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Die 5 besten ConvertKit-Alternativen im DACH-Raum

Tom
Tom
13. März 2026 · 11 Min. Lesezeit

Kit – früher als ConvertKit bekannt – richtet sich an Newsletter-Creator und digitale Produktmacher. Für Unternehmen im DACH-Raum, die Kunden durch mehrstufige Automationen führen, Leads qualifizieren und Vertrieb steuern wollen, reicht die Plattform strukturell nicht aus. Diese fünf Alternativen zeigen, was in der Praxis möglich ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kit ist für Creator konzipiert: B2B-CRM, tiefe Automationslogik und natives DSGVO-Handling fehlen.
  • ActiveCampaign ist für Unternehmen mit komplexen Customer Journeys die stärkste der fünf Alternativen.
  • MailerLite, Brevo und GetResponse eignen sich für Newsletter-getriebene Setups mit EU-Datenspeicherung.
  • Mailchimp ist bekannt und weit integriert, erfordert aber aktive DSGVO-Konfiguration für DACH-Unternehmen.
  • Der entscheidende Auswahlparameter ist nicht der Preis, sondern die Automation-Tiefe, die dein Geschäftsmodell tatsächlich braucht.

Was Kit gut kann – und wo es aufhört

Kit hat sich mit der Umbenennung von ConvertKit klar positioniert: "email-first operating system for serious creators". Das ist transparent und konsequent. Wer einen regelmäßigen Newsletter betreibt, digitale Kurse oder E-Books verkauft oder eine Creator-Community aufbaut, bekommt ein gut durchdachtes Werkzeug. Die Abonnentenverwaltung funktioniert über Tags, der visuelle Automation-Builder deckt Willkommenssequenzen und einfache Nurture-Strecken ab, und die integrierten Monetarisierungsfeatures – Paid Newsletters, digitale Produktverkäufe, gesponserte Creator-Empfehlungen – sind echte Stärken in der Creator-Welt.

Das Problem für Unternehmen beginnt dort, wo Kit bewusst aufgehört hat, zu bauen. Es gibt kein integriertes CRM. Leads lassen sich nicht Unternehmen zuordnen, Deals nicht anlegen, Pipelines nicht konfigurieren. Die Automationslogik ist für lineare Sequenzen gedacht, nicht für bedingte Verzweigungen: Wenn Kontakt X in Segment Y ist und gleichzeitig Seite Z besucht hat, dann eine andere Sequenz auslösen – das ist bei Kit nicht abbildbar. Lead Scoring, verhaltensbasierte Aussteuerung und automatisierte Vertriebshandoffs existieren in der Plattform nicht.

Dazu kommt die Preisentwicklung. Der kostenlose Plan deckt bis zu 1.000 Abonnenten ab – mit einer Automation und ohne Entfernung des Kit-Brandings. Der Creator-Plan steigt mit der Abonnentenzahl; die Abrechnung erfolgt in US-Dollar ohne native Euro-Option. Für Unternehmen mit größeren Listen und Wechselkursrisiko summiert sich das im Jahresvergleich mit EU-basierten Angeboten deutlich.

Die DSGVO-Situation verdient eine eigene Betrachtung. Kit ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Datenverarbeitungsvertrag, Opt-in-Dokumentation und Einwilligungsnachweise müssen manuell konfiguriert und gepflegt werden. Das ist lösbar, aber nicht automatisch vorhanden. Wer nicht aktiv die DSGVO-relevanten Einstellungen konfiguriert, betreibt ein rechtliches Risiko, das sich in Datenschutz-Audits konkret auswirkt.

Wann Kit trotzdem die richtige Wahl ist

Für reine Newsletter-Setups ohne Automation-Komplexität ist Kit konkurrenzfähig. Wer ausschließlich Abonnenten regelmäßig anschreibt, digitale Produkte verkauft und keine Vertriebsprozesse abbilden muss, bekommt eine aufgeräumte Oberfläche mit guter Creator-Community. Die entscheidende Frage: Bleibt dein Modell dauerhaft bei sequentiellen E-Mail-Sequenzen – oder wirst du in zwölf bis achtzehn Monaten Leads qualifizieren, Kunden segmentieren und Vertrieb automatisieren wollen? Wenn das zweite zutrifft, ist der Wechsel zu einem anderen Tool früher sinnvoll als später.

