Du nutzt Omnisend für dein E-Mail-Marketing, aber irgendwas passt nicht? Vielleicht ist das Tool zu teuer geworden, die CRM-Features sind zu schwach oder du brauchst bessere Integrationen für den deutschen Markt.
Wir haben in den letzten anderthalb Jahren über 170 E-Mail-Marketing-Projekte im DACH-Raum begleitet. Dabei haben wir gesehen: Omnisend ist stark im E-Commerce, hat aber klare Schwächen. Besonders wenn du mehr als nur Newsletter verschicken willst.
Hier sind die 5 besten Alternativen zu Omnisend - mit Fokus auf den deutschen Markt und DSGVO-Compliance:
1. ActiveCampaign: Der CRM-Champion für DACH-Unternehmen
ActiveCampaign ist unsere klare Nummer 1 für alle, die mehr als nur E-Mails verschicken wollen. Warum? Weil du hier E-Mail-Marketing, CRM und Sales-Pipeline in einem Tool bekommst.
Das unterscheidet ActiveCampaign von Omnisend:
- Echtes CRM: Du trackst nicht nur E-Mail-Öffnungen, sondern den kompletten Customer Journey
- Deal-Pipeline: Von der ersten E-Mail bis zum Abschluss - alles in einem System
- Site Tracking: Du siehst, welche Seiten deine Leads besuchen (DSGVO-konform)
- Lead Scoring: Automatische Bewertung deiner Kontakte basierend auf Verhalten
Was sich in DACH-Projekten bewährt hat:
Wir setzen ActiveCampaign oft für B2B-Unternehmen ein, die komplexere Sales-Zyklen haben. Ein Beispiel aus der Praxis:
Software-Unternehmen aus München: 14-tägige Trial-Phase mit automatisiertem Follow-up. ActiveCampaign trackt, welche Features die Leads nutzen, und schickt passende Onboarding-E-Mails. Result: 35% höhere Conversion von Trial zu Paid.
ActiveCampaign vs. Omnisend im Detail:
- Preis: Ab 15€/Monat (bis 1.000 Kontakte) vs. Omnisend ab 20€/Monat
- CRM-Features: ActiveCampaign klar überlegen
- E-Commerce: Omnisend hat mehr vorgefertigte Templates, ActiveCampaign mehr Flexibilität
- Deliverability: ActiveCampaign führt mit 89,6% (Emailtooltester 2024)
Der Nachteil: ActiveCampaign ist komplexer. Wenn du nur Newsletter verschicken willst, ist es overkill.
2. Mailchimp: Der Klassiker für Content Creator
Mailchimp kennst du wahrscheinlich. Der große Vorteil: Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und die Content-Tools sind stark.
Das macht Mailchimp zur guten Omnisend-Alternative:
- Drag-and-Drop-Editor: Einfacher als bei Omnisend
- Template-Bibliothek: Über 100 professionelle Vorlagen
- Content-Kalender: Perfekt für Content-Marketing-Teams
- Social Media Integration: Posts direkt aus Mailchimp planen
Wo Mailchimp im DACH-Markt punktet:
Besonders für Content Creator, Blogger und kleine E-Commerce-Shops ist Mailchimp eine solide Wahl. Die DSGVO-Features sind gut implementiert und der Support antwortet auch auf Deutsch.
Ein Beispiel: Fashion-Blog aus Berlin nutzt Mailchimp für wöchentliche Style-Newsletter mit 15.000 Abonnenten. Die Automation läuft über 3 Welcome-E-Mails und segmentiert nach Interessen (Herrenmode vs. Damenmode).
Der Reality-Check:
- Automation: Basis-Workflows funktionieren, aber nicht so komplex wie ActiveCampaign
- Preis: Ab 26,50€/Monat - teurer als ActiveCampaign bei gleicher Kontaktzahl
- CRM: Schwach. Wenn du Sales trackst, brauchst du ein extra Tool
3. Brevo: Der SMS-Spezialist mit deutschem Support
Brevo (ehemals Sendinblue) kommt aus Frankreich und hat den besten deutschsprachigen Support in unserem Vergleich. Plus: SMS-Marketing ist direkt integriert.
