SMS-Marketing erzielt im Vergleich zu E-Mail deutlich höhere Öffnungsraten, weil Textnachrichten im direktesten Kanal ankommen, den die meisten Menschen täglich nutzen. Damit das funktioniert, müssen drei Dinge stimmen: eine saubere, rechtskonforme Einwilligung, Inhalte mit echtem Mehrwert und eine kluge Einbettung in die Gesamtstrategie. Dieser Leitfaden zeigt, wie das in der Praxis aussieht.
Das Wichtigste in Kürze
- SMS-Marketing erfordert im DACH-Raum eine explizite, dokumentierte Einwilligung gemäß DSGVO Art. 6 und UWG § 7 – eine E-Mail-Opt-in-Checkbox deckt SMS-Kontakte nicht ab.
- Jede SMS enthält genau einen Handlungsimpuls, einen klar erkennbaren Absender und in kommerziellen Nachrichten immer eine Abmeldemöglichkeit.
- SMS wirkt am stärksten bei zeitkritischen Inhalten: Terminerinnerungen, Lieferstatus-Updates, Flash-Angebote mit konkretem Ablaufdatum.
- In ActiveCampaign lässt sich SMS als eigenständiger Kanal in Automationen einbinden und mit E-Mail-Verläufen kombinieren.
- Timing und Sendefrequenz entscheiden darüber, ob Nachrichten als nützlich oder störend wahrgenommen werden – beides lässt sich in ActiveCampaign zentral steuern.
Was rechtlich gilt, bevor du die erste SMS sendest
SMS-Marketing fällt in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter die Kategorie der elektronischen Direktwerbung. UWG § 7 Abs. 2 Nr. 2 stuft Werbung per Telefon – und das schließt SMS ausdrücklich ein – als unzumutbare Belästigung ein, wenn keine vorherige ausdrückliche Einwilligung vorliegt. Die Einwilligung selbst unterliegt den Anforderungen aus DSGVO Art. 6 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 7: Sie muss freiwillig, informiert, eindeutig und jederzeit widerrufbar sein.
Das hat eine direkte Konsequenz, die in der Praxis häufig übersehen wird. Eine gebündelte Zustimmung – „Ich akzeptiere die Nutzungsbedingungen und stimme dem Empfang von Werbung zu” – genügt diesen Anforderungen nicht. Wer seinen E-Mail-Abonnenten auf Basis einer allgemeinen Newsletter-Checkbox auch SMS schickt, riskiert Abmahnungen und DSGVO-Beschwerden bei der zuständigen Aufsichtsbehörde.
Was ein rechtssicheres SMS-Opt-in enthalten muss
Das Opt-in-Formular braucht eine eigene, separat anklickbare Checkbox ausschließlich für SMS-Werbung. Die Formulierung muss die Art der Nachrichten, die ungefähre Frequenz und den Absender benennen. Ein Beispiel: „Ich möchte SMS mit Angeboten und Neuigkeiten erhalten (max. 4 Nachrichten pro Monat). Abmeldung jederzeit per STOPP möglich.” Zeitstempel des Opt-ins und die zugehörige Einwilligungsformulierung sollten dokumentiert und gespeichert werden.
Der Double-Opt-in ist für SMS-Marketing nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber er ist die sauberste Lösung für die Einwilligungsdokumentation. In der Praxis eignet sich die erste SMS nach der Anmeldung als Bestätigungsanfrage: Wer darauf STOPP antwortet, wird nicht weiter bespielt; wer antwortet oder die Nachricht einfach liest, gilt als bestätigt. In ActiveCampaign lässt sich dieser Ablauf als Automation abbilden, bei der ein SMS-Opt-in-Tag erst nach der Bestätigungs-Interaktion gesetzt wird.
Abmeldung muss einfach und unmittelbar funktionieren
Jede kommerzielle SMS muss eine einfache Abmeldemöglichkeit enthalten. Das gängige Format ist ein Hinweis auf ein Schlüsselwort wie „STOPP” am Ende der Nachricht. ActiveCampaign verarbeitet eingehende STOPP-Antworten automatisch und trägt die Mobilnummer des Kontakts sofort aus zukünftigen SMS-Versänden aus. Dieser Mechanismus muss aktiv bleiben. Wer ihn deaktiviert oder durch technische Umgehung unwirksam macht, verstößt gegen die Widerrufspflicht nach DSGVO Art. 7 Abs. 3.
