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Die 6 besten Constant Contact Alternativen (DACH-Vergleich)

Tom
Tom
13. März 2026 · 11 Min. Lesezeit

Für DACH-Unternehmen lohnt sich der Wechsel von Constant Contact vor allem dann, wenn DSGVO-konforme Prozesse, eine deutschsprachige Benutzeroberfläche und leistungsfähige Automation-Features gefragt sind. ActiveCampaign deckt den größten Teil dieser Anforderungen ab. Brevo, Mailchimp, GetResponse, Moosend und HubSpot eignen sich für spezifischere Anwendungsfälle, die weiter unten einzeln beschrieben sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • ActiveCampaign ist die stärkste Alternative für komplexe Automationen und CRM-Integration im DACH-Markt.
  • Brevo und Mailchimp eignen sich, wenn der Schwerpunkt auf einfachen Newsletter-Kampagnen ohne tiefe Automations-Logik liegt.
  • Moosend und GetResponse bieten einen guten Kompromiss zwischen Funktionsumfang und Einstiegspreis, haben aber Einschränkungen beim deutschsprachigen Support.
  • HubSpot ist als All-in-One-Plattform erst ab einer bestimmten Teamgröße und einem entsprechenden Budget wirtschaftlich sinnvoll.

Woran Constant Contact für DACH-Unternehmen nicht ausreicht

Constant Contact wurde für den nordamerikanischen Markt entwickelt. Für Unternehmen im deutschsprachigen Raum ergeben sich daraus konkrete Reibungspunkte, die sich im laufenden Betrieb kaum umgehen lassen und die mit der Zeit wachsen, je professioneller das E-Mail-Marketing wird.

Die Benutzeroberfläche ist nicht auf Deutsch verfügbar

Alle Team-Mitglieder müssen auf Englisch arbeiten. Das verlangsamt die Einarbeitung und erhöht das Fehlerrisiko bei der Kampagnenerstellung. Besonders bei Teams mit häufigem Personalwechsel oder einem gemischten Sprachhintergrund ist das ein dauerhafter Engpass. Wer eine E-Mail-Marketing-Plattform langfristig einsetzen will, braucht eine Oberfläche, in der sich alle sicher bewegen können.

DSGVO-Konformität erfordert erheblichen Zusatzaufwand

Double-Opt-in-Prozesse, Datenschutztexte in Anmeldeformularen, Löschfunktionen für einzelne Kontakte auf Anfrage: Constant Contact liefert diese Elemente nicht so vollständig wie Tools, die von Anfang an für den europäischen Markt konzipiert wurden. Wer auf der sicheren Seite bleiben will, muss Formulare, Bestätigungs-E-Mails und Datenschutzhinweise manuell anpassen.

Der Serverstandort verstärkt das Problem. Constant Contact verarbeitet Daten in den USA. Für viele DACH-Unternehmen, insbesondere im B2B-Bereich, ist das ein Ausschlusskriterium, das sich nicht vollständig per Standardvertragsklausel auflöst. Prüfe in jedem Fall, welche Datenschutz-Folgeabschätzung dein Unternehmen für US-basierte Dienstleister benötigt.

Die Automation-Features stoßen schnell an Grenzen

Für einfache Drip-Kampagnen reicht Constant Contact aus. Sobald du Kontakte nach mehreren Verhaltenskriterien segmentieren, Deals im CRM verfolgen oder mehrstufige Journeys mit Verzweigungen aufbauen willst, fehlen die notwendigen Bausteine. If/Then-Logik, Behavioral Triggers und Site Tracking sind bei Constant Contact entweder nicht vorhanden oder stark eingeschränkt. Für Marketingteams, die über einfache Newsletter hinausgehen, wird das früher zum Bottleneck als erwartet.

Was die sechs Alternativen im Überblick unterscheidet

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede auf einen Blick. Sie erleichtert die Vorauswahl, bevor du tiefer in die einzelnen Tools einsteigst. Details zu jedem Tool findest du in den Abschnitten danach.

