ActiveCampaign vs. Kit (früher ConvertKit)

Kit richtete sich schon als ConvertKit an Creator und Newsletter-Autoren. Wo beide Plattformen wirklich auseinandergehen – und wann welche die ehrlichere Wahl ist.

Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Kit bietet einen dauerhaft kostenlosen Plan für bis zu 10.000 Abonnenten – das gibt es bei ActiveCampaign nicht.
  • Kit ist ausschließlich englischsprachig: Oberfläche, Dokumentation und Support. Ein deutsches Team oder lokale Partner im DACH-Raum gibt es nicht.
  • ActiveCampaign bietet tiefere Automation, erweiterte Segmentierung und ein optionales CRM-Modul; Kit bleibt bewusst einfacher und ist damit schneller zu bedienen.
  • Wer von Kit zu ActiveCampaign wechselt, kann Kontakte und Tags als CSV übertragen – Automationen müssen neu gebaut werden.
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Kit vs. ActiveCampaign: Direktvergleich

Kit-Preise in USD, monatliche Zahlung, abgelesen auf kit.com/pricing im August 2026. ActiveCampaign-Preise in EUR, jährliche Zahlung, abgelesen auf activecampaign.com/pricing im August 2026.

MerkmalKitActiveCampaign
Einstiegspreiskostenlos bis 10.000 Abonnenten; Creator ab 33 USD/Monat (1.000 Abonnenten, monatlich)kein Gratisplan; Starter ab 15 €/Monat (1.000 Kontakte, jährlich)
Abrechnungsmodellnach Abonnentenzahl; monatlich oder jährlich (ca. 17 % Rabatt)nach Kontaktzahl; jährlich oder monatlich (Aufschlag)
Nutzerplätze1 (Free), 2 (Creator), unbegrenzt (Pro)1 (Starter/Plus), 3 (Pro), 5 (Enterprise)
Automationstiefevisuell, einfache Wenn-Dann-Strecken; kein Predictive Sendingbedingte Verzweigungen, KI-Funktionen (Predictive Sending ab Pro), Scoring
CRM / Pipelinenicht enthaltenkostenpflichtiges Zusatzmodul in allen Tarifen
ServerstandortUSAEU (für EU-Konten)
Sprache OberflächeEnglischDeutsche Oberfläche verfügbar (und 13 weitere Sprachen)
Sprache SupportEnglischEnglisch (direkt); Deutsch über Advertal Partner
ZielgruppeCreator, Newsletter-Autoren, SolopreneureMarketing-Teams, KMU, Unternehmen mit Vertrieb
Gratisplanja, bis 10.000 Abonnentennein; 14 Tage Test ohne Kreditkarte

Kit-Preise abgelesen auf kit.com/pricing, August 2026, USD, monatliche Zahlung. ActiveCampaign-Preise aus activecampaign.com/pricing, August 2026, EUR, jährliche Zahlung.

Was Kit ist – und was es bewusst nicht sein will

Das Unternehmen hieß bis Herbst 2024 ConvertKit und richtete sich von Anfang an nicht an Marketing-Abteilungen, sondern an einzelne Creator: Blogger, Podcaster, YouTuber, Buchautoren und Coaches, die ihren Verteiler direkt monetarisieren wollen.

Das zeigt sich am Gratisplan: Bis zu 10.000 Abonnenten kostenlos, inklusive unbegrenzter Broadcasts und dem Direktverkauf digitaler Produkte. Wer als Solo-Creator startet, zahlt bei Kit lange nichts – das ist ein echter Vorteil gegenüber ActiveCampaign, das keinen dauerhaft kostenlosen Plan anbietet.

Die Kehrseite ist Absicht: Kit hat kein CRM, keine Vertriebspipeline und keine tiefe Segmentierung nach Verhaltensdaten. Wer Marketing für ein Team oder einen Webshop betreibt, stößt bei Kit schnell an Grenzen.

Kit ist ausschließlich auf Englisch ausgelegt. Oberfläche, Dokumentation und Support sind englischsprachig; ein lokales Team oder lokale Partner im deutschsprachigen Raum gibt es nicht.

Unser Urteil

Wann welches Tool passt

Beide Plattformen sind gut gebaut – für unterschiedliche Anwendungsfälle. Diese Einschätzung soll helfen, die richtige Wahl zu treffen, nicht die teurere.

