Vergleich · Stand August 2026

ActiveCampaign vs. Brevo: Vergleich für den deutschsprachigen Markt

Beide Tools adressieren dieselben Kunden im DACH-Raum – aber mit unterschiedlichen Preismodellen, Automationstiefen und DSGVO-Ausgangspunkten. Was hier zählt und was nicht.

Brevo rechnet nach E-Mail-Volumen und speichert unbegrenzt Kontakte – das macht es günstiger, wenn du selten versendest. ActiveCampaign rechnet nach Kontakten, bietet dafür tiefere Automationen und ein vollständigeres CRM. Wer ActiveCampaign auf Deutsch betreuen lassen will, findet über das Advertal Partner-Netzwerk einen Ansprechpartner zum identischen Listenpreis.

Das Wichtigste in Kürze

  • Brevo rechnet nach E-Mail-Volumen, nicht nach Kontakten – wer viele Kontakte speichert, aber selten versendet, zahlt bei Brevo oft weniger.
  • ActiveCampaign bietet mehr Automationstiefe: mehr Trigger, Bedingungen und Aktionen als Brevo, einschließlich Predictive Sending und bedingter Inhalte ab dem Pro-Tarif.
  • Brevo betreibt Server in der EU (Deutschland und Frankreich) und hat eine deutsche Niederlassung in Berlin – für DSGVO-sensible Unternehmen ein konkreter Ausgangsvorteil.
  • ActiveCampaign bietet keinen dauerhaft kostenlosen Tarif; Brevo hat einen Free-Plan mit 300 E-Mails pro Tag und unbegrenzten Kontakten.
  • Das CRM ist bei beiden ein integrierter Bestandteil – bei ActiveCampaign tiefer ausgebaut, bei Brevo für einfache Anforderungen ausreichend.

Stand der Angaben: 26. August 2026 · geprüft von Advertal, offizieller ActiveCampaign-Partner seit 2017

ActiveCampaign Official Agency Partner BadgeActiveCampaign Customer Advisory Board BadgeActiveCampaign Partner Advisory Subcommittee Badge

200+ Unternehmen im Advertal Partner-Netzwerk · offizieller ActiveCampaign-Partner · seit 2017 auf eine Plattform spezialisiert

ActiveCampaign vs. Brevo: Direktvergleich

Der wichtigste Unterschied steht gleich in der ersten Zeile: Wer die Preise vergleicht, muss verstehen, dass sich die Einheiten unterscheiden – Kontakte hier, E-Mail-Volumen dort.

MerkmalActiveCampaignBrevo
Abrechnungsmodellnach Kontaktennach E-Mail-Volumen
Preis-Einstieg (jährlich)15 €/Monat (1.000 Kontakte, Starter)kostenpflichtig ab Starter-Tarif (jährlich); kostenlos: 300 E-Mails/Tag, unbegrenzte Kontakte
Kostenloses Angebotkein Free-Plan; 14 Tage TestFree-Plan: 300 E-Mails/Tag, unbegrenzte Kontakte
Nutzerplätze (Basis)1 Platz (Starter und Plus)1 Platz (Starter), mehrere ab Business
Automationstiefetief: mehr Trigger und Bedingungen als Brevo, bedingte Inhalte und Predictive Sending ab Promittel: unbegrenzte Automationen ab Business
CRM (integriert)Basis-CRM inklusive; erweitertes CRM kostenpflichtigeinfaches CRM inklusive; Sales-Module extra
ServerstandortEU (für EU-Konten)EU (Deutschland und Frankreich)
Oberfläche (Sprache)Deutsch umstellbarDeutsch
Support-SpracheEnglisch; Deutsch über Advertal-PartnerDeutsch
HauptzielgruppeMittelstand, kombinierter Marketing- und VertriebseinsatzKMU, DSGVO-bewusste Teams, Einstiegsnutzer

Brevo-Preise: Brevos offizielle Preisseite rechnet clientseitig und liefert im Abruf keine Zahlen; zitierte Drittquellen waren bei Gegenprüfung nicht erreichbar – konkrete Beträge wurden qualitativ formuliert. ActiveCampaign-Preise: activecampaign.com/pricing, direkt abgelesen am 26.08.2026.

Das Abrechnungsmodell – der Unterschied, der am meisten unterschätzt wird

ActiveCampaign rechnet nach der Zahl der gespeicherten Kontakte, unabhängig davon, wie oft du im Monat versendest. Wer 5.000 Kontakte hat und zweimal im Monat schreibt, zahlt denselben Betrag wie jemand, der täglich sendet.

Brevo dreht das um: Kontakte sind unbegrenzt und kostenlos, du zahlst ausschließlich für das E-Mail-Volumen. Eine Liste mit 50.000 Adressen, die du dreimal im Jahr ansprechen willst, kostet bei Brevo deutlich weniger als bei ActiveCampaign – sofern die Sendezahl in einem günstigen Volumenband bleibt.