Tool

Automation

CRM

DSGVO-Serverstandort

DE-Oberfläche

Für wen geeignet

ActiveCampaign

Umfangreich, If/Then-Logik

Vollwertig integriert

EU-Server verfügbar

Ja

KMU bis Mittelstand mit Automationsbedarf

Brevo

Mittelstufe

Eingeschränkt

EU (Frankreich)

Ja

E-Commerce, hoher Transaktionsmail-Anteil

Mailchimp

Grundlegend

Nein

USA

Ja

Newsletter-fokussierte Einsteiger

GetResponse

Mittelstufe

Eingeschränkt

EU-Server verfügbar

Ja

Webinar-fokussierte Lead-Generierung

Moosend

Mittelstufe

Nein

EU-Server verfügbar

Nein

Budget-bewusste Teams ohne DE-Sprachanforderung

HubSpot

Umfangreich

Vollwertig, Multi-Hub

EU-Rechenzentren wählbar

Ja

Größere Marketingteams mit Multi-Channel-Bedarf

ActiveCampaign eignet sich, wenn Automation das Kernanliegen ist

ActiveCampaign ist die einzige Alternative in diesem Vergleich, die einen vollwertigen Automation Builder mit einem integrierten CRM verbindet, ohne dass beides als separate Produkte lizenziert werden muss. Das klingt nach einem technischen Detail, hat aber in der Praxis große Auswirkungen: Kontakte, die in einer Automation einen bestimmten Schritt abschließen, können automatisch als Deal ins CRM wandern. Pipeline-Stufen lösen neue Automationen aus. Das CRM ist kein Add-on, sondern Teil desselben Datensatzes.

Was ActiveCampaign von anderen Tools in diesem Vergleich trennt

Der Automation Builder unterstützt mehrere Eintrittspunkte, If/Then-Verzweigungen, zeitbasierte Wartezeiten und verhaltensbasierte Trigger. Du kannst Automationen starten, wenn jemand eine bestimmte Seite deiner Website besucht, einen Link klickt, einen Tag erhält oder eine Transaktion abschließt. Diese Kombination aus Site Tracking und CRM-Daten ermöglicht Automationen, die bei den meisten anderen Tools im mittleren Preissegment schlicht nicht umsetzbar sind.

  • Integriertes CRM mit Pipeline, Deals und vollständigem Kontaktverlauf in einer Oberfläche
  • Site Tracking für verhaltensbasierte Trigger ohne externe Tools oder separate Installationen
  • Integrationen mit gängigen deutschen und österreichischen Shopsystemen wie Shopware und WooCommerce sowie Buchhaltungstools wie lexoffice
  • Datenhaltung auf europäischen Servern, DSGVO-konforme Double-Opt-in-Prozesse und One-Click-Löschung direkt in der Plattform
  • Deutschsprachige Benutzeroberfläche und deutschsprachiger Support ohne Umweg über englischsprachige Teams

Advertal ist offizieller ActiveCampaign-Partner im DACH-Markt und betreut über 200 Unternehmen im Partner-Netzwerk. Einblick in diesen Querschnitt zeigt, dass der häufigste Grund für eine Migration zu ActiveCampaign nicht der Preis ist, sondern die Automation-Tiefe: Unternehmen stoßen bei ihrem bisherigen Tool an eine Grenze und suchen nach etwas, das mitwächst, ohne dass sie die Plattform wechseln müssen.

Wo ActiveCampaign Grenzen hat

Die Plattform ist nicht für jeden Anwendungsfall die richtige Wahl. Wer ausschließlich monatliche Newsletter versendet und keine Automationen plant, zahlt für Funktionen, die er nicht nutzt. Außerdem dauert die Einarbeitung länger als bei einfacheren Tools: Der Automation Builder bietet viele Optionen, und wer keine klare Vorstellung von seiner Kontaktstrategie hat, verliert sich schnell in den Möglichkeiten, bevor die erste Automation produktiv läuft.

Einige fortgeschrittene Features wie tiefes CRM-Reporting oder bestimmte Predictive-Sending-Optionen sind erst in höheren Plänen verfügbar. Das solltest du beim Planen des Budgets einkalkulieren. Wer mit einem einfachen Starter-Plan beginnt und sechs Monate später feststellt, dass er für seine Anforderungen den nächsten Plan braucht, hat zusätzliche Migrationsarbeit und eine höhere Monatsrechnung.

