Vergleich · Stand August 2026

ActiveCampaign vs. GoHighLevel: Baukasten für Agenturen oder Marketingplattform?

GoHighLevel (auch GHL) und ActiveCampaign verfolgen grundverschiedene Ziele: Das eine ist ein White-Label-Baukasten, mit dem Agenturen eigene Software verkaufen, das andere eine spezialisierte Marketing- und Automatisierungsplattform. Die Entscheidung hängt weniger am Preis als an der Frage, was du aufbauen willst.

GoHighLevel richtet sich an Agenturen, die eine Software-Plattform unter eigenem Namen verkaufen wollen – Pauschalpreis ab 97 US-Dollar im Monat, unbegrenzte Kontakte, kein Stufen-Modell. ActiveCampaign ist auf E-Mail-Marketing und Marketing-Automatisierung spezialisiert, rechnet nach Kontaktzahl ab und läuft über das Advertal Partner-Netzwerk mit deutschsprachigem Ansprechpartner zum identischen Listenpreis.

Das Wichtigste in Kürze

  • GoHighLevel verrechnet einen Pauschalpreis je Tarif – unabhängig davon, wie viele Kontakte du hast. ActiveCampaign staffelt den Preis nach Kontaktzahl; bei kleinen Listen ist ActiveCampaign erheblich günstiger.
  • GoHighLevel ist auf Agenturen und Coaches ausgelegt, die eine White-Label-Plattform unter eigenem Namen betreiben wollen. ActiveCampaign richtet sich an Marketing-Teams, E-Commerce und B2B-Vertrieb.
  • Das CRM mit Pipeline-Funktion ist bei GoHighLevel in allen Tarifen inklusive. Bei ActiveCampaign ist das erweiterte CRM (Pipelines und Sales Engagement) in jedem Tarif ein kostenpflichtiges Zusatzmodul.
  • GoHighLevel hat nach aktuellem Stand kein garantiertes EU-only-Hosting; der DSGVO-konforme Einsatz ist möglich, erfordert aber aktive Konfiguration. ActiveCampaign legt EU-Konten automatisch im EU-Rechenzentrum ab – ohne Aufpreis und ohne Kunden-Einstellung.
  • GoHighLevel weist Preise nur in US-Dollar aus; ActiveCampaign rechnet Euro-Beträge eins zu eins auf Dollar um (49 Dollar = 49 Euro, kein Wechselkurs).

Stand der Angaben: 26. August 2026 · geprüft von Advertal, offizieller ActiveCampaign-Partner seit 2017

ActiveCampaign Official Agency Partner BadgeActiveCampaign Customer Advisory Board BadgeActiveCampaign Partner Advisory Subcommittee Badge

200+ Unternehmen im Advertal Partner-Netzwerk · offizieller ActiveCampaign-Partner · seit 2017 auf eine Plattform spezialisiert

GoHighLevel vs. ActiveCampaign: die wichtigsten Merkmale im Überblick

Beide Werkzeuge haben Überschneidungen bei E-Mail und Automation, verfolgen aber grundverschiedene Geschäftsmodelle. Die Tabelle zeigt, wo sie sich wesentlich unterscheiden.

MerkmalGoHighLevel (GHL)ActiveCampaign
Preis-Einstieg97 $/Monat (Starter, monatlich)15 €/Monat (Starter, 1.000 Kontakte, jährlich)
AbrechnungsmodellPauschalpreis; Kontaktzahl irrelevantNach Kontaktzahl gestaffelt; vier Tarife
NutzerplätzeUnbegrenzt (alle Tarife)1 (Starter/Plus), 3 (Pro), 5 (Enterprise)
CRMPipeline-CRM inklusive (alle Tarife)Basis-CRM inklusive; Pipelines als Zusatzmodul
AutomationstiefeVisual Workflow Builder, KI-KonversationRegelbasiert; Predictive Sending ab Pro
White-Label / SaaS-ModusSaaS-Modus ab Agency Pro (497 $/Monat)Nicht vorgesehen
ServerstandortUSA (primär); kein garantiertes EU-only-HostingEU (für EU-Konten)
Sprache OberflächeDeutsch einstellbar (Nutzerprofileinstellung)Mehrsprachig (DE verfügbar)
Sprache SupportEnglisch (HighLevel); Deutsch über PartnerEnglisch (ActiveCampaign); Deutsch über Advertal
ZielgruppeAgenturen, Coaches, SaaS-AnbieterMarketing-Teams, E-Commerce, B2B-Vertrieb

GoHighLevel-Preise: abgelesen am 26.08.2026 auf gohighlevel.com/pricing, Angabe in USD, kein EUR-Modus verfügbar. ActiveCampaign-Preise: verifiziert am 26.08.2026 auf activecampaign.com/pricing, EUR, jährliche Zahlweise.