Wann ActiveCampaign die bessere Wahl ist

  • Du arbeitest im Team: ab zwei bis drei Personen brauchst du mehrere Nutzerplätze – Kit begrenzt auf zwei im Creator-Tarif.
  • Du brauchst komplexe Automationen mit bedingten Verzweigungen, Scoring oder KI-Funktionen wie Predictive Sending.
  • Du willst Vertrieb und Marketing in einem System verbinden: Pipelines und Deal-Management gibt es als Zusatzmodul bei ActiveCampaign, bei Kit gar nicht.
  • Du hast Segmentierungsanforderungen, die über einfache Tags hinausgehen: ActiveCampaign bietet Verhaltensfilter, Custom Fields und erweiterte Listenlogik.
  • Du willst deutschsprachige Betreuung: Über das Advertal Partner-Netzwerk hast du einen Ansprechpartner auf Deutsch – zum identischen Listenpreis.

Deutschsprachiger Betrieb und DSGVO

Kit betreibt seine Server in den USA und bietet eine DSGVO-Datenschutzvereinbarung (DPA) sowie Double-Opt-In-Formulare; für eine rechtssichere Einbindung sollte die konkrete Situation mit einem Datenschutzbeauftragten geklärt werden. ActiveCampaign führt EU-Rechenzentren für EU-Konten – deutsche, österreichische und schweizer Konten werden automatisch dort eingerichtet, ohne Aufpreis.

Der praktische Unterschied liegt woanders: Kit hat kein deutschsprachiges Team und keine lokalen Partner. Wer bei Kit Fragen hat, wendet sich an einen englischsprachigen Support – per Chat oder Ticket, in einer anderen Zeitzone.

Bei ActiveCampaign ist das durch das Advertal Partner-Netzwerk anders: Du bekommst einen Ansprechpartner auf Deutsch, der dein Setup kennt. Der Preis ist derselbe wie beim Direktbezug – ActiveCampaign vergütet Partner über ein eigenes Programm, nicht über einen Aufschlag beim Kunden.

Wechsel von Kit zu ActiveCampaign: vier Schritte

Der technische Teil ist überschaubar. Der Aufwand liegt im Neuaufbau der Automationen – dafür sind zwei bis vier Werktage ein realistischer Richtwert.

  1. Alles dokumentieren, bevor du den alten Account schließt

    Automationen als Screenshots oder Text festhalten, alle Listen exportieren, die aktuellen Zustellbarkeitswerte notieren. Dieser Schritt wird am häufigsten übersprungen und fällt danach am meisten auf.

  2. Kontakte und Tags als CSV übertragen

    In ActiveCampaign importieren; Tags werden zu Tags oder benutzerdefinierten Feldern. Die Kontaktliste selbst wandert problemlos – die Segmentierungslogik von Kit lässt sich in ActiveCampaign nachbauen und erweitern.

  3. Automationen neu aufbauen

    Es gibt kein Import-Format für Automation-Strecken. Jede muss in ActiveCampaign von Grund auf neu gebaut werden. Die Logik ist mächtiger als in Kit; plane die Neuerstellung als Gelegenheit, Strecken zu vereinfachen oder zusammenzufassen.

  4. Aufwärmphase einplanen

    Die IP-Versandhistorie beginnt in ActiveCampaign neu. Bei großen Listen (ab ca. 10.000) solltest du schrittweise erhöhte Sendemengen planen und die Öffnungsraten die ersten vier Wochen beobachten.

Der Unterschied, den kaum jemand kennt

Gleicher Preis, gleicher Funktionsumfang – plus deutschsprachiger Ansprechpartner

ActiveCampaign kostet über das Advertal Partner-Netzwerk exakt so viel wie im Direktbezug. Du startest deinen Account über uns oder verknüpfst deinen bestehenden; Preis und Funktionsumfang bleiben unverändert. Dazu bekommst du einen persönlichen Ansprechpartner auf Deutsch – ohne Aufschlag, ohne zusätzliche Vertragsbindung. Der offizielle Support von ActiveCampaign bleibt dir daneben erhalten.

Häufige Fragen

Ist Kit dasselbe wie ConvertKit?

Ja. Kit ist der aktuelle Name; das Unternehmen hieß bis Herbst 2024 ConvertKit und hat sich umbenannt. Der Funktionsumfang blieb erhalten, die Marke änderte sich. Wer in Foren oder Bewertungsportalen nach ConvertKit sucht, findet Erfahrungen zu exakt derselben Plattform – sie lassen sich direkt auf das aktuelle Kit übertragen.

