Vergleich · Stand August 2026

ActiveCampaign vs. Pipedrive: CRM allein oder Marketing dazu?

Pipedrive ist konsequent auf Vertrieb ausgelegt. ActiveCampaign bringt Marketing-Automation und CRM unter ein Dach. Welches System wann die richtigere Wahl ist – und wann beide zusammen Sinn ergeben.

Pipedrive ist ein reines Vertriebs-CRM: Preis pro Nutzer, klare Pipeline-Ansicht, keine Marketing-Automation. ActiveCampaign kombiniert E-Mail-Automation, Segmentierung und CRM in einer Plattform und rechnet nach Kontaktzahl ab. Wer beides braucht, vermeidet mit ActiveCampaign ein zweites System. Über das Advertal Partner-Netzwerk gibt es ActiveCampaign zum identischen Preis mit deutschsprachigem Ansprechpartner.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pipedrive rechnet pro Nutzer ab (ab 14 € im Monat bei jährlicher Zahlung); ActiveCampaign rechnet nach Kontaktzahl ab (ab 15 € für 1.000 Kontakte, ebenfalls jährlich).
  • Das CRM in ActiveCampaign ist ein kostenpflichtiges Zusatzmodul; in Pipedrive ist die Pipeline-Verwaltung die Kernfunktion.
  • E-Mail-Marketing ist in allen ActiveCampaign-Tarifen enthalten; bei Pipedrive kostet das Campaigns-Add-on ab 13,33 € zusätzlich im Monat.
  • Beide Tools lassen sich über eine native Integration kombinieren – das erzeugt aber zwei parallele Systeme mit eigener Datenpflege.
  • Deutschsprachigen Support bietet Pipedrive direkt an; bei ActiveCampaign läuft das über das Advertal Partner-Netzwerk – ohne Aufpreis.

Stand der Angaben: 26. August 2026 · geprüft von Advertal, offizieller ActiveCampaign-Partner seit 2017

ActiveCampaign Official Agency Partner BadgeActiveCampaign Customer Advisory Board BadgeActiveCampaign Partner Advisory Subcommittee Badge

200+ Unternehmen im Advertal Partner-Netzwerk · offizieller ActiveCampaign-Partner · seit 2017 auf eine Plattform spezialisiert

ActiveCampaign gegen Pipedrive: die wichtigsten Unterschiede

Die Tabelle stellt beide Werkzeuge nach den Kriterien gegenüber, die in der Praxis am häufigsten über die Kaufentscheidung entscheiden.

KriteriumPipedriveActiveCampaign
Preiseinstieg14 €/Nutzer/Monat (Lite, jährlich)15 €/Monat für 1.000 Kontakte (Starter, jährlich)
AbrechnungsmodellPro Nutzer – unabhängig von der KontaktzahlPro Kontaktanzahl – unabhängig von der Nutzerzahl
NutzerplätzeUnbegrenzt – jeder Platz wird einzeln berechnet1 bis 5 je nach Tarif, fest enthalten
Marketing-AutomationBasis-Automationen ab Growth-TarifIn allen Tarifen enthalten, unbegrenzt ab Plus
CRM / PipelineKernfunktion des ProduktsKostenpflichtiges Zusatzmodul
E-Mail-MarketingCampaigns-Add-on ab 13,33 €/Monat extraIn allen Tarifen enthalten
ServerstandortEuropäische Server (laut Anbieter)EU-Rechenzentrum (für EU-Konten)
OberflächeDeutsch verfügbar (16 Sprachen)Deutsch verfügbar
Support auf DeutschDirekt beim AnbieterÜber Advertal Partner-Netzwerk, ohne Aufpreis
Primäre ZielgruppeSales-Teams und VertriebMarketing und Vertrieb kombiniert

Pipedrive-Preise abgelesen am 26.08.2026 auf pipedrive.com/de/pricing, EUR, jährliche Zahlweise, pro Nutzer und Monat. ActiveCampaign-Preise aus verifizierten Daten von activecampaign.com/pricing, Stand 26.08.2026.

Die Grundfrage: CRM allein oder Marketing dazu?

Pipedrive und ActiveCampaign lösen unterschiedliche Kernprobleme. Pipedrive fragt: Wie behalte ich den Überblick über offene Deals, Gesprächspartner und den Stand jedes Verkaufsvorgangs? ActiveCampaign fragt: Wie begleite ich Interessenten durch den gesamten Weg von der ersten E-Mail bis zum Kauf – und danach?

Wer ausschließlich verkauft und das Thema E-Mail-Newsletter oder Marketing-Automation bewusst anderen überlässt, ist mit Pipedrive gut ausgestattet. Die visuelle Pipeline-Ansicht, das Aktivitäten-Tracking und die Erinnerungsfunktionen sind für Sales-Teams ausgereifter als alles, was ActiveCampaign dort nativ ohne CRM-Zusatzmodul bietet.

