Marketing-Automatisierung Workflows verbinden einzelne automatisierte Schritte zu einem gesteuerten Ablauf, der Kontakte über mehrere Touchpoints und Zeitpunkte hinweg begleitet. Wer sie richtig aufbaut, sendet zur richtigen Zeit die richtige Nachricht – ohne jeden Schritt manuell auszulösen. Das setzt voraus, dass Trigger, Bedingungen, Wartezeiten und Aktionen sauber voneinander getrennt und vor dem Aufbau klar definiert sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Workflow besteht aus vier Elementen: Trigger (Auslöser), Bedingung (Wenn/Dann), Wartezeit und Aktion – alle vier müssen vor dem Aufbau definiert sein.
- Plane den Ablauf auf Papier, bevor du in ActiveCampaign klickst – Änderungen an aktiven Workflows treffen Kontakte, die sich gerade darin befinden, sofort.
- Endlosschleifen entstehen, wenn der Trigger einer Automation durch eine Aktion derselben Automation ausgelöst werden kann – Eintrittspunkt und Aktionen deshalb immer auf Überschneidungen prüfen.
- ActiveCampaign-Workflows lassen sich mit einem Ziel-Schritt ausstatten, der Kontakte herausnimmt, sobald sie das gewünschte Ergebnis erreicht haben.
- Drei gut gewartete Workflows tragen mehr als zwanzig halbfertige – Trigger-Wildwuchs ist das häufigste Problem, das wir in bestehenden ActiveCampaign-Setups sehen.
Was einen Workflow von einer einfachen Automation unterscheidet
Eine einfache Automation in ActiveCampaign kann aus einem einzigen Schritt bestehen: Kontakt erhält Tag X, bekommt E-Mail Y. Ein Workflow verbindet mehrere solcher Schritte in einer logischen Abfolge mit Verzweigungen, Wartezeiten und Bedingungen. Der Unterschied liegt nicht in der Plattform-Funktion, sondern in der Planung dahinter.
Ein Workflow bildet einen klar abgegrenzten Abschnitt der Customer Journey ab. Er hat einen definierten Eintrittspunkt, ein Ziel und eine Ausstiegsbedingung. Kontakte durchlaufen ihn nicht zwingend linear: Wenn/Dann-Verzweigungen schicken sie auf unterschiedliche Pfade, je nachdem, was sie tun oder nicht tun.
ActiveCampaign unterscheidet plattformseitig nicht terminologisch zwischen Automation und Workflow – beides wird in derselben Oberfläche gebaut. In der Praxis meinen wir mit Workflow eine Automation, die mehr als drei Schritte hat und mindestens eine Verzweigung enthält. Das ist relevant, weil der Aufbau-Aufwand deutlich größer ist und eine fehlgeschlagene Planung bei aktiven Kontakten schwer korrigierbar ist.
Die vier Bausteine: Trigger, Bedingung, Wartezeit, Aktion
Jeder Workflow in ActiveCampaign setzt sich aus denselben vier Grundelementen zusammen. Wer sie einzeln versteht und sauber voneinander trennt, baut Workflows, die stabil laufen. Wer sie vermischt, landet in Schleifen oder toten Ästen.
Trigger: Was den Workflow startet
Der Trigger definiert, unter welcher Bedingung ein Kontakt in den Workflow eintritt. In ActiveCampaign stehen unter anderem folgende Auslöser zur Verfügung: Formular ausgefüllt, Tag hinzugefügt oder entfernt, Deal-Status geändert, bestimmte Seite besucht (über Site-Tracking), E-Mail geöffnet oder Link geklickt, Kauf getätigt, Datum erreicht (für Geburtstage oder Vertragsablauf) sowie manuelles Hinzufügen durch ein Teammitglied.
ActiveCampaign erlaubt mehrere Trigger für einen Workflow. Das ist nützlich, wenn verschiedene Eintrittspunkte zum gleichen Ablauf führen sollen. Es birgt aber das Risiko, dass Kontakte doppelt eintreten – sofern du nicht die Option aktivierst, dass ein Kontakt diese Automation nur einmal durchlaufen darf, oder das Mehrfach-Eintreten bewusst steuerst.
Bedingung: Welchen Pfad ein Kontakt nimmt
Bedingungen prüfen einen Zustand zum Zeitpunkt des Schritts. In ActiveCampaign heißt das Wenn/Dann-Element „If/Else“. Es prüft zum Beispiel, ob ein Kontakt ein bestimmtes Tag hat, ob er ein Feld ausgefüllt hat, ob er eine E-Mail geöffnet hat oder ob sein Lead-Score einen Schwellenwert überschreitet. Der „Dann“-Ast läuft, wenn die Bedingung erfüllt ist; der „Sonst“-Ast greift, wenn nicht. Beide Äste können eigene weitere Schritte enthalten.
