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Elementor Double Opt-In: DSGVO-konforme Formulare erstellen

Tom
Tom
4. April 2025 · 13 Min. Lesezeit

Wenn du ein Elementor-Formular mit ActiveCampaign verbindest, taucht eine Überraschung auf: Die native Elementor-Integration unterstützt kein direktes Double Opt-In. Der DSGVO-konforme Weg führt deshalb über eine ActiveCampaign-Automation, die nach der Formularabsendung greift – ein Tag als Auslöser, eine Bestätigungs-E-Mail und ein Klick, der die Einwilligung mit Zeitstempel dokumentiert. Das Setup ist einmalig, läuft danach vollautomatisch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Elementors ActiveCampaign-Integration fügt Kontakte direkt in Listen ein, ohne DOI-Option – das ist eine bekannte API-Einschränkung, kein Bug.
  • Der saubere Weg: Elementor-Formular vergibt einen Tag, eine ActiveCampaign-Automation sendet daraufhin die Bestätigungsmail.
  • Erst nach Klick auf den Bestätigungslink gilt die Einwilligung als dokumentiert – dieser Zeitstempel ist dein DSGVO-Nachweis.
  • Kontakte, die nicht bestätigen, solltest du nach 7–14 Tagen automatisch löschen oder deaktivieren.
  • Alternativ: natives ActiveCampaign-Formular einbetten mit aktivem DOI – weniger Gestaltungsfreiheit, aber kein Automations-Umweg nötig.

Warum Elementors ActiveCampaign-Integration kein natives Double Opt-In kennt

Die Verbindung zwischen Elementor und ActiveCampaign läuft über die ActiveCampaign-API. Wenn jemand das Formular absendet, legt Elementor den Kontakt direkt über einen API-Call in der gewählten Liste an. Dabei fehlt die Weiterleitung an eine ActiveCampaign-Form-ID, die das native Bestätigungssystem steuert. Das Ergebnis: Der Kontakt ist in der Liste, aber es gibt keinen Einwilligungsnachweis.

Das ist seit Jahren ein offenes GitHub-Issue im Elementor-Repository. Eine native Lösung existiert Stand 2026 nicht. Wer das Problem umgehen will, indem er die ActiveCampaign-Einstellung „Double Opt-In für alle neuen Kontakte" global aktiviert, riskiert unerwartete Verhaltensweisen bei anderen Einstiegspunkten – zum Beispiel bei Kontakten, die über den ActiveCampaign-eigenen Import hereinkommen. Der sicherste Weg ist deshalb der Automation-Umweg, der gezielt an einem Tag-Trigger hängt.

Das bedeutet nicht, dass die Elementor-Integration wertlos ist. Sie liefert Kontakte zuverlässig in ActiveCampaign und übergibt Tags, Felder und Listenzuordnung präzise. Der Bestätigungsschritt wird auf der ActiveCampaign-Seite ergänzt, nicht auf der Elementor-Seite – und ist dort deutlich mächtiger konfigurierbar.

Zwei Wege zu DSGVO-konformem DOI mit Elementor

Bevor du anfängst, lohnt sich die Entscheidung, welcher Ansatz zu deinem Setup passt. Beide sind DSGVO-konform – sie unterscheiden sich in Aufwand, Gestaltungsfreiheit und Wartungsaufwand.

Ansatz

Formular-Design

DOI-Kontrolle

Einrichtungsaufwand

Elementor-Formular + AC-Automation

Vollständig frei (Elementor-Design)

Über Tag und Automation

Mittel – einmaliges Setup in AC

Natives AC-Formular per Embed

Begrenzt (AC-Styling)

Direkt im AC-Formular aktivierbar

Gering – AC erledigt alles

Dieser Beitrag beschreibt den ersten Weg ausführlich. Wer mit nativen ActiveCampaign-Formularen arbeitet, findet das vollständige Setup im Beitrag Double Opt-In mit nativen ActiveCampaign-Formularen.

Was du vor dem Start brauchst

Das Setup besteht aus zwei Teilen, die unabhängig voneinander eingerichtet werden: dem Elementor-Formular auf deiner WordPress-Seite und der DOI-Automation in ActiveCampaign. Beide Teile brauchen jeweils etwa 20–30 Minuten für das erste Setup.