Pauschalpreis gegen Kontaktstaffel: was das in der Praxis bedeutet

GoHighLevel rechnet anders als die meisten Marketingplattformen: Du zahlst einen festen Betrag je Tarif – 97 US-Dollar monatlich für Starter, 297 für Unlimited, 497 für Agency Pro. Die Zahl deiner Kontakte spielt keine Rolle. Wer viele Mandanten-Accounts oder sehr große Listen verwaltet, kommt damit günstig weg.

ActiveCampaign dreht die Logik um: Der Funktionsumfang hängt am Tarif, der Preis an der Kontaktzahl. Bei 1.000 Kontakten kostet Plus 49 € im Monat, bei 10.000 Kontakten bereits 189 €. Wer wenige, gepflegte Kontakte hat, zahlt wenig. Wer unkontrolliert sammelt, zahlt schnell eine Preisstufe zu viel.

Ein direkter Preisvergleich lässt sich nicht auf eine Zahl reduzieren. Bei 1.000 Kontakten und einem Nutzer ist ActiveCampaign Starter mit 15 € im Monat erheblich günstiger als GoHighLevel Starter mit 97 US-Dollar. Bei einer Agentur, die zwanzig Kunden-Accounts und unbegrenzte Kontakte unter einem Dach verwaltet, dreht sich die Rechnung.

Wann GoHighLevel, wann ActiveCampaign?

Beide Werkzeuge sind auf ihrem Feld stark. Die Entscheidung hängt nicht am Preis, sondern am Geschäftsmodell.

Wann ActiveCampaign die bessere Wahl ist

  • Du willst tiefe Marketing-Automatisierung: ActiveCampaign bietet mehr Trigger, Bedingungen und Verzweigungen als die meisten All-in-one-Werkzeuge. Predictive Sending und bedingte Inhalte sind native Funktionen im Pro-Tarif.
  • Dein Team ist klein und deine Liste überschaubar: Bei unter 5.000 Kontakten ist ActiveCampaign deutlich günstiger als GoHighLevel – ohne Abstriche bei den Kernfunktionen.
  • E-Mail-Zustellbarkeit ist für dich kritisch: ActiveCampaign ist seit Jahren auf E-Mail spezialisiert und investiert entsprechend in Infrastruktur und IP-Reputation. Wer primär auf E-Mail setzt, ist auf einer spezialisierten Plattform tendenziell besser aufgehoben als auf einem Generalisten.
  • Du willst einen deutschsprachigen Ansprechpartner ohne Aufpreis: Über das Advertal Partner-Netzwerk bekommst du denselben Listenpreis wie im Direktbezug – mit einem Ansprechpartner, der dein Setup auf Deutsch kennt.

DSGVO und Serverstandort: was sich zwischen beiden Plattformen unterscheidet

GoHighLevel ist ein US-Unternehmen; nach aktuellem Kenntnisstand (August 2026) ist kein garantiertes EU-only-Hosting verfügbar, Nutzerdaten werden überwiegend auf US-Infrastruktur verarbeitet. Ein AVV lässt sich im Dashboard unterzeichnen; Double-Opt-in und saubere Datenflüsse sind Pflicht, keine Option.

ActiveCampaign legt deutsche, österreichische und schweizer Konten automatisch im EU-Rechenzentrum ab – das kostet nichts extra. Die Datenschutzdokumentation ist umfangreicher, was die DSGVO-Prüfung in der Praxis erleichtert. Auch hier ist der AVV kein Automatismus – er muss aktiv abgeschlossen werden.

