauft habt?

Zwanzig Minuten, unverbindlich, auf Deutsch. Wir sehen uns an, was ihr tatsächlich nutzt – und sagen auch, wenn ein Wechsel der falsche Schritt wäre.

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