Das ActiveCampaign Reporting hat seit Anfang 2025 zwei zentrale Neuerungen erhalten: den Contact Performance Report, der zeigt, welche Kanäle und Kampagnen tatsächlich neue Kontakte bringen, und Active Intelligence Insights, das per KI-Konversation direkte Antworten auf deine Performancefragen liefert. Wer beide Bereiche kennt, wertet Kampagnen präzise aus, ohne stundenlang durch verschiedene Dashboards zu navigieren.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Contact Performance Report ersetzt ab Februar 2025 den alten Contact Trend Report für neue Accounts und schlüsselt die Kontaktentwicklung nach Herkunftskanal auf.
- Active Intelligence Insights (verfügbar ab Pro-Tarif) beantwortet Kampagnenperformance-Fragen per KI in Sekunden, statt dich durch mehrere Report-Ebenen zu führen.
- Autonomous Insights analysiert seit Januar 2026 deine Kampagnen automatisch und liefert wöchentlich unaufgeforderte Handlungsempfehlungen mit konkreten nächsten Schritten.
- Die Click-to-Open-Rate ist die aussagekräftigste Einzelkennzahl im Campaigns Performance Report, weil sie Betreffzeilen-Effekt und Inhaltsqualität sauber trennt.
- Benutzerdefinierte Reports und gespeicherte Filteransichten erlauben es, regelmäßige Auswertungen ohne neue Konfiguration abzurufen.
Was sich im ActiveCampaign Reporting seit 2025 grundlegend geändert hat
ActiveCampaign hat sein Reporting in mehreren Schritten umgebaut. Der sichtbarste Einschnitt ist der Wechsel vom Contact Trend Report zum Contact Performance Report. Alle Accounts, die nach dem 7. Februar 2025 angelegt wurden, sehen den Contact Trend Report nicht mehr – sie arbeiten ausschließlich mit dem neuen Format. Ältere Accounts behalten Zugriff auf beide Berichte, wobei der Contact Trend Report dort als Legacy-Ansicht weiterläuft.
Der zweite strukturelle Wandel ist die Integration von Active Intelligence als festes UI-Element quer durch die Plattform. Statt Zahlen aus verschiedenen Berichten manuell zusammenzuführen, kannst du Fragen in natürlicher Sprache stellen und erhältst Visualisierungen mit konkreten nächsten Schritten. Die KI greift dabei auf die tatsächlichen Daten deines eigenen Accounts zu – sie zieht keine generischen Benchmarks heran, solange deine eigene Datenbasis ausreicht, und weist dich hin, wenn Segmente zu klein für belastbare Aussagen sind.
Drittens wurden die Zugriffsrechte strikter gefasst. Der Contact Performance Report ist ausschließlich Nutzern zugänglich, die der Admin-Gruppe im Account angehören. Wer in einem Team arbeitet, muss das beim Berechtigungskonzept berücksichtigen: Campaigns-Reports sind für andere Rollen sichtbar, der Kontaktbericht hingegen nicht. Welche Report-Ebenen ein Nutzer sieht, hängt direkt von seiner Gruppe in den Einstellungen ab.
Contact Performance Report: Was er zeigt und wie du ihn richtig liest
Der Contact Performance Report beantwortet eine Frage, die im alten System nur umständlich zu beantworten war: Welche Quelle bringt dir tatsächlich neue Kontakte? Das kann ein Formular auf einer Landingpage sein, eine Social-Media-Kampagne, ein Webinar oder ein Lead-Magnet. Die Standardansicht lädt die letzten 30 Tage; du kannst den Zeitraum frei anpassen und nach Quelle filtern, um Kanäle miteinander zu vergleichen.
Welche Metriken der Report abdeckt
Im Contact Performance Report siehst du, wie viele neue Kontakte in einem Zeitraum hinzugekommen sind, aufgeschlüsselt nach der jeweils zugeordneten Quelle. Du erkennst auf einen Blick, welcher Kanal konstant liefert und welcher trotz Budgateinsatz wenig bringt. Das sind keine Schätzungen – die Zahlen basieren auf den in ActiveCampaign erfassten Kontaktzugängen und der hinterlegten Attributionsquelle.
Zusätzlich zeigt der Report den Verlauf der Kontaktstatus: aktiv, inaktiv, abgemeldet. Das erlaubt eine Einschätzung der Listenqualität über die Zeit. Ein Account, der schnell wächst, aber gleichzeitig steigende Abmelderaten zeigt, hat ein anderes Problem als ein Account, der langsam wächst, aber hohe Aktivität aufweist. Beides sieht man in derselben Ansicht, ohne zwischen verschiedenen Berichten zu wechseln.