Auf der WordPress-Seite

  • Elementor Pro – die ActiveCampaign-Integration ist in der kostenlosen Version nicht verfügbar
  • Den ActiveCampaign API-Schlüssel und die API-URL aus deinen ActiveCampaign-Kontoeinstellungen unter Einstellungen → Entwickler
  • Eine fertige Seite, auf der das Formular erscheinen soll, oder eine neue Landingpage in Elementor
  • Optional: eine „Fast geschafft"-Seite, auf die Besucher nach der Formularabsendung weitergeleitet werden, mit dem Hinweis, die E-Mail zu prüfen
  • Optional: eine „Bestätigt"-Seite, auf die Abonnenten nach dem Klick auf den Bestätigungslink weitergeleitet werden

In ActiveCampaign

  • Eine Liste, in der neue Kontakte gespeichert werden sollen – zum Beispiel „Newsletter" oder eine themenspezifische Liste
  • Ein Tag, der beim Formularabsenden vergeben wird – zum Beispiel „Elementor Opt-In" oder spezifischer „Webinar-Anmeldung 2026"
  • Ein zweiter Tag für bestätigte Kontakte – zum Beispiel „Newsletter bestätigt"
  • Zugang zum Bereich Automationen, um die DOI-Automation anzulegen

Tipp zur Tag-Benennung: Wähle Tags, die den Ursprung des Kontakts klar benennen. Wenn du mehrere Formulare betreibst, hilft ein Schema wie „[Quelle]-Opt-In" und „[Quelle]-bestätigt" dabei, die Automationen sauber zu halten und Auswertungen nach Kanal zu ermöglichen.

Schritt 1: Elementor-Formular einrichten und mit ActiveCampaign verbinden

Am Ende dieses Schritts übermittelt dein Elementor-Formular Kontaktdaten an ActiveCampaign und vergibt beim Absenden automatisch einen Tag. Dieser Tag ist der einzige Auslöser für die DOI-Automation – er muss deshalb exakt mit dem Automation-Trigger übereinstimmen.

API-Verbindung herstellen

  1. Melde dich in deinem ActiveCampaign-Konto an. Navigiere zu Einstellungen → Entwickler. Kopiere den API-Schlüssel und die API-URL aus diesem Bereich.
  2. Wechsle in dein WordPress-Dashboard. Navigiere zu Elementor → Einstellungen → Integrationen.
  3. Trage den API-Schlüssel in das Feld „API-Schlüssel" und die API-URL in das Feld „API-URL" ein.
  4. Klicke auf Verbindung testen. Ein grüner Haken bestätigt die erfolgreiche Verbindung. Erscheint eine Fehlermeldung, prüfe, ob die URL vollständig mit „https://" beginnt und kein Leerzeichen am Ende steht.
  5. Speichere die Einstellungen.

Formular-Widget konfigurieren

  1. Öffne die Seite, auf der das Formular erscheinen soll, im Elementor-Editor.
  2. Füge das Formular-Widget ein oder öffne ein bestehendes.
  3. Richte mindestens die Felder E-Mail und Name ein. Markiere das E-Mail-Feld als Pflichtfeld.
  4. Füge unterhalb des Absende-Buttons einen Hinweistext ein, der erklärt, wozu der Abonnent seine Daten eingibt – zum Beispiel: „Du erhältst anschließend eine Bestätigungs-E-Mail. Mit dem Absenden stimmst du dem Empfang unseres Newsletters zu. Details in unserer Datenschutzerklärung." Das ist kein optionaler Hinweis, sondern ein DSGVO-Pflichtbestandteil.
  5. Wechsle im Widget-Bereich zum Reiter Aktionen nach dem Absenden. Klicke auf Aktion hinzufügen und wähle ActiveCampaign.
  6. Im erscheinenden Bereich wählst du aus dem Dropdown Liste die ActiveCampaign-Liste aus, in der neue Kontakte landen sollen.
  7. Ordne die Formularfelder den ActiveCampaign-Feldern zu: Elementor-Feld „E-Mail" → ActiveCampaign-Feld „E-Mail", Elementor-Feld „Name" → ActiveCampaign-Feld „Vorname" oder „Vollständiger Name". Fehlende Feldzuordnungen bedeuten, dass Daten verloren gehen – prüfe deshalb jede Zeile.
  8. Trage im Feld Tags den Tag ein, der beim Absenden vergeben werden soll – zum Beispiel „Elementor Opt-In". Dieser Tag triggert die DOI-Automation. Schreibe ihn exakt so, wie du ihn in ActiveCampaign anlegen wirst – inklusive Groß- und Kleinschreibung.
  9. Richte unter Aktionen nach dem Absenden zusätzlich eine Weiterleitung auf deine „Fast geschafft"-Seite ein.
  10. Speichere und veröffentliche die Seite.