ActiveCampaign liefert die Automation-Tiefe, die Kit nicht bietet

ActiveCampaign ist nicht eine weitere E-Mail-Marketing-Plattform mit ein paar mehr Features. Der Unterschied ist struktureller Natur: Das Tool ist für Unternehmen gebaut, die Kunden systematisch durch mehrstufige, bedingte Journeys führen wollen. Der visuelle Automation-Builder erlaubt Verzweigungen auf jeder Ebene – nach Tags, Feldwerten, Kaufverhalten, Website-Aktivität, Lead Score oder Deal-Status. Diese Logik bestimmt, was ein Tool leisten kann, nicht die Anzahl der Templates oder die Optik des Editors.

Das integrierte CRM ist der zweite strukturelle Unterschied. In ActiveCampaign lassen sich Deals anlegen, Pipelines nach Vertriebsphasen konfigurieren und Kontakte Unternehmen zuordnen. Sales-Teams können Notizen, Aufgaben und Aktivitäten direkt im CRM verwalten, ohne zwischen CRM und E-Mail-Marketing zu wechseln. Site-Tracking zeichnet Websitebesuche auf Kontaktebene auf und macht verhaltensbasierte Automationen möglich: Wer die Preisseite mehrfach besucht, aber kein Formular ausgefüllt hat, kann automatisch in eine andere Sequenz eintreten als jemand, der ausschließlich Bloginhalte liest.

Was ActiveCampaign konkret anders macht als Kit

Der Unterschied zeigt sich am klarsten im Automation-Builder. In Kit baust du eine Sequenz: Schritt 1, Schritt 2, Schritt 3. In ActiveCampaign entscheidest du auf jedem Schritt: Hat der Kontakt Tag X? Wurde Ziel Y erreicht? Liegt der Lead Score über Schwelle Z? Jede Bedingung erzeugt einen eigenen Pfad. Das ist der Unterschied zwischen einem Autoresponder und echter Marketing-Automation.

Lead Scoring ist ein konkretes Beispiel für diese Logik. In ActiveCampaign vergibst du Punkte für Aktionen: E-Mail geöffnet, Link geklickt, Produktseite besucht, Webinar-Seite aufgerufen. Ab einem bestimmten Score tritt automatisch eine Benachrichtigung ans Vertriebsteam ein, oder der Kontakt wechselt in eine Abschluss-Sequenz. Kit bietet diese Logik nicht, weil sie für Creator-Setups nicht vorgesehen ist.

  • ActiveCampaign speichert Kundendaten je nach Konfiguration in den USA oder in der EU – für DSGVO-Konformität den EU-Serverstandort aktiv auswählen.
  • Im Starter-Plan ist die Zahl der Automationsaktionen begrenzt; unbegrenzte Aktionen stehen ab dem Plus-Plan zur Verfügung.
  • Das CRM ist in allen Plänen enthalten, die Funktionstiefe bei benutzerdefinierten Objekten und erweitertem Reporting steigt mit dem Plan.
  • Deutschsprachiger Support über zertifizierte Partner ist für DACH-Teams ein struktureller Vorteil gegenüber englischsprachigem First-Level-Support.

Für wen ActiveCampaign passt – und für wen nicht

ActiveCampaign passt für Unternehmen, die Leads qualifizieren, Kaufentscheidungen begleiten oder Kundenpflege automatisieren wollen: Coaches, die Interessenten durch Webinare und Follow-up-Sequenzen zum Erstgespräch führen; B2B-Anbieter mit längeren Sales-Zyklen, die Kontakte nach Verhalten priorisieren; E-Commerce-Shops, die nach dem Erstkauf systematische Wiederkauf-Kampagnen fahren. Für diese Szenarien ist ActiveCampaign gebaut.

Nicht passen tut ActiveCampaign für Einzelpersonen mit reinem Newsletter-Betrieb ohne jede Automation-Ambition. Die Lernkurve ist steiler als bei Kit oder MailerLite. Die Einrichtung einer sauberen Automation-Architektur erfordert Planung und ein Verständnis dafür, wie Trigger, Bedingungen und Aktionen zusammenspielen. Wer das Tool einfach anschalten und loslegen will, ohne sich in Automationslogik einzuarbeiten, sollte die Einführungsphase realistisch einplanen.

So wechselst du von Kit zu ActiveCampaign

Ein Toolwechsel skaliert mit dem, was du vorbereitet hast. Wer Kontaktdaten, Tags und Opt-in-Nachweise sauber gepflegt hat, braucht für die technische Migration wenige Stunden. Das Ziel: Alle Kontakte mit vollständigen Feldern und Tags übertragen, die Absender-Domain korrekt authentifizieren und Automationen sauber neu aufbauen – bevor die erste Kampagne gesendet wird.

