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Spam-Wörter vermeiden: 200+ Begriffe, die deine E-Mails in den Spam-Ordner befördern

Tom
Tom
12. März 2026 · 9 Min. Lesezeit

Bestimmte Wörter und Phrasen signalisieren Spam-Filtern, dass eine E-Mail unerwünscht sein könnte. Ob eine Nachricht tatsächlich abgefangen wird, entscheidet kein einzelnes Wort – es geht um das Zusammenspiel aus Absender-Reputation, technischer E-Mail-Konfiguration und Content-Signalen. Wer das versteht, kann diese Liste gezielt einsetzen statt blind streichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Einzelne Spam-Wörter lösen keine Filter aus – erst die Kombination aus schwacher Absender-Reputation, niedrigem Engagement und riskanten Formulierungen wird zum Problem.
  • Betreffzeilen werden von Filtern stärker gewichtet als der E-Mail-Body; dort ist besondere Vorsicht angebracht.
  • Die Listen in diesem Beitrag sind nach Risikograd gruppiert: Finanzversprechen und Druck-Phrasen liegen ganz oben, allgemeine Werbebegriffe unten.
  • ActiveCampaign hat ein eingebautes Spam-Check-Tool, das jede Kampagne vor dem Versand analysiert und konkrete Warnungen ausgibt.
  • Domain-Konfiguration (SPF, DKIM, DMARC) und regelmäßiges Listen-Management haben mehr Einfluss auf die Zustellbarkeit als die Wortwahl allein.

Wie moderne Spam-Filter heute urteilen

Spam-Filter arbeiten nicht mehr mit einfachen Schlüsselwort-Listen. Die Systeme, die heute bei Gmail, Outlook und web.de eingesetzt werden, kombinieren mehrere Signale zu einem Gesamturteil. Das bedeutet: Wer mit einer sauberen Absender-Reputation und engagierten Empfängern arbeitet, kann deutlich mehr Spielraum bei der Wortwahl haben als jemand mit einer schlechten Domain-Geschichte.

Drei Faktoren bestimmen das Ergebnis:

Absender-Reputation: IP-Adresse und sendende Domain werden von Empfänger-Servern und Reputationsdiensten laufend bewertet. Eine hohe Bounce-Rate, viele Spam-Markierungen oder fehlende Authentifizierung via SPF, DKIM und DMARC drücken diese Reputation. Wer hier Probleme hat, landet unabhängig vom Wortlaut im Spam-Ordner.

Engagement-Signale: Gmail und Outlook beobachten, wie Empfänger mit eingehenden E-Mails interagieren. Werden viele Nachrichten eines Absenders ungeöffnet gelassen oder gelöscht ohne Öffnung, wandern zukünftige Mails in den Spam-Ordner – ganz ohne bedenkliche Wörter. Wer regelmäßig inaktive Kontakte aus der Liste entfernt, schützt damit den Ruf aller Kampagnen. Wie das in ActiveCampaign geht, zeigt der Beitrag über das Bereinigen inaktiver Abonnenten.

Content-Scoring: Erst wenn Reputation und Engagement-Signale akzeptabel sind, spielen einzelne Wörter und Formulierungen eine messbare Rolle. Das Scoring-Modell gewichtet dabei Betreffzeile, Preheader und den sichtbaren Textanfang höher als den restlichen Body. Eine verdächtige Formulierung im Fließtext hebt den Score seltener an als dieselbe Formulierung in der Betreffzeile.

Was das in der Praxis bedeutet: Eine E-Mail mit dem Wort "kostenlos" in einem inhaltlich sinnvollen Kontext, versandt von einer Domain mit gutem Ruf an eine aktive Liste, landet in der Regel problemlos im Posteingang. Dieselbe E-Mail, versandt nach einem Monat Inaktivität an eine ungepflegte Liste, kann trotz eines einzigen verdächtigen Worts aussortiert werden.

200+ Spam-Wörter nach Kategorien

Die folgenden Listen sind nach dem typischen Risikograd geordnet. Hochrisiko-Kategorien stehen oben. Das bedeutet nicht, dass ein einzelner Begriff automatisch zum Problem wird – aber je mehr Begriffe einer Kategorie in einer E-Mail vorkommen, desto höher das Risiko, insbesondere wenn die Absender-Reputation ohnehin schwach ist.