Wichtig: Bedingungen werden zum Zeitpunkt der Ausführung geprüft, nicht zum Zeitpunkt, zu dem der Kontakt in den Workflow eingetreten ist. Wer drei Tage gewartet hat und dann erst die Bedingung prüft, berücksichtigt, was der Kontakt in diesen drei Tagen getan hat.
Wartezeit: Der Abstand zwischen Schritten
Wartezeiten bestimmen, wann eine Aktion ausgeführt wird. ActiveCampaign bietet drei Varianten: „Warte X Stunden oder Tage“ (feste Dauer), „Warte bis zu einem bestimmten Datum oder Feldwert“ (zum Beispiel Vertragsenddatum minus 14 Tage) und „Warte bis Bedingung erfüllt ist“ (der Kontakt verweilt im Schritt, bis er eine Aktion ausführt oder die Wartezeit abläuft).
Die dritte Variante ist besonders nützlich bei Follow-up-Sequenzen: Du wartest, bis jemand eine E-Mail öffnet, und sendest dann eine andere Nachricht als denjenigen, die nach drei Tagen noch nicht geöffnet haben. Das ist sauberer als mehrere parallele Aktionen zu definieren und liefert zuverlässigere Segmentierungsdaten.
Aktion: Was der Workflow ausführt
Aktionen sind die Schritte, die den Kontakt oder einen anderen Datensatz tatsächlich verändern. In ActiveCampaign umfasst das: E-Mail senden, SMS senden, Tag hinzufügen oder entfernen, Kontaktfeld aktualisieren, Lead-Score-Punkte addieren oder subtrahieren, Teammitglied benachrichtigen, Deal erstellen oder in eine andere Pipeline-Stufe verschieben, Webhook auslösen sowie einen Kontakt in eine andere Automation übertragen oder dort starten.
Element | Frage, die es beantwortet | Typisches Beispiel in ActiveCampaign |
|---|---|---|
Trigger | Wann tritt der Kontakt ein? | Formular „Whitepaper herunterladen“ ausgefüllt |
Bedingung | Welchen Pfad nimmt der Kontakt? | If/Else: Hat der Kontakt Tag „Bestandskunde“? |
Wartezeit | Wann wird der nächste Schritt ausgeführt? | 3 Tage warten, dann prüfen ob E-Mail geöffnet |
Aktion | Was passiert mit dem Kontakt? | E-Mail „Weitere Ressourcen“ senden, Tag hinzufügen |
So planst du einen Workflow – Schritt für Schritt
Das häufigste Problem beim Aufbau von Workflows: Jemand beginnt direkt in der Automation-Ansicht, fügt Schritt für Schritt hinzu und bemerkt erst nach zwanzig Schritten, dass der Eintrittspunkt falsch definiert ist oder eine Bedingung fehlt. Änderungen an aktiven Workflows betreffen Kontakte, die sich gerade darin befinden – das kann zu doppelten E-Mails oder unterbrochenen Sequenzen führen. Die folgende Reihenfolge verhindert das.
- Ziel definieren: Was soll der Kontakt am Ende des Workflows getan oder bekommen haben? Das Ziel bestimmt die Ausstiegsbedingung und gibt dir einen Maßstab, ob der Workflow funktioniert.
- Eintrittspunkt klären: Welche Aktion des Kontakts löst den Workflow aus? Kann dieselbe Person mehrfach eintreten? Wenn ja, mit welchem Mindestabstand und unter welcher Bedingung ist das erwünscht?
- Pfade skizzieren: Welche Bedingungen verändern den Weg des Kontakts? Zeichne sie auf Papier oder in einem einfachen Flussdiagramm. Erst dann öffne ActiveCampaign.
- Inhalte vorbereiten: E-Mail-Texte, Tags, Felder und Scoring-Regeln müssen vor dem Aktivieren fertig sein. Fehlende Inhalte führen dazu, dass Kontakte an einem Schritt hängen bleiben oder eine leere E-Mail erhalten.
- Ziel-Schritt einbauen: Füge einen Ziel-Schritt in ActiveCampaign ein (Automationen → Ziel hinzufügen), der Kontakte aus dem Workflow zieht, sobald sie das Ziel erreicht haben.
