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ActiveCampaign AI Brand Kit: Professionelles Branding für kleine Teams ohne Designer

Tom
Tom
12. März 2026 · 11 Min. Lesezeit

Das AI Brand Kit in ActiveCampaign liest deine Website-URL aus, zieht daraus Farben, Schriftarten, Logo und Unternehmensbeschreibung – und wendet dieses Profil automatisch auf alle E-Mail-Templates, Formulare und Landing Pages an. Das Setup dauert etwa 15 Minuten. Danach startet jede neue Kampagne in deinem Branding, ohne dass du manuell nachjustieren musst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das AI Brand Kit extrahiert Farben, Schriftarten und Logo direkt aus deiner Website-URL – keine manuellen Eingaben nötig, solange die Website aktuell ist.
  • Seit März 2026 erreichst du das Brand Kit über Active Intelligence unter „Customize“, nicht mehr über die Kontoeinstellungen.
  • Starter-Tarife können ein Brand Kit anlegen, Plus und Professional bis zu fünf – sinnvoll für Agenturen oder Unternehmen mit mehreren Marken.
  • Das Brand Kit überschreibt automatisch die Standardfarben und -schriften aller Templates; die Änderung greift in allen künftigen Kampagnen, die dieses Kit verwenden.
  • KI-generierte Vorlagen passend zu deinem Branding findest du unter E-Mail, Kampagnenvorlagen, „für dich erstellt, in deiner Marke“.

Was das AI Brand Kit in ActiveCampaign genau macht

ActiveCampaign nennt das übergeordnete KI-System „Active Intelligence“. Das Brand Kit ist ein Baustein davon: Es speichert dein visuelles und inhaltliches Markenprofil und stellt es allen anderen KI-Funktionen als Grundlage zur Verfügung. Wenn Active Intelligence eine Kampagne entwirft oder eine Betreffzeile vorschlägt, zieht es Farben, Ton und Unternehmensangaben aus deinem Brand Kit.

Beim Einlesen deiner Website-URL extrahiert das System automatisch folgende Bestandteile:

  • Primär- und Sekundärfarben als exakte Hex-Werte
  • Schriftarten für Überschriften und Fließtext
  • Logo-Varianten, die auf der Website eingebunden sind
  • Unternehmensbeschreibung, Branche und Formulierungstenor
  • Social-Media-Konten, die auf der Website verlinkt sind

Diese Daten bleiben in deinem Konto gespeichert. Alle Templates – ob du sie von Grund auf neu erstellst oder aus der Vorlagenbibliothek wählst – übernehmen automatisch die hinterlegten Werte. Änderst du nachträglich einen Hex-Code im Brand Kit, wirkt sich das auf alle künftigen Kampagnen aus, die dieses Kit verwenden. Bereits versendete E-Mails bleiben unverändert.

Für Teams, die bisher ohne zentrale Brand-Datei gearbeitet haben – jede Person greift auf ihre eigene Template-Kopie zurück –, ist das Brand Kit der einfachste Weg, um einen einheitlichen Ausgangszustand herzustellen. Der Nutzen ist nicht die KI, sondern die Verbindlichkeit: Eine Farbpalette, ein Logo, eine Schrift, an die sich automatisch alle halten.

Wo du das Brand Kit in ActiveCampaign findest – neue Navigation seit März 2026

Mit dem Update vom 11. März 2026 hat ActiveCampaign die Zugangspunkte umgebaut. Früher lag das Brand Kit versteckt in den Kontoeinstellungen; es war nicht sofort auffindbar, wenn man zum ersten Mal danach suchte. Seit dem Update gilt ein direkterer Weg:

Du öffnest Active Intelligence über das entsprechende Symbol in der linken Navigationsleiste. Dort gibt es jetzt die Option „Customize“ – direkt neben „Custom Instructions“. Unter „Customize“ erstellst, bearbeitest und verwaltest du alle Brand Kits. Admins haben dort vollen Zugriff; Nutzer mit eingeschränkten Rechten können das hinterlegte Kit einsehen, aber nicht verändern.

Der Vorteil des neuen Standorts: Das Brand Kit liegt konzeptuell dort, wo du ohnehin arbeitest, wenn du KI-Funktionen nutzt. Du richtest Marke und KI-Anweisungen an einem Ort ein, statt zwischen Einstellungsseiten und KI-Bereich zu wechseln. Wer bisher das Brand Kit in den Einstellungen gesucht und nicht gefunden hat, findet es nach dem Update deutlich schneller.

So richtest du das AI Brand Kit ein – Schritt für Schritt

Der folgende Ablauf gilt für das Setup eines neuen Brand Kits ab März 2026. Die Schritte sind für alle Tarife identisch; der einzige Unterschied liegt in der maximalen Anzahl der Kits pro Account.