Wo du den Report findest
Es gibt zwei Einstiegswege: Kontakte → Contact Performance oder Berichte → Kontakt → Contacts Performance. Beide führen zur selben Ansicht. Der erste Weg ist schneller, wenn du gerade in der Kontaktansicht arbeitest; der zweite passt, wenn du direkt im Reports-Bereich mehrere Berichte nacheinander aufrufen willst. Achte darauf, dass dein Account-Nutzer in der Admin-Gruppe ist – ohne diese Berechtigung wird der Menüpunkt nicht angezeigt.
So richtest du die Kanalverfolgung für den Contact Performance Report ein
Damit der Report aussagekräftige Daten liefert, muss ActiveCampaign wissen, woher ein Kontakt kommt. Das funktioniert nur, wenn die Attributionsquellen sauber konfiguriert sind. Die folgende Einrichtung gilt für Formulare als häufigste Kontaktquelle in typischen Marketing-Setups.
- Öffne in ActiveCampaign den Bereich Formulare und wähle ein bestehendes Formular, das du verfolgen willst, oder erstelle ein neues über Formulare → Neues Formular erstellen.
- Aktiviere im Formular-Editor unter Optionen → Formulareinstellungen die Funktion "Quelle verfolgen". ActiveCampaign liest damit UTM-Parameter aus der URL aus, über die ein Kontakt zum Formular gelangt ist.
- Stelle sicher, dass alle Seiten, auf denen das Formular eingebettet ist, mit UTM-Parametern verlinkt werden – zum Beispiel: ?utm_source=linkedin&utm_medium=social&utm_campaign=leadmagnet-q3-2026. Ohne diese Parameter erscheint die Quelle im Report als "Unbekannt".
- Richte für jede Kampagne und jeden Kanal eigene UTM-Kombinationen ein. Wenn du denselben Lead-Magneten über LinkedIn und über einen Newsletter bewirbst, brauchst du unterschiedliche utm_source-Werte, sonst lassen sich die Kanäle im Report nicht trennen.
- Warte nach der Einrichtung mindestens sieben Tage, bevor du Schlüsse ziehst. Kleinere Zeitfenster liefern zu wenig Datenpunkte für belastbare Aussagen über Kanalperformance.
- Öffne dann den Contact Performance Report, setze den Zeitraum auf die letzten 30 Tage, und filtere nach Quelle, um zu sehen, welcher Kanal wie viele neue Kontakte gebracht hat.
Wer mehrere Formulare für verschiedene Lead-Magneten betreibt, sollte pro Formular eine eigene Kampagnenbezeichnung vergeben. Im Report lassen sich die Quellen dann direkt vergleichen, ohne nachträglich aggregieren zu müssen. Das spart Zeit besonders bei Quartalsevaluierungen, wenn du entscheidest, welche Kanäle im nächsten Quartal mehr Budget bekommen.
Active Intelligence Insights: KI-Analyse ohne Dashboard-Suche
Active Intelligence Insights wurde im Juni 2025 eingeführt und ist auf Pro- und Enterprise-Tarifen verfügbar. Es ist kein separates Tool, sondern ein KI-gestützter Konversationsbereich, der direkt in der ActiveCampaign-Oberfläche sitzt. Du kannst dort in natürlicher Sprache fragen, wie eine bestimmte Kampagne performt hat, welche Betreffzeile in den letzten 90 Tagen die höchste Öffnungsrate erzielt hat oder welche Segmente am stärksten auf CTAs reagieren.
Was Active Intelligence konkret berechnet
Die KI greift auf deine eigenen Kampagnendaten zu und analysiert Betreffzeilen, CTAs und Inhalte. Sie vergleicht deine Ergebnisse mit Branchen-Benchmarks, soweit diese für deine Branche verfügbar sind. Du bekommst eine Zusammenfassung und auf Wunsch eine Visualisierung – zum Beispiel eine Trend-Kurve der Öffnungsraten der letzten acht Wochen. Die Empfehlung am Ende ist konkret formuliert: "Deine letzten drei Betreffzeilen unter 50 Zeichen haben im Schnitt 4 Prozentpunkte mehr Öffnungen erzielt als die längeren. Das deutet auf ein Kürzen-Potenzial bei deinen aktuellen Entwürfen hin."
Solche Aussagen sind nur so gut wie die Datenbasis. Bei unter 500 Kontakten in einem Segment sind die Muster statistisch wenig belastbar. Active Intelligence gibt in diesem Fall einen ausdrücklichen Hinweis und empfiehlt, den Zeitraum zu erweitern oder das Segment zu vergrößern, bevor du eine Entscheidung triffst. Das solltest du beim Interpretieren berücksichtigen, damit du keine Schlüsse aus statistisch dünnen Stichproben ziehst.