Wer für einen Kunden im deutschsprachigen Raum E-Mail-Marketing betreibt, sollte den AVV mit beiden Anbietern vor dem Start prüfen. Das ist keine Besonderheit dieser zwei Plattformen, sondern Standard bei US-Diensten. Im Zweifel lohnt die Rücksprache mit einem Datenschutzbeauftragten.

Was beim Wechsel passiert – in beide Richtungen

Ein Plattformwechsel ist in der Regel machbar, aber nicht trivial. Hier ist, womit du rechnen solltest:

Kontakte und Daten

Kontakte lassen sich aus beiden Plattformen als CSV exportieren. Custom Fields, Tags und Segmentierungslogik sind nicht 1:1 übertragbar – du musst die Datenstruktur der Zielplattform zuerst aufbauen und dann die CSV passend importieren. Plane dafür ausreichend Zeit ein.

Automationen

Automationen gibt es in keiner Plattform als exportierbares Standardformat. Du baust sie in der Zielplattform neu auf. Bei einfachen Strecken ist das ein Nachmittag; bei komplexen Verkaufs-Automationen mit vielen Verzweigungen kann es deutlich länger dauern.

Zustellbarkeit

Wer die Absender-Domäne oder die versendende Infrastruktur wechselt, fängt beim IP-Warm-up von vorn an. Das gilt in beide Richtungen. Starte mit kleinen Volumen und steigere wöchentlich, um keine Zustellprobleme zu riskieren.

Funnels, Landing Pages und Buchungs-Tools

Wer von GoHighLevel zu ActiveCampaign wechselt, verliert das eingebaute Funnel- und Buchungssystem und muss Ersatz organisieren – ActiveCampaign bietet das nicht nativ. Wer umgekehrt wechselt, gewinnt das All-in-one-System, muss aber prüfen, welche bisherigen Drittanbieter-Integrationen wegfallen.

Wo GHL und ActiveCampaign sich sinnvoll ergänzen können

Einige Agenturen nutzen GoHighLevel für die Mandantenverwaltung und Funnel-Erstellung und ActiveCampaign für tiefes E-Mail-Marketing – über eine Integration oder im parallelen Betrieb. Das ist kein Widerspruch, sondern zeigt, dass beide Werkzeuge unterschiedliche Stärken haben.

Wer rein auf E-Mail und Automatisierung setzt und kein Agentursystem unter eigenem Namen aufbaut, braucht GoHighLevel nicht. Wer ein Agenturgeschäft unter eigenem Label aufbaut und dabei auf hohe E-Mail-Automatisierungstiefe angewiesen ist, sollte beide ehrlich gegeneinander abwägen.

ActiveCampaign ist ein amerikanischer Anbieter. Wer deutschsprachige Betreuung will, bekommt sie über das Advertal Partner-Netzwerk zum identischen Listenpreis – ohne Aufschlag.

Der Unterschied, den kaum jemand kennt

Gleicher Preis, gleicher Funktionsumfang – plus deutschsprachiger Ansprechpartner

ActiveCampaign kostet über das Advertal Partner-Netzwerk exakt so viel wie im Direktbezug. Du startest deinen Account über uns oder verknüpfst deinen bestehenden; Preis und Funktionsumfang bleiben unverändert. Dazu bekommst du einen persönlichen Ansprechpartner auf Deutsch – ohne Aufschlag, ohne zusätzliche Vertragsbindung. Der offizielle Support von ActiveCampaign bleibt dir daneben erhalten.

Häufige Fragen

Ist GoHighLevel günstiger als ActiveCampaign?

Das hängt von der Listengröße und der Nutzungsart ab. Bei kleinen Listen unter 5.000 Kontakten ist ActiveCampaign deutlich günstiger: Starter kostet ab 15 € im Monat, GoHighLevel beginnt bei 97 US-Dollar unabhängig von der Kontaktzahl. Bei einer Agentur mit vielen Mandanten-Accounts und großen Listen dreht sich die Rechnung um – dann ist der Pauschalpreis von GoHighLevel im Vorteil.

Kann ich GoHighLevel DSGVO-konform in Deutschland einsetzen?

