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ActiveCampaign dominiert G2 Reports: Was deutsche Unternehmen wissen müssen

Tom
Tom
13. März 2026 · 12 Min. Lesezeit

G2 veröffentlicht quartalsweise Bewertungsreporte für B2B-Software, bei denen verifizierte Nutzer ihre Tools beurteilen – ohne Herstellereinfluss. ActiveCampaign zählt in den Kategorien Marketing Automation und E-Mail-Marketing seit mehreren Jahren zu den G2-Leaders, der höchsten Einstufung im Bewertungsraster. Was die Reports messen, wie du sie segmentspezifisch ausliest und wo ihre Grenzen liegen, erklärt dieser Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze

  • G2 bewertet Software ausschließlich anhand von verifizierten Nutzerbewertungen, nicht anhand von Herstellerangaben – das macht den Leader-Status belastbarer als viele andere Rankings.
  • ActiveCampaign ist in mehreren Kategorien auf G2 als Leader eingestuft, darunter Marketing Automation und E-Mail-Marketing.
  • Für eine fundierte Einschätzung liest du nicht nur den Gesamt-Quadranten, sondern die segmentspezifischen Reports für Small Business oder Mid-Market sowie die jüngsten Einzelbewertungen.
  • G2 veröffentlicht Reports vierteljährlich; aktuelle Daten zu ActiveCampaign findest du direkt auf g2.com im Produktprofil.
  • Negative Bewertungen auf G2 sind inhaltlich oft wertvoller als positive, weil sie zeigen, wo ein Tool für bestimmte Anwendungsfälle nicht passt.

Was G2 Reports messen – und wie die Daten entstehen

G2 ist eine Bewertungsplattform für B2B-Software, auf der Unternehmen verifizierte Nutzererfahrungen zu Hunderten von Software-Kategorien sammeln. Die Plattform veröffentlicht quartalsweise Grid Reports, Momentum Reports und Vergleichsberichte. Für Softwarekäufer sind die Grid Reports am relevantesten: Sie ordnen jedes Produkt anhand zweier Achsen ein und ermöglichen strukturierte Vergleiche zwischen Wettbewerbern innerhalb derselben Kategorie.

Die vier Quadranten des G2 Grid

Das G2 Grid kennt vier Positionen, die aus der Kombination von Nutzerzufriedenheit und Marktpräsenz entstehen. Leaders erzielen sowohl hohe Zufriedenheitswerte als auch eine starke Marktpräsenz – sie werden von vielen Unternehmen genutzt und gut bewertet. High Performers erreichen exzellente Zufriedenheitswerte, sind aber noch nicht so breit verbreitet; das sind häufig spezialisierte oder aufstrebende Anbieter. Contenders haben eine hohe Marktpräsenz, aber schwächere Zufriedenheitswerte – sie sind weit verbreitet, hinterlassen bei Nutzern aber gemischte Eindrücke. Niche-Produkte richten sich an enge Teilmärkte und sind weder besonders verbreitet noch außergewöhnlich bewertet.

Für eine Entscheidung ist oft die genaue Position innerhalb eines Quadranten relevanter als der Quadrant selbst: Zwei Leaders können sehr unterschiedliche Satisfaction Scores haben, obwohl beide dieselbe Einstufung tragen. Wer also nach Leaders filtert, sollte danach die absoluten Werte vergleichen, nicht einfach die Quadrantenfarbe als Kaufempfehlung lesen.

Satisfaction Score und Market Presence Score

Der Satisfaction Score berechnet sich ausschließlich aus Nutzerbewertungen. Einbezogen werden die durchschnittliche Gesamtbewertung, wie einfach die Zusammenarbeit mit dem Anbieter ist, die Qualität des Supports und die Weiterempfehlungsrate. G2 gewichtet dabei neuere Bewertungen stärker als ältere: Einträge aus den letzten 90 Tagen haben mehr Einfluss auf den Score als Bewertungen von vor zwei Jahren. Das hat einen praktischen Effekt: Wenn ein Anbieter seine Qualität verschlechtert oder Support-Ressourcen abbaut, schlägt sich das vergleichsweise schnell in den Scores nieder – nicht erst nach Jahren.