- Test-Kontakt durchführen: Lege einen Kontakt mit einer E-Mail-Adresse an, auf die du Zugriff hast. Trage ihn manuell in die Automation ein über Automationen → Kontakt hinzufügen. Setze Wartezeiten für den Test temporär auf ein Minimum, zum Beispiel eine Minute, damit du den Ablauf zügig beobachten kannst.
- Produktive Wartezeiten setzen und aktivieren: Erst wenn der Testlauf den erwarteten Pfad zeigt, Wartezeiten auf die produktiven Werte zurücksetzen und die Automation aktivieren. In den ersten 48 Stunden täglich prüfen, wie viele Kontakte sich in welchem Schritt befinden.
Die wichtigsten Workflow-Typen in ActiveCampaign
Nicht jedes Unternehmen braucht alle Workflow-Typen. Welcher trägt, hängt vom Geschäftsmodell, dem Kaufzyklus und den vorhandenen Inhalten ab. Die folgenden Typen decken die häufigsten Szenarien ab und lassen sich in ActiveCampaign als eigenständige Automationen aufbauen.
Welcome-Serie: Erster Eindruck systematisch gestalten
Die Welcome-Serie startet, sobald jemand zum Kontakt wird – durch eine Anmeldung, einen Download oder ein Erstgespräch. Sie hat zwei Aufgaben: den Kontakt mit dem Angebot vertraut machen und erste Signale über sein Interesse sammeln. Drei bis fünf E-Mails über zehn bis vierzehn Tage sind ein bewährter Rahmen für die meisten B2B-Kontexte.
Wer die Welcome-Serie segmentiert, erhöht die Relevanz spürbar. Ein Kontakt, der sich über ein bestimmtes Thema angemeldet hat, bekommt andere Inhalte als jemand, der über einen anderen Einstiegspunkt eingestiegen ist. Das lässt sich in ActiveCampaign über separate Formulare mit unterschiedlichen Tags oder über eine If/Else-Verzweigung direkt im Workflow lösen, ohne für jedes Segment eine komplett eigene Automation anlegen zu müssen.
Lead-Nurturing: Kontakte bis zum Kaufzeitpunkt begleiten
Lead-Nurturing-Workflows sind länger und komplexer als Welcome-Serien. Sie begleiten Kontakte über Wochen oder Monate und reagieren auf ihr Verhalten: Wer ein Angebot-PDF öffnet, bekommt andere Inhalte als jemand, der es ignoriert. Wer eine Preisseite besucht, erhält möglicherweise eine persönliche Benachrichtigung an den Vertrieb.
In ActiveCampaign lässt sich das über Site-Tracking und Lead-Scoring kombinieren. Ein Kontakt, der einen definierten Score erreicht, wechselt automatisch in einen Vertriebsworkflow oder bekommt einen Deal zugewiesen. Wie Lead-Scoring-Modelle in ActiveCampaign strukturiert werden, beschreibt unser Beitrag zum Lead Scoring in ActiveCampaign.
Re-Engagement: Inaktive Kontakte reaktivieren oder entfernen
Inaktive Kontakte belasten die Zustellbarkeit, weil E-Mail-Provider schwache Öffnungsraten als Signal für geringe Relevanz werten. Ein Re-Engagement-Workflow greift Kontakte heraus, die über einen definierten Zeitraum keine E-Mail geöffnet haben – typischerweise 90 oder 180 Tage, je nach Versandfrequenz.
Der Workflow sendet zwei bis drei Reaktivierungs-E-Mails mit einem direkten Betreff und wartet, ob der Kontakt reagiert. Wer reagiert, bekommt einen Tag „Reaktiviert“ und kehrt in den regulären Verteiler zurück. Wer nach der letzten E-Mail nicht reagiert, wird aus der Liste entfernt oder erhält einen Tag „Inaktiv“, der ihn aus regulären Kampagnen ausschließt. Das schützt die Zustellbarkeit und hält die Liste sauber.
Post-Purchase und Upsell: Nach dem Kauf beginnt die Bindung
Nach einem Kauf ist die Aufmerksamkeit des Kunden am höchsten. Ein Post-Purchase-Workflow begleitet die ersten Schritte mit dem Produkt oder der Dienstleistung, sammelt Feedback nach einer definierten Nutzungszeit und leitet bei positiver Rückmeldung zum nächsten Angebot weiter.
In B2B-Kontexten kann das die Vorbereitung einer Vertragsverlängerung sein, im E-Commerce ein ergänzendes Produkt. Der Trigger ist der abgeschlossene Kauf oder die Änderung eines Deal-Status auf „Gewonnen“. Mit einem Datums-Feld im Kontakt – etwa „Vertragslaufzeit bis“ – lässt sich zusätzlich ein zeitgesteuerter Renewal-Workflow aufbauen, der 60 und 30 Tage vor dem Ende automatisch anläuft und den Kontakt rechtzeitig anspricht.
