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ActiveCampaign Preise: 5 Mythen die deutsche Unternehmen teuer zu stehen kommen

Tom
Tom
12. März 2026 · 13 Min. Lesezeit

ActiveCampaign-Preise werden in Gesprächen über Marketing-Software häufiger zitiert als gründlich geprüft. Fünf Missverständnisse tauchen dabei immer wieder auf – manche basieren auf veralteten Tarif-Ständen, andere auf Vergleichen, die entscheidende Posten weglassen. Wer sie kennt, trifft eine informiertere Kaufentscheidung und spart sich nachträgliche Überraschungen bei der Monatsrechnung.

Du suchst nur die aktuellen Zahlen? Die vollständige Preisstaffel von 1.000 bis 50.000 Kontakten in Euro steht auf der Seite ActiveCampaign Preise. Dieser Beitrag räumt mit den Annahmen auf, die dahinterstehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • ActiveCampaign hat 2026 vier Pläne: Starter (15 Euro/Monat), Plus (49 Euro/Monat), Pro (79 Euro/Monat) und Enterprise (145 Euro/Monat) – alle Preise bei jährlicher Zahlung, Basisgröße 1.000 Kontakte.
  • CRM-Funktionen (Pipelines, Deal-Management) sind kein Teil der Grundpläne, sondern ein separates Add-on – im Plus-Plan kostet es 49 Euro Aufpreis pro Monat.
  • Monatliche Zahlung statt jährlicher Vorauszahlung kostet dauerhaft 20 Prozent mehr; das ist keine Falle, aber ein großer Hebel.
  • Abgemeldete und inaktive Kontakte zählen zur Listengröße – regelmäßiges List Cleaning ist deshalb nicht nur Hygiene, sondern Kostenoptimierung.
  • Ab 25.000 Kontakten kostet Starter dasselbe wie Plus; ab diesem Punkt ist Plus die einzig sinnvolle Option.

Wie das ActiveCampaign-Preismodell aufgebaut ist – und wo die meisten Irrtümer entstehen

ActiveCampaign rechnet nicht nach versendeten E-Mails, sondern nach der Größe deiner Kontaktliste. Du kannst mit einem Plan unbegrenzt E-Mails versenden; entscheidend ist, wie viele Kontakte in deiner Datenbank gespeichert sind. Das Modell ist intuitiv, produziert aber in der Planung regelmäßig zwei Fehler: Erstens wird unterschätzt, wie schnell eine Liste wächst, wenn Import, Lead-Generierung und Shop-Anbindung erst einmal laufen. Zweitens wird nicht einkalkuliert, dass ActiveCampaign alle Kontakte zählt – auch abgemeldete und inaktive.

Die vier aktuellen Pläne für das Jahr 2026 in der Übersicht, jeweils für 1.000 Kontakte:

Plan

Jährliche Zahlung (pro Monat)

Monatliche Zahlung (pro Monat)

Nutzer inklusive

Starter

15 Euro

19 Euro

1

Plus

49 Euro

59 Euro

1

Pro

79 Euro

99 Euro

3

Enterprise

145 Euro

179 Euro

5

Was diese Tabelle nicht zeigt: Zusätzliche Nutzer kosten je nach Plan 19 bis 49 Euro pro Person und Monat. Das CRM-Modul (Pipelines) ist ein separates Add-on, das für Plus 49 Euro extra kostet. Und der Preisunterschied zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung beläuft sich auf dauerhaft 20 Prozent. Diese drei Punkte liegen hinter den häufigsten Überraschungen bei der ersten echten Rechnung.

Mythos 1: "ActiveCampaign wird unbezahlbar, sobald ich wachse"

Dieses Missverständnis enthält einen echten Kern: Die Preise steigen mit der Kontaktliste, und bei größeren Listen ist das spürbar. Wer 1.000 Kontakte auf 25.000 skaliert, zahlt im Plus-Plan nicht mehr 49 Euro, sondern 489 Euro pro Monat. Das ist ein realer Anstieg – kein Druckfehler, keine versteckte Klausel.

Die eigentliche Frage lautet: Im Vergleich zu was?