  1. Kontakte aus Kit exportieren: In Kit unter Subscribers den vollständigen Export als CSV herunterladen. Der Export enthält E-Mail-Adresse, Vorname, Nachname und alle gesetzten Tags. Segmente werden als separate Spalten exportiert.
  2. CSV für ActiveCampaign vorbereiten: ActiveCampaign erwartet englische Spaltennamen. Spalten umbenennen: "Email", "First Name", "Last Name". Tags lassen sich im Import als kommagetrennte Liste in einer Spalte übergeben – ActiveCampaign legt sie automatisch an.
  3. Liste und benutzerdefinierte Felder anlegen: In ActiveCampaign eine neue Kontaktliste anlegen (Contacts > Lists > Add a List). Benutzerdefinierte Felder für Werte aus Kit einrichten (Contacts > Manage Fields > Add a Field).
  4. Kontakte importieren: Unter Contacts > Import > Import from File die vorbereitete CSV hochladen. Im nächsten Schritt jede Spalte dem richtigen Feld zuordnen. Tags werden beim Import automatisch erstellt.
  5. Einwilligungen prüfen und dokumentieren: Ausschließlich Kontakte importieren, für die eine nachweisliche DSGVO-konforme Einwilligung vorliegt. ActiveCampaign bietet ein Einwilligungs-Tracking-Feld, das beim Import befüllt werden kann. Kontakte ohne Nachweis bleiben aus dem Import heraus.
  6. Domain-Authentifizierung einrichten: Unter Settings > Advanced > Email Authentication SPF, DKIM und DMARC für die Absender-Domain eintragen. Google und Yahoo fordern für größere Sendevolumen korrekte Domain-Authentifizierung; ohne sie sinkt die Zustellbarkeit spürbar.
  7. Automationen neu aufbauen: Bestehende Kit-Sequenzen in ActiveCampaign nachbauen und dabei direkt die Bedingungslogik ergänzen, die Kit nicht konnte. Eine Willkommenssequenz kann jetzt nach dem zweiten geöffneten E-Mail einen anderen Pfad einschlagen als nach einer Nicht-Öffnung.
  8. Testphase vor dem vollständigen Umstieg: Die ersten Automationen an eine kleine Testliste aus 15 bis 20 Kontakten senden. Zustellbarkeit, Darstellung auf Mobilgeräten, korrekte Tag-Setzung und Automation-Übergänge prüfen, bevor die vollständige Liste bespielt wird.

Was MailerLite, Brevo und GetResponse leisten – und wo ihre Grenzen liegen

Drei weitere Alternativen decken Anforderungen ab, die zwischen Kit und ActiveCampaign liegen: Newsletter-Versand, einfache Trigger-Sequenzen, Landing Pages und EU-Datenspeicherung – ohne die Komplexität eines vollständigen Marketing-Automation-Systems. Alle drei haben EU-Serverstandort, was den DSGVO-Aufwand für Drittland-Transfer-Mechanismen verringert.

MailerLite eignet sich für zugängliche Newsletter-Setups

MailerLite ist ein Unternehmen mit Wurzeln in Litauen und verarbeitet Daten in der EU. Der kostenlose Plan deckt bis zu 1.000 Abonnenten ab und erlaubt Kampagnen, Automationen, eine Website und eine Landing Page. Der erste bezahlte Plan schaltet unbegrenzte Templates und erweiterte Automationsfunktionen frei – und liegt bei vergleichbarer Listengröße deutlich unter dem von Kit.

Was MailerLite gut macht: Der Drag-and-Drop-Editor ist intuitiv und liefert sauber gerenderte E-Mails auf allen Geräten. Automationen für Willkommenssequenzen, Geburtstagsmails und einfache Trigger-Flows laufen stabil. A/B-Tests für Betreffzeilen und Inhalte sind im bezahlten Plan enthalten. Für Unternehmen, die hauptsächlich Newsletter versenden und einfache Follow-up-Sequenzen automatisieren wollen, ist das ein solides Paket zu überschaubarem Preis.

Wo MailerLite aufhört: Es gibt kein CRM, keine verhaltensbasierte Automationslogik vergleichbar mit ActiveCampaign und kein Lead Scoring. Wer Leads qualifizieren und an Vertrieb übergeben will, braucht ein externes CRM zusätzlich – das erhöht Kosten und Komplexität. MailerLite ist eine gute Wahl für Newsletter-fokussierte Setups; für komplexe Automation-Architekturen ist es das falsche Fundament.