Abandoned-Cart: Kaufabbrüche systematisch auffangen
Wenn jemand ein Produkt in den Warenkorb legt und nicht kauft, liegt das selten an fehlendem Interesse. Häufiger sind es Ablenkung, Unsicherheit über Versandkosten oder ein technisches Problem. Ein Abandoned-Cart-Workflow schickt nach einer Stunde eine erste Erinnerung, nach 24 Stunden eine zweite – gegebenenfalls mit einem zeitlich begrenzten Angebot nach weiteren 48 Stunden.
In ActiveCampaign erfordert das eine Integration mit dem Shop-System über WooCommerce, Shopify oder die API, die den Warenkorb-Status überträgt. Die entsprechenden Automation-Trigger stehen dann direkt in ActiveCampaign zur Verfügung. Der Workflow funktioniert nur, wenn der Kontakt bereits bekannt ist – also eine E-Mail-Adresse hinterlegt hat, bevor er abbricht.
Typische Fehler, Grenzen und Erfolgsmessung
Die meisten Probleme in Marketing-Automation-Setups folgen denselben Mustern. Hier sind die, die wir am häufigsten antreffen – mit Ursache und Gegenmittel.
Endlosschleifen, zu viele Trigger, fehlende Ausstiegsbedingungen
Eine Endlosschleife entsteht, wenn eine Automation sich selbst auslöst: Der Trigger ist „Tag X hinzugefügt“, eine Aktion fügt Tag X hinzu. Kontakte drehen sich im Kreis. ActiveCampaign zeigt keine automatische Warnung dafür. Prüfe deshalb immer, ob eine Aktion im Workflow denselben Trigger auslösen kann, der den Workflow gestartet hat.
Zu viele Trigger für denselben Ablauf erschweren die Auswertung und das Debugging. Wenn ein Workflow zehn Einstiegspunkte hat, verlierst du den Überblick, wer unter welchen Umständen eingetreten ist und warum der Workflow die erwarteten Ergebnisse zeigt oder nicht. Besser: ein klarer Trigger pro Workflow. Wenn mehrere Eintrittspunkte sinnvoll sind, prüfe, ob separate Workflows alle in einen gemeinsamen Folge-Workflow führen können.
Ohne Ausstiegsbedingung durchläuft ein Kontakt alle Schritte, auch wenn er das Ziel längst erreicht hat. Wer kauft, bekommt trotzdem noch drei Nurturing-E-Mails. ActiveCampaign ermöglicht es, einen Ziel-Schritt in den Workflow einzufügen: Sobald ein Kontakt diese Bedingung erfüllt, verlässt er sofort alle weiteren Schritte des Workflows.
Aktive Kontakte in einem laufenden Workflow bearbeiten
Wer Schritte in einem aktiven Workflow löscht oder verschiebt, betrifft Kontakte, die sich gerade an dieser Position befinden. Sie können in einem nicht mehr existierenden Schritt stecken oder zum nächsten verfügbaren Schritt springen – mit unerwarteten Folgen wie doppelten E-Mails oder übersprungenen Bedingungen. Größere Änderungen erfordern deshalb: Workflow pausieren, Kontakte prüfen, Änderung umsetzen, wieder aktivieren. Für kleinere Anpassungen – zum Beispiel den Text einer E-Mail überarbeiten – ist das Pausieren nicht zwingend notwendig.
Wann ein Workflow nicht die richtige Lösung ist
Wenn der Kaufzyklus sehr kurz ist und Entscheidungen spontan getroffen werden, laufen mehrstufige Nurturing-Sequenzen ins Leere: Der Kontakt hat längst gekauft oder abgesagt, bevor die dritte E-Mail ankommt. Hier ist eine einmalige, gut getimte Nachricht wirksamer als ein ausgedehnter Workflow.
Wenn die Datenbasis fehlt – keine verlässlichen E-Mail-Adressen, keine Segmentierungsmerkmale, keine Trigger-Daten aus Site-Tracking oder Formular-Submissions – produziert ein Workflow Rauschen statt Ergebnisse. Workflows setzen voraus, dass Kontakte sauber erfasst sind und ihr Verhalten nachverfolgt werden kann.
Wenn das Team den Workflow nach dem Aufbau nicht pflegen kann, ist Einfachheit besser als Vollständigkeit. Zwei zuverlässig gewartete Workflows schlagen zwanzig vergessene. Lege deshalb für jeden Workflow ein Überprüfungsdatum in der Automation-Beschreibung fest – einmal im Quartal ist ein realistischer Rhythmus.