  1. Active Intelligence öffnen: Klicke in der linken Navigationsleiste auf das Active-Intelligence-Symbol.
  2. „Customize“ auswählen: Du siehst die Abschnitte „Custom Instructions“ und „Brand Kits“. Klicke auf „Brand Kits“ und dann auf „Neue Marke erstellen“.
  3. Website-URL eingeben: Trage deine vollständige Domain ein (z. B. https://deinefirma.de) und klicke auf „Importieren“. ActiveCampaign analysiert die Seite und befüllt automatisch Felder für Farben, Schriften, Logo und Unternehmensbeschreibung.
  4. Ergebnis prüfen und korrigieren: Das System findet häufig drei bis fünf Farben. Prüfe, ob die Primärfarbe stimmt, und passe Hex-Codes bei Bedarf manuell an. Wenn dein Logo auf der Website in mehreren Versionen vorliegt, kannst du an dieser Stelle die bevorzugte Variante hochladen.
  5. Schriftarten bestätigen: ActiveCampaign schlägt Schriftarten vor, die auf deiner Website erkannt wurden. Nicht alle Webfonts lassen sich in E-Mails einbetten; hinterlege als Fallback eine systemsichere Schrift (z. B. Georgia oder Arial), die in allen E-Mail-Clients zuverlässig funktioniert.
  6. Unternehmensinformationen vervollständigen: Ergänze oder korrigiere die automatisch erkannte Beschreibung, Branche und Tonalität. Diese Angaben fließen in KI-generierte Textvorschläge von Active Intelligence ein.
  7. Speichern: Das Brand Kit ist sofort aktiv. Du kannst es jederzeit unter „Customize“ bearbeiten.

Zeitaufwand realistisch einkalkuliert: Das Importieren und erste Prüfen dauert etwa 10 Minuten. Manuelle Nacharbeit – vor allem beim Logo und bei Schriftarten-Fallbacks – kann weitere 10 bis 20 Minuten kosten, wenn die Website-Erkennung nicht alle Werte sauber übernimmt. Plane für das erste Setup einer gut gepflegten Website rund 30 Minuten ein.

Auf welche Inhalte das Brand Kit wirkt

E-Mail-Kampagnen und Vorlagen

Jede E-Mail-Vorlage, die du ab sofort öffnest, lädt automatisch deine Brand-Kit-Farben und -Schriften in den Bearbeitungsmodus. Das gilt für neue Kampagnen ebenso wie für Kopien bestehender Kampagnen. Die Farben erscheinen außerdem im Farbwähler überall in ActiveCampaign als eigene Palette, sodass du nicht mehr nach Hex-Codes suchen oder sie notieren musst.

KI-generierte Vorlagen

Wenn Active Intelligence auf Basis deines Brand Kits Vorlagen generiert, sind Farbe, Schrift und Bildstil bereits integriert. Du findest diese Vorlagen unter E-Mail, Kampagnenvorlagen, Schaltfläche „Made for you, in your brand“ (bzw. „für dich erstellt, in deiner Marke“ in der deutschen Oberfläche). Dort werden aktiv Vorlagen angezeigt, die passend zu deinem Profil erstellt wurden – kein generischer Ausgangspunkt, sondern ein bereits gebrandetes Grundgerüst. Wie du diese KI-Vorlagen mit eigenen Prompts weiter steuerst, erklärt der Beitrag zu Prompts und KI-Befehlen in Active Intelligence.

Formulare und Landing Pages

Anmeldeformulare und Landing Pages, die du innerhalb von ActiveCampaign erstellst, übernehmen die im Brand Kit hinterlegten Farb- und Schriftwerte. Das betrifft Buttons, Rahmen und Hintergrundfarben. Bilder und Bildrahmen musst du weiterhin manuell setzen; das Brand Kit liefert dort keine automatischen Vorschläge.

Automatisierungs-E-Mails

E-Mails innerhalb von Automationen nutzen denselben Template-Baustein wie manuelle Kampagnen. Auch dort greift das Brand Kit. Wenn du eine Willkommens-Sequenz oder eine Nurturing-Automation aufbaust und dabei auf eine Vorlage zurückgreifst, sind die Markenwerte bereits gesetzt. E-Mails, die in einer bestehenden Automation bereits vollständig gebaut und gespeichert waren, bevor du das Brand Kit angelegt hast, musst du einmal öffnen und neu speichern – erst dann übernimmt die Automation das neue Kit.

Mehrere Brand Kits: Wann das sinnvoll ist

Starter-Tarife erlauben ein Brand Kit. Plus-, Professional- und Enterprise-Tarife können bis zu fünf Brand Kits anlegen und verwalten.