Der Market Presence Score berücksichtigt andere Faktoren: die Gesamtzahl der Bewertungen, die Web-Sichtbarkeit des Anbieters, Daten zur geschätzten Unternehmensgröße und zur Wachstumsdynamik. Für kleine Anbieter mit wenigen, aber sehr positiven Bewertungen bedeutet das, dass sie trotz exzellenter Satisfaction Scores nicht zwingend Leader werden – weil die Marktpräsenz fehlt. In dieser Konstellation schneiden High Performers oft besser ab als ihr allgemeiner Bekanntheitsgrad vermuten lässt.

Wie G2 Bewertungen verifiziert

Jede Bewertung auf G2 muss verifiziert werden, bevor sie in die Reports eingeht. Reviewer bestätigen ihre Identität entweder über ihr LinkedIn-Profil oder über eine Unternehmens-E-Mail-Adresse. Freie Webmail-Adressen werden nicht akzeptiert. Das reduziert den Anteil gefälschter oder anonymer Bewertungen deutlich. G2 prüft zusätzlich, ob Bewertungen Anzeichen für koordinierte Kampagnen zeigen – etwa wenn viele Einträge in kurzer Zeit mit ähnlichem Wortlaut eingehen.

Für die Praxis bedeutet das: G2-Bewertungen sind belastbarer als reine Sternebewertungen ohne Verifikation, aber kein Garant für vollständige Objektivität. Anbieter können Nutzer aktiv um Bewertungen bitten, was Zeitpunkt und Dichte von Review-Wellen beeinflusst. Das erkennst du daran, wenn viele Bewertungen in kurzen Abständen eingehen und inhaltlich ähnliche Stärken hervorheben.

Momentum Reports als Ergänzung zum Grid

Neben den Grid Reports veröffentlicht G2 auch Momentum Reports, die zeigen, welche Produkte gerade Nutzer hinzugewinnen und in den Bewertungen aufsteigen. Ein Produkt kann im Grid noch als High Performer erscheinen, aber im Momentum Report an der Spitze stehen – was auf starkes Wachstum und zunehmende Verbreitung hinweist. Für Evaluierungen ist der Momentum Report besonders dann nützlich, wenn du zwischen einem etablierten Leader und einem jüngeren Wettbewerber abwägst und wissen willst, in welche Richtung sich die Nutzerbasis entwickelt.

In welchen Kategorien ActiveCampaign auf G2 eingestuft ist

ActiveCampaign erscheint auf G2 in mehreren Kategorien gleichzeitig, weil die Plattform verschiedene Funktionsbereiche in einem System vereint. Jede Kategorie hat einen eigenen Grid und eigene Bewertungsberichte. Das ist methodisch korrekt, kann aber bei der Auswertung verwirren, wenn unklar ist, welche Kategorie für den eigenen Anwendungsfall relevant ist.

Marketing Automation

Das ist die Kernkategorie für ActiveCampaign auf G2 und der Bereich, in dem die Plattform am stärksten vertreten ist. Marketing Automation umfasst auf G2 die gesamte Tiefe automatisierter Workflows: von einfachen E-Mail-Sequenzen bis zu komplexen Verhaltens-Triggern, Kontakt-Scoring und kanalübergreifenden Verbindungen. Wer ActiveCampaign primär für automatisierte Kommunikationsstrecken evaluiert, sollte mit diesem Grid beginnen.

Innerhalb dieser Kategorie gibt es separate Reports für Small Business, Mid-Market und Enterprise. Für die meisten deutschen KMUs ist der Small-Business- oder Mid-Market-Grid aussagekräftiger als der aggregierte Gesamtgrid, weil dort die Erfahrungen von Unternehmen ähnlicher Größe und Komplexität überwiegen.