Wer die KI-Funktionen gezielt einsetzen will, findet in unserem Beitrag zu Active Intelligence Prompts und KI-Befehlen im E-Mail-Marketing konkrete Beispiele für wirksame Abfragen und typische Einsatzfälle.
Autonomous Insights: wöchentliche Analyse ohne eigene Initiative
Seit Januar 2026 gibt es zusätzlich Autonomous Insights. Diese Funktion läuft im Hintergrund, analysiert deine Kampagnenperformance kontinuierlich und schickt dir wöchentlich eine Zusammenfassung mit Handlungsempfehlungen – ohne dass du aktiv eine Frage stellen musst. Die Hinweise betreffen konkrete Kampagnen: sinkende Klickraten in einer bestimmten Automation, überdurchschnittliche Öffnungsraten bei einer Broadcast-Kampagne, ein Anstieg der Abmeldungen in einem Segment über drei Wochen.
Das ist besonders sinnvoll für Teams, die das Reporting nicht täglich aktiv aufrufen. Die wöchentliche Zusammenfassung erscheint direkt in der Plattform und kann zusätzlich per E-Mail zugestellt werden. Bei der ActiveCampaign Spring 2026 Innovation Keynote im April 2026 hat das Unternehmen gezeigt, dass KI-Agenten künftig noch proaktiver Signale erkennen und direkt Maßnahmen vorschlagen – das geht über reine Berichtsaufbereitung hinaus und stößt Optimierungsschritte an, bevor du selbst im Dashboard nachschaust.
Campaigns Performance Report: die Metriken, auf die es ankommt
Der Campaigns Performance Report ist das Standardwerkzeug für E-Mail-Auswertung. Er zeigt auf Kampagnenebene Öffnungsrate, Klickrate, Abmeldungen, Bounces, Spam-Markierungen und die Click-to-Open-Rate. Letztere ist die relevanteste Einzelkennzahl für die Inhaltsqualität einer E-Mail, weil sie den Einfluss der Betreffzeile aus der Gleichung herausnimmt.
Was die Click-to-Open-Rate aussagt und warum sie entscheidend ist
Die Click-to-Open-Rate (CTOR) misst, wie viele Empfänger, die eine E-Mail geöffnet haben, anschließend auf einen Link geklickt haben. Wenn 200 Personen eine E-Mail öffnen und 40 klicken, liegt die CTOR bei 20 Prozent – unabhängig davon, wie viele Personen die E-Mail gar nicht erst geöffnet haben. Diese Bereinigung macht den Unterschied.
Eine niedrige Öffnungsrate bei gleichzeitig hoher CTOR zeigt: Die Betreffzeile hat ein Problem, aber der Inhalt überzeugt diejenigen, die öffnen. Eine hohe Öffnungsrate bei niedriger CTOR zeigt das Gegenteil: Die Betreffzeile weckt Interesse, das der E-Mail-Inhalt nicht einlöst. Diese beiden Muster führen zu völlig unterschiedlichen Optimierungsschritten. Wer nur die Klickrate betrachtet, vermischt beides und optimiert am falschen Hebel.
Als Orientierungsgröße für den DACH-Raum: B2B-Newsletter liegen im Median bei 15 bis 25 Prozent CTOR, transaktionale E-Mails oft deutlich höher. Vergleiche deine eigene historische Entwicklung höher als Branchen-Benchmarks – die Segmentzusammensetzung deines Accounts ist zu spezifisch, als dass ein Branchenmittelwert verlässlich wäre.
Filter und gespeicherte Ansichten
Im Campaigns Performance Report kannst du nach Kampagnentyp, Zeitraum und Mindest-Öffnungsrate filtern. Beispielsweise kannst du alle Kampagnen der letzten 90 Tage anzeigen, die eine Öffnungsrate über 35 Prozent erreicht haben – und auf dieser Basis untersuchen, welche Betreffzeilen, Versandzeiten oder Segmente für diesen Erfolg verantwortlich waren. Das ist wesentlich effizienter als alle Kampagnen manuell zu sichten.
Gefilterte Ansichten lassen sich speichern und bei jedem weiteren Reporting-Durchgang direkt aufrufen, ohne die Filter neu zu setzen. Das spart bei regelmäßigen Auswertungen – etwa monatlichen Reports für die Teamleitung – erheblich Zeit. Wenn du bestimmte Kampagnenreihen regelmäßig vergleichst, zum Beispiel eine Willkommenssequenz gegenüber einer Newsletter-Serie, legst du am besten zwei separate gespeicherte Ansichten an.