Brevo vereinfacht die DSGVO-Dokumentation durch EU-Serverstandort

Brevo – früher als Sendinblue bekannt – ist ein französisches Unternehmen und verarbeitet Daten standardmäßig auf EU-Servern. Das ist im DACH-Kontext ein struktureller Vorteil gegenüber US-amerikanischen Tools: Der Aufwand für Drittland-Transfer-Mechanismen (Standardvertragsklauseln, Transfer Impact Assessment) entfällt oder verringert sich erheblich. Für Unternehmen in regulierten Branchen oder mit strikten Datenschutzanforderungen ist das ein relevanter Unterschied.

Brevo deckt mehr als reines E-Mail-Marketing ab. SMS-Kampagnen, WhatsApp-Integration, Live-Chat und ein einfaches CRM sind in der Plattform enthalten. Der Freemium-Plan erlaubt unbegrenzte Kontakte, limitiert aber die tägliche E-Mail-Menge. Für Unternehmen, die mehrere Kommunikationskanäle aus einer Oberfläche steuern wollen, ohne für jede Einzellösung ein separates Tool zu bezahlen, ist Brevo ein interessanter Ausgangspunkt.

Die Automation-Tiefe liegt deutlich unter ActiveCampaign. Bedingte Verzweigungen sind möglich, aber weniger flexibel als im ActiveCampaign-Builder. Das CRM in Brevo eignet sich für Kontaktverwaltung und einfaches Deal-Tracking, nicht für aktives Sales-Management mit Pipelines und automatisierten Handoffs. Wer E-Mail-Marketing und CRM eng verzahnen will, stößt bei Brevo früher an Grenzen als bei ActiveCampaign.

GetResponse eignet sich besonders für Webinar-getriebene Setups

GetResponse ist ein polnisches Unternehmen und betreibt Server in der EU. Das Besondere: Die integrierte Webinar-Plattform ist ohne separate Lizenz nutzbar. Für Solo-Unternehmer und kleine Teams, die Webinare als zentralen Marketing-Kanal nutzen und danach automatisierte Follow-up-Sequenzen starten wollen, ist das eine kostengünstige Bündelung. Landing Pages, Formulare und grundlegende Automationen sind ebenfalls enthalten.

GetResponse ist kein Ersatz für ActiveCampaign. Die Automation-Tiefe und das CRM sind weniger ausgebaut. Für Setups, bei denen das Webinar der primäre Kanal ist und die E-Mail-Sequenz danach überschaubar bleibt, kann GetResponse trotzdem sinnvoll sein – ohne die Komplexität und den Preis einer vollständigen Marketing-Automation-Plattform.

Mailchimp ist weit verbreitet, aber nicht DACH-optimiert

Mailchimp ist das bekannteste E-Mail-Marketing-Tool weltweit und gehört zu Intuit. Dieser Bekanntheitsgrad hat einen einfachen Grund: Über viele Jahre war Mailchimp die Standardempfehlung für Einsteiger – einfach zu bedienen, kostenlos bis zu einem bestimmten Listenvolumen, mit Integrationen für fast jede Plattform. Das Image hält sich, obwohl das Tool sich in bestimmten Bereichen weniger entwickelt hat als die Konkurrenz.

Für den DACH-Markt ist der kritische Punkt die Datenspeicherung. Mailchimp verarbeitet Daten auf US-Servern. DSGVO-Konformität ist technisch erreichbar – über Standardvertragsklauseln und den abgeschlossenen Datenverarbeitungsvertrag. In der Praxis sehen wir aber, dass viele Unternehmen Mailchimp ohne diese Konfiguration betreiben. Das ist ein konkretes rechtliches Risiko: Fehlende Einwilligungsdokumentation und unkonfigurierte Drittland-Transfers gehören zu den häufigsten Beanstandungspunkten in Datenschutz-Audits.

Die Automation-Features sind für einfache Szenarien ausreichend: Willkommenssequenz, Geburtstagsmails, Warenkorb-Erinnerungen im E-Commerce. Für komplexere Logik mit bedingten Verzweigungen, Lead Scoring oder CRM-Integration sind externe Tools nötig. Die Preise steigen mit der Listengröße schnell, sodass Mailchimp bei größeren Kontaktdatenbanken teurer werden kann als ActiveCampaign – bei gleichzeitig geringerem Funktionsumfang.