Ein DSGVO-konformer Einsatz ist möglich, erfordert aber aktive Schritte: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) im Dashboard unterzeichnen, Double-Opt-in einrichten und die Datenflüsse dokumentieren. GoHighLevel hat nach aktuellem Stand kein garantiertes EU-only-Hosting; Daten werden überwiegend auf US-Infrastruktur verarbeitet. Lass dich im Zweifel von einem Datenschutzbeauftragten beraten, bevor du Kundendaten einpflegst.

Was ist der SaaS-Modus bei GoHighLevel?

Der SaaS-Modus (ab Agency Pro, 497 $/Monat) erlaubt es, GoHighLevel unter eigenem Namen als Software-Produkt zu verkaufen. Du setzt deinen eigenen Preis, das System erstellt automatisch neue Kunden-Accounts und du kannst SMS, E-Mail und andere Dienste mit eigenem Aufschlag weiterberechnen. Das macht GoHighLevel für Agenturen interessant, die eine eigene Software-Marke aufbauen wollen.

Welche Plattform eignet sich besser für Agenturen?

GoHighLevel ist speziell für Agenturen gebaut: Sub-Account-System, White-Label-Branding und SaaS-Modus sind Kernfunktionen. ActiveCampaign hat kein White-Label-System und ist nicht als Agentur-Plattform positioniert. Wer Kunden-Accounts unter eigenem Logo verwalten und als eigene Software verkaufen will, wählt GoHighLevel. Wer für eigene Marketing-Zwecke tiefe E-Mail-Automatisierung braucht, wählt ActiveCampaign.

Kann ich von GoHighLevel zu ActiveCampaign wechseln?

Ja, technisch ist der Wechsel machbar. Kontakte exportierst du als CSV und importierst sie in ActiveCampaign. Automationen, Funnels und Landing Pages musst du neu aufbauen – ActiveCampaign bietet kein natives Funnel-System. Plane außerdem ein IP-Warm-up: Die neue Absender-Infrastruktur braucht einige Wochen, bis die Zustellbarkeit stabil ist.

Gibt es GoHighLevel auf Deutsch?

Ja, die GoHighLevel-Oberfläche lässt sich auf Deutsch umstellen. Jeder Nutzer wählt die Sprache individuell in den Profileinstellungen; Agenturen können für Sub-Accounts eine Standard-Sprache hinterlegen. Der offizielle Support von HighLevel läuft auf Englisch. Deutschsprachige Betreuung ist über zertifizierte Partner möglich, nicht direkt über den Hersteller.

Welche Plattform hat die bessere E-Mail-Zustellbarkeit?

ActiveCampaign ist seit Jahren auf E-Mail-Marketing spezialisiert und investiert entsprechend in Infrastruktur und IP-Reputation. GoHighLevel ist ein Generalwerkzeug; E-Mail ist eine von vielen Funktionen. Wer primär auf E-Mail setzt und Zustellraten kritisch sind, ist auf einer spezialisierten Plattform tendenziell besser aufgehoben – die tatsächliche Zustellbarkeit hängt aber immer auch an der eigenen Listenqualität.

Wie lange ist man bei ActiveCampaign vertraglich gebunden?

Starter und Plus sind monatlich kündbar. Pro und Enterprise sind beim Direktkauf nur als Jahresvertrag erhältlich – wahlweise jährlich oder monatlich bezahlt, aber immer zwölf Monate Bindung. Über das Advertal Partner-Netzwerk gibt es Pro und Enterprise zusätzlich als echten Monatsvertrag mit monatlicher Kündigung, zum identischen Listenpreis.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH, im Gespräch mit dem ActiveCampaign-Team

Geprüft von

Tom Wenk, Gründer von Advertal

Advertal arbeitet seit 2017 ausschließlich mit ActiveCampaign und betreut über 200 Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Tom sitzt im ActiveCampaign Customer Advisory Board und im Partner Advisory Subcommittee und hat über 280 kostenlose Tutorials zur Plattform veröffentlicht. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus dieser Praxis und aus Quellen, die wir am 26. August 2026 selbst geprüft haben.

Unsicher, welche Plattform zu deinem Geschäftsmodell passt?

Wir helfen dir, das ehrlich einzuschätzen – auch wenn das Ergebnis GoHighLevel ist. Wenn ActiveCampaign passt, zeigen wir dir, wie du einsteigst, welcher Tarif reicht und was es kostet. Alles auf Deutsch, ohne Verkaufsdruck.

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