Brevo, Mailchimp und GetResponse: Was die Mittelklasse leisten kann

Brevo: Multi-Channel mit Fokus auf Transaktionsmails

Brevo wurde als SendinBlue bekannt und hat seinen Schwerpunkt seither weiter in Richtung E-Commerce verschoben. Die Stärke liegt in der Kombination aus Marketing-E-Mails, Transaktionsmails und SMS in einer Plattform. Wer einen Online-Shop betreibt und Bestellbestätigungen, Versandbenachrichtigungen und Newsletter aus einer Hand verwalten will, findet bei Brevo eine solide Lösung ohne die Komplexität von ActiveCampaign.

Die Automation-Features sind für einfache und mittlere Anforderungen ausreichend. Für komplexe mehrstufige Journeys mit vielen Verzweigungen und CRM-Verbindung wird es schnell unübersichtlich. Die Benutzeroberfläche ist auf Deutsch verfügbar. Der Support läuft in der Regel auf Englisch oder Französisch, was für Teams mit ausschließlich deutschsprachigem Betrieb ein Nachteil ist.

DSGVO-Serverstandort: Brevo hält Daten auf Servern in Frankreich, also innerhalb der EU. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber Constant Contact und Mailchimp. Prüfe die Datenschutzdokumentation in deinem Account, da sie sich je nach Vertragsstand unterscheidet.

Mailchimp: stark in der Einfachheit, schwach in der Automation

Mailchimp ist das bekannteste E-Mail-Marketing-Tool weltweit. Das hat einen Grund: Die Benutzeroberfläche ist auch für Einsteiger schnell zu verstehen. Die Template-Auswahl ist groß, der Drag-and-Drop-Editor intuitiv, und eine kostenlose Einstiegsoption ist verfügbar. Wer zum ersten Mal mit E-Mail-Marketing beginnt und sich einen schnellen Start wünscht, ohne viel Zeit in Einarbeitung zu investieren, ist bei Mailchimp gut aufgehoben.

Die Schwäche liegt in der Automation. Du kannst einfache Drip-Sequenzen und Willkommensmails aufsetzen, aber sobald du Kontakte nach mehreren Verhaltenskriterien segmentieren oder Automationen verzweigen willst, stößt Mailchimp an seine Grenzen. Ein weiteres Problem: Die Preisstruktur wird mit wachsender Kontaktliste spürbar teurer. Was mit einem kleinen Verteiler günstig beginnt, kann bei einigen Tausend aktiven Kontakten zu einer deutlich höheren Monatsrechnung werden als bei vergleichbaren Alternativen.

Mailchimp verarbeitet Daten in den USA. Das macht die DSGVO-Compliance aufwändiger als bei EU-basierten Alternativen. Wer langfristig auf der sicheren Seite bleiben will, sollte das bei der Entscheidung einbeziehen.

GetResponse: für Teams mit Webinar-fokussierter Lead-Generierung

GetResponse unterscheidet sich von den meisten Alternativen durch eine eingebaute Webinar-Funktion. Wer Webinare als primären Lead-Kanal nutzt und die Nachfass-Kommunikation direkt aus demselben Tool heraus steuern will, findet hier einen echten Vorteil gegenüber Tools, bei denen Webinar-Software und E-Mail-Marketing separat integriert werden müssen. Landing Page Builder und E-Mail-Automation sind ebenfalls direkt integriert.

GetResponse macht vieles solide, nichts herausragend. Die Automation ist flexibler als bei Mailchimp, aber weniger tief als bei ActiveCampaign. Das CRM ist eingeschränkt. Der Support ist auch auf Deutsch verfügbar, was für DACH-Teams gegenüber Mailchimp und Moosend ein konkreter Vorteil ist. Für Coaches, Berater oder Trainer, die ihre Leads hauptsächlich über Webinare gewinnen und danach per E-Mail-Sequenz qualifizieren, ist GetResponse eine runde Lösung ohne große Lücken.

Moosend und HubSpot: zwei Sonderfälle im Vergleich

Moosend: günstiger Einstieg mit klaren Abstrichen

Moosend positioniert sich als kostengünstigere Alternative zu ActiveCampaign mit einem ähnlichen visuellen Automation Builder. Die Grundfunktionen sind vergleichbar: Segmentierung, Behavioral Triggers und automatisierte Sequenzen lassen sich aufbauen. Für Teams, deren Budget jetzt eng ist und die in absehbarer Zeit wachsen wollen, kann das eine sinnvolle Zwischenlösung sein, wenn von Anfang an sauber mit Tags und Listen gearbeitet wird.

