Blacklist-Check: Steht deine Domain oder dein Mailserver auf einer Blockliste?

Domain oder IP-Adresse eingeben – geprüft werden die Domain selbst, ihre Mailserver, die Adresse der Website und Einzeladressen aus dem SPF-Eintrag gegen 13 Blocklisten. Jede Listung kommt mit dem Grund, den die Liste nennt, ihrem Gewicht bei Empfängern und dem Weg zur Streichung.

Kostenloses Werkzeug · Stand September 2026

Domain: geprüft werden Domain, Mailserver, Website-Adresse und Einzeladressen aus dem SPF. Adresse: nur diese. Auch eine E-Mail-Adresse oder URL geht – wir nehmen die Domain daraus.

Beispiele:
Die 13 geprüften Listen
ListeArtGewichtStreichung
Spamhaus ZENThe Spamhaus ProjectIP-Adresseschwer – große Empfänger lehnen abcheck.spamhaus.org
SpamCopCisco (SpamCop)IP-Adresseschwer – große Empfänger lehnen abwww.spamcop.net/bl.shtml
Barracuda Reputation Block ListBarracuda NetworksIP-Adresseschwer – große Empfänger lehnen abwww.barracudacentral.org/rbl/removal-request
UCEPROTECT Level 1UCEPROTECT-NetworkIP-Adressemittel – kostet Punkte in Filternwww.uceprotect.net/en/rblcheck.php
PSBL (Passive Spam Block List)Rik van RielIP-Adressemittel – kostet Punkte in Filternpsbl.org/remove
MailspikeAnubis NetworksIP-Adressemittel – kostet Punkte in Filternmailspike.org/iplookup.html
DroneBLDroneBLIP-Adressemittel – kostet Punkte in Filterndronebl.org/lookup
s5h.netUsenix (s5h.net)IP-Adresseleicht – selten allein entscheidendwww.usenix.org.uk/content/rbl.html
SPFBLSPFBL.netIP-Adresseleicht – selten allein entscheidendmatrix.spfbl.net
GBUdb TruncateMessageSniffer (GBUdb)IP-Adresseleicht – selten allein entscheidendwww.gbudb.com/truncate
Spamhaus DBLThe Spamhaus ProjectDomainschwer – große Empfänger lehnen abcheck.spamhaus.org
SURBLSURBLDomainschwer – große Empfänger lehnen absurbl.org/surbl-analysis
URIBLURIBLDomainmittel – kostet Punkte in Filternadmin.uribl.com

Hinweis, weil er hier anders lautet als sonst: Die Abfrage läuft über unseren Server, weil Spamhaus, SURBL und URIBL Anfragen aus dem Browser nicht beantworten. Dorthin geht nur, was du eingibst – Domain oder Adresse –, und was sich daraus im DNS ergibt (Mailserver, deren Adressen). Gespeichert und protokolliert wird nichts; das Ergebnis geht nur an deinen Browser zurück.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt zwei Arten von Listen: IP-Listen (Spamhaus ZEN, SpamCop, Barracuda) treffen die sendende Adresse, Domain-Listen (Spamhaus DBL, SURBL, URIBL) treffen deinen Namen – egal, über welchen Anbieter du sendest.
  • Bei Plattformversand (ActiveCampaign, Mailchimp, Brevo) gehört die sendende Adresse dem Anbieter. Was du selbst in der Hand hast, ist die Domain – und die prüft dieser Check zuerst.
  • Nicht jede Listung wiegt gleich: Spamhaus, SpamCop und Barracuda führen bei großen Empfängern zur Ablehnung; kleine Listen kosten in Filtern Punkte, blockieren allein aber selten.
  • Viele Listen räumen von selbst: SpamCop nach 24 Stunden ohne neue Beschwerde, UCEPROTECT nach sieben Tagen. Eine Listung, die wiederkommt, hat eine Ursache, die noch besteht.
  • Die Abfrage läuft über unseren Server, weil Spamhaus, SURBL und URIBL Browsern nicht antworten. Übertragen wird nur die Domain oder Adresse; gespeichert wird nichts.
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Was geprüft wird: vier Ziele, 13 Listen

Ein Blacklist-Check, der nur eine IP-Adresse nimmt, prüft bei Plattformversand das Falsche. Deshalb nimmt dieser Check die Domain und leitet daraus ab, was zählt.