Warum Brevo eine smarte Omnisend-Alternative ist:
- SMS + E-Mail in einem Tool: Multichannel-Marketing ohne extra Kosten
- Günstiger Einstieg: Kostenloser Plan bis 300 E-Mails/Tag
- Gute DSGVO-Compliance: Server in der EU, deutsche Datenschutzerklärung
- Transactional E-Mails: Rechnungen, Bestätigungen etc. inklusive
Praxis-Tipp für DACH-Unternehmen:
Wir setzen Brevo oft für lokale Dienstleister und kleinere Online-Shops ein. Beispiel: Zahnarztpraxis in Wien nutzt Brevo für Terminerinnerungen (SMS) und Gesundheitstipps (E-Mail). Kosten: 25€/Monat für beide Kanäle.
Das Besondere: Du kannst SMS und E-Mail in einer Automation kombinieren. E-Mail geöffnet? Kein SMS. E-Mail nicht geöffnet nach 2 Tagen? SMS als Follow-up.
Wo Brevo an Grenzen stößt:
- E-Mail-Editor: Funktional, aber nicht so schick wie Omnisend
- Automation: Basis-Funktionen, aber weniger flexibel als ActiveCampaign
- Reporting: Zu oberflächlich für datengetriebene Marketer
4. Constant Contact: Social Media meets E-Mail
Constant Contact ist in Deutschland weniger bekannt, aber stark in der Social Media Integration. Wenn du Facebook, Instagram und E-Mail aus einem Tool steuern willst, ist das interessant.
Die Stärken von Constant Contact:
- Social Media Hub: Alle Kanäle in einer Oberfläche
- Event-Marketing: Einladungen, Anmeldungen, Nachfass-E-Mails automatisch
- Günstig: Ab 12€/Monat, damit günstiger als Omnisend
- Einfache Bedienung: Auch für Marketing-Einsteiger geeignet
Wo das Tool im DACH-Markt funktioniert:
Event-Veranstalter, Vereine und lokale Unternehmen profitieren von der Social Media Integration. Beispiel: Fitness-Studio in Hamburg bewirbt neue Kurse über Facebook, Instagram und E-Mail gleichzeitig. Anmeldungen laufen direkt über das Tool.
Das Problem: Constant Contact ist primär für den US-Markt entwickelt. DSGVO-Compliance ist vorhanden, aber nicht so durchdacht wie bei europäischen Anbietern.
Honest Take:
- Gut für: Kleine Unternehmen mit Social Media Fokus
- Schlecht für: E-Commerce und komplexe Automations
- Support: Nur auf Englisch verfügbar
5. Klaviyo: Der E-Commerce-Heavyweight
Klaviyo ist das E-Commerce-Tool schlechthin. Wenn du einen Shopify- oder WooCommerce-Shop betreibst und Omnisend zu schwach findest, ist Klaviyo die logische Wahl.
Warum Klaviyo bei E-Commerce unschlagbar ist:
- Behavior-Tracking: Jeder Klick, jede Produktansicht wird getrackt
- Predictive Analytics: KI sagt voraus, wer kaufen wird
- Segmentierung: Hunderte von Kriterien für präzise Zielgruppen
- SMS-Integration: Für Abandoned Cart Recovery und Upsells
Real-World-Beispiel aus dem DACH-Markt:
Fashion-Shop aus Österreich nutzt Klaviyo für personalisierte Product-Recommendations. Das System erkennt: Kunde A kauft oft schwarze Kleidung zwischen 50-100€. Die nächste E-Mail zeigt neue schwarze Artikel in dieser Preisklasse.
Result: 32% höhere Click-Through-Rate als mit generischen Produktempfehlungen.
Der Haken bei Klaviyo:
- Preis: Ab 45€/Monat - teuerste Option in unserem Vergleich
- Komplexität: Lernkurve ist steil, besonders für Einsteiger
- DSGVO: Funktioniert, aber du musst viele Einstellungen manuell konfigurieren
Honest Take: Klaviyo lohnt sich nur, wenn du mindestens 50.000€ Monatsumsatz über deinen Online-Shop machst. Darunter ist es overkill.
Welche Omnisend-Alternative passt zu dir?
Jetzt kommt der Teil, den fast niemand sauber spielt: Die richtige Tool-Auswahl basierend auf deinem Business-Modell.