Teste das Formular jetzt: Trage eine eigene Test-E-Mail-Adresse ein und prüfe in ActiveCampaign unter Kontakte, ob der Eintrag angelegt wurde und der Tag korrekt vergeben ist. Erst wenn das funktioniert, hat das Einrichten der Automation Sinn.

Schritt 2: Die DOI-Automation in ActiveCampaign aufbauen

Diese Automation läuft vollständig in ActiveCampaign. Sie wird ausgelöst, sobald ein Kontakt den Tag aus Schritt 1 erhält. Sie sendet die Bestätigungsmail, wartet auf den Klick und dokumentiert die Einwilligung – oder bereinigt den Kontakt, wenn der Klick ausbleibt.

Automation anlegen und Trigger setzen

  1. Gehe in ActiveCampaign zu Automationen → Erstellen. Wähle „Von Grund auf neu starten".
  2. Als Eintrittspunkt wählst du Tag wird hinzugefügt. Wähle den Tag aus, den dein Elementor-Formular vergibt – zum Beispiel „Elementor Opt-In".
  3. Stelle sicher, dass die Option „Kontakt tritt ein, wenn dieser Tag hinzugefügt wird" aktiv ist. Aktiviere in den Automation-Einstellungen außerdem „Kontakt kann diese Automation nur einmal durchlaufen", wenn der DOI-Prozess je Kontakt nur einmal stattfinden soll.

Bestätigungs-E-Mail senden

  1. Füge als ersten Automation-Schritt eine E-Mail senden-Aktion hinzu.
  2. Erstelle dort die Bestätigungs-E-Mail. Der Betreff sollte klar signalisieren, was zu tun ist – zum Beispiel: „Bitte bestätige deine Anmeldung".
  3. Im E-Mail-Body fügst du einen Button oder Textlink ein. Im Link-Dialog wählst du als Linktyp Aktions-Link → Opt-In bestätigen. Dieser Linktyp ist der Kern des DOI-Prozesses: ActiveCampaign protokolliert jeden Klick mit Zeitstempel und IP-Adresse.
  4. Optional: Füge im Link-Dialog eine Weiterleitungs-URL hinzu, auf die der Abonnent nach dem Klick gelangt – zum Beispiel deine „Bestätigt"-Seite mit einem kurzen Dankestext.

Klick abwarten und verzweigen

  1. Füge nach der E-Mail-Aktion eine Wartezeit ein – 7 Tage oder kürzer, je nach gewünschtem Zeitfenster.
  2. Danach kommt eine Wenn/Sonst-Bedingung: „Hat der Kontakt den Bestätigungs-Link in der DOI-E-Mail angeklickt?"
  3. Im Ja-Zweig: Vergib den Tag „Newsletter bestätigt". Füge den Kontakt optional zu einer separaten Bestätigt-Liste hinzu, wenn du bestätigte und unbestätigte Kontakte listengetrennt führen willst.
  4. Im Nein-Zweig: Entferne den Tag „Elementor Opt-In". Setze den Kontaktstatus auf „Abgemeldet" oder lösche den Kontakt. Das Löschen ist die sauberste Lösung, wenn du keine anderen Daten für diesen Kontakt hast.
  5. Aktiviere die Automation über den Schalter oben rechts. Ab sofort durchläuft jede neue Elementor-Formular-Eintragung diesen Prozess automatisch.

Die Bestätigungs-E-Mail: Was hineingehört und was nicht

Die Bestätigungs-E-Mail ist der entscheidende Punkt des DOI-Prozesses. Sie muss klar kommunizieren, was der Empfänger tun soll, und sie muss den Bestätigungslink so einbetten, dass ActiveCampaign den Klick als Einwilligung speichert. Gleichzeitig ist sie oft die erste E-Mail, die jemand von dir erhält – ein schlechter erster Eindruck kostet Bestätigungsrate.