Marketing-Automation kostet Geld, unabhängig vom Anbieter. Der Vergleichsrahmen entscheidet, ob ActiveCampaign teuer oder günstig wirkt. Mailchimp berechnet bei 10.000 Kontakten auf dem Standard-Tarif rund 110 US-Dollar pro Monat – klingt günstiger, bis man genauer hinsieht: Mailchimp zählt abgemeldete und inaktive Kontakte mit, sofern man sie nicht manuell archiviert. Das kann die effektive Listengröße um 10 bis 20 Prozent aufblasen, ohne dass es im Dashboard sichtbar ist (Quelle: EmailToolTester, 2026).

HubSpot setzt für ernsthafte Marketing-Automation den Professional-Tarif voraus. Der beginnt bei 890 US-Dollar pro Monat – plus ein verpflichtendes Onboarding-Paket von 3.000 US-Dollar, das anfällt, bevor die erste Automation läuft. Der Jahresbetrag im ersten Jahr übersteigt damit in der Regel 13.000 US-Dollar, bevor ein einziges Team-Mitglied zusätzlich lizenziert wird (Quelle: HubSpot Pricing, Stand 2026).

Wann der Preis wirklich ein Problem wird

Es gibt Situationen, in denen ActiveCampaign sachlich nicht die günstigste Wahl ist: reine Newsletter-Versender ohne Automation-Bedarf, Unternehmen mit sehr großen, aber wenig aktiven Listen und geringen Umsätzen pro Kontakt, oder Teams, die kein CRM brauchen und ausschließlich einfache Kampagnen planen. Wer in diesem Rahmen bleibt, findet mit spezialisierten E-Mail-Tools niedrigere Monatsbeiträge. Diese Entscheidung sollte aber bewusst getroffen werden – nicht aus dem Mythos heraus, ActiveCampaign sei grundsätzlich unbezahlbar.

Mythos 2: "Man muss ständig upgraden, um echte Features zu nutzen"

Dieser Mythos gilt für einige Wettbewerber, bei ActiveCampaign trifft er nicht zu. Der entscheidende Unterschied zu HubSpot: Automatisierungstiefe ist nicht hinter Planschranken verborgen, um Upgrades zu erzwingen. Ab dem Plus-Plan stehen unbegrenzte Automationen mit If/Else-Verzweigungen, Goal-Elementen, Site Tracking und CRM-Aktionen zur Verfügung.

Was welcher Plan tatsächlich liefert

Der Starter-Plan ist für einfache E-Mail-Sequenzen ausgelegt. Automationen sind möglich, aber in Logiktiefe und Umfang eingeschränkt. Ab Plus steht die vollständige Marketing-Automation-Umgebung offen: mehrstufige Workflows mit Bedingungen, A/B-Tests für E-Mails, erweiterte Segmentierung und verhaltensbasiertes Targeting. Der Pro-Plan fügt Predictive Sending, Lead Scoring und Attribution Reporting hinzu. Enterprise bringt benutzerdefinierte Objekte, dedizierte Unterstützung und erweiterte Berichterstattung.

Die Entscheidung zwischen Plus und Pro dreht sich fast immer um eine konkrete Frage: Wird Lead Scoring und Attribution Reporting täglich genutzt, oder ist es ein theoretisch attraktives Feature, das im Arbeitsalltag keine Rolle spielt? Wer ehrlich antwortet, landet meist in Plus und wechselt erst dann zu Pro, wenn ein konkreter Bedarf entsteht – nicht weil der Anbieter den Wechsel erzwingt.

CRM Pipelines: das wichtigste Detail, das Vergleiche übersehen

Hier liegt eine echte Informationslücke in den meisten Preisvergleichen: CRM-Funktionen – also Deals, Pipelines und Vertriebsstadien – sind seit einem Plattform-Relaunch ein separates Add-on, das nicht im Grundpreis enthalten ist. Im Plus-Plan kostet das Modul 49 Euro Aufpreis pro Monat, im Pro-Plan 85 Euro und im Enterprise-Plan 119 Euro. Wer davon ausgeht, dass Deals und Pipelines im Basis-Preis stecken, unterschätzt das Budget und wird bei der ersten Rechnung überrascht sein.