Du bist B2B-Unternehmen oder Dienstleister:
→ ActiveCampaign
Warum: Du brauchst CRM, Lead Scoring und komplexe Nurturing-Sequenzen. Die 15€/Monat sind gut investiert.
Du machst Content Marketing oder bist Creator:
→ Mailchimp oder Brevo
Warum: Einfache Bedienung, gute Templates, solide Automation für Newsletter.
Du betreibst E-Commerce mit 50k+ Monatsumsatz:
→ Klaviyo
Warum: ROI rechtfertigt die höheren Kosten. Personalisierung und Behavior-Tracking zahlen sich aus.
Du bist lokales Unternehmen oder Dienstleister:
→ Brevo
Warum: SMS + E-Mail, deutscher Support, DSGVO-konform, günstig.
Du veranstaltest Events oder managst Communities:
→ Constant Contact
Warum: Social Media Integration und Event-Features sind stark.
Die Tool-Migration: So wechselst du sauber von Omnisend
Der Wechsel von einem E-Mail-Tool zum anderen ist immer heikel. Hier die wichtigsten Schritte, die wir in Projekten verwenden:
Phase 1: Vorbereitung (1 Woche)
- Kontakte exportieren: CSV-Export aus Omnisend mit allen Tags und Segmenten
- Template-Audit: Welche E-Mail-Vorlagen willst du mitnehmen?
- Automations dokumentieren: Screenshot jeder Automation-Sequenz
- Integrations checken: Welche Tools sind aktuell verbunden?
Phase 2: Setup (1-2 Wochen)
- Neues Tool einrichten: DSGVO-Einstellungen, Domain-Authentifizierung
- Kontakte importieren: Segmente und Tags übertragen
- Templates rebuilden: Wichtigste E-Mail-Vorlagen neu bauen
- Test-Automations: 1-2 einfache Workflows zum Testen
Phase 3: Go-Live (1 Woche)
- Parallel-Betrieb: Neue Kontakte nur noch im neuen Tool
- Automations migrieren: Schrittweise alle Workflows übertragen
- Monitoring: Deliverability und Engagement-Rates prüfen
- Omnisend kündigen: Erst nach 2 Wochen erfolgreichen Betriebs
Praxis-Tipps für den DACH-Markt
Was sich in unseren 170+ Projekten bewährt hat:
DSGVO-Compliance richtig machen:
- Double-Opt-In immer aktivieren: Auch wenn nicht gesetzlich vorgeschrieben
- Datenschutzerklärung verlinken: In jeder Anmeldeform sichtbar
- Server-Standort beachten: EU-Server sind Pflicht, US-Server nur mit Zusatzverträgen
- Cookie-Banner integrieren: Bei Site Tracking und Retargeting nötig
Deutsche Besonderheiten berücksichtigen:
- Impressum in E-Mails: Geschäftliche E-Mails brauchen vollständiges Impressum
- Abmeldelink prominent: Nicht im Kleingedruckten verstecken
- Werbe-E-Mails kennzeichnen: "Werbung" im Betreff bei Cold E-Mails
Bottom Line: Unsere Tool-Empfehlung
Nach 170+ E-Mail-Marketing-Projekten ist unser Clear Winner: ActiveCampaign.
Warum? Das Tool wächst mit deinem Business mit. Du startest mit einfachen Newslettern und kannst später komplexe Sales-Funnels und CRM-Pipelines aufbauen. Die meisten anderen Tools zwingen dich früher oder später zu einem erneuten Wechsel.
Das heißt nicht, dass ActiveCampaign für jeden richtig ist. Aber für 80% der DACH-Unternehmen, die wir betreuen, ist es die beste Langzeit-Lösung.
Wenn du das mit Advertal umsetzen willst:
Wir helfen dir bei der Tool-Auswahl, Migration und dem kompletten Setup. Von der DSGVO-konformen Konfiguration bis zum ersten automatisierten Funnel.
Melde dich bei uns: advertal.de/start
Disclaimer: Wir sind ActiveCampaign-Partner, bekommen aber keine Provision für Tool-Empfehlungen. Unsere Bewertungen basieren auf echter Projekterfahrung im DACH-Markt.