Pflichtbestandteile

  • Betreff, der erklärt, was zu tun ist – „Bitte bestätige deine Anmeldung" ist konkreter als „Willkommen!"
  • Ein kurzer Text, der erklärt, wozu der Empfänger sich angemeldet hat – konkret und spezifisch, nicht generisch
  • Ein deutlich erkennbarer Bestätigungs-Button oder -Textlink mit dem Aktionstyp „Opt-In bestätigen"
  • Ein klarer Hinweis: „Wenn du dich nicht angemeldet hast, musst du nichts tun. Du erhältst dann keine weiteren E-Mails von uns."
  • Name und vollständige Postanschrift des Absenders – Pflicht nach DSGVO und TMG

Was die Bestätigungsrate beeinflusst

Die Bestätigungsrate schwankt je nach Kanal und Zielgruppe erheblich. Wer unterdurchschnittliche Werte sieht, sollte drei Stellschrauben prüfen: den Betreff (wird die E-Mail geöffnet?), den Button-Text und seine Platzierung (ist der Klick sofort sichtbar, ohne Scrollen?), und die Absenderadresse (vertraut der Empfänger dem Absendernamen?). Personalisierte Betreffe mit dem Vornamen des Empfängers erhöhen die Öffnungsrate, wenn du den Vornamen im Formular abgefragt hast.

Schicke keine Inhalts-E-Mails in der DOI-Automation vor der Bestätigung. Das ist nicht nur rechtlich problematisch, sondern verwirrt Abonnenten, die noch gar nicht wissen, ob sie bestätigen wollen.

Die „Fast geschafft"-Seite und die Bestätigungs-Seite

Zwei zusätzliche Seiten machen den DOI-Prozess für den Abonnenten verständlich und erhöhen die Bestätigungsrate.

Die „Fast geschafft"-Seite

Diese Seite erscheint unmittelbar nach der Formularabsendung – bevor der Abonnent die Bestätigungs-E-Mail geöffnet hat. Sie erfüllt zwei Aufgaben: Sie erklärt, was jetzt passiert (E-Mail prüfen, Bestätigungslink klicken), und sie gibt dem Abonnenten Orientierung statt einer leeren Weiterleitung oder einer generischen Dankesmeldung.

Ein funktionierender Text für diese Seite: „Danke – fast fertig! Schau jetzt in deinen Posteingang. Du bekommst gleich eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst nach dem Klick auf diesen Link erhältst du [was du versprochen hast]. Wenn die E-Mail nicht ankommt, prüf bitte auch deinen Spam-Ordner."

Die Bestätigungs-Seite

Diese Seite erscheint, nachdem der Abonnent auf den Bestätigungslink geklickt hat. Du verlinkst sie im Aktions-Link-Dialog der Bestätigungs-E-Mail. Sie bestätigt dem Abonnenten, dass alles geklappt hat, und gibt dir die Möglichkeit, den nächsten Schritt anzukündigen – etwa einen Download oder den Hinweis, wann die erste reguläre E-Mail kommt. Diese Seite eignet sich auch für ein knappes Profiling-Formular, wenn du Abonnenten nach Interessen segmentieren willst.

Das komplette Setup testen, bevor du es live schaltest

Bevor das Formular live geht, solltest du den gesamten DOI-Prozess einmal vollständig durchspielen – nicht nur einzelne Teile.

  1. Trage eine eigene Test-E-Mail-Adresse im Elementor-Formular ein und sende es ab.
  2. Prüfe in ActiveCampaign unter Kontakte, ob der Kontakt angelegt wurde und der richtige Tag vergeben ist.
  3. Wechsle zu Automationen und prüfe, ob die DOI-Automation ausgelöst wurde – der Kontakt sollte im Automation-Verlauf sichtbar sein.
  4. Öffne die Bestätigungs-E-Mail in deinem Test-Postfach. Prüfe Betreff, Absendername und Darstellung auf Mobilgeräten.
  5. Klicke den Bestätigungslink. Prüfe, ob du auf die richtige Bestätigungs-Seite weitergeleitet wirst.
  6. Gehe zurück zum Kontakt in ActiveCampaign und prüfe, ob der Tag „Newsletter bestätigt" gesetzt wurde und ob im Kontaktprotokoll der Klick mit Zeitstempel vermerkt ist.
  7. Teste auch den Nein-Zweig: Setze die Wartezeit für den Test kurz auf 1 Stunde und prüfe, ob Kontakte ohne Bestätigung korrekt bereinigt werden.