Welches Tool für welchen Anwendungsfall passt

Die folgende Tabelle ordnet alle fünf Alternativen nach den Kriterien, die in der Praxis entscheiden – nicht nach Feature-Listen, die auf jeder Anbieter-Website gleich klingen.

Tool

Automation-Tiefe

CRM integriert

EU-Datenspeicherung

Geeignet für

ActiveCampaign

Sehr hoch

Ja, vollständig

Wählbar – EU-Option aktiv setzen

Unternehmen mit komplexen Automationen und Vertriebsprozessen

MailerLite

Mittel

Nein

Ja (EU-Firma)

Newsletter-Setups, einfache Follow-up-Sequenzen

Brevo

Mittel

Einfach

Ja (EU-Firma)

Multi-Channel-Setups mit DSGVO-Fokus

GetResponse

Mittel

Einfach

Ja (EU-Firma)

Webinar-getriebene Solo-Setups mit Follow-up

Mailchimp

Gering bis mittel

Nein

Nein (US-Firma)

Einfache Newsletter-Setups mit vielen bestehenden Integrationen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kit und ConvertKit?

Kit ist die aktuelle Marke des Tools, das früher als ConvertKit bekannt war. Neben dem Rebranding hat sich die Positionierung verschärft: Kit versteht sich als "email-first operating system for serious creators" und richtet sich explizit an Newsletter-Macher, digitale Produktmacher und Creator-Communities. Technisch ist es dieselbe Plattform, aber die Entwicklungsprioritäten liegen klar in der Creator-Monetarisierung, nicht in B2B-Unternehmensfeatures.

Kann ich Kit-Kontakte DSGVO-konform zu ActiveCampaign übertragen?

Ja, aber ausschließlich für Kontakte mit nachweisbarer, DSGVO-konformer Einwilligung. Der Nachweis muss dokumentiert sein – wann, über welches Formular, mit welchem Einwilligungstext. Beim Import in ActiveCampaign kannst du ein Einwilligungs-Tracking-Feld befüllen. Kontakte, für die kein Nachweis vorliegt, dürfen nicht importiert und bespielt werden, auch dann nicht, wenn sie in Kit aktiv geöffnet und geklickt haben.

Wann ist MailerLite die bessere Wahl als ActiveCampaign?

Wenn du ausschließlich Newsletter versendest und keine Vertriebsprozesse automatisieren willst. MailerLite bietet für einfache Setups ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als ActiveCampaign. Die Lernkurve ist flacher, der Editor intuitiver, und die EU-Datenspeicherung ist ohne Aufwand vorhanden. Der Punkt, an dem der Wechsel zu ActiveCampaign sinnvoll wird: sobald du Leads nach Verhalten priorisieren, CRM-Funktionen nutzen oder Vertriebshandoffs automatisieren willst.

Warum sind US-E-Mail-Tools für DACH-Unternehmen aufwändiger in der DSGVO-Umsetzung?

US-Tools wie Mailchimp oder Kit verarbeiten Daten auf US-Servern. Der Datentransfer in Drittstaaten ist nach DSGVO nur unter bestimmten Bedingungen zulässig: Standardvertragsklauseln müssen abgeschlossen, ein Transfer Impact Assessment dokumentiert und die Einwilligung der Nutzer korrekt eingeholt werden. Das ist lösbar, erfordert aber aktive Konfiguration. Wer das nicht tut, riskiert Beanstandungen bei Datenschutz-Audits – unabhängig davon, wie bekannt das Tool ist.

Gibt es eine kostenlose Alternative zu Kit für den Start?

MailerLite bietet einen kostenlosen Plan für bis zu 1.000 Abonnenten mit Basis-Automationen und einer Landing Page – vergleichbar mit Kits kostenlosem Tier, aber mit EU-Datenspeicherung. Brevo erlaubt im Free-Plan unbegrenzte Kontakte bei limitierter täglicher E-Mail-Menge. ActiveCampaign hat keinen dauerhaften kostenlosen Plan, aber eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Für Unternehmen, die langfristig skalieren wollen, ist die Kostenfrage ohnehin nicht der richtige Ausgangspunkt für die Toolwahl.

Wer den Wechsel von Kit zu ActiveCampaign plant und dabei auf deutschsprachige Begleitung angewiesen ist, findet bei Advertal als offizieller ActiveCampaign-Agentur für den DACH-Raum einen strukturierten Einstieg – vom Kontakt-Import über den Automation-Aufbau bis zur laufenden Optimierung. Eine saubere Automation-Architektur von Beginn an erspart das aufwändige Umbauen einer gewachsenen Struktur.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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