Das ist keine versteckte Gebühr – ActiveCampaign listet alle Add-ons transparent auf der Pricing-Seite. Aber es erfordert, dass man die Seite vollständig liest, nicht nur die Planpreise. Wer ActiveCampaign als kombinierte Marketing-und-Vertrieb-Plattform einsetzen will, muss diesen Posten von Anfang an einkalkulieren. Für einen Vergleich, was ein separates CRM-System kostet, hilft der Überblick in CRM-Kosten verstehen: Was ein CRM-System in Deutschland wirklich kostet.

Mythos 3: "Die Add-ons machen ActiveCampaign erst richtig teuer"

Dieser Mythos ist differenzierter zu behandeln als die anderen. Add-ons existieren, sie kosten Geld, und wer mehrere gleichzeitig aktiviert, zahlt deutlich mehr als die beworbenen Einstiegspreise. Das ist keine Überraschung, wenn man die Preisseite vollständig liest – aber es ist ein reales Risiko für Budgetplanungen, die nur mit dem Listenpreis kalkulieren.

Welche Add-ons in der Praxis relevant sind

Für die meisten DACH-Unternehmen kommen drei Add-on-Kategorien regelmäßig in Frage:

  • CRM Pipelines: 49 Euro (Plus) / 85 Euro (Pro) / 119 Euro (Enterprise) pro Monat – für alle, die Deals und Vertriebspipelines abbilden wollen
  • Zusätzliche Nutzer: 19 bis 49 Euro pro Person und Monat je nach Plan – der Plus-Plan enthält genau einen Nutzer, jeder weitere kostet extra
  • SMS-Marketing: ab 5 Euro pro Monat für ein Kontingent – optional, nicht für jeden Anwendungsfall relevant

Wer den Plus-Plan mit CRM-Modul und einem zusätzlichen Team-Mitglied kombiniert, zahlt bei 1.000 Kontakten schon 117 Euro statt 49 Euro. Das ist kein Trick – es ist ein additives Preismodell, das Optionalität abbildet. Wer alle Posten kennt, kann genau das buchen, was gebraucht wird. Wer nur den Grundpreis vergleicht, wird unvollständige Zahlen in der Kalkulation haben.

Wann Add-ons sich rechnen und wann nicht

Das CRM-Add-on lohnt sich, sobald dein Team aktiv Deals verfolgt und Automationen braucht, die auf CRM-Aktionen reagieren. Wer dafür bisher ein separates Tool wie Pipedrive (ab 15 Euro pro Nutzer und Monat) oder ein freies HubSpot-CRM mit Einschränkungen nutzt, zahlt mit dem Add-on oft weniger als mit einem Tool-Stack aus zwei unverbundenen Systemen. Wer ausschließlich E-Mail-Marketing betreibt und kein Sales-Team einbindet, zahlt das Add-on kein einziges Mal.

Dieselbe Logik gilt für zusätzliche Nutzer: Teams mit einem Nutzer in ActiveCampaign sind in der DACH-Praxis oft kleiner als gedacht – viele Setups laufen über Automationen, die kein tägliches manuelles Eingreifen durch mehrere Personen erfordern. Wer die tatsächliche Nutzerzahl erst nach dem Kauf festlegt, kann hier sparen.

Mythos 4: "ActiveCampaign hat Jahresverträge, aus denen man nicht herauskommt"

Dieser Mythos ist sachlich falsch. ActiveCampaign ist monatlich kündbar, auch wenn du jährlich zahlst – du bekommst den anteiligen Rest erstattet. Jährliche Zahlung ist eine Zahlungsmodalität mit 20 Prozent Rabatt, kein Vertrag mit Mindestlaufzeit oder automatischer Verlängerungspflicht. Es gibt kein verpflichtendes Onboarding, keine Buchung eines Partner-Pakets als Voraussetzung und keine Mindestabnahmemenge.