Wie SMS-Texte entstehen, die tatsächlich gelesen werden
Eine SMS hat strukturell andere Anforderungen als eine E-Mail. Der Platz ist begrenzt: 160 Zeichen ergeben eine SMS-Einheit in der GSM-7-Kodierung. Ab 161 Zeichen wird die Nachricht auf dem Mobilgerät des Empfängers geteilt oder als MMS behandelt, abhängig vom Endgerät und Netzbetreiber. Texte, die unerwartet zweigeteilt ankommen, wirken unprofessionell und beeinträchtigen das Verständnis.
Ein technischer Punkt, der regelmäßig unterschätzt wird: Emojis und viele Sonderzeichen wechseln die Zeichenkodierung von GSM-7 auf Unicode. Die Folge ist erheblich: Die 160-Zeichen-Grenze einer SMS-Einheit sinkt auf 70 Zeichen. Wer ein einziges Emoji verwendet und das nicht einkalkuliert, verdoppelt unbeabsichtigt die Nachrichtenkosten oder sendet einen abgeschnittenen Text – beides hinterlässt einen unprofessionellen Eindruck.
Aufbau einer wirksamen SMS
- Der Absender ist sofort erkennbar – als Alphanumeric Sender ID (z.B. „Advertal”) oder als Nummer, die der Empfänger bereits gespeichert hat.
- Die ersten 40 Zeichen enthalten die relevanteste Information, weil Benachrichtigungsvorschauen auf Mobilgeräten oft nur diesen Ausschnitt anzeigen, bevor die Nachricht geöffnet wird.
- Genau ein Link ist enthalten, idealerweise mit einem Tracking-Parameter, der Klicks aus dieser SMS-Kampagne getrennt von anderen Quellen messbar macht.
- Am Ende jeder kommerziellen Nachricht steht ein knapper Hinweis auf die Abmeldeoption, z.B. „Abm.: STOPP”.
Was in eine SMS nicht gehört
Mehrere Handlungsaufforderungen in einer Nachricht verringern die Wahrscheinlichkeit, dass eine davon angenommen wird. Wer in 160 Zeichen drei Links, ein Angebot und eine Umfrage unterbringt, erzeugt Verwirrung statt Handlung. Lange Erklärungen, die einen Kontext voraussetzen, den der Empfänger ohne die E-Mail-Sequenz davor nicht kennt, funktionieren in SMS nicht – dafür ist E-Mail da.
Superlative ohne Substanz treffen in SMS besonders schlecht: „Das beste Angebot aller Zeiten” in einer 160-Zeichen-Nachricht löst keine Handlung aus, sondern Skepsis. Was funktioniert, ist eine konkrete Aussage mit einem klaren Ablaufdatum oder einem nachvollziehbaren Vorteil. „Dein Termin morgen um 10:00 Uhr – Absagen mit NEIN” ist eine SMS, die ihren Zweck erfüllt.
Wann SMS die sinnvollere Wahl ist – und wann nicht
SMS und E-Mail lösen unterschiedliche Kommunikationsaufgaben. Die Stärke von SMS liegt in der Echtzeit-Zustellung und der strukturell hohen Wahrnehmung: Textnachrichten werden fast immer geöffnet, oft innerhalb weniger Minuten nach dem Empfang. Das macht SMS geeignet für Inhalte, deren Wert mit Zeitverzug sinkt. Wer eine Terminerinnerung zu spät schickt oder ein Flash-Angebot nach dessen Ablauf ankündigt, hat das Medium falsch eingesetzt.
Use Cases, bei denen SMS stärker wirkt als E-Mail
- Terminerinnerungen, die 24 Stunden oder 2 Stunden vor dem Termin ankommen und direkt eine Absagemöglichkeit enthalten.
- Lieferstatus-Updates und Versandbestätigungen, bei denen der Empfänger auf einen genauen Zeitpunkt wartet.
- Zeitlich begrenzte Angebote mit eindeutigem Ablaufzeitpunkt, z.B. „Gültig bis heute 20:00 Uhr”.
- Bestätigungs- und Sicherheitscodes, bei denen eine schnelle Zustellung im Vordergrund steht.