Wenn alle sieben Schritte fehlerfrei durchlaufen, ist das Setup produktionsreif.

Typische Fehler und was dahintersteckt

Vier Probleme tauchen beim Aufbau dieses Setups regelmäßig auf. Alle sind lösbar, wenn man weiß, wo man sucht.

Kontakt wird nicht in ActiveCampaign angelegt

Das passiert fast immer aus einem von zwei Gründen: Entweder stimmt der API-Schlüssel nicht, oder die Verbindung in den Elementor-Einstellungen wurde nach einem WordPress-Update nicht erneut gespeichert. Prüfe unter Elementor → Einstellungen → Integrationen, ob der Verbindungstest ein grünes Ergebnis liefert. Falls nicht, kopiere den API-Schlüssel aus ActiveCampaign neu, trage ihn erneut ein und speichere. Dann erneut testen.

Die Automation wird nicht ausgelöst

Der häufigste Grund: Der Tag im Elementor-Formular und der Tag im Automations-Trigger stimmen nicht exakt überein. ActiveCampaign unterscheidet Groß- und Kleinschreibung. „Elementor Opt-In" und „Elementor opt-in" sind zwei verschiedene Tags. Prüfe beide Tags, indem du in ActiveCampaign einen Testkontakt manuell anlegst und den Tag per Hand vergibst – tritt die Automation dann ein? Wenn ja, liegt der Fehler im Formular-Setup, nicht in der Automation.

Wenn im Kontaktprotokoll kein Klick auftaucht, ist meistens der Link falsch eingebettet. Öffne die E-Mail im Automation-Editor und prüfe, ob der Link den Aktionstyp Opt-In bestätigen hat. Normale HTTPS-Links werden von ActiveCampaign nicht als Bestätigungs-Event erfasst, egal auf welche URL sie zeigen.

Kontakt durchläuft die Automation mehrfach

Das tritt auf, wenn ein Kontakt das Formular mehrfach absendet oder wenn der Tag durch einen anderen Prozess erneut vergeben wird. Stelle in den Automations-Einstellungen sicher, dass „Kontakt kann diese Automation nur einmal durchlaufen" aktiviert ist. Wenn Kontakte die Automation bei Bedarf erneut durchlaufen dürfen sollen, braucht es eine Eingangsbedingung, die prüft, ob der Kontakt bereits bestätigt ist.

Wann der native ActiveCampaign-Weg die bessere Wahl ist

Die Elementor-Variante lohnt sich, wenn das Formular-Design eine wichtige Rolle spielt – zum Beispiel bei Landingpages, bei denen Farben, Schriften und Abstände exakt zum Rest der Seite passen müssen. In bestimmten Situationen ist der Automation-Umweg aber mehr Aufwand als nötig.

Überleg dir das native ActiveCampaign-Formular, wenn dein Formular nur Name und E-Mail erfasst und keine besonderen Design-Anforderungen hat. ActiveCampaign-Formulare unterstützen natives DOI ohne Automation-Umweg: Du aktivierst DOI direkt im Formular-Editor, ActiveCampaign kümmert sich um Bestätigungsmail und Dokumentation. Das Formular wird per Embed-Code auf deiner WordPress-Seite eingebettet. Die Gestaltung ist begrenzt, aber für einfache Einsatzfälle völlig ausreichend.

Die vollständige Anleitung – einschließlich der Bestätigungs-E-Mail und der DSGVO-Einstellungen im Formular-Editor – beschreibt der Beitrag zu nativen ActiveCampaign-Formularen mit Double Opt-In.

Was ein sauberer DOI-Nachweis bei einer DSGVO-Prüfung belegt

Nicht jedes DOI-Setup ist gleich wasserfest. Der rechtssichere Nachweis besteht aus drei Teilen: dem Zeitstempel der Formularabsendung, dem Zeitstempel des Bestätigungsklicks und dem Inhalt der Einwilligungserklärung zum Zeitpunkt der Anmeldung. ActiveCampaign protokolliert den Klick auf den Aktions-Link automatisch im Kontaktprotokoll mit Zeitstempel und IP-Adresse.