Das unterscheidet ActiveCampaign strukturell von HubSpot, wo Professional-Tarife häufig einen Jahresvertrag voraussetzen – inklusive dem bereits erwähnten einmaligen Onboarding-Paket von 3.000 US-Dollar. Für viele DACH-Unternehmen ist genau diese Bindungsfreiheit ein entscheidendes Kriterium: Sie wollen ActiveCampaign im laufenden Betrieb testen, bevor sie ein Jahresbudget freigeben. Das ist bei ActiveCampaign möglich.

Mythos 5: "Günstigere Tools leisten dasselbe"

Dieser Mythos ist am häufigsten anzutreffen und am schwersten zu widerlegen, weil er von der Definition des Wortes "dasselbe" abhängt. Rein technisch stimmt es: Für einfache E-Mail-Newsletter gibt es günstigere Optionen. Für Marketing-Automation mit echter Verhaltenslogik, CRM-Integration und skalierbaren Segmentierungsregeln ist das Bild differenzierter.

Feature-Tiefe ist nicht gleich Feature-Liste

Nicht jede "Automation" ist gleich. Was manche Plattformen als Automation vermarkten, ist eine einfache zeitgesteuerte E-Mail-Sequenz. ActiveCampaign Automationen beinhalten echte Bedingungslogik:

  • If/Else-Verzweigungen: verschiedene Pfade je nach Kontakt-Eigenschaft oder Verhalten
  • Goal-Elemente: Kontakte springen automatisch aus einer Automation, sobald sie konvertieren – kein manuelles Aussortieren
  • Site Tracking Integration: Websitebesuch triggert E-Mails in Echtzeit
  • CRM-Aktionen: Deals werden automatisch erstellt, Phasen geändert und Team-Mitglieder benachrichtigt

Der Praxistest zeigt, wo das relevant wird: Wer eine einfache Willkommens-Serie mit einer Abbruchregel bauen will – "sobald jemand kauft, soll die Welcome-Sequenz stoppen" – braucht bei manchen Alternativen externe Workarounds oder manuelles Eingreifen. Bei ActiveCampaign ist das ein Goal-Element, das in zwei Minuten konfiguriert ist. Diese Art von Differenz ist in Preisvergleichen unsichtbar, im täglichen Betrieb aber sehr sichtbar.

Der Plattformwechsel als versteckte Kostenquelle

Unternehmen, die mit einer günstigeren Plattform starten und nach 12 bis 18 Monaten feststellen, dass die Automation-Möglichkeiten nicht ausreichen, stehen vor einem Migrations-Aufwand. Kontakte exportieren und reimportieren, Segmente neu aufbauen, Automationen neu bauen, das Team umschulen und Integrations-Verbindungen neu konfigurieren – das kostet Arbeitszeit und, wenn externe Hilfe hinzugezogen wird, echtes Budget. Dieser Aufwand taucht in keiner "günstigere Alternative"-Rechnung auf, obwohl er real und kalkulierbar ist.

Wer von Anfang an weiß, dass die Anforderungen über einfache Newsletter hinausgehen, spart diesen Aufwand, indem er direkt auf einer Plattform startet, die skaliert. Ob das ActiveCampaign ist, hängt vom konkreten Bedarf ab – aber der Vergleich sollte den Wechsel-Aufwand einschließen, nicht nur den Monatspreis.

DSGVO und Serverstandort: ein reales Abwägungskriterium

Ein Punkt, der in Preisvergleichen für DACH-Unternehmen selten auftaucht, aber relevant ist: ActiveCampaign hostet keine Daten in der EU. Server stehen in den USA. Das ist nach DSGVO mit geeigneten Maßnahmen – Standardvertragsklauseln, korrekter Datenschutzerklärung – für die meisten Unternehmen handhabbar. Einige Branchen oder interne Compliance-Vorgaben schließen US-Hosting jedoch aus. Wer EU-Hosting als hartes Kriterium hat, muss Alternativen wie Brevo (früher Sendinblue) oder Klaviyo in Betracht ziehen, die europäische Serverstandorte anbieten. Das ist kein Fehler von ActiveCampaign, aber ein sachlicher Bewertungspunkt.