Welche Metriken auf Workflow-Ebene wirklich zählen
Die Öffnungsrate einer einzelnen E-Mail im Workflow sagt wenig über den Workflow als Ganzes. Relevanter sind diese Metriken, die du gezielt auf Workflow-Ebene auswerten solltest:
- Completion Rate: Wie viel Prozent der eingetretenen Kontakte erreichen das definierte Ziel? Eine niedrige Rate zeigt, dass der Workflow das Ziel verfehlt oder Kontakte zu früh aussteigen.
- Exit-Verteilung nach Schritten: An welchem Schritt verlassen die meisten Kontakte den Workflow vorzeitig? Das zeigt, wo das Interesse abbricht oder eine Bedingung zu restriktiv greift.
- Conversion auf Workflow-Ebene: Wie viele Kontakte, die den Workflow durchlaufen haben, haben das übergeordnete Geschäftsziel erreicht – Kauf, Demo, Vertragsverlängerung? Das ist die Kennzahl, die den tatsächlichen Wert des Workflows belegt.
- Abmeldungen je Schritt: ActiveCampaign weist Abmeldungen einzelnen E-Mails zu. Häufen sie sich an einem bestimmten Schritt, sind Inhalt oder Zeitpunkt nicht passend.
Häufige Fragen
Wie viele Kontakte können gleichzeitig in einem ActiveCampaign-Workflow laufen?
ActiveCampaign setzt kein festes Limit für die Anzahl gleichzeitiger Kontakte in einer Automation. Die tatsächliche Kapazität hängt vom gebuchten Plan und der Gesamtzahl der Kontakte ab. Bei sehr großen Listen empfiehlt es sich, E-Mail-Versendungen innerhalb des Workflows zeitlich zu staffeln, um Zustellbarkeits-Probleme durch plötzlich hohe Versandvolumina zu vermeiden.
Was passiert mit Kontakten, wenn ich einen aktiven Workflow pausiere?
Wenn du einen Workflow pausierst, bleiben Kontakte an ihrer aktuellen Position stehen. Sie durchlaufen keine weiteren Schritte, bis der Workflow wieder aktiviert wird. Sie werden nicht aus dem Workflow entfernt und nicht zu einer anderen Automation weitergeleitet. Nach dem Reaktivieren setzen sie an der Stelle fort, an der sie pausiert wurden.
Kann ich einen Kontakt manuell in einen Workflow eintragen, ohne den Trigger auszulösen?
Ja. ActiveCampaign ermöglicht das manuelle Hinzufügen einzelner Kontakte zu einer Automation direkt aus dem Kontaktprofil heraus: Automationen → Automation hinzufügen. Alternativ lässt sich eine separate Automation anlegen, deren einzige Aktion darin besteht, Kontakte in die Ziel-Automation einzutragen. Das ist nützlich für Testläufe, Ausnahmefälle oder den nachträglichen Import von Bestandskontakten in einen neuen Workflow.
Wie unterscheidet sich ein Workflow in ActiveCampaign von einer Pipeline?
Ein Workflow (Automation) steuert Kontakt-Aktionen: E-Mails, Tags, Scores und Benachrichtigungen. Eine Pipeline steuert den Vertriebsprozess: Wann wechselt ein Deal von einer Stufe zur nächsten, wer ist zuständig, welche Aktivitäten sind geplant? Beide lassen sich verknüpfen: Eine Automation kann einen Deal erstellen oder verschieben, und eine Stufenänderung in der Pipeline kann eine Automation starten.
Wie teste ich einen Workflow sauber, bevor er für echte Kontakte aktiv geht?
Lege einen Testkontakt mit einer E-Mail-Adresse an, auf die du Zugriff hast. Trage ihn manuell in die Automation ein. Setze Wartezeiten temporär auf ein Minimum – zum Beispiel eine Minute –, damit du den Ablauf zügig beobachten kannst. Prüfe nach jedem Schritt im Automation-Builder, ob der Kontakt den erwarteten Status und das erwartete Tag hat. Erst dann Wartezeiten auf die produktiven Werte zurücksetzen und die Automation aktivieren.
Wer den ersten Workflow aufbauen oder ein bestehendes ActiveCampaign-Setup mit Segmentierung, Lead-Scoring und Pipeline verknüpfen will, findet im ActiveCampaign-Kurs von Advertal aufeinander aufbauende Anleitungen für genau diese Schritte.