Wer aber Marketing und Vertrieb aus einer Hand steuern will – Segmentierungen, Automationen, E-Mail-Sequenzen auf Basis von Kundenverhalten –, bekommt mit ActiveCampaign ein System, das beide Welten verbindet. Das hat seinen Preis: Das CRM ist ein Zusatzmodul, das separat eingerichtet und bezahlt werden muss.

Wann welches Tool die bessere Wahl ist

Diese Bewertung gilt für den typischen Fall im deutschsprachigen Raum: ein kleines bis mittelgroßes Team, das entweder verkauft, Marketing macht – oder beides.

Wann ActiveCampaign die bessere Wahl ist

  • Marketing und Vertrieb sollen in einem System laufen. Wer E-Mail-Automationen auf Basis von Öffnungen, Klicks oder Website-Besuchen steuern will, braucht bei Pipedrive immer noch ein zweites Werkzeug daneben.
  • Die Kontaktliste ist groß, das Team klein. Bei 5.000 Kontakten und drei Mitarbeitern kostet ActiveCampaign Plus 145 € im Monat; drei Pipedrive-Premium-Plätze kosten 177 € – zuzüglich eines separaten Werkzeugs für E-Mail-Marketing.
  • Bedingte Inhalte, Predictive Sending, Segmentierung auf Basis von Kaufhistorie oder Formularantworten: Das sind ActiveCampaign-Funktionen ohne direktes Gegenstück in Pipedrive.
  • Zustellbarkeit und Listenqualität sind aktive Themen im Team. ActiveCampaign hat dort mehr Erfahrung, Werkzeuge und Stellschrauben als ein Vertriebs-CRM mit angehängter Campaigns-Funktion.

Wenn beide zusammen: die Kombination aus Pipedrive und ActiveCampaign

Es gibt Teams, die beides nutzen: Pipedrive für den Vertrieb, ActiveCampaign für das Marketing. Eine native Integration verbindet die Kontaktdaten, sodass Pipedrive-Deals auf Basis von ActiveCampaign-Verhalten aktualisiert werden können und umgekehrt.

Die Kombination ist technisch machbar, aber sie hat ihren Preis – nicht nur in Euro. Zwei Systeme heißen zwei Datenbanken, die synchron gehalten werden müssen. Kontakte, die in einer Plattform abgemeldet werden, müssen auch in der anderen als abgemeldet gelten. Für DSGVO-Anforderungen ist das eine Fehlerquelle, die sich mit einem einzigen System vermeiden lässt.

Sinnvoll ist die Kombination, wenn das Vertriebsteam fest in Pipedrive verankert ist und jeden Systemwechsel ablehnt, während das Marketing-Team auf die Automationstiefe von ActiveCampaign angewiesen ist. Wer dagegen neu aufbaut, fährt mit einer einzigen Plattform meistens besser – weniger Reibung, weniger Datenpflege, niedrigere Gesamtkosten.

Wechsel: was beim Umzug in beide Richtungen passiert

Ein Wechsel zwischen den beiden Systemen ist in jede Richtung möglich, aber der Aufwand unterscheidet sich stark – abhängig davon, wie tief das bisherige System genutzt wurde.

  1. Von Pipedrive zu ActiveCampaign

    Kontakte lassen sich als CSV aus Pipedrive exportieren und in ActiveCampaign importieren. Deal-Daten und Aktivitätenhistorien müssen manuell gemappt oder über eine Drittanbieter-Integration übertragen werden. Automationen gibt es in Pipedrive kaum; das Aufbauen der ActiveCampaign-Strecken ist Neuarbeit, aber keine Migration von Bestandslogik. Zustellbarkeit startet auf null: Eine neue Absender-Domain braucht Aufwärmzeit von vier bis acht Wochen, um Reputation aufzubauen.

  2. Von ActiveCampaign zu Pipedrive

    Kontakte und benutzerdefinierte Felder sind exportierbar; komplexe Segmentierungsregeln oder Tag-Strukturen müssen in Pipedrive-Labels übersetzt werden. Automationen haben kein direktes Gegenstück in Pipedrive – wer umfangreiche Strecken aufgebaut hat, verliert diese Logik. E-Mail-Marketing muss danach über das Campaigns-Add-on oder ein separates Werkzeug weitergeführt werden; das erzeugt in der Regel höhere Gesamtkosten als das bisherige Setup.

Der Unterschied, den kaum jemand kennt

Gleicher Preis, gleicher Funktionsumfang – plus deutschsprachiger Ansprechpartner

ActiveCampaign kostet über das Advertal Partner-Netzwerk exakt so viel wie im Direktbezug. Du startest deinen Account über uns oder verknüpfst deinen bestehenden; Preis und Funktionsumfang bleiben unverändert. Dazu bekommst du einen persönlichen Ansprechpartner auf Deutsch – ohne Aufschlag, ohne zusätzliche Vertragsbindung. Der offizielle Support von ActiveCampaign bleibt dir daneben erhalten.