Agenturen mit mehreren Kundenmarken

Wenn du als Agentur mehrere Kunden über einen ActiveCampaign-Account betreust, kannst du für jeden Kunden ein eigenes Brand Kit anlegen und beim Erstellen einer Kampagne das passende Kit wählen. Zu beachten: Diese Nutzung setzt voraus, dass die Kundendaten im Account datenschutzrechtlich gemeinsam verarbeitet werden dürfen – für voneinander unabhängige Kunden mit getrennten Daten sind separate Accounts die sichere Wahl.

Unternehmen mit mehreren Produktmarken

Wenn dein Unternehmen unter unterschiedlichen Marken auftritt – Hauptmarke und eine Produktlinie mit eigenem visuellen Auftritt –, kannst du jede separat als Brand Kit hinterlegen und beim Erstellen einer Kampagne zwischen ihnen wählen. Das ist die sauberste Lösung, solange beide Marken denselben Kontaktpool adressieren.

Saisonale Varianten

Manche Teams legen für zeitlich begrenzte Aktionen ein abweichendes Kit mit angepasster Farbpalette an. Das funktioniert technisch, ist aber nur dann ein sinnvoller Aufwand, wenn die Variante konsistent über viele E-Mails hinweg genutzt wird. Für eine einzelne Kampagne mit abweichendem Farbschema reicht es, die Farben direkt in dieser Kampagne zu überschreiben.

Typische Fehler beim Brand-Kit-Setup – und wie du sie vermeidest

Logo in falscher Qualität importiert

ActiveCampaign zieht das Logo von deiner Website; je nach Website-Code ist das manchmal eine kleine Favicon-Version statt der Masterdatei. Prüfe nach dem Import, ob das Logo scharf erscheint. Falls nicht: Lade eine saubere PNG-Datei mit transparentem Hintergrund und mindestens 400 Pixeln Breite manuell hoch und ersetze die automatisch importierte Version.

Zu viele Farben im Kit

Wenn deine Website neben den eigentlichen Markenfarben neutrale Hintergründe oder Akzentfarben für Buttons nutzt, erkennt das System unter Umständen mehr Farben, als du in E-Mails brauchst. Reduziere das Brand Kit auf eine Primärfarbe, eine Sekundärfarbe und optional eine Akzentfarbe. Mehr Farben im Kit führen nicht zu mehr Konsistenz – sie führen zu mehr Wahlmöglichkeiten, die dann inkonsistent genutzt werden.

Webfonts ohne E-Mail-Fallback

ActiveCampaign kann Schriften aus deinem Webfont-Stack (Google Fonts, Adobe Fonts) erkennen und ins Brand Kit übernehmen. In E-Mail-Clients wie Outlook werden viele dieser Schriften nicht gerendert; der Client fällt dann auf eine Systemschrift zurück, die mit deiner Designidee wenig gemeinsam hat. Hinterlege im Brand Kit immer eine Fallback-Schrift: Arial, Georgia, Trebuchet MS und Verdana funktionieren in allen gängigen E-Mail-Clients. Die Webfont-Angabe steht dann an erster Stelle, der Fallback an zweiter – so profitieren Clients, die Webfonts unterstützen, vom eingebundenen Font, und alle anderen bekommen eine saubere Alternative.

Brand Kit einmalig einrichten und nicht pflegen

Das Brand Kit ist keine statische Datei. Wenn du dein Logo überarbeitest oder deine Markenfarbe ändert, musst du das Kit manuell aktualisieren. Lege dir eine Erinnerung für Design-Reviews an: Immer wenn sich auf deiner Website etwas am Erscheinungsbild ändert, sollte das Brand Kit denselben Tag aktualisiert werden. Andernfalls driften Website und E-Mail-Branding auseinander – genau das Problem, das das Brand Kit eigentlich lösen soll.

Wann das AI Brand Kit nicht ausreicht

Das Brand Kit löst ein Problem zuverlässig: Es stellt sicher, dass alle Templates dieselben Grundwerte für Farbe, Schrift und Logo verwenden. Was es nicht leistet, ist genauso wichtig zu kennen.

Es trifft keine redaktionellen Entscheidungen. Es legt fest, dass dein Primärblau #0055A4 ist – nicht aber, ob ein Abschnitt mit blauem Hintergrund besser wirkt als weißem Text auf dunklem Hintergrund. Layoutfragen, Bildauswahl und der Aufbau einer E-Mail bleiben bei dir oder deinem Team. Das Brand Kit ist ein visueller Rahmen, kein Layoutberater.