Die Domain selbst

Gegen Spamhaus DBL, SURBL und URIBL – die Listen, die Empfänger für Absenderdomain und Links im Text befragen. Eine Listung hier trifft jede Nachricht, die deinen Namen trägt.

Die Mailserver (MX)

Die Adressen hinter deinen MX-Einträgen gegen zehn IP-Listen. Bei Google Workspace oder Microsoft 365 sind das Adressen des Anbieters; bei eigenem Server deine.

Einzeladressen aus dem SPF

Steht im SPF-Eintrag eine einzelne ip4-Adresse, sendet von dort meist ein eigener Server oder ein Ticketsystem. Ganze Adressbereiche (ip4 mit Netzmaske) werden nicht einzeln geprüft.

Die Adresse der Website

Wird getrennt bewertet: Von ihr geht im Regelfall keine E-Mail aus, aber einige Filter prüfen die Adressen hinter Links. Bei Cloud-Anbietern teilen sich viele Kunden eine Adresse – streichen lassen kann sie nur der Anbieter.

IP-Liste oder Domain-Liste: der Unterschied, der bei Plattformversand entscheidet

IP-Listen führen Adressen, von denen Spam kam. Wer über ActiveCampaign, Mailchimp oder Brevo sendet, sendet von Adressen des Anbieters – geteilt mit vielen anderen Kunden. Landet eine davon auf einer Liste, merkt es der Anbieter, nicht du; er rotiert Adressen und kümmert sich um die Streichung. Das ist einer der Gründe, warum Plattformversand für kleine Absender zuverlässiger ankommt als ein eigener Server.

Domain-Listen führen Namen. Spamhaus DBL, SURBL und URIBL werden von Empfängern für die Absenderdomain und für jeden Link im Text befragt. Eine Listung dort begleitet dich zu jedem Anbieter, weil die Domain deine ist – und sie entsteht fast immer aus einer Ursache, die du beheben kannst: ein gehacktes Konto oder Formular, eine kompromittierte Website, Kampagnen an gekaufte oder alte Listen mit Spamfallen.

Deshalb prüft dieser Check die Domain zuerst und wertet die Mailserver-Adressen getrennt: Beides ist eine Antwort auf eine andere Frage.

Die 13 Listen, ihr Gewicht und wie man wieder herunterkommt

Gewicht heißt: Was passiert bei Empfängern, wenn du dort stehst. „Schwer" sind Listen, die in den Filtern großer Provider und in den Standardregeln von Spamassassin verdrahtet sind.

ListeArtGewichtVerfall und Streichung
Spamhaus ZEN (SBL, XBL, PBL)IPschwerStreichung über check.spamhaus.org nach Behebung der Ursache; PBL-Einträge betreffen Endkunden-Adressräume und gehören dem Provider.
Spamhaus DBLDomainschwerStreichung über check.spamhaus.org; „abused legit"-Einträge verschwinden, sobald die gehackte Seite oder das Konto sauber ist.
SpamCopIPschwerVerfällt 24 Stunden nach der letzten Beschwerde von selbst.
Barracuda Reputation Block ListIPschwerStreichungsantrag über barracudacentral.org, meist innerhalb eines Tages.
SURBLDomainschwerAntrag über surbl.org; gehackte Seiten müssen vorher bereinigt sein.
UCEPROTECT Level 1IPmittelVerfällt sieben Tage nach dem letzten Vorfall; die angebotene Sofortstreichung kostet Geld und ist nicht nötig.
PSBLIPmittelSelbststreichung über psbl.org, verfällt sonst nach einigen Tagen.
MailspikeIPmittelRuf bessert sich mit sauberem Versand; Nachfrage über mailspike.org.
DroneBLIPmittelAntrag über dronebl.org nach Behebung – meist gekaperte Rechner oder offene Proxys.
URIBLDomainmittelAntrag über admin.uribl.com; die graue Liste verlangt Belege für die seriöse Nutzung.
s5h.netIPleichtVerfällt von selbst; Antrag über usenix.org.uk.
SPFBLIPleichtAntrag über matrix.spfbl.net.
GBUdb TruncateIPleichtVerfällt, sobald von der Adresse wieder gute Post kommt.