- Hinweise auf einen kurzfristigen Kapazitätsfreistand oder eine letzte verfügbare Einheit, bei der Verzögerung den Wert der Information vollständig aufhebt.
Wann du auf SMS verzichten solltest
Erklärungsbedürftige Inhalte gehören in E-Mail oder auf eine Landingpage, nicht in SMS. Wer ein neues Produkt mit mehreren Funktionen vorstellt oder einen komplexen Sachverhalt erklärt, überfordert das Medium. Dasselbe gilt für Inhalte ohne Zeitdruck: ein Evergreen-Artikel, ein allgemeiner Unternehmenshinweis oder eine Einladung zu einem Event in drei Wochen funktionieren in E-Mail besser, weil der Empfänger Zeit und Kontext hat.
SMS eignet sich nicht für den Erstkontakt ohne vorherige Beziehung. Eine Nachricht von einer unbekannten Absendernummer ohne erkennbare Verbindung zum Empfänger wird selten geöffnet und häufig als Spam gemeldet. Wer SMS-Marketing erst nach einer längeren E-Mail-Kommunikation einführt, profitiert vom aufgebauten Vertrauen – und hat bereits geprüft, dass die Zielgruppe mit dem Kanal umgehen kann.
SMS-Timing: Welche Faktoren wirklich zählen
Timing im SMS-Marketing ist weniger eine Frage von Wochentag und Uhrzeit als von Relevanz und Kontext. Eine Terminerinnerung, die zwei Stunden vor einem gebuchten Termin ankommt, ist nahezu immer willkommen – unabhängig davon, ob es Dienstag oder Samstag ist. Ein Werbeangebot um 7:30 Uhr morgens ohne Bezug zur Tagesroutine des Empfängers ist es selten. Der erste Orientierungspunkt ist daher nicht die Uhrzeit, sondern die Frage: Wann ist diese Nachricht für den Empfänger in diesem Moment nützlich?
Allgemeine Orientierungspunkte, die in vielen Branchen zutreffen: B2B-Kommunikation passt zu Werktagen in regulären Geschäftszeiten. B2C-Zielgruppen sind häufig in den frühen Abendstunden erreichbarer, wenn Arbeitskontext und Ablenkungen weniger im Vordergrund stehen. Was in nahezu jeder Zielgruppe zu vermeiden ist: früher Morgen vor 8 Uhr und später Abend nach 21 Uhr.
Quiet Hours in ActiveCampaign richtig einrichten
ActiveCampaign bietet eine Quiet-Hours-Funktion für SMS-Automationen. Wenn eine Automation eine SMS zu einem Zeitpunkt auslösen würde, der außerhalb des erlaubten Sendefensters liegt, verschiebt ActiveCampaign die Nachricht automatisch auf den nächsten erlaubten Zeitpunkt. Diese Einstellung findest du in den Account-Einstellungen unter SMS > Quiet Hours. Aktiviere sie vor dem ersten Live-Schalten jeder SMS-Automation – nachträgliches Aktivieren gilt nicht für bereits in der Warteschlange befindliche Nachrichten.
Frequency-Capping – die Begrenzung der SMS, die ein Kontakt innerhalb eines bestimmten Zeitraums erhält – lässt sich in ActiveCampaign über Bedingungsblöcke in der Automation oder über Segmentierungsregeln steuern. Ein maximal zweifacher Versand pro Woche ist in den meisten Fällen ein sinnvoller Ausgangspunkt für werbliche Kommunikation. Transaktionsnachrichten wie Terminerinnerungen oder Bestellbestätigungen unterliegen keiner sinnvollen Frequenzbegrenzung, da sie auf einer konkreten Handlung des Empfängers basieren.
So richtest du deine erste SMS-Automation in ActiveCampaign ein
Das Ziel dieses Setups ist eine Welcome-SMS, die neue Kontakte direkt nach dem SMS-Opt-in begrüßt und einen konkreten Nutzen liefert. Sie ist die einfachste SMS-Automation und gleichzeitig die, die am häufigsten fehlt – weil viele Marketer erst an komplexe Kampagnensequenzen denken, bevor das Grundgerüst steht.
- Öffne in ActiveCampaign den Bereich Automationen und lege eine neue Automation an.
- Wähle als Eintrittspunkt „Tag wird hinzugefügt” und gib das Tag ein, das du für SMS-Opt-ins verwendest, z.B. „sms-opt-in”.