Was viele übersehen: Die Formularbeschriftung und der Zustimmungstext auf der Landingpage gehören ebenfalls zum Nachweis. Wenn der Abonnent das Formular absendet, stimmt er dem zu, was dort steht. Formuliere deshalb den Hinweis unter dem Absende-Button präzise: Was erhält der Abonnent? In welcher Häufigkeit? Wie kann er sich abmelden? Wo findet er die Datenschutzerklärung? Eine allgemeine Formulierung wie „Ich stimme der Verarbeitung meiner Daten zu" genügt alleine nicht – sie muss den konkreten Verwendungszweck nennen.

Eine ausführliche Einordnung der rechtlichen Anforderungen – einschließlich Einwilligungserklärungen, Datenschutzhinweisen und Nachweispflichten nach Art. 7 DSGVO – enthält der Beitrag zum DSGVO-konformen E-Mail-Marketing mit ActiveCampaign.

Häufige Fragen

Nein. Der Bestätigungslink muss aus einer ActiveCampaign-E-Mail heraus gesendet werden, damit ActiveCampaign den Klick protokolliert und als Einwilligung speichert. Elementor hat keine eigene E-Mail-Funktion, die diesen Mechanismus abbildet. Die Automation ist der einzige saubere Weg, wenn du Elementor-Formulare mit ActiveCampaign nutzt.

Muss ich für jedes Elementor-Formular eine eigene DOI-Automation anlegen?

Nicht zwingend. Du kannst eine einzige DOI-Automation mit mehreren Tags als Trigger aufbauen, wenn alle Formulare dieselbe Bestätigungsmail und denselben Prozess nutzen. Wenn du verschiedene Quellen unterscheiden willst – etwa ein Webinar-Formular von einem Newsletter-Formular –, empfiehlt sich je eine eigene Automation. So passt die Bestätigungsmail zum Kontext und du kannst die Bestätigungsrate pro Quelle getrennt auswerten.

Was passiert, wenn jemand die Bestätigungs-E-Mail nicht anklickt?

Ohne Bestätigungsklick fehlt der Einwilligungsnachweis. Dieser Kontakt darf keine Marketing-E-Mails empfangen. Im Nein-Zweig deiner Wenn/Sonst-Bedingung solltest du deshalb eine Bereinigung einbauen: Tag entfernen, Status auf „Abgemeldet" setzen oder den Kontakt löschen. Nach 7 bis 14 Tagen ohne Klick ist das Löschen die sauberste Lösung, wenn du keine anderen Daten für diesen Kontakt hast.

Funktioniert das Setup auch mit Elementor Free?

Nein. Die ActiveCampaign-Integration ist ausschließlich in Elementor Pro verfügbar. Mit Elementor Free bleibt der Weg über ein natives ActiveCampaign-Formular per Embed-Code, oder du nutzt ein alternatives WordPress-Plugin wie WPForms oder Gravity Forms, das eine eigene ActiveCampaign-Integration mitbringt.

Kann ich mehrere Tags gleichzeitig beim Formularabsenden vergeben?

Ja. Im Tag-Feld der Elementor-ActiveCampaign-Aktion kannst du mehrere Tags durch Komma trennen – zum Beispiel „Elementor Opt-In, Quelle-Landingpage". Damit kannst du sowohl den DOI-Trigger als auch weitere Segmentierungsmerkmale in einem Schritt setzen. Achte darauf, dass der DOI-Trigger-Tag eindeutig bleibt und nicht versehentlich durch andere Prozesse ebenfalls vergeben wird.

Wer das Setup einmal sauber aufgebaut hat, merkt schnell: Der Aufwand steckt in der Einrichtung, nicht im Betrieb. Danach läuft der gesamte DOI-Prozess ohne manuellen Eingriff – jede neue Elementor-Eintragung durchläuft die Automation, wird bestätigt oder bereinigt sich selbst. Wer dabei Unterstützung bei der konkreten ActiveCampaign-Konfiguration sucht, findet bei Advertal als offiziellem ActiveCampaign-Partner einen direkten Ansprechpartner.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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