Übertriebene Versprechen und Gewinnbehauptungen

Diese Begriffe signalisieren Filtern unrealistische Versprechungen und sind in Betreffzeilen besonders riskant:

  • 100% kostenlos
  • 100% zufrieden
  • Zusätzliches Einkommen
  • Sei dein eigener Chef
  • Bester Preis
  • Das große Geld
  • Milliarde
  • Geld-Bonus
  • Schulden tilgen
  • Verdoppele dein Einkommen
  • Extra Geld verdienen
  • Schlechte Bonität eliminieren
  • Finanzielle Freiheit
  • Kostenloser Zugang
  • Kostenlose Beratung
  • Kostenloses Geschenk
  • Kostenlose Testversion
  • Volle Rückerstattung
  • Schuldenfrei werden
  • Bezahlt werden
  • Gewinnspiel
  • Garantiert
  • Umsatz steigern
  • Traffic erhöhen
  • Unglaublicher Deal
  • Niedrigere Zinsen
  • Niedrigster Preis
  • Geld verdienen
  • Million Euro
  • Wunder
  • Geld zurück
  • Einmalig im Leben
  • Einmalig
  • Cent am Tag
  • Potenzielle Einnahmen
  • Preis
  • Versprechen
  • Reiner Profit
  • Risikofrei
  • Zufriedenheit garantiert
  • Viel Geld sparen
  • Sparen Sie bis zu
  • Sonderaktion

Druck-Phrasen und falsche Dringlichkeit

Diese Formulierungen erzeugen künstlichen Zeitdruck. Spam-Filter haben sie als Signale für aggressives Marketing klassifiziert:

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  • Das hält nicht lange
  • Dringend
  • Worauf warten Sie?
  • Solange der Vorrat reicht
  • Das werden Sie nicht glauben
  • Gewinner
  • Gewinnen
  • Sie sind ein Gewinner
  • Sie wurden ausgewählt

Zwielichtige und verdächtige Begriffe

Diese Begriffe sind entweder direkt mit Betrug assoziiert oder klingen so, als würde jemand aktiv versuchen, Spam zu tarnen:

  • Massen-E-Mail
  • Direkt kaufen
  • Jederzeit kündbar
  • Scheck oder Überweisung
  • Herzlichen Glückwunsch
  • Vertraulichkeit
  • Heilmittel
  • Lieber Freund
  • Direktmarketing
  • Versteckte Gebühren
  • Internet Marketing
  • Abnehmen
  • Singles treffen
  • Multi-Level-Marketing
  • Kein Haken
  • Keine Kosten
  • Keine Bonitätsprüfung
  • Keine Gebühren
  • Kein Trick
  • Keine versteckten Kosten
  • Keine versteckten Gebühren
  • Keine Zinsen
  • Keine Investition
  • Keine Verpflichtung
  • Kein Kauf erforderlich
  • Keine Fragen
  • Keine Bedingungen
  • Nicht Spam
  • Kein Spam
  • Passwörter
  • Erfordert Anfangsinvestition
  • Sozialversicherungsnummer
  • Das ist kein Betrug
  • Das ist kein Müll
  • Das ist kein Spam
  • Ungesicherte Kredite
  • Ungesicherte Schulden
  • Wir hassen Spam
  • Gewichtsverlust

Allgemeine Werbesprache mit erhöhtem Spam-Score

Diese Begriffe sind in normaler Werbung gebräuchlich, erhöhen aber den Spam-Score – besonders wenn mehrere davon gemeinsam auftreten oder die Absender-Reputation schwach ist:

