Tags markieren Verhalten und Zustände in ActiveCampaign. Wer Tags von Anfang an mit einem Präfix-System strukturiert, kann Kontakte in Sekunden filtern, Automationen gezielt auslösen und Segmente ohne Neukonfiguration erweitern. Wer Tags ungeplant aufbaut, hat nach sechs Monaten ein unlesbares Register mit Hunderten überlappender Labels – und keiner weiß mehr, welcher Tag noch aktiv genutzt wird.
Das Wichtigste in Kürze
- Tags markieren Verhalten und Zustände; Custom Fields speichern feste Daten wie Name oder Geburtstag.
- Ein Präfix-System hält Tags auch in großen Accounts sortierbar und verhindert Doppelungen.
- Tags können Automationen starten (Trigger), verzweigen (If/Else-Bedingung) und abschließen (Aktion).
- Der Tag Manager erlaubt Umbenennen, Zusammenführen und Löschen ohne Datenverlust in laufenden Automationen.
- Engagement-Tags lassen sich vollständig automatisieren und bilden die Grundlage für Listenhygiene.
Tags, Custom Fields oder Listen: Was wann sinnvoll ist
ActiveCampaign bietet drei Möglichkeiten, Kontakte zu strukturieren: Tags, Custom Fields und Listen. Die Abgrenzung ist nicht immer intuitiv, hat aber direkte Auswirkungen darauf, wie flexibel du später segmentieren und personalisieren kannst.
Tags eignen sich für Daten, die sich ändern. Ein Kontakt kann heute Lead:Webinar tragen und morgen Kunde:Starter – der Tag wechselt mit dem Verhalten. Custom Fields hingegen speichern Daten, die zu einem Kontakt gehören und sich selten ändern: Name, Telefonnummer, Unternehmensgröße. Du kannst Custom Fields als Platzhalter in E-Mails einsetzen; mit Tags geht das nicht. Wer einen Kontakt mit seinem Unternehmensstandort ansprechen will, braucht ein Custom Field. Wer wissen will, ob ein Kontakt an einem Webinar teilgenommen hat, nutzt einen Tag.
Listen trennen Kontakte nach einer grundlegenden Eigenschaft – in der Regel nach dem Kommunikationskanal oder dem Geschäftsbereich. ActiveCampaign empfiehlt, mit maximal fünf Listen zu arbeiten. Feinere Segmentierung gehört in Tags und Custom Fields, nicht in weitere Listen. Wer mehr Listen anlegt, muss Automationen und Kampagnen mehrfach pflegen und riskiert, dass Kontakte doppelt gezählt werden.
Kriterium | Tag | Custom Field | Liste |
|---|---|---|---|
Ändert sich häufig? | Ja | Selten | Nein |
Als Personalisierungs-Platzhalter nutzbar? | Nein | Ja | Nein |
Als Automations-Trigger nutzbar? | Ja | Ja (If/Else) | Ja (Listenbeitritt) |
Als Segmentierungs-Filter nutzbar? | Ja | Ja | Ja |
Empfohlene Menge im Account | 50–200 | 10–30 | Max. 5 |
Mehr zu den Segmentierungs-Features von ActiveCampaign – einschließlich der Segment-Builder-Logik, die Tags, Custom Fields und Listenfilter kombiniert.
Eine Tag-Taxonomie aufbauen, die auch nach einem Jahr noch funktioniert
Das häufigste Problem in ActiveCampaign-Accounts, die über ein Jahr laufen: Tags wurden situativ vergeben, ohne Konvention. Ergebnis ist ein Register mit Tags wie Webinar, Webinar 2025, Webinar-Teilnehmer, TN_Webinar_März – keiner weiß, welche noch aktiv sind und welche überlappen. Eine Taxonomie löst das Problem, bevor es entsteht.
Das Präfix-Prinzip
Tags werden in ActiveCampaign alphabetisch sortiert. Das Präfix-System nutzt diese Sortierung: Alle Tags einer Kategorie beginnen mit demselben Kürzel, gefolgt von einem Doppelpunkt. So liegen verwandte Tags automatisch nebeneinander und sind im Dropdown sofort auffindbar.