Was fehlt: ein vollwertiges CRM, tiefe Integrationen zu deutschen Business-Tools und deutschsprachiger Support. Moosend hat keine Benutzeroberfläche auf Deutsch. Für Teams, in denen Englisch keine Hürde darstellt, ist das vertretbar. Für Teams mit häufigem Personalwechsel oder einem gemischten Sprachhintergrund kann es zum dauerhaften Engpass werden.

Wer Moosend als Sprungbrett in Richtung ActiveCampaign nutzt, sollte die Datenstruktur von Anfang an so aufbauen, als würde er schon in ActiveCampaign arbeiten: klare Listentrennung, konsistente Tags, saubere Opt-in-Dokumentation. Eine spätere Migration ist dann deutlich weniger aufwändig.

HubSpot: sinnvoll erst ab einer bestimmten Teamgröße

HubSpot ist keine E-Mail-Marketing-Lösung im engeren Sinn, sondern eine vollständige Inbound-Marketing-Plattform. CRM, Marketing Hub, Sales Hub und Service Hub bilden ein geschlossenes System. Wenn du ein größeres Marketingteam hast, das mehrere Kanäle koordiniert, Leads strukturiert qualifiziert und über alle Touchpoints hinweg einheitliches Reporting braucht, liefert HubSpot eine Infrastruktur, die andere Tools in dieser Breite nicht erreichen.

Die Kehrseite sind die Kosten. Der Free-Plan und günstigere Starter-Pläne decken Marketing-Automation nur sehr begrenzt ab. Wer ernsthaft automatisieren will, landet schnell in Preisbereichen, die für KMU kaum wirtschaftlich zu rechtfertigen sind. Für dieselbe Investition gibt es in der Kombination aus ActiveCampaign und einem spezialisierten Reporting-Tool oft mehr Flexibilität bei niedrigerem Gesamtpreis.

HubSpot bietet EU-Rechenzentren an. Das löst das DSGVO-Serverstandort-Problem, wenn du beim Einrichten deines Accounts die richtige Hosting-Region wählst. Das solltest du vor Vertragsabschluss explizit klären, da nicht alle Tarife diese Option gleich zugänglich machen.

So wechselst du von Constant Contact ohne Datenverlust

Ein Wechsel zwischen E-Mail-Marketing-Plattformen ist planbarer als er auf den ersten Blick wirkt. Die wichtigsten Schritte lassen sich in der folgenden Reihenfolge abarbeiten, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Plane für einen Wechsel mit bestehenden Automationen und mehreren tausend Kontakten zwei bis vier Wochen ein.

  1. Kontakte aus Constant Contact exportieren: Kontakte > Alle Kontakte > Exportieren als CSV-Datei herunterladen.
  2. CSV bereinigen: Kontakte entfernen, die als gebounced, abgemeldet oder als Hard Bounce markiert sind. Diese dürfen in einer neuen Plattform nicht erneut angeschrieben werden.
  3. Opt-in-Status prüfen: Kontakte ohne nachweisbares Double-Opt-in müssen für den europäischen Markt aus dem aktiven Verteiler entfernt oder neu eingeholt werden. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Anforderung aus dem deutschen Datenschutzrecht.
  4. Listen- und Tag-Struktur in der neuen Plattform anlegen: Tue das, bevor du Kontakte importierst. Wer die Struktur im Nachhinein aufbaut, hat einen deutlich größeren Aufwand und verliert dabei oft Segmentierungsinformationen.
  5. Kontakte importieren: Lade die bereinigte CSV hoch und weise die Spalten den entsprechenden Kontaktfeldern in der neuen Plattform zu. Prüfe die Zuordnung an einem kleinen Testsegment, bevor du den gesamten Import bestätigst.
  6. Templates neu aufbauen: Importiere keine alten HTML-Templates direkt. In den meisten Fällen ist ein Neuaufbau mit dem nativen Drag-and-Drop-Editor schneller und liefert bessere Darstellung in verschiedenen E-Mail-Clients als ein importiertes Fremd-HTML.
  7. Automationen parallel aufbauen und testen: Baue die neue Automation-Logik in der neuen Plattform auf, bevor du die alte deaktivierst. Lasse alle Automationen mit einer Testadresse vollständig durchlaufen und prüfe Zeitversätze, Verzweigungen und Folgeaktionen.
  8. Testkampagne vor dem Live-Gang: Schicke eine Kampagne an ein Segment von rund 50 bekannten Adressen, bevor du den gesamten Verteiler aktivierst. Prüfe Darstellung, Links und Tracking-Parameter.