  • Kreditkarten akzeptiert
  • Anzeige
  • Ganz neu
  • Wie im Fernsehen
  • Schnäppchen
  • Begünstigter
  • Abrechnung
  • Bonus
  • Karten akzeptiert
  • Bargeld
  • Zertifiziert
  • Günstig
  • Ansprüche
  • Räumungsverkauf
  • Tarife vergleichen
  • Kreditkartenangebote
  • Deal
  • Schulden
  • Rabatt
  • Fantastisch
  • Einkommen
  • Investition
  • Millionen beitreten
  • Lebenslang
  • Darlehen
  • Marketing-Lösung
  • Angebot
  • Online-Marketing
  • Anmelden
  • Vorab genehmigt
  • Zinssätze
  • Refinanzieren
  • Suchmaschine
  • Geschäftsbedingungen
  • Testversion
  • Unbegrenzt
  • Garantie
  • Web-Traffic
  • Von zu Hause arbeiten

Warum Spam-Wörter in der Betreffzeile gefährlicher sind als im Body

Spam-Filter analysieren die Betreffzeile und den Preheader als erstes und gewichten beide Elemente stärker als den restlichen Inhalt. Der Grund: Betrüger und aggressive Massenversender arbeiten besonders oft mit reißerischen Betreffzeilen, um Öffnungen zu erzwingen. Die Filter haben daraus gelernt.

Derselbe Begriff verhält sich je nach Position völlig unterschiedlich. Das folgende Raster zeigt, wie Filterlogiken typischerweise einordnen:

Position

Formulierung

Risikoeinschätzung

Betreffzeile

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Sehr hoch – Großbuchstaben, Spam-Wort, mehrere Ausrufezeichen

Betreffzeile

Dein kostenloses Whitepaper wartet

Mittel – "kostenlos" im Betreff, aber sachlicher Kontext

Body, eingebettet

Das Whitepaper kannst du kostenlos herunterladen

Niedrig – normaler Kontext im Fließtext

Preheader

Du wurdest persönlich ausgewählt

Hoch – typische Phishing-Formulierung im sichtbaren Bereich

Body, häufig wiederholt

Garantiert, garantierter Erfolg, Garantie

Hoch – Wiederholung erhöht den Gesamt-Score

Die praktische Konsequenz: Teste Betreffzeilen besonders sorgfältig auf Spam-Begriffe. Im Body gilt dagegen eher das Prinzip der Häufung – ein einzelner Begriff ist weniger problematisch als fünf aus derselben Kategorie im gleichen E-Mail. Wie du Betreffzeilen strukturiert testest, beschreibt der Beitrag zur Optimierung von Betreffzeilen und Öffnungsraten.

Typische Fehler beim Umgang mit Spam-Wort-Listen

In der Praxis entstehen vier wiederkehrende Fehler, wenn Teams mit Spam-Wort-Listen arbeiten. Alle vier haben gemeinsam, dass sie entweder zu wenig oder zu viel streichen – beides schadet.

Fehler

Ursache

Gegenmittel

Liste auswendig lernen, Kontext ignorieren

Das Wort "Rabatt" wird pauschal gestrichen, obwohl ein konkreter Rabatt das zentrale Angebot der E-Mail ist

Kontext prüfen: Ist das Wort im inhaltlichen Zusammenhang sinnvoll und ein einziges Mal gesetzt? Dann meistens kein Problem.

Nur Content prüfen, nicht die Reputation

Alle verdächtigen Wörter gestrichen, trotzdem Spam – weil die Domain nicht authentifiziert ist oder die Bounce-Rate zu hoch war

Regelmäßig SPF/DKIM/DMARC prüfen und Bounce-Rate aktiv managen. Wortlisten lösen keine Reputationsprobleme.

"Kein Spam" schreiben zum Vertrauensaufbau

Formulierungen wie "Das ist kein Spam" oder "Wir hassen Spam" sollen Vertrauen signalisieren – tun aber das Gegenteil und sind selbst auf den Listen

Vertrauen durch Relevanz aufbauen, nicht durch Versicherungen. Wer guten Inhalt liefert, braucht diesen Satz nie.

Alle Wörter einer Kategorie ersetzen, ohne den Text neu zu denken

Synonyme werden eingesetzt, die denselben aggressiven Ton haben – das Scoring verbessert sich nicht, der Text wirkt nun zusätzlich unnatürlich

Den Gedanken dahinter neu formulieren statt Wort für Wort ersetzen. Oft löst ein anderer Aufbau das Problem besser als Synonyme.