Bewährte Kategorien für B2B- und B2C-Setups:
- Quelle: Woher kommt der Kontakt? Beispiele: Quelle:Newsletter-Opt-in, Quelle:Webinar-April, Quelle:Facebook-Lead-Ad.
- Status: Wo steht der Kontakt im Funnel? Beispiele: Status:Lead, Status:Qualifiziert, Status:Angebot-gesendet, Status:Kunde, Status:Churned.
- Produkt: Welches Produkt oder Angebot ist relevant? Beispiele: Produkt:Starter, Produkt:Professional, Produkt:Add-on-Reporting.
- Engagement: Wie aktiv ist der Kontakt? Beispiele: Engagement:Aktiv, Engagement:Inaktiv-90d, Engagement:Klicker.
- Event: Hat der Kontakt an einer Veranstaltung teilgenommen? Beispiele: Event:Webinar-CRM-2026, Event:Messe-dmexco-2026.
Hierarchische Tags für übergreifende Filter
Wenn du mehrere spezifische Tags einer Kategorie hast, lohnt sich ein übergeordneter Tag. Stell dir vor, du hast drei Funnels: Quelle:Funnel-Newsletter, Quelle:Funnel-Webinar, Quelle:Funnel-Direktvertrieb. Mit dem übergeordneten Tag Quelle:Funnel kannst du alle drei auf einmal segmentieren, ohne eine komplexe Oder-Bedingung aufzubauen. In Automationen ist das besonders nützlich: Eine Nachfass-Sequenz für alle Funnel-Leads lässt sich mit einem Tag triggern statt mit drei separaten Automationen.
Namenskonventionen im Team festlegen
In Teams, wo mehrere Personen Tags anlegen, entstehen Doppelungen fast zwangsläufig. Zwei Regeln verhindern das: Erstens legt nur eine Person neue Tags an – wer einen neuen Tag braucht, meldet ihn intern an. Zweitens steht die Tag-Taxonomie in einem geteilten Dokument, das jeder vor dem Anlegen prüft. ActiveCampaign bietet keine eingebaute Tag-Genehmigung; die Kontrolle liegt beim Team selbst.
So richtest du Tags in Automationen ein – Schritt für Schritt
Tags können in ActiveCampaign an drei Stellen in Automationen wirken: als Eintrittspunkt (Trigger), als Bedingung innerhalb des Workflows (If/Else oder Warte-Schritt) und als Aktion (Tag hinzufügen oder entfernen). Alle drei Rollen zu kennen ist die Voraussetzung dafür, dass Automationen zuverlässig und ohne Endlosschleifen laufen.
Tags als Eintrittspunkt (Trigger)
Der Trigger Tag wird hinzugefügt startet eine Automation, sobald ein bestimmter Tag einem Kontakt zugewiesen wird. Das kann manuell, per Import, per Formular oder durch eine andere Automation passieren. Wichtig: Wenn dieselbe Automation den Trigger-Tag auch selbst hinzufügt – oder eine verknüpfte Automation das tut –, entsteht eine Endlosschleife. Prüfe bei jedem Tag-Trigger, welche anderen Automationen denselben Tag vergeben.
- Gehe zu Automationen → Erstellen → Neue Automation starten.
- Wähle als Startpunkt Kontakt-Tag hinzugefügt.
- Wähle den Tag, der die Automation auslösen soll – zum Beispiel Status:Qualifiziert.
- Lege fest, ob die Automation bei jedem Tag-Hinzufügen greift oder nur beim ersten Mal (Option Läuft ein Kontakt ein zweites Mal ein?).
- Baue den Workflow darunter auf. Für Nachfass-Sequenzen: Warte-Schritt → E-Mail → Warte-Schritt → If/Else (Hat Tag Status:Kunde?) → Ende oder weitere E-Mail.