So planst du ActiveCampaign-Kosten realistisch – ein Rechenrahmen

Statt mit dem Listenpreis zu starten, hilft es, den Budget-Bedarf von der Nutzungsrealität her aufzubauen. Die vollständige Anleitung zur Einrichtung findest du im ActiveCampaign-Leitfaden für DACH-Unternehmen; für die Preiskalkulation gilt folgende Reihenfolge:

  1. Kontakte zählen und schätzen: Aktuelle Listengröße plus realistische Schätzung für 12 Monate. Import-Listen, Lead-Generierung, Shop-Sync – alles addiert sich. Einplanen, dass auch abgemeldete Kontakte zählen, bis sie aktiv aus der Datenbank entfernt werden.
  2. Plan nach Funktionsbedarf wählen: Starter für einfache Sequenzen; Plus für vollständige Marketing-Automation mit Verhaltens-Triggern und Segmentierungsregeln; Pro wenn Attribution Reporting und Lead Scoring täglich genutzt werden; Enterprise wenn benutzerdefinierte Objekte oder dediziertes Kundensupport-Team nötig sind.
  3. Add-on-Bedarf prüfen: Braucht das Team CRM Pipelines? Dann 49 Euro (Plus) oder 85 Euro (Pro) Aufpreis einplanen. Wie viele Nutzer brauchen Zugang? Mehr als im Grundplan enthaltene Nutzer kosten extra.
  4. Zahlungsrhythmus festlegen: Monatliche Zahlung für die Testphase; jährliche Vorauszahlung ab dem Moment, wo der Bedarf klar ist – das spart dauerhaft 20 Prozent.
  5. Tool-Stack vergleichen: Welche Tools ersetzt ActiveCampaign? E-Mail-Versand, CRM, Automation, Formulare, Landing Pages – wer den aktuellen Stack ehrlich summiert, sieht oft, dass das Paket günstiger ist als die Summe der Einzelteile.

Einblick aus über 200 Projekten zeigt: Der häufigste Fehler in der Budgetplanung ist nicht der Basispreis, sondern das Vergessen des CRM-Add-ons und das Unterschätzen der Kontaktgröße nach 12 Monaten. Wer beides von Anfang an einkalkuliert, hat keine unangenehmen Überraschungen.

Typische Fehler bei der ActiveCampaign-Kostenplanung

Inaktive Kontakte werden nicht bereinigt

ActiveCampaign zählt alle Kontakte in der Datenbank, nicht nur aktive oder zugestellte. Wer eine Liste über zwei Jahre wachsen lässt, ohne abgemeldete und inaktive Kontakte auszusortieren, zahlt für Karteileichen. Regelmäßiges List Cleaning – Kontakte ohne Öffnung oder Klick über 6 Monate identifizieren, kontaktieren oder archivieren – senkt die Kontaktzahl und damit den Monatspreis direkt. Das ist keine Schwäche des Preismodells, sondern eine Hygienemaßnahme, die bei jedem kontaktbasierten Tool gilt.

Monatliche Zahlung als Dauerlösung

Monatliche Zahlung ist sinnvoll in der Test- und Evaluierungsphase. Als Dauerlösung nach dem ersten Jahr kostet sie dauerhaft 20 Prozent mehr, ohne Gegenwert. Wer ActiveCampaign seit 12 Monaten produktiv nutzt und noch monatlich zahlt, verschenkt Geld. Der Wechsel auf jährliche Vorauszahlung ist jederzeit möglich.

Den Starter-Plan zu weit tragen

Der Starter-Plan ist für einfache Einstiegsszenarien ausgelegt. Wer versucht, komplexe Nurturing-Sequenzen mit Verhaltens-Triggern, mehrfacher Segmentierungslogik und CRM-Übergaben im Starter-Plan abzubilden, wird an Grenzen stoßen. Die Differenz zwischen Starter und Plus beträgt bei 1.000 Kontakten 34 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung. Diese Differenz amortisiert sich, wenn ein Team-Mitglied dadurch auch nur zwei Stunden pro Monat weniger mit manuellen Workarounds beschäftigt ist.