E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing als eigene G2-Kategorie liegt näher am traditionellen Newsletter-Versand als an vollständigen Automatisierungssystemen. Bewertet werden dort vor allem Zustellbarkeit, Template-Editor, Kampagnen-Management und Segmentierungsfunktionen. ActiveCampaign ist auch in dieser Kategorie als Leader eingestuft. Wenn E-Mail-Kampagnen dein Schwerpunkt sind und du Automatisierungen nur in begrenztem Umfang benötigst, liefert der E-Mail-Marketing-Grid relevantere Vergleichsdaten als der Marketing-Automation-Grid.

CRM und Sales Automation

ActiveCampaign erscheint auch in CRM-Kategorien, weil die Plattform eine eigene Deal-Pipeline, Kontakthistorie und Vertriebsprozess-Automatisierung mitbringt. Für Unternehmen, die ein leichtgewichtiges CRM suchen, das direkt mit dem Marketing-System verknüpft ist, ist diese Einstufung relevant. Die Tiefe der CRM-Funktionen ist jedoch eine andere als bei dedizierten CRM-Systemen; was ActiveCampaign in diesem Bereich konkret kann, erklärt der Beitrag zu ActiveCampaign als CRM-System für kleine und mittlere Unternehmen.

Sales Automation ist eine weitere Kategorie, in der ActiveCampaign erscheint. Dort werden die Automatisierung von Vertriebsfolgeaufgaben, Pipeline-Management und automatische Kommunikationssequenzen im Sales-Kontext bewertet. Wenn der Vertrieb im Vordergrund steht und Marketing-Automatisierung eine Nebenrolle spielt, lohnt sich auch ein Blick in diesen spezifischen Report.

G2 im Vergleich: So unterscheiden sich Bewertungsquellen für Software

G2 ist nicht die einzige Quelle für Software-Bewertungen – aber sie unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von anderen Evaluierungsquellen. Die folgende Übersicht ordnet ein, wo G2 stark ist und wo andere Quellen besser weiterhelfen.

Quelle

Bewertungsgrundlage

Stärke

Schwäche

G2 Grid Report

Verifizierte Nutzerbewertungen

Viele aktuelle Erfahrungsberichte, filterbar nach Unternehmensgröße

Kein Länderfilter; Nutzerbasis international, nicht DACH-spezifisch

Analysten-Berichte

Strukturierte Briefings und Referenzkundengespräche

Tiefe Marktanalyse, Enterprise-Fokus, strategische Einordnung

Kostenpflichtig; für KMUs wenig relevant, da Enterprise-lastig

Herstellerwebseite

Herstellerangaben und kuratierte Testimonials

Vollständige Featureliste und aktuelle Preisinformation

Keine unabhängige Einordnung, keine negativen Erfahrungsberichte

Branchenforen und Communities

Ungefilterte Community-Erfahrungen

Praxisnahe Use Cases, spezifische Problemlösungen

Keine Verifikation, Qualität und Vollständigkeit stark variierend

Eigener Testbetrieb

Eigene Erfahrung mit realen Daten und eigenem Team

Höchste Relevanz für die eigene Situation und die eigenen Prozesse

Zeitaufwand; Test-Setup bildet den Vollbetrieb nicht immer vollständig ab

Für die Praxis empfiehlt sich eine kombinierte Vorgehensweise: G2 für die initiale Vorauswahl (welche Tools kommen grundsätzlich in Frage?), Branchenforen für spezifische Use Cases und der eigene Testbetrieb für die finale Entscheidung. Jede dieser Quellen hat blinde Flecken, die eine andere ausleuchtet. Wer G2 als einzige Grundlage nutzt, bewertet Software mit einer Datenbasis, die zwar vergleichsweise belastbar, aber nicht auf die eigene Ausgangssituation zugeschnitten ist.