Tags als If/Else-Bedingung innerhalb einer Automation
Ein If/Else-Schritt prüft zur Laufzeit, ob ein Kontakt einen bestimmten Tag hat. Das erlaubt es, einen gemeinsamen Einstieg – etwa den Beitritt zu einer Liste – zu nutzen und Kontakte je nach Tag unterschiedlich zu führen. Beispiel: Alle Neukontakte einer Webinar-Anmeldeliste kommen in dieselbe Automation. Hat ein Kontakt bereits Status:Kunde, bekommt er eine andere E-Mail als ein Erstinteressent. Der If/Else-Schritt macht diese Weiche ohne eine zweite Automation möglich.
Tags als Aktion setzen oder entfernen
Am Ende einer Sequenz, wenn ein Kontakt ein Ziel erreicht hat, setzt du einen neuen Tag und entfernst den alten. Beispiel: Ein Lead, der ein Angebot angefordert hat, bekommt Status:Angebot-gesendet. Sobald er kauft, wird Status:Angebot-gesendet entfernt und Status:Kunde gesetzt. So spiegelt der Tag-Status immer den echten Stand wider – ohne manuellen Eingriff. In ActiveCampaign findest du diese Aktionen unter Kontakte → Tag hinzufügen bzw. Tag entfernen, direkt im Workflow-Builder.
Mehr über den genauen Aufbau von Workflows findest du in der Anleitung, wie du eine Automation in ActiveCampaign von Grund auf einrichtest.
Engagement-Tags: Öffner, Klicker und Inaktive automatisch segmentieren
ActiveCampaign bietet sogenannte Engagement-Tagging-Rezepte: vorgefertigte Automationen, die Kontakte automatisch nach ihrem E-Mail-Verhalten einteilen. Du findest sie unter Automationen → Rezepte → Engagement Tagging. Die Rezepte vergeben Tags wie Engagement:Aktiv, Engagement:Inaktiv-30d oder Engagement:Inaktiv-90d auf Basis von Öffnungen und Klicks innerhalb eines definierten Zeitraums.
Der praktische Nutzen ist erheblich. Wer Kontakte nach Engagement-Tags segmentiert, kann Reaktivierungs-Kampagnen auf Inaktive beschränken, ohne aktive Kontakte zu belasten. Klicker können früher in eine Sales-Sequenz übergehen als reine Öffner. Wer nach 90 Tagen keinen Klick hat, landet in einem Hygiene-Workflow: letzte Chance zur Reaktivierung, dann Abmeldung oder Datenlöschung nach den eigenen Aufbewahrungsregeln.
Ein wichtiger Einrichtungshinweis: Die Engagement-Rezepte messen Öffnungen und Klicks über alle Kampagnen hinweg. Wenn du Transaktions-E-Mails – Bestellbestätigungen, Passwort-Reset, Rechnungen – nicht ausnimmst, verzerren sie die Werte. Richte für Transaktionsmails eine separate Liste ein oder schließe sie explizit aus der Engagement-Messung aus.
Der Tag Manager: Aufräumen, Umbenennen und Zusammenführen
Den Tag Manager erreichst du über Kontakte → Tags. Er zeigt dir für jeden Tag, wie viele Kontakte ihn tragen und in wie vielen Automationen er vorkommt. Diese Übersicht ist der Ausgangspunkt für jede Bereinigung.
Tags umbenennen
Du kannst einen Tag direkt im Tag Manager umbenennen, ohne ihn zu löschen und neu anzulegen. Automationen, die auf diesen Tag referenzieren, laufen weiter – die Umbenennung aktualisiert sich überall im Account. Das ist besonders nützlich, wenn du nachträglich eine Präfix-Struktur einführst: Aus Webinar-Teilnehmer wird Event:Webinar-CRM-2026, ohne dass du eine einzige Automation anfassen musst.
Tags zusammenführen
Die Zusammenführungsfunktion kombiniert zwei Tags zu einem. Alle Kontakte, die einen der beiden Tags hatten, tragen danach den Ziel-Tag. Automationen, die auf den entfernten Tag verweisen, werden automatisch auf den Ziel-Tag umgestellt. Das ist der sichere Weg, Doppelungen aufzulösen – etwa wenn Lead_Webinar und Quelle:Webinar inhaltlich dieselbe Gruppe bedeuten.
- Öffne Kontakte → Tags.
- Markiere die Tags, die du zusammenführen möchtest (Checkbox links neben dem Tag-Namen).