So prüfst du eine E-Mail systematisch in ActiveCampaign

ActiveCampaign bietet seit Jahren einen eingebauten Spam-Check, den viele Nutzer nicht konsequent einsetzen. Der folgende Ablauf macht die Prüfung zur Routine, bevor eine Kampagne rausgeht.

  1. Kampagne öffnen und Spam-Check aufrufen: Gehe im Kampagnen-Editor zu Kampagnen, öffne die gewünschte Nachricht und suche im rechten Menü nach der Option "Spam-Check". ActiveCampaign scannt daraufhin Betreffzeile, Preheader und Body vollständig durch.
  2. Warnungen auswerten: Das Tool gibt eine Liste der ausgelösten Regeln zurück. Nicht jede Warnung bedeutet, dass du etwas ändern musst – prüfe jede einzeln nach Kontext. Eine Warnung zu "kostenlos" in einem sachlichen Angebot kann ignoriert werden, wenn der Gesamt-Score im grünen Bereich bleibt.
  3. Betreffzeile separat testen: Kopiere die Betreffzeile in den Spam-Check und prüfe sie isoliert. Oft liegen Probleme ausschließlich dort – der Body ist sauber, aber die Betreffzeile reißt den Score nach oben.
  4. Vorschau-Versand an mehrere Provider: Sende eine Test-E-Mail an Adressen bei Gmail, Outlook und einem deutschen Provider (GMX oder web.de). Prüfe in jedem Posteingang manuell, ob die Mail ankommt, in den Werbebereich sortiert wird oder im Spam-Ordner landet. Das ist der verlässlichste Test vor einem Massenversand.
  5. Engagement-Segment prüfen: Vergewissere dich, dass du keine inaktiven Kontakte in die Kampagne einschließt. Aktives Engagement auf der Liste ist die beste Versicherung gegen Spam-Probleme. Über Automationen → Kontakte → Filtern nach letzter Öffnung lässt sich ein Inaktivitätssegment erzeugen, das du ausschließt oder separat mit einem Re-Engagement-Mailing ansprichst.
  6. Technische Basis prüfen: Überprüfe bei Gelegenheit regelmäßig, ob SPF, DKIM und DMARC für deine sendende Domain korrekt konfiguriert sind. Tools wie MXToolbox zeigen das in wenigen Sekunden. Ohne diese Konfiguration helfen auch die saubersten Texte nicht dauerhaft. Den vollständigen Kontext zur E-Mail-Zustellbarkeit erklärt der Beitrag zu E-Mail-Zustellbarkeit verbessern.

Wann Spam-Wort-Listen allein nicht reichen

Es gibt Situationen, in denen das Entfernen aller verdächtigen Wörter das Problem nicht löst – weil die Ursache woanders liegt. Wer diese Fälle nicht kennt, verliert Zeit mit Textbearbeitung, während das eigentliche Problem unberührt bleibt.

Neue Domain ohne Aufwärmphase: Eine frische Domain, die sofort an große Listen sendet, löst bei Providern Alarm aus – unabhängig vom Inhalt. Neue Domains brauchen einen schrittweisen Aufbau (Warming), bei dem die Sendevolumina wöchentlich steigen und zunächst nur die aktivsten Kontakte angeschrieben werden.

Hohe Bounce-Rate aus der Vergangenheit: Wer über Monate mit vielen Hard Bounces gesendet hat, trägt diese Geschichte in der Absender-Reputation. Hier hilft nur konsequente Listen-Bereinigung über mehrere Wochen, kombiniert mit niedrigeren Versandvolumina.

Weiterleitungsadressen in der Liste: Kontakte, die E-Mails automatisch an einen anderen Anbieter weiterleiten, erzeugen häufig fehlerhafte Bounce-Signale oder Spam-Markierungen, die mit dem ursprünglichen Inhalt nichts zu tun haben.

Transaktions-E-Mails in Massenversand-Infrastruktur: Wer Bestätigungsmails, Rechnungen und Newsletter über dieselbe IP oder Domain schickt, riskiert, dass ein Problem mit dem Newsletter die Reputation der Transaktionsmails schädigt. Separate Infrastruktur für Transaktions- und Marketing-E-Mails ist in solchen Fällen die richtige Lösung.