So liest du G2-Bewertungen kritisch

Der häufigste Fehler beim Umgang mit G2-Reports ist, den Quadranten als Kaufempfehlung zu lesen. Ein Leader-Status zeigt, dass ein Produkt in einer breiten Nutzerbasis gut bewertet wird – er garantiert nicht, dass es für dein spezifisches Setup passt. Wer G2 richtig nutzt, geht über die Quadrantenansicht hinaus und wertet die Rohdaten systematisch aus.

Segmentfilter konsequent nutzen

Der Gesamtgrid aggregiert Bewertungen aus allen Unternehmensgrößen. Wenn du ein Unternehmen mit 15 Mitarbeitern führst und der Grid von Enterprise-Nutzern dominiert wird, liest du Erfahrungen, die wenig mit deiner Situation zu tun haben. G2 bietet auf jeder Kategorieseite einen Segment-Filter, der separate Grids für Small Business (bis 50 Mitarbeiter), Mid-Market (51 bis 1.000) und Enterprise (über 1.000) anzeigt. Nutze diesen Filter konsequent – er kostet keinen Mehraufwand und macht die Vergleichsbasis deutlich relevanter.

Der Unterschied zwischen Segmenten kann erheblich sein: Ein Tool, das im Gesamt-Grid als Leader erscheint, kann im Small-Business-Segment als High Performer eingestuft sein, weil dort die Bewertungsdichte geringer ist. Das bedeutet nicht zwingend ein schlechteres Produkt – es zeigt, dass die Datenbasis für dieses Segment noch begrenzt ist und mit Vorsicht interpretiert werden sollte.

Aktualität der Bewertungen prüfen

G2 zeigt auf jedem Produktprofil an, wann die letzten Bewertungen eingegangen sind und wie sich der Gesamtscore über Zeit entwickelt hat. Ein Produkt kann vor zwei Jahren stark bewertet worden sein und seitdem kaum neue Reviews erhalten – was auf eine stagnierende oder schrumpfende Nutzerbasis hinweisen kann. Bewertungen, die älter als zwölf Monate sind, spiegeln möglicherweise einen Software-Stand wider, der sich inzwischen verändert hat – in beide Richtungen.

Für eine Evaluierung heißt das: Prüfe zuerst, wann die jüngsten Bewertungen eingegangen sind, bevor du Zeit in die Analyse des Gesamtscores investierst. Ein aktuell aktiver Review-Strom ist ein gutes Signal für eine lebendige Nutzerbasis; fehlende aktuelle Einträge sollten zumindest nachgefragt werden.

Was negative Bewertungen wirklich aussagen

Kritische Bewertungen auf G2 enthalten oft mehr verwertbare Information als positive. Positive Bewertungen beschreiben, was funktioniert; negative zeigen, wo ein Tool Grenzen hat und für welche Situationen es nicht passt. Typische Kritikpunkte bei Marketing-Automation-Plattformen betreffen die Lernkurve beim Einstieg, Preissteigerungen bei wachsenden Kontaktlisten und fehlende native Integrationen zu spezifischen Systemen. Was die Preisstruktur von ActiveCampaign im Kontext wachsender Kontaktlisten bedeutet, ordnet der Beitrag zu gängigen Missverständnissen rund um ActiveCampaign-Preise ein.

Beim Lesen negativer Bewertungen sind zwei Fragen hilfreich: Ist dieser Kritikpunkt für mein Setup überhaupt relevant? Und taucht er in mehreren Bewertungen unabhängig voneinander auf? Ein einzelner kritischer Eintrag zu einem spezifischen Randszenario hat weniger Gewicht als ein Kritikpunkt, der sich durch Dutzende unabhängiger Bewertungen zieht.

Wann G2-Daten nicht weiterhelfen

G2 bietet keinen Länderfilter. Wer wissen will, wie deutsche, österreichische oder Schweizer Unternehmen ActiveCampaign konkret einsetzen, muss Bewertungen manuell durchsehen und auf Angaben zum Unternehmensstandort achten – viele Nutzerprofile enthalten solche Angaben, aber nicht alle. Eine systematische DACH-spezifische Auswertung liefert die Plattform nicht.