Kann ich Kit kostenlos nutzen?

Ja, Kit bietet einen dauerhaft kostenlosen Plan für bis zu 10.000 Abonnenten. Enthalten sind unbegrenzte Broadcasts, Landingpages und Formulare sowie der Direktverkauf digitaler Produkte. Was fehlt: visuelle Automationen und Sequenzen gibt es erst im kostenpflichtigen Creator-Tarif. ActiveCampaign hat keinen kostenlosen Plan, nur vierzehn Tage Test ohne Kreditkarte.

Welches Tool ist günstiger, Kit oder ActiveCampaign?

Das kommt auf Listengröße und Zahlweise an. Für 1.000 Abonnenten kostet Kits Creator-Tarif 33 US-Dollar im Monat (monatlich) – ActiveCampaigns Plus liegt bei 49 Euro im Monat (jährlich abgerechnet). Bei größeren Listen staffeln Kits Preise nach oben; den genauen Wert zeigt der Rechner auf kit.com/pricing. ActiveCampaign Plus kostet bei 5.000 Kontakten 145 Euro im Monat (jährlich abgerechnet). Preislich ist Kit bei kleineren Listen günstiger; bei mittleren und größeren Listen nähern sich beide an. **Hinweis zur Laufzeit:** ActiveCampaign Pro und Enterprise sind direkt bei ActiveCampaign nur als Jahresvertrag erhältlich (wahlweise jährlich oder monatlich bezahlt); Starter und Plus sind monatlich kündbar. Über das [Advertal Partner-Netzwerk](/partnernetzwerk) sind Pro und Enterprise auch mit monatlicher Kündigung erhältlich – zum identischen Lizenzpreis.

Lässt sich Kit DSGVO-konform einsetzen?

Kit bietet eine DSGVO-Datenschutzvereinbarung (DPA) und unterstützt Double-Opt-In. Die Server stehen in den USA, was formal DSGVO-konform sein kann, aber mehr Sorgfaltspflicht erfordert als ein EU-Anbieter. Für einen wasserfesten Betrieb – etwa wenn du sensible Daten verarbeitest – solltest du die Situation mit einem Datenschutzbeauftragten klären.

Wie aufwendig ist der Wechsel von Kit zu ActiveCampaign?

Der technische Teil ist überschaubar: Kontakte und Tags lassen sich als CSV exportieren und in ActiveCampaign importieren. Automationen müssen komplett neu gebaut werden – Kits Logik lässt sich nicht direkt übertragen, weil die Systeme unterschiedliche Modelle haben. Für eine Seite mit zehn bis zwanzig Automationen sind zwei bis vier Werktage ein realistischer Richtwert.

Welches Tool hat bessere Automationen?

ActiveCampaign geht deutlich tiefer: mehrstufige bedingte Verzweigungen, CRM-Events als Trigger, Predictive Sending per KI und Split-Testing – das sind Funktionen, für die Kit keine Entsprechung hat. Kit bietet visuelle Automationen, die für Willkommenssequenzen und einfache Nurturing-Strecken reichen, bei komplexen Trichtern aber an Grenzen stoßen. Für Creator reicht Kit meist; für Marketing-Teams in KMU überwiegt ActiveCampaign.

Gibt es Kit auf Deutsch?

Nein. Kit ist ausschließlich auf Englisch: Oberfläche, Dokumentation und Support. Kit hat kein deutschsprachiges Team und keine lokalen Partner im DACH-Raum. Die ActiveCampaign-Oberfläche lässt sich dagegen auf Deutsch umstellen, und über das Advertal Partner-Netzwerk erreichst du einen deutschsprachigen Ansprechpartner, der dein Setup kennt – zum identischen Preis wie beim Direktbezug.

Tom Wenk, Gründer und Geschäftsführer der Advertal GmbH

Geprüft von

Tom Wenk, Gründer und Geschäftsführer von Advertal

Tom Wenk arbeitet seit 2017 ausschließlich mit ActiveCampaign. Mit Advertal betreut er heute über 200 Unternehmen im deutschsprachigen Raum, sitzt im ActiveCampaign Customer Advisory Board und im Partner Advisory Subcommittee und hat über 280 kostenlose Tutorials zur Plattform veröffentlicht. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus dieser Praxis und aus Quellen, die wir am 26. August 2026 selbst geprüft haben.

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