Typische Fehler bei der Nutzung des Reportings
Das Reporting liefert nur dann belastbare Erkenntnisse, wenn bestimmte Voraussetzungen stimmen. Drei Fehler begegnen uns in der Praxis regelmäßig.
Auswertung zu kurz nach dem Versand
Sieben Tage sind für Kampagnendaten in den meisten Accounts zu kurz. Öffnungsraten steigen noch bis zu 72 Stunden nach dem Versand, weil ein Teil der Empfänger E-Mails gebündelt abruft oder Benachrichtigungen erst verspätet wahrnimmt. Wer 24 Stunden nach dem Versand auswertet und danach Entscheidungen trifft, zieht Schlüsse aus einem verzerrten Datenbild. Die sichere Auswertung beginnt frühestens 72 Stunden nach dem Versand, für statistisch belastbare Zahlen eher nach einer Woche.
Metriken ohne Bezugsgröße interpretieren
Eine Öffnungsrate von 28 Prozent sagt wenig, solange du nicht weißt, an wen die Kampagne geschickt wurde. Wenn du ein Segment aus hochaktiven Bestandskunden beschickt hast, ist 28 Prozent eher unterdurchschnittlich. Wenn du ein kaltes Segment mit wenig Vorkontakt angeschrieben hast, kann 28 Prozent gut sein. Der Report zeigt die Zahlen; die Einordnung erfordert den Kontext der Segmentierung. ActiveCampaign zeigt im Campaigns Performance Report, welchem Segment eine Kampagne geschickt wurde – diese Information gehört immer in die Bewertung, nicht erst als Nachgedanke.
Attributionsquellen nicht konfiguriert
Der Contact Performance Report zeigt nur dann kanalspezifische Daten, wenn die Quellen sauber konfiguriert wurden. Wer Formulare ohne UTM-Parameter verlinkt, sieht im Report ausschließlich "Unbekannt" als Quelle – der Report lädt zwar, liefert aber keine nützlichen Kanal-Informationen. Das passiert häufig bei schnell erstellten Kampagnen-Landingpages oder bei eingebetteten Formularen ohne Tracking-Setup. Historische Daten werden nicht rückwirkend attribuiert; eine nachträgliche Konfiguration wirkt sich nur auf neue Kontaktzugänge aus.
Wann das Standard-Reporting an seine Grenzen stößt
Das native Reporting von ActiveCampaign deckt die meisten Anforderungen der laufenden Kampagnenoptimierung ab. Es gibt aber Szenarien, in denen externe Werkzeuge sinnvoll sind – und es lohnt sich, das von Anfang an einzuplanen.
Wenn du E-Mail-Performance mit Website-Conversions zusammenführen willst – also messen, welche Kampagne nicht nur Klicks, sondern tatsächlich Käufe oder Anmeldungen ausgelöst hat – brauchst du eine Integration mit Google Analytics oder einem dedizierten Attribution-Tool. ActiveCampaign unterstützt Google Analytics und mehrere Attribution-Plattformen per nativer Integration, aber die Verknüpfung muss bewusst eingerichtet werden. Im Standard-Reporting erscheinen keine externen Conversion-Daten, egal wie sauber dein UTM-Setup ist.
Für abteilungsübergreifende Reports ist das native Tool ebenfalls begrenzt. Wenn du Kampagnenperformance, CRM-Aktivitäten und Vertriebszahlen in einer einzigen Ansicht zusammenführen willst, brauchst du entweder das eingebaute Deals-Reporting (für den ActiveCampaign-internen Vertrieb) oder ein externes BI-Tool. Plattformen wie Geckoboard oder AgencyAnalytics bieten native ActiveCampaign-Anbindungen und sind sinnvoll, wenn ein Team regelmäßig auf ein gemeinsames Dashboard schaut und Exporte in ein anderes System fließen sollen.
Das Ecommerce-Dashboard, das früher eigene Bestelldaten aus integrierten Shops anzeigte, steht ausschließlich Accounts zur Verfügung, die vor dem 23. Juli 2025 erstellt wurden. Für neuere Accounts ist diese Ansicht nicht mehr vorhanden; Ecommerce-Daten fließen stattdessen über das allgemeine Kampagnen-Reporting, wenn der Shop korrekt per Integration angebunden ist. Bei bestehenden Setups, die auf das Ecommerce-Dashboard angewiesen sind, sollte ein Wechsel auf einen neueren Account gut vorbereitet werden.
Häufige Fragen
Ab welchem ActiveCampaign-Tarif ist Active Intelligence Insights verfügbar?