Für DACH-spezifische Fragen – etwa zur Integration mit lokalen Buchhaltungstools, zur praktischen DSGVO-Umsetzung in deutschsprachigen Nutzungsszenarien oder zum deutschsprachigen Support – sind Branchenforen und direkte Referenzgespräche mit Nutzern aus dem DACH-Raum aussagekräftiger als G2-Aggregate. Einblicke in mehr als 200 Projekte in deutschsprachigen Märkten zeigen, dass gerade diese DACH-spezifischen Aspekte in globalen Review-Aggregaten systematisch unterbelichtet bleiben.

So nutzt du das ActiveCampaign-Profil auf G2 für eine Evaluierung

Wer das G2-Profil von ActiveCampaign für eine konkrete Kaufentscheidung nutzen will, kommt mit einem strukturierten Vorgehen schneller zum Ergebnis als durch freies Browsen auf der Plattform.

  1. Rufe g2.com auf und suche nach "ActiveCampaign". Das Produktprofil zeigt den aktuellen Gesamtscore, die Gesamtzahl der Bewertungen und eine Übersicht der Kategorien, in denen das Produkt gelistet ist. Das ist der Ausgangspunkt – noch kein Auswertungsergebnis.
  2. Wähle die für dich relevante Kategorie. Klicke auf "View in Category" und entscheide, ob Marketing Automation, E-Mail-Marketing, CRM oder Sales Automation deinen Hauptanwendungsfall abbildet. Für kombinierte Anwendungsfälle lohnt es sich, mehrere Kategorien nacheinander zu prüfen und die Schwerpunkte der Bewertungen zu vergleichen.
  3. Setze den Segment-Filter auf deine Unternehmensgröße. Wähle zwischen Small Business, Mid-Market und Enterprise. Den Filter findest du auf jeder Kategorieseite über dem Grid. Dieser Schritt ist nicht optional – ohne den Filter liest du einen Durchschnitt aus sehr unterschiedlichen Unternehmenskontexten.
  4. Sortiere Bewertungen nach "Most Recent". Der Standardfilter "Most Relevant" bevorzugt ältere, häufig zitierte Bewertungen. Für eine aktuelle Einschätzung des Software-Stands ist die chronologische Ansicht aussagekräftiger – du siehst, was Nutzer in den letzten Wochen und Monaten erlebt haben.
  5. Lies mindestens zehn Bewertungen vollständig, davon mindestens fünf mit zwei oder drei Sternen. Konzentriere dich auf die Abschnitte "Was magst du nicht?" und "Welche Probleme löst das Produkt für dich?". Häufig wiederkehrende Kritikpunkte zeigen die echten Schwachstellen – unabhängig vom Gesamt-Score und vom Quadranten.
  6. Nutze die Compare-Funktion für den direkten Wettbewerbsvergleich. G2 bietet für jedes Produkt einen Vergleich zu Wettbewerbern anhand von Bewertungsdimensionen wie Support-Qualität, Einrichtungsaufwand und Weiterempfehlungsrate. Diese Ansicht ist dann hilfreich, wenn du auf zwei oder drei finale Kandidaten eingegrenzt hast und eine strukturierte Gegenüberstellung brauchst.

Ein sinnvoller Abschluss jeder G2-Recherche ist die Überleitung in einen eigenen Testbetrieb. G2-Daten sagen, was andere erlebt haben – der eigene Testzugang zeigt, wie das Tool mit deinen Daten, deinen Integrationen und deinem Team funktioniert. Beide Perspektiven zusammen geben ein wesentlich vollständigeres Bild als jede Quelle allein.

Häufige Fragen

Wie oft erscheinen G2 Reports und an welchem Zeitplan orientieren sie sich?