Wer bei ActiveCampaign einsteigt, kann als offizieller ActiveCampaign-Partner die Advertal-Beratung für die technische Einrichtung und DSGVO-Prüfung hinzuziehen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Wechsel von Constant Contact zu einer anderen Plattform?

Das hängt vom Umfang deiner bisherigen Nutzung ab. Ein Wechsel mit einer einfachen Kontaktliste ohne Automationen ist in wenigen Stunden erledigt. Wer bestehende Automationen, mehrere Listen und mehrstufige Kampagnen übertragen will, sollte zwei bis vier Wochen einplanen, um alles sorgfältig aufzubauen und zu testen, ohne den laufenden Versand zu unterbrechen.

Müssen Kontakte nach dem Plattformwechsel neu einwilligen?

Nicht pauschal, aber der Opt-in-Status muss für jeden Kontakt geklärt sein. Kontakte, die über ein Double-Opt-in-Verfahren aufgenommen wurden und deren Einwilligung für E-Mail-Marketing nachweisbar dokumentiert ist, können in einer neuen Plattform weitergeführt werden. Fehlt dieser Nachweis, ist nach deutschem Datenschutzrecht eine neue Einwilligung erforderlich, bevor du diese Kontakte anschreiben darfst.

Welche Alternative hat den günstigsten Einstieg?

Moosend und Brevo gehören zu den kostengünstigsten Optionen im Einstiegsbereich. Mailchimp bietet einen kostenlosen Plan, aber mit deutlichen Einschränkungen in den Automations-Features. Wer langfristig plant, sollte den Gesamtpreis bei der erwarteten Kontaktzahl über zwölf Monate vergleichen statt nur den Startpreis, da sich die Abstände je nach Wachstum verschieben können.

Kann ich meine Constant Contact E-Mail-Templates importieren?

In vielen Fällen lassen sich HTML-Templates aus Constant Contact exportieren und in anderen Tools einbinden. In der Praxis empfiehlt sich ein Neuaufbau mit dem nativen Editor der Zielplattform. Importierte Templates haben häufig Darstellungsprobleme in verschiedenen E-Mail-Clients und sind schwieriger zu warten als sauber nativ aufgebaute Designs. Der Zeitaufwand für den Neuaufbau zahlt sich mittelfristig aus.

Ist ActiveCampaign auch für kleine Teams mit einem überschaubaren Kontaktbestand geeignet?

Ja. ActiveCampaign skaliert von kleinen Teams mit wenigen Hundert Kontakten bis zum Mittelstand. Der Funktionsumfang ist auch bei einer kleinen Kontaktbasis vollständig nutzbar. Die Einarbeitung erfordert etwas mehr Zeit als bei einfacheren Tools, aber wer die Plattform von Anfang an richtig einrichtet, zieht langfristig mehr Nutzen heraus als mit einem Tool, aus dem er in zwei Jahren herauswächst und erneut migrieren muss.

Warum ist DSGVO-Konformität bei der Tool-Wahl für den DACH-Markt so entscheidend?

Im deutschsprachigen Raum gelten strenge Anforderungen an Einwilligungsnachweise, Double-Opt-in-Verfahren und die Verarbeitung personenbezogener Daten. Tools, die außerhalb der EU hosten und keine vollständige Einwilligungsdokumentation bieten, verlagern den Compliance-Aufwand auf dein Team. Je früher du dich für ein Tool mit EU-Serverstandort und vollständiger DSGVO-Unterstützung entscheidest, desto weniger Nacharbeit entsteht, wenn Kunden oder Behörden Nachweise verlangen.

Welches Tool zu deinem Fall passt, hängt von Automationstiefe, Teamgröße und DSGVO-Anforderungen ab. Einen breiten Vergleich aller gängigen E-Mail-Marketing-Tools für den deutschen Markt findest du im Beitrag E-Mail-Marketing-Tools im Deutschland-Vergleich. Wer ActiveCampaign als nächsten Schritt in Betracht zieht, findet auf unserer ActiveCampaign-Agentur-Seite, wie eine begleitete Einrichtung und Migration abläuft.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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