- Wähle Aktionen → Zusammenführen.
- Wähle den Ziel-Tag, der erhalten bleibt.
- Bestätige. Die Zusammenführung ist sofort aktiv und nicht rückgängig zu machen.
Tags löschen
Bevor du einen Tag löschst, prüfe im Tag Manager, in wie vielen Automationen er vorkommt. Steht dort 0 Automationen und 0 Kontakte, ist das Löschen sicher. Steht dort noch eine Zahl, kläre zuerst, ob diese Automationen noch aktiv sind. Ein gelöschter Tag verschwindet sofort aus allen Automationen als Bedingung – laufende Kontakte verhalten sich dann so, als würde die Bedingung nie erfüllt.
Typische Fehler – und wie du sie vermeidest
In der Praxis zeigt sich: Wer im ersten halben Jahr Tags ohne Konvention setzt, läuft fast zwangsläufig in dieselben fünf Probleme.
Fehler 1: Tags ohne Präfix angelegt
Tags wie Interessiert, Newsletter oder Kauf sind zu allgemein und machen im alphabetischen Dropdown nicht klar, zu welchem Kontext sie gehören. Nach zwei Jahren und mehreren Kampagnen gibt es dann Interessiert, Interessiert-Webinar, Interessiert-Produkt-A – und keiner weiß, ob das dieselbe Gruppe ist. Gegenmittel: Präfixe einführen und Altlasten mit der Zusammenführungsfunktion schrittweise bereinigen.
Fehler 2: Tags statt Custom Fields für Stammdaten
Tags eignen sich nicht, um Werte wie Unternehmensgröße, Region oder Branche zu speichern. Wer stattdessen Tags wie Region:Nord, Region:Süd, Region:West anlegt, kann diesen Wert nicht in E-Mails einsetzen und muss bei einer Adressänderung manuell umentscheiden. Custom Fields sind für Stammdaten. Tags sind für Verhaltens- und Statusdaten, die sich im Lebenslauf eines Kontakts verändern.
Fehler 3: Alte Tags nicht entfernen
Ein Kontakt, der von Status:Lead in Status:Kunde wechselt, behält Status:Lead, wenn die Automation ihn nicht explizit entfernt. Nach einigen Monaten haben viele Kontakte mehrere Status-Tags gleichzeitig, und Segmente überlappen unkontrolliert. Die Regel lautet: Jede Automation, die einen Status-Tag hinzufügt, entfernt den vorherigen im selben Schritt.
Fehler 4: Endlosschleifen durch Tag-Trigger
Wenn Automation A einen Tag setzt, der Automation B triggert, und Automation B denselben oder einen verknüpften Tag setzt, der wieder Automation A startet, entsteht eine Endlosschleife. Das Ergebnis: Hunderte Mails in Minuten oder ein Kontakt, der immer wieder in dieselbe Sequenz eintritt. Bevor du eine Automation aktivierst, prüfe alle Aktionen im Workflow auf Rückkopplung mit anderen Automationen, die denselben Tag als Trigger haben.
Fehler 5: Kein Bereinigungsrhythmus
ActiveCampaign setzt keine Obergrenze für Tags. Das verleitet dazu, für jede Kampagne einen neuen Tag anzulegen, ohne alte zu entfernen. Sinnvoll ist ein vierteljährlicher Bereinigungstermin: Im Tag Manager nach Tags mit 0 Kontakten und 0 Automationen filtern, diese löschen. Tags mit wenigen Kontakten und veralteten Namen prüfen und bei Bedarf zusammenführen.
Wann Tags nicht die richtige Wahl sind
Tags sind kein Allzweckmittel. Wenn du mehr als 50 verschiedene Werte eines Attributs brauchst – etwa alle Postleitzahlen oder Branchenkürzel deiner Kontakte –, ist ein Custom Field die richtige Wahl. Tags, die sehr granular werden, machen Automationen schwer wartbar. Auch für zeitlich begrenzte Kampagnenzugehörigkeit, die nach einer Woche keinen analytischen Wert mehr hat, lohnt das Anlegen eines Tags kaum – ein Segment im Kampagnen-Bericht reicht dann.