G2 veröffentlicht Grid Reports viermal jährlich, entsprechend den vier Quartalen. Der Winter Report erscheint im Januar, der Spring Report im April, der Summer Report im Juli und der Fall Report im Oktober. Jeder Report enthält Bewertungen, die im jeweils zurückliegenden Quartal eingegangen sind. Welcher Report aktuell gilt und welche Bewertungen er berücksichtigt, ist auf dem G2-Produktprofil von ActiveCampaign direkt vermerkt.

Was bedeutet "Leader" in G2 konkret – ist das ein Qualitätsgütesiegel?

Nein, kein Gütesiegel im absoluten Sinne. Leader auf G2 bedeutet, dass ein Produkt in einer bestimmten Kategorie sowohl hohe Nutzerzufriedenheit als auch eine starke Marktpräsenz hat – relativ zu den anderen Produkten dieser Kategorie. Wenn in einer Kategorie nur mittelmäßige Produkte konkurrieren, kann auch ein mittelmäßiges Produkt Leader werden. Für wettbewerbsintensive Kategorien wie Marketing Automation ist der Leader-Status aussagekräftiger, weil dort viele gut entwickelte Plattformen um dieselbe Position konkurrieren.

Kann ich G2 als alleinige Entscheidungsgrundlage für ActiveCampaign nutzen?

Als Vorauswahl-Instrument ist G2 gut geeignet. Als alleinige Entscheidungsgrundlage reicht es nicht aus. G2 zeigt, was andere Unternehmen in ähnlichen Situationen erlebt haben – es ersetzt keine eigene Testphase mit deinen Daten, deinen Prozessen und deinem Team. Die empfohlene Vorgehensweise: G2 nutzen, um die Auswahl auf zwei oder drei Kandidaten zu reduzieren, dann mit einem kostenlosen Testzugang den eigenen Anwendungsfall konkret prüfen und erst auf Basis beider Eindrücke entscheiden.

Gibt es G2-Daten speziell für den DACH-Markt?

G2 filtert Bewertungen nicht nach Herkunftsland. Du kannst die Bewertungen manuell durchsehen und auf Angaben zum Unternehmensstandort im Nutzerprofil achten – viele Einträge enthalten solche Informationen. Eine systematische DACH-spezifische Auswertung bietet die Plattform nicht. Für spezifisch deutschsprachige Perspektiven zu Themen wie DSGVO-konformer Datenhaltung, deutschem Support oder Integration mit lokalen Buchhaltungssystemen sind Branchenforen und direkte Referenzgespräche die ergiebigere Quelle.

Warum erscheint ActiveCampaign in so vielen G2-Kategorien gleichzeitig?

Weil ActiveCampaign mehrere Funktionsbereiche in einer Plattform vereint: E-Mail-Marketing, Marketing Automation, CRM und Sales Automation. G2 erlaubt Mehrfachkategorisierung, wenn ein Produkt die Mindestanforderungen mehrerer Kategorien erfüllt. Das ist methodisch korrekt, bedeutet aber, dass dieselbe Plattform in verschiedenen Kategorien unterschiedliche Positionen einnehmen kann. Für deine Entscheidung ist die Kategorie relevant, die deinen Hauptanwendungsfall am besten abbildet – nicht der Durchschnitt aller Kategorien zusammen.

G2-Reports bieten eine regelmäßig aktualisierte, verifikationsgestützte Einschätzung von Software auf Basis praktischer Nutzererfahrung. Für ActiveCampaign als Plattform, die in mehreren Kategorien konsistent gut bewertet wird, ist das ein belastbarer Ausgangspunkt für eine strukturierte Evaluierung. Wer darüber hinaus eine Einschätzung für die eigene Ausgangssituation im DACH-Markt sucht, findet beim ActiveCampaign-Agentur-Team von Advertal deutschsprachige Begleitung mit Erfahrung aus dem DACH-Betrieb.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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