Gelistet – so kommst du wieder herunter

Die Reihenfolge ist wichtig. Wer zuerst die Streichung beantragt und dann die Ursache sucht, steht in einer Woche wieder drauf.

  1. Wem gehört die Adresse?

    Der Check zeigt PTR-Name und Rolle. Eine Adresse von Google, Microsoft oder ActiveCampaign kannst du nicht streichen lassen – melde die Listung dem Support des Anbieters, mit dieser Auskunft als Beleg. Eigener Server oder eigene Domain: weiter mit Schritt 2.

  2. Ursache finden

    Postausgang der letzten Tage ansehen: ungewöhnliche Mengen, fremde Empfänger, Bounces. Typische Ursachen sind ein gekapertes Postfach, ein Kontaktformular ohne Schutz, eine Website mit fremden Weiterleitungen, Weiterleitungsschleifen oder Kampagnen an alte Listen mit Spamfallen.

  3. Ursache beheben

    Passwörter und Zugänge erneuern, fremde Inhalte entfernen, Formulare absichern, Versand an nicht bestätigte Adressen stoppen, Bounce-Handling einschalten. Erst wenn das erledigt ist, lohnt der nächste Schritt.

  4. Streichung beantragen und nachprüfen

    Über den Weg der jeweiligen Liste (Tabelle oben), mit einer kurzen Beschreibung, was behoben wurde. Nach 24 bis 48 Stunden hier erneut prüfen. Listen mit Selbstverfall räumen von allein, wenn nichts Neues eingeht.

Was der Check nicht sehen kann

Die geteilten Versandadressen deines Anbieters. Welche Adresse ActiveCampaign für deine nächste Kampagne nutzt, steht nicht im DNS deiner Domain. Wenn du sie kennst – sie steht im Kopf einer versendeten Nachricht in der ersten Received-Zeile –, gib sie hier einzeln ein.

Interne Reputationssysteme. Google, Microsoft und Yahoo führen eigene Bewertungen, die keine Liste veröffentlicht. Für Google sind die Postmaster Tools der einzige Einblick, für Microsoft SNDS.

Listen mit Schlüssel. Invaluement, Abusix und die Spamhaus-Datenfeeds beantworten nur bezahlte Abfragen; Spamhaus verweigert außerdem Anfragen, wenn ein Netz zu viele stellt. Verweigerte Auskünfte zeigt der Check als solche – sie sind weder Listung noch Freispruch.

IPv6. Die Listen führen IPv6-Adressen nur in Ausnahmen; Mailserver, die nur über IPv6 erreichbar sind, werden nicht geprüft.

Blocklisten und ActiveCampaign

ActiveCampaign sendet von eigenen Adressbereichen, überwacht deren Ruf und rotiert Adressen; dedizierte Adressen gibt es erst für sehr große Versender. Für Kunden bedeutet das: Die Domain-Listen sind dein Thema, die IP-Listen sind das des Anbieters – solange die eigene Liste sauber ist. Steht die Domain auf der DBL, hilft auch die beste Versandinfrastruktur nicht; steht eine ActiveCampaign-Adresse auf SpamCop, ist sie meist am nächsten Tag wieder weg.

Der Bericht des Zustellbarkeits-Checks fasst beides zusammen: Er prüft SPF, DKIM, DMARC und die Blocklisten in einem Lauf und ordnet eine Listung in den Gesamtwert ein.

Der Unterschied, den kaum jemand kennt

Gleicher Preis, gleicher Funktionsumfang – plus deutschsprachiger Ansprechpartner

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Häufige Fragen

Was ist eine Blacklist oder Blockliste genau?

Ein DNS-basiertes Verzeichnis (DNSBL, RFC 5782) von IP-Adressen oder Domains, von denen Spam, Phishing oder Schadsoftware kam. Mailserver fragen es beim Eingang jeder Nachricht ab, so wie dieser Check: Für die Adresse 203.0.113.10 wird 10.113.0.203.zen.spamhaus.org nachgeschlagen; eine Antwort im Netz 127.0.0.0/8 heißt gelistet, „nicht gefunden" heißt frei. Der Antwortcode nennt den Grund – der Check übersetzt ihn.