Listen in ActiveCampaign trennen Kontakte schärfer als Tags: Ein Kontakt, der von einer Liste abgemeldet ist, kann nicht mehr über diese Liste angeschrieben werden – unabhängig von seinen Tags. Wenn eine Abmeldung eine harte Grenze sein soll, zum Beispiel bei unterschiedlichen rechtlichen Einwilligungen für verschiedene Angebote, ist eine Liste das richtige Mittel. Wie Listen in ActiveCampaign aufgebaut und verwaltet werden, folgt eigenen Regeln für Opt-in und Double-Opt-in.
Häufige Fragen
Wie viele Tags sollte ein ActiveCampaign-Account haben?
Eine universell gültige Zahl gibt es nicht. In einem Mittelstands-Account mit einer Handvoll Produkte und zwei bis drei Funnels sind 50 bis 150 Tags realistisch. Wer mehrere Produktlinien und regelmäßige Events betreibt, kommt auf 200 bis 400. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern ob jeder Tag in der Taxonomie klar verortbar ist und ob es eine verantwortliche Person gibt, die neue Tags koordiniert.
Kann ich Tags rückwirkend auf bestehende Kontakte setzen?
Ja. Über die erweiterte Suche (Kontakte → Suchen) filterst du die gewünschte Gruppe und setzt per Massenbearbeitung einen Tag. Auch ein CSV-Import mit einer Tag-Spalte funktioniert: ActiveCampaign fügt Tags aus der Spalte dem Kontakt hinzu, ohne bestehende Tags zu überschreiben. Automationen mit diesem Tag als Trigger starten dabei je nach Einstellung des Workflows neu oder nicht.
Was passiert mit Automationen, wenn ich einen Tag lösche?
Wird ein Tag gelöscht, während er als Trigger oder Bedingung in einer Automation vorkommt, entfernt ActiveCampaign ihn aus der Automation. Der Trigger ist danach inaktiv – neue Kontakte treten nicht mehr ein. Kontakte, die sich bereits im Workflow befinden, laufen weiter bis zum nächsten Schritt, der den Tag als Bedingung prüft – dort schlägt die Bedingung fehl. Vor dem Löschen immer im Tag Manager prüfen, in welchen Automationen der Tag vorkommt.
Wie unterscheidet sich ein Tag von einem ActiveCampaign-Score?
Tags sind binär: Ein Kontakt hat sie oder nicht. Ein Score ist ein numerischer Wert, der sich summiert und abzieht. Wenn du wissen willst, ob jemand an einem bestimmten Webinar teilgenommen hat, reicht ein Tag. Wenn du wissen willst, wie aktiv jemand insgesamt ist – mehrere Mails geöffnet, Links geklickt, Seiten besucht –, ist ein Score sinnvoller, weil er die Intensität misst, nicht nur das Vorhandensein eines Ereignisses.
Kann ich Tags über die API und externe Integrationen setzen?
Ja. Die ActiveCampaign-API erlaubt das Hinzufügen und Entfernen von Tags per REST-Aufruf. Integrationen wie Zapier oder Make nutzen dieselbe API. Damit kannst du Tags aus externen Systemen setzen: Ein Kauf im Shop setzt Status:Kunde, eine Support-Anfrage setzt Status:Support-Offen. Das macht Tags zur Schaltzentrale zwischen ActiveCampaign und dem Rest des Tech-Stacks – vorausgesetzt, die Taxonomie ist klar genug, dass externe Systeme eindeutig zuordnen können, welchen Tag sie vergeben sollen.
Wer Tags, Custom Fields und Listen in ActiveCampaign sauber aufeinander abgestimmt hat, schöpft das Segmentierungspotenzial des Tools aus. Der nächste sinnvolle Schritt ist, die eigene Taxonomie in einem Dokument festzuhalten, bestehende Tags im Tag Manager dagegen zu prüfen und in einem ersten Bereinigungslauf alle Tags ohne Kontakte oder Automationen zu entfernen. Eine strukturierte Basis spart bei jeder neuen Kampagne erheblich Zeit.