Häufige Fragen

Was ist der Hauptunterschied zwischen ActiveCampaign und Pipedrive?

Pipedrive ist ein reines Vertriebs-CRM: Deal-Tracking, Pipeline-Verwaltung, Aktivitäten-Planung – ohne native Marketing-Automation. ActiveCampaign verbindet E-Mail-Marketing, Automation und CRM in einer Plattform. Das CRM ist dort ein kostenpflichtiges Zusatzmodul. Wer nur verkauft, ist bei Pipedrive gut aufgestellt; wer Marketing und Vertrieb aus einer Hand steuern will, findet bei ActiveCampaign mehr in einem System.

Kann ich ActiveCampaign monatlich kündigen?

Starter und Plus sind monatlich kündbar. Pro und Enterprise bietet ActiveCampaign direkt nur als Jahresvertrag an – wahlweise jährlich oder monatlich bezahlt, aber zwölf Monate Bindung. Über das [Advertal Partner-Netzwerk](/partnernetzwerk) gibt es Pro und Enterprise zusätzlich als echten Monatsvertrag mit monatlicher Kündigung, zum identischen Lizenzpreis.

Ist Pipedrive günstiger als ActiveCampaign?

Das hängt von der Teamgröße und der Kontaktanzahl ab. Ein Einzelnutzer zahlt bei Pipedrive Lite 14 € im Monat; bei ActiveCampaign Starter sind es 15 € für 1.000 Kontakte. Bei einem großen Vertriebsteam ohne E-Mail-Marketing kann Pipedrive günstiger sein. Sobald Marketing-Automation hinzukommt, braucht Pipedrive ein Add-on – das schiebt den Gesamtpreis nach oben.

Sind Pipedrive und ActiveCampaign DSGVO-konform?

Beide Anbieter können DSGVO-konform eingesetzt werden. Pipedrive verarbeitet Daten auf europäischen Servern; ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist verfügbar. ActiveCampaign betreibt ein EU-Rechenzentrum; deutsche, österreichische und schweizer Konten werden dort verarbeitet. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist ebenfalls verfügbar. In beiden Fällen liegt die Verantwortung für die korrekte Nutzung beim Betreiber.

Kann ich Pipedrive und ActiveCampaign zusammen nutzen?

Ja, es gibt eine native Integration. Pipedrive-Kontakte lassen sich mit ActiveCampaign synchronisieren, sodass Verhalten in einer Plattform die andere aktualisiert. Sinnvoll ist das, wenn ein Team fest in Pipedrive arbeitet und das Marketing trotzdem ActiveCampaign-Automation nutzen soll. Der Nachteil: zwei Datenbanken, doppelte Datenpflege, mehr DSGVO-Aufwand.

Welches Tool eignet sich besser für kleine Teams?

Kleine Vertriebsteams ohne Marketing-Anforderungen sind bei Pipedrive mit dem Lite- oder Growth-Tarif gut bedient. Kleine Teams mit aktivem E-Mail-Marketing kommen mit ActiveCampaign Starter oder Plus günstiger durch, weil sie kein separates Add-on für E-Mail brauchen. Wer beides will – Verkaufen und automatisiertes Marketing –, zahlt bei einem einzigen System meistens weniger als bei zweien.

Gibt es für ActiveCampaign deutschsprachigen Support?

ActiveCampaign ist ein amerikanisches Unternehmen; der offizielle Support läuft auf Englisch. Wer deutschsprachige Betreuung braucht, bekommt sie über das [Advertal Partner-Netzwerk](/partnernetzwerk) – zum identischen Preis, den du auch direkt zahlen würdest. Advertal ist seit 2017 auf ActiveCampaign spezialisiert und Mitglied im Customer Advisory Board.

ActiveCampaign oder Pipedrive – was passt für B2B-Vertrieb?

Für reinen B2B-Vertrieb mit wenig Marketing-Bedarf ist Pipedrive oft die direktere Wahl: klare Pipeline, Aktivitäten-Tracking, keine unnötigen Funktionen. Sobald Nurturing-Strecken, Scoring oder Marketing-E-Mails hinzukommen, lohnt sich ActiveCampaign, weil es beides abbildet und kein zweites System nötig ist. Die meisten B2B-Teams mit aktivem Inbound-Marketing fahren mit ActiveCampaign besser.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH, im Gespräch mit dem ActiveCampaign-Team

Geprüft von

Tom Wenk, Gründer von Advertal

Advertal arbeitet seit 2017 ausschließlich mit ActiveCampaign und betreut über 200 Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Tom sitzt im ActiveCampaign Customer Advisory Board und im Partner Advisory Subcommittee und hat über 280 kostenlose Tutorials zur Plattform veröffentlicht. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus dieser Praxis und aus Quellen, die wir am 26. August 2026 selbst geprüft haben.

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