Warum prüft der Check die Domain und nicht nur eine IP-Adresse?

Weil die meisten Absender im deutschsprachigen Raum über eine Plattform senden und die sendende Adresse dem Anbieter gehört. Was dir gehört, ist die Domain – und für die gibt es eigene Listen (Spamhaus DBL, SURBL, URIBL), die Empfänger für Absender und Links befragen. Eine IP-Adresse kannst du trotzdem direkt eingeben, etwa die deines eigenen Mailservers.

Ich bin gelistet. Wie schnell komme ich wieder herunter?

Je nach Liste zwischen Stunden und Tagen. SpamCop räumt 24 Stunden nach der letzten Beschwerde, UCEPROTECT nach sieben Tagen ohne Vorfall. Spamhaus, Barracuda und SURBL streichen auf Antrag, meist innerhalb eines Tages – wenn die Ursache behoben ist. Ohne Behebung kommt die Listung zurück, und wiederholte Listungen verlängern die Wartezeit.

Die Adresse meiner Website steht auf Spamhaus. Ist das schlimm?

Für den E-Mail-Versand meist nicht: Von der Website-Adresse geht keine Post aus, und für Links im Text zählt die Domain-Liste. Bei Cloud-Anbietern und Load-Balancern teilen sich viele Kunden eine Adresse; gelistet wird dann ein Bereich wegen eines anderen Kunden. Streichen lassen kann sie nur der Anbieter. Einige Filterregeln geben dafür einen kleinen Malus – der Check wertet es deshalb als Warnung, nicht als Problem.

Was bedeutet „Auskunft verweigert"?

Die Liste hat geantwortet, aber mit einem Fehlercode statt einer Auskunft – bei Spamhaus zum Beispiel, wenn aus einem Netz zu viele Anfragen kommen oder ein öffentlicher Resolver fragt. Der Check fragt dann die Nameserver der Liste direkt; bleibt es bei der Verweigerung, zeigt er das an. Das ist weder Listung noch Freispruch – bitte später erneut prüfen.

Warum zeigt MXToolbox etwas anderes?

Andere Werkzeuge fragen andere Listen – MXToolbox über hundert, darunter viele kleine und einige eingestellte. Dieser Check beschränkt sich auf 13 Listen, die Empfänger tatsächlich befragen, und gewichtet sie. Eine Listung auf einer Liste, die niemand abfragt, kostet nichts; eine auf Spamhaus kostet alles. Unterschiede entstehen außerdem durch die Zeit: Listen ändern sich stündlich.

Werden meine Daten übertragen?

Der eingegebene Name oder die Adresse geht an unseren Server, weil Spamhaus, SURBL und URIBL Browsern nicht antworten. Der Server fragt daraus die Mailserver und deren Adressen ab und stellt die Anfragen an die Listen. Gespeichert und protokolliert wird nichts; das Ergebnis geht nur an deinen Browser zurück.

Tom Wenk, Gründer und Geschäftsführer der Advertal GmbH

Geprüft von

Tom Wenk, Gründer und Geschäftsführer von Advertal

Tom Wenk arbeitet seit 2017 ausschließlich mit ActiveCampaign. Mit Advertal betreut er heute über 200 Unternehmen im deutschsprachigen Raum, sitzt im ActiveCampaign Customer Advisory Board und im Partner Advisory Subcommittee und hat über 280 kostenlose Tutorials zur Plattform veröffentlicht. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus dieser Praxis und aus Quellen, die wir am 4. September 2026 selbst geprüft haben.

Von der Liste ist der Anfang. Nicht wieder draufzukommen ist die Arbeit.

Wir finden die Ursache – gekapertes Konto, Formular ohne Schutz, alte Liste –, bringen die Domain herunter und richten Versand und Listenhygiene so ein, dass es dabei bleibt. Bring das Ergebnis des Checks mit.

Zustellbarkeit prüfen lassen

Auch spannend: die ActiveCampaign Agentur, der kostenlose Kurs und unsere Fallstudien.