Feature-Angebote des höheren Plans nicht nutzen

Der umgekehrte Fehler passiert auch: Unternehmen wechseln auf Pro, weil ihnen Predictive Sending und Lead Scoring im Demo gut gefallen hat, nutzen diese Features aber im Alltag nicht. Das kostet monatlich 30 Euro Aufpreis (jährliche Zahlung, 1.000 Kontakte) ohne Gegenwert. Plan-Wechsel in beide Richtungen sind bei ActiveCampaign jederzeit möglich – ein Downgrade nach einer Evaluation ist kein Problem und kostet keine Strafgebühr.

Häufige Fragen zu ActiveCampaign-Preisen

Welcher ActiveCampaign-Plan ist für B2B-Unternehmen mit bis zu 5.000 Kontakten sinnvoll?

Für B2B-Teams mit aktivem Vertriebsprozess ist Plus mit dem CRM-Add-on der typische Einstiegspunkt. Unbegrenzte Automationen, Deal-Management, Segmentierung nach Verhalten und A/B-Tests für E-Mails decken den Bedarf der meisten Setups ab. Pro lohnt sich, wenn Attribution Reporting und Lead Scoring nicht nur geplant, sondern täglich genutzt werden – als operatives Werkzeug, nicht als theoretisches Ziel. Das ist in der Praxis ein kleinerer Anteil der Teams als oft angenommen.

Zählt ActiveCampaign abgemeldete Kontakte mit?

Ja. Alle Kontakte in der Datenbank zählen zur Listengröße – auch abgemeldete und inaktive. Das ist ein wichtiger Unterschied zu Plattformen, die nur aktive Kontakte berechnen. Die direkte Konsequenz: Regelmäßiges Bereinigen der Liste ist bei ActiveCampaign nicht nur eine Frage der Datenqualität, sondern beeinflusst den Monatspreis direkt. Wer eine Liste mit 30 Prozent inaktiven Kontakten bereinigt, kann in eine niedrigere Preis-Staffel rutschen.

Was passiert, wenn ich die Kontaktgrenze überschreite?

ActiveCampaign wechselt in die nächste Preis-Stufe, sobald du dauerhaft über dem Limit deines Plans liegst. Es gibt keine Overage-Gebühren pro zusätzlichem Kontakt wie bei einigen anderen Plattformen. Stattdessen wird der Plan auf die nächste Kontaktstufe aktualisiert und die Abrechnung entsprechend angepasst. Das macht die Kosten planbar, auch wenn der Sprung in die nächste Stufe eine spürbare Erhöhung bedeutet – ein weiterer Grund, die Listengröße sorgfältig zu schätzen, bevor man einen Plan wählt.

Gibt es Rabatte über den Jahres-Rabatt hinaus?

Einen offiziell ausgeschriebenen Non-Profit-Rabatt wie manche anderen Plattformen bietet ActiveCampaign nicht. Für Startups in frühen Phasen gibt es gelegentlich Aktionen über Partner-Programme; direkter Kontakt zum ActiveCampaign-Vertrieb kann bei größeren Kontaktmengen oder Multi-Account-Setups individuelle Konditionen ergeben, ist aber kein garantierter Weg. Der zuverlässigste Rabatt bleibt die jährliche Vorauszahlung mit 20 Prozent Nachlass.

Kann ich zwischen Plänen wechseln, ohne Daten zu verlieren?

Ja. Planwechsel – Upgrade wie Downgrade – sind jederzeit möglich. Beim Downgrade werden keine Daten gelöscht; du verlierst nur den Zugang zu Features des höheren Plans. Automationen, die Funktionen des höheren Plans nutzen, laufen nach einem Downgrade nicht mehr aktiv – sie bleiben gespeichert, werden aber pausiert, bis du entweder wieder upgradest oder die Automationen an den neuen Plan anpasst. Daten, Kontakte und Kampagnen bleiben vollständig erhalten.

Wer die Preisstruktur von ActiveCampaign vollständig versteht – Basisplan, Add-ons, Zahlungsrhythmus und Kontaktzählung – findet ein transparentes Modell ohne echte Überraschungen. Die Mythen entstehen dort, wo Vergleiche unvollständig sind oder veraltete Preisangaben kursieren. Wer mit einem klaren Bild der eigenen Anforderungen an die Planauswahl herangeht, trifft eine informierte Entscheidung – und wird von der Monatsrechnung nicht überrascht.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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