Kurz gesagt: Wenn eine E-Mail trotz sauberem Content im Spam landet, ist die Ursache fast immer technisch oder reputationsbedingt – nicht eine übersehene Phrase in der Liste.

Häufige Fragen

Werden einzelne Spam-Wörter automatisch vom Filter erkannt und blockiert?

Nein. Moderne Filter blockieren keine E-Mails allein aufgrund einzelner Wörter. Sie berechnen einen Gesamt-Score aus Dutzenden Signalen: Absender-Reputation, technische Authentifizierung, Engagement-Verlauf der Empfänger und Content-Merkmale. Ein einzelnes Wort aus der Liste im sachlichen Kontext hebt den Score kaum merklich. Problematisch wird es, wenn mehrere Hochrisiko-Begriffe zusammentreffen oder die Rahmenbedingungen (Reputation, Bounce-Rate) ohnehin schlecht sind.

Wie problematisch ist das Wort "kostenlos" in der Betreffzeile?

Das hängt von der Formulierung und dem Kontext ab. "Dein kostenloses Whitepaper" in einer Betreffzeile mit sachlichem Rest-Kontext und einer sauberen Absender-Domain ist in der Regel unkritisch. "JETZT KOSTENLOS sichern!!!" kombiniert hingegen Großbuchstaben, Spam-Begriff und Ausrufezeichen – drei Risikofelder gleichzeitig. Für Betreffzeilen gilt: lieber einmal prüfen als davon ausgehen, dass der Kontext automatisch richtiggestellt wird.

Warum landen meine E-Mails im Spam, obwohl ich keine Spam-Wörter verwende?

Das ist häufiger als umgekehrt. Die häufigsten Ursachen sind: fehlende oder fehlerhafte DKIM/DMARC-Einträge für die sendende Domain, eine hohe Rate an Spam-Markierungen aus früheren Kampagnen, eine Liste mit vielen inaktiven Kontakten oder das Senden von großen Volumen aus einer noch nicht aufgewärmten Domain. In solchen Fällen hilft das Anpassen der Wortwahl nicht – die Basis muss technisch bereinigt werden.

Darf ich "Rabatt", "Garantie" oder "Angebot" in meinen E-Mails verwenden?

Ja, wenn du sie sparsam und im Kontext einsetzt. Ein einziges "Rabatt" in einem Angebot, das tatsächlich einen Rabatt beschreibt, ist kein Problem. Kritisch wird es, wenn mehrere solcher Begriffe gehäuft auftreten, insbesondere in Betreffzeile oder Preheader. Faustregel: Wenn ein Begriff in der E-Mail den eigentlichen Sachverhalt beschreibt und nicht zur Übertreibung dient, kannst du ihn verwenden.

Was tun, wenn ich in bestimmten Branchen nicht um diese Begriffe herumkomme?

Finanzdienstleister, Schuldenberatungen oder Gesundheitsanbieter arbeiten täglich mit Begriffen, die auf Spam-Listen stehen. Der Ausweg liegt nicht im Weglassen des Begriffs, sondern im Stärken der Rahmenbedingungen: makellose Domain-Reputation, Double Opt-in ohne Ausnahme, regelmäßige Listen-Pflege und ein Warm-up bei neuen Domains. Wer technisch und reputationsmäßig sauber aufgestellt ist, kann auch in diesen Bereichen E-Mail-Marketing betreiben.

Spam-Wort-Listen sind ein nützlicher Ausgangspunkt – aber kein Selbstzweck. Wer sie als Orientierung nutzt und gleichzeitig die technischen Grundlagen pflegt, hat das Beste aus beiden Welten: Texte, die klar und direkt formuliert sind, und eine Infrastruktur, die dafür sorgt, dass diese Texte auch ankommen. Wer die technische Basis einmal sauber aufgesetzt hat, kann sich auf den Inhalt konzentrieren – und genau dort liegt der eigentliche Hebel für bessere Zustellbarkeit.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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