Active Intelligence Insights steht auf dem Pro-Tarif und dem Enterprise-Tarif zur Verfügung. Auf Lite und Plus ist die Funktion nicht enthalten. Die Autonomous Insights, die wöchentlich automatische Analysen liefern, sind ebenfalls nur ab Pro zugänglich. Wer auf Lite oder Plus arbeitet, hat weiterhin Zugriff auf alle Standard-Reports – Campaigns Performance, Contact Performance, Automations Performance – aber nicht auf die KI-gestützte Konversationsauswertung und die proaktiven Empfehlungen.
Was ist der Unterschied zwischen Contact Trend Report und Contact Performance Report?
Beide zeigen die Entwicklung deiner Kontaktbasis über die Zeit. Der Contact Trend Report ist das ältere Format und steht ausschließlich Accounts zur Verfügung, die vor dem 7. Februar 2025 angelegt wurden. Der Contact Performance Report ist das neuere Format für alle neueren Accounts und legt stärkere Gewichtung auf Kanalattribution und Kontaktstatus-Verteilung. Die grundlegende Funktion überschneidet sich, aber die Breite der angezeigten Quelldaten und die Filteroptionen unterscheiden sich. Ein Wechsel zwischen den beiden Formaten ist nicht möglich; welchen Report du siehst, hängt vom Gründungsdatum deines Accounts ab.
Kann ich Reports in ActiveCampaign automatisch per E-Mail erhalten?
Autonomous Insights schickt wöchentliche Zusammenfassungen per E-Mail, wenn die Funktion aktiviert ist – das ist die einzige native Option für automatische Report-Mails. Standard-Reports wie der Campaigns Performance Report können in der nativen Oberfläche bisher nicht als geplante E-Mail-Berichte eingerichtet werden. Wer regelmäßige Report-Mails für ein Team braucht, nutzt dafür externe Werkzeuge wie AgencyAnalytics oder Geckoboard, die ActiveCampaign-Daten aggregieren und zeitgesteuert verteilen können.
Wie lange speichert ActiveCampaign Reporting-Daten?
ActiveCampaign speichert Kampagnendaten für mehrere Jahre; der genaue Zeitraum hängt vom Tarif und den Datenschutzeinstellungen im Account ab. In der Praxis sind Kampagnendaten aus den letzten zwei bis drei Jahren vollständig abrufbar. Für sehr alte Kampagnen kann es sein, dass bestimmte Metriken nicht mehr vollständig dargestellt werden, weil sich das Tracking-System zwischenzeitlich verändert hat. Wer historische Daten langfristig sichern will, sollte regelmäßige Exporte über die API einrichten oder ein angebundenes BI-Tool nutzen, das Snapshots speichert.
Muss ich für den Contact Performance Report Admin-Rechte haben?
Ja. Nur Nutzer, die in ActiveCampaign der Gruppe "Admin" zugeordnet sind, können den Contact Performance Report aufrufen. Nutzer in anderen Gruppen sehen die entsprechende Option im Menü nicht. Wenn du den Report-Zugriff für mehrere Mitarbeiter einrichten willst, musst du entweder die Gruppenrechte anpassen oder einen regelmäßigen Export einrichten, der die Daten für andere aufbereitet. Die Berechtigungsgruppen verwaltest du in ActiveCampaign unter Einstellungen → Benutzer → Gruppen.
Wie unterscheidet sich der Automations Performance Report vom Campaigns Performance Report?
Der Campaigns Performance Report wertet einzelne E-Mail-Kampagnen aus: Öffnungsrate, Klickrate, Abmeldungen und so weiter auf Kampagnenebene. Der Automations Performance Report zeigt, wie viele Kontakte eine Automation betreten haben, wie viele die Automation vollständig durchlaufen haben und wie die Kampagnen innerhalb der Automation abgeschnitten haben. Beide Reports zusammen beantworten unterschiedliche Fragen: der eine "Wie hat diese E-Mail performt?", der andere "Wie funktioniert die gesamte Strecke?". Wer Automationen effektiv auswerten will, braucht beide.
Das Reporting in ActiveCampaign hat sich zu einem System entwickelt, das Kanalattribution, Kontaktentwicklung und KI-gestützte Analyse kombiniert. Wer Automationen und Reporting sinnvoll verknüpfen will, findet im Leitfaden zu ActiveCampaign-Automationen im DACH-Raum den passenden nächsten Schritt. Wer beim Aufbau eines sauberen Reporting-Systems Unterstützung sucht, kann sich auf unserer Service-Seite über die Optionen informieren.