Es ersetzt keine vollständigen Brand Guidelines. Wenn mehrere Personen mit unterschiedlichen Rollen in ActiveCampaign arbeiten, reicht ein Brand Kit nicht als Dokument, das erklärt, wie ihr als Marke kommuniziert. Tonalität, Sprachregeln und die Entscheidung Du/Sie sind nicht im Brand Kit hinterlegt. Wer das Kit als Ersatz für ein Markendokument betrachtet, wird feststellen, dass trotzdem Inkonsistenzen entstehen – nur eben nicht bei den Farben, sondern bei Sprache und Bildwelt. Das Brand Kit ist ein technisches Werkzeug; die Entscheidungen, die dazu passen, müssen im Team besprochen sein.

Es wirkt ausschließlich innerhalb von ActiveCampaign. E-Mails, die du außerhalb des Systems verschickst – aus einem separaten CRM, einem Helpdesk oder einem anderen Newsletter-Tool –, werden vom Brand Kit nicht berührt. Für kanalweite Konsistenz brauchst du ein zentrales Brand-Dokument, das auch außerhalb von ActiveCampaign gilt und gepflegt wird.

Häufige Fragen

Kann ich das Brand Kit nach dem ersten Setup wieder ändern?

Ja. Du kannst das Brand Kit jederzeit über Active Intelligence unter „Customize“ bearbeiten. Änderungen wirken sich auf alle Kampagnen aus, die du ab dem Änderungszeitpunkt erstellst. Bestehende, bereits versendete Kampagnen bleiben unverändert. Eine Option, alle offenen Entwürfe automatisch zu aktualisieren, gibt es nicht; diese musst du gegebenenfalls manuell öffnen und erneut speichern.

Was passiert beim Plan-Upgrade – bleiben vorhandene Brand Kits erhalten?

Das vorhandene Brand Kit bleibt beim Upgrade auf einen höheren Tarif vollständig erhalten. Mit Plus oder Professional stehen dir zusätzliche Slots zur Verfügung; du kannst neue Brand Kits anlegen, ohne das bestehende zu verlieren oder überschreiben zu müssen. Beim Downgrade auf Starter gilt das umgekehrte Szenario: Hast du mehr als ein Kit angelegt, bleiben alle gespeichert, aber du kannst nur noch das erste aktiv nutzen, bis du wieder upgradest.

Wirkt das Brand Kit auch auf E-Mails innerhalb von Automationen?

Ja, sofern die E-Mail in der Automation auf eine Template-Vorlage zurückgreift, die nach dem Brand-Kit-Setup geöffnet oder erstellt wurde. E-Mails, die bereits vollständig gebaut und gespeichert waren, bevor du das Brand Kit angelegt hast, zeigen die alten Werte. Du musst diese E-Mails einmal öffnen und speichern, damit das neue Kit greift.

Wie viele Farben sollte ich im Brand Kit hinterlegen?

Für die meisten E-Mail-Setups reichen zwei bis drei Farben: eine Primärfarbe für Buttons und Akzente, eine Sekundärfarbe für Abschnittshintergründe oder Trennlinien, und optional eine Textfarbe, wenn du von Schwarz abweichst. Mehr Farben erhöhen die Wahlfreiheit, machen es aber schwerer, konsistent zu bleiben. Weniger ist hier mehr – das Brand Kit soll Entscheidungen abnehmen, nicht neue erzeugen.

Kann ich das Brand Kit als Nicht-Admin einsehen?

Einsehen ja, bearbeiten nein. Nutzer ohne Admin-Rechte können das hinterlegte Brand Kit in Active Intelligence sehen und die gespeicherten Farben im Farbwähler verwenden. Das Anlegen oder Ändern von Brand Kits ist auf Admins beschränkt. Wenn du als Marketingmitarbeiter eine Farbe korrigieren möchtest, brauchst du jemanden mit Admin-Zugang.

Muss ich das Brand Kit manuell auf neue Kampagnen anwenden?

Nein. Das Brand Kit wirkt automatisch, sobald du eine neue Kampagne erstellst oder eine Vorlage öffnest. Du musst nichts manuell aktivieren. Die einzige Ausnahme sind Kampagnen oder Automations-E-Mails, die vor dem Brand-Kit-Setup gespeichert wurden – diese müssen einmal geöffnet und erneut gespeichert werden.

Wer den Schritt von der visuellen Konsistenz zu vollständig KI-gestützten Kampagnen gehen will, findet im Beitrag zu KI-gestützten E-Mail-Kampagnen in ActiveCampaign eine Anleitung zum AI Campaign Builder. Teams, die bei der Einrichtung und dem Rollout von ActiveCampaign Unterstützung suchen, können sich an Advertal als offiziellen ActiveCampaign-Partner wenden – mehr dazu unter unseren Leistungen.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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