- Füge als ersten Block eine „Wenn/Sonst”-Bedingung ein, die prüft, ob das Kontaktfeld für die Mobilnummer befüllt ist. Kontakte ohne Mobilnummer verlassen die Automation am Ende des Wenn/Sonst-Pfads, ohne eine SMS zu erhalten.
- Füge im positiven Pfad eine Wartezeit von 5 Minuten ein, damit der Kontakt nicht unmittelbar nach dem Opt-in eine Nachricht erhält.
- Füge danach den Schritt „SMS senden” ein und wähle deine konfigurierte Sendernummer oder Sender-ID aus den SMS-Einstellungen.
- Schreibe die Nachricht: Absendername zu Beginn, kurze Begrüßung, ein konkreter Nutzen (z.B. ein Willkommenscode oder ein Link zu einer relevanten Seite), Abmeldehinweis am Ende. Halte 160 Zeichen ein und verzichte auf Emojis.
- Aktiviere Quiet Hours in den Automation-Einstellungen, damit die SMS nicht außerhalb des erlaubten Zeitfensters zugestellt wird.
- Teste die Automation mit einem internen Testkontakt und prüfe Zustellung, Linktracking und die Anzeige auf unterschiedlichen Geräten, bevor du sie aktivierst.
Als zweite Automation eignet sich eine Terminerinnerung, die 24 Stunden vor einem gespeicherten Termin-Tag automatisch ausgelöst wird. Wer tiefer in den Aufbau komplexerer Sequenzen einsteigen möchte, findet dazu konkrete Beispiele unter SMS-Automationen in ActiveCampaign.
Typische Fehler im SMS-Marketing und wie du sie vermeidest
Im Betrieb von SMS-Kampagnen treten immer wieder dieselben Probleme auf. Die meisten lassen sich im Vorfeld ausschließen, wenn die Grundlagen stimmen.
SMS ohne gültiges Opt-in ist der kostspieligste Fehler
Der häufigste und rechtlich gefährlichste Fehler ist das Versenden von SMS an Kontakte, deren Einwilligung nicht eindeutig auf SMS-Werbung bezogen ist. Das passiert, wenn eine bestehende E-Mail-Liste einfach um SMS-Versand erweitert wird, ohne ein neues Opt-in einzuholen. Jeder betroffene Kontakt hat das Recht, Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzbehörde einzureichen, und der Absender hat gegen UWG § 7 Abs. 2 Nr. 2 verstoßen. Abhilfe: Vor dem Start einer SMS-Kampagne eine eigenständige Opt-in-Kampagne im bestehenden E-Mail-Kanal durchführen, die ausdrücklich um SMS-Einwilligung bittet.
Zu hohe Sendefrequenz treibt die Abmelderate in die Höhe
SMS wird von Empfängern als persönlicher Kanal wahrgenommen. Wer mehrmals pro Woche Nachrichten sendet, ohne dass jede einen klar erkennbaren Mehrwert hat, erhöht die Abmelderate deutlich – und eine abgemeldete Mobilnummer kann nicht reaktiviert werden. Anders als bei E-Mail, wo Nachrichten selektiv geöffnet werden, werden SMS fast immer gelesen. Das erhöht die Toleranzschwelle gegenüber irrelevanten Inhalten deutlich. Einstiegspunkt: werbliche SMS auf höchstens zwei bis vier Sendungen pro Monat begrenzen und die Abmelderate nach jeder Kampagne auswerten.
SMS als Stand-alone-Kanal zu betreiben verschenkt das größte Potenzial
SMS, die keinen Bezug zu vorherigen E-Mails, Einkäufen oder Aktionen haben, wirken zusammenhangslos. Wer SMS als eigenständigen Broadcast-Kanal betreibt, ohne ihn in die bestehende Kundenkommunikation einzubetten, verschenkt die stärkste Eigenschaft des Kanals: die Fähigkeit, eine bereits bestehende E-Mail-Kommunikation im richtigen Moment zu verstärken. ActiveCampaign ermöglicht es, eine SMS-Erinnerung direkt im Automation-Builder an eine Öffnungs-Bedingung zu knüpfen: Wenn die E-Mail nach 24 Stunden noch nicht geöffnet wurde, folgt eine kurze SMS – wenn doch, endet die Sequenz ohne SMS.
Fehlende Tracking-Parameter machen Erfolgsmessung unmöglich
Ohne Tracking-Parameter in den Links einer SMS-Kampagne lassen sich Klicks und Conversions nicht dem Kanal zuordnen. Wer den Erfolg von SMS nicht getrennt von anderen Kanälen messen kann, trifft Entscheidungen über Frequenz, Inhalte und Timing ohne valide Grundlage. Abhilfe: UTM-Parameter für alle SMS-Links setzen (utm_source=sms, utm_medium=sms, utm_campaign=[Kampagnenname]) und in ActiveCampaign die Link-Tracking-Funktion aktivieren. Die wichtigsten Kennzahlen im SMS-Marketing und wie du sie richtig interpretierst, sind im verlinkten Beitrag ausführlich beschrieben.
Häufige Fragen
Darf ich E-Mail-Abonnenten automatisch auch SMS schicken?
Nein. Eine E-Mail-Einwilligung deckt SMS-Marketing nicht ab. DSGVO Art. 6 und UWG § 7 verlangen für jeden Werbekanal eine eigenständige, ausdrückliche Einwilligung. Wer E-Mail-Abonnenten ohne separates SMS-Opt-in per Textnachricht anschreibt, verstößt gegen das Wettbewerbsrecht und die DSGVO. Jeder betroffene Kontakt kann Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzbehörde einreichen.
Wie viele SMS pro Monat sind für Abonnenten zumutbar?
Das hängt vom Inhalt und der Art der Beziehung ab. Transaktionsnachrichten wie Terminerinnerungen oder Bestellbestätigungen unterliegen keiner sinnvollen Obergrenze, solange sie auf einer konkreten Handlung des Empfängers basieren. Für werbliche SMS empfiehlt sich ein Einstieg mit zwei bis vier Sendungen pro Monat. Wer die Abmelderate nach jeder Kampagne beobachtet, erkennt, ab welchem Punkt die Frequenz für die jeweilige Zielgruppe zu hoch wird.
Was passiert, wenn ein Kontakt in ActiveCampaign STOPP antwortet?
ActiveCampaign verarbeitet eingehende STOPP-Antworten automatisch und trägt die Mobilnummer sofort aus dem SMS-Verteiler aus. Der Kontakt erhält ab diesem Zeitpunkt keine weiteren SMS, auch wenn er sich noch in aktiven Automationen befindet. Die Abmeldung kann nicht durch den Absender rückgängig gemacht werden – sie bleibt wirksam, bis der Kontakt selbst einen neuen Opt-in-Prozess durchläuft.
Kann ich in ActiveCampaign SMS und E-Mail in derselben Automation kombinieren?
Ja. Im Automation-Builder lassen sich SMS-Schritte und E-Mail-Schritte in derselben Sequenz frei kombinieren. Du kannst festlegen, dass eine SMS nur dann gesendet wird, wenn eine vorherige E-Mail nicht geöffnet wurde. Dafür nutzt du einen Bedingungsblock nach dem E-Mail-Schritt, der auf das Öffnungsereignis prüft, und legst den SMS-Schritt in den Pfad für „nicht geöffnet”.
Woran erkenne ich, ob meine SMS-Kampagne tatsächlich funktioniert?
Die aussagekräftigsten Kennzahlen sind die Klickrate auf enthaltene Links, die Conversion-Rate auf der Zielseite und die Opt-out-Rate pro Kampagne. Eine hohe Öffnungsrate allein sagt wenig, weil SMS strukturell fast immer geöffnet werden. Was Aufschluss gibt: Haben die Empfänger nach dem Lesen die gewünschte Handlung ausgeführt? Und: Hat diese Kampagne mehr Abmeldungen ausgelöst als der Durchschnitt der vorherigen?
SMS-Marketing ist kein Ersatz für E-Mail-Marketing, sondern eine Ergänzung für zeitkritische, kurze Kommunikation mit einem klaren Handlungsimpuls. Wer es mit sauberem Opt-in, niedriger Frequenz und konkreten Inhalten einführt, baut einen Kanal auf, dem die Empfänger tatsächlich vertrauen. Wer das Setup in ActiveCampaign professionell aufbauen möchte und dabei Unterstützung sucht, findet im ActiveCampaign-Kurs von Advertal eine strukturierte Anleitung für den gesamten Aufbau.