Der Nachteil: Wer häufig versendet und eine große Liste hat, zahlt bei Brevo schnell mehr als erwartet – das volumenbasierte Modell wird teuer, sobald große Listen häufig bespielt werden. ActiveCampaign liegt bei 10.000 Kontakten im Plus-Tarif bei 189 €/Monat – mehr als im Einstiegstarif, aber mit deutlich tieferer Automation.

Die Entscheidung hängt von zwei Zahlen ab: Kontaktmenge und Sendehäufigkeit. Wer beides nicht kennt, sollte erst messen, bevor er wechselt.

Brevo in Deutschland: Serverstandort, DSGVO und Support

Brevo – früher unter dem Namen Sendinblue bekannt – ist ein französisches Unternehmen mit deutscher Niederlassung (Sendinblue GmbH, Berlin). Server stehen in Deutschland und Frankreich, also innerhalb der EU. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag lässt sich direkt im Account abschließen.

Für DSGVO-sensible Teams ist das ein konkreter Ausgangsvorteil: kein Datentransfer in die USA, keine Abhängigkeit von einem US-amerikanischen Anbieter. Die Oberfläche ist auf Deutsch verfügbar, der Support arbeitet auf Deutsch.

ActiveCampaign ist ein US-amerikanisches Unternehmen; für EU-Konten (Deutschland, Österreich, Schweiz) liegen die Daten im EU-Rechenzentrum – ohne Aufpreis und ohne Tarifbindung. Das bedeutet nicht, dass der Prüfaufwand damit entfällt – die Plattform bietet Standardvertragsklauseln für den Datentransfer –, aber der Standort der Daten ist für EU-Kunden innerhalb der EU. Wer ActiveCampaign auf Deutsch einsetzen will, geht über das Advertal Partner-Netzwerk zum identischen Listenpreis.

Automationen und CRM: wo sich die Tiefe wirklich zeigt

ActiveCampaign ist bekannt für seine Automationstiefe. Mehr Trigger und Bedingungen als Brevo, bedingte Inhalte, Predictive Sending, Lead-Scoring und ein integriertes CRM für Marketing und Vertrieb – das sind Funktionen, die Brevo in dieser Dichte nicht bietet. Wer komplexe, mehrstufige Strecken baut, die auf das individuelle Verhalten einzelner Kontakte reagieren, trifft bei Brevo früher an Grenzen.

Brevo bietet unbegrenzte Automationen ab dem Business-Tarif und ein einfaches CRM. Für eine Willkommensserie, einen Warenkorb-Abbrecher-Flow oder eine einfache Nachfassstrecke ist das ausreichend. Wer ein Vertriebsteam hat, das Deals verwaltet, Pipelines braucht und Sales Engagement einsetzt, kommt mit Brevos Bordmitteln schnell nicht mehr hin.

Das erweiterte CRM mit Pipelines ist bei ActiveCampaign ein kostenpflichtiges Zusatzmodul – in allen Tarifen. Brevo bietet Sales-Module ebenfalls als Zusatz an. Wer keines der beiden CRMs von Anfang an einrechnet, unterschätzt die Gesamtkosten auf beiden Seiten.

Wann ist welches Tool die bessere Wahl?

Eine ehrliche Einschätzung auf Basis dessen, was beide Plattformen tatsächlich können – ohne Verkaufsabsicht in die eine oder andere Richtung.

Wann ActiveCampaign die bessere Wahl ist

  • Du brauchst tiefe Automationen: viele Trigger, bedingte Inhalte, Lead-Scoring und Predictive Sending – das sind Funktionen, die Brevo in dieser Dichte nicht bietet.
  • Du hast ein Team aus Marketing und Vertrieb, das in derselben Plattform zusammenarbeiten soll – ActiveCampaigns CRM-Integration ist für diesen kombinierten Einsatz ausgelegt.
  • Deine Liste wächst und du versendest häufig – kontaktbasierte Abrechnung kann bei hohem Versandvolumen günstiger ausfallen als volumenbasierte.
  • Du planst, die Plattform langfristig als zentrale Kundendatenbank zu nutzen – ActiveCampaigns Datenmodell ist für diesen Einsatz tiefer konzipiert.

Beim Wechsel: was zu beachten ist

Von Brevo zu ActiveCampaign: Kontakte lassen sich per CSV-Export aus Brevo exportieren und in ActiveCampaign importieren. Segmentierungen und benutzerdefinierte Felder musst du manuell nachbauen; sie transferieren nicht automatisch. Automationen gibt es in ActiveCampaign nicht als Import aus Brevo – sie müssen neu aufgebaut werden. Je nach Komplexität deiner bisherigen Strecken ist das ein Halbtagsjob oder eine Wochenaufgabe.

Von ActiveCampaign zu Brevo: Kontakt-Export funktioniert ebenfalls per CSV. Automation-Blueprints lassen sich nicht übertragen; Brevo und ActiveCampaign verwenden unterschiedliche Logiken. Wer aus komplexen ActiveCampaign-Strecken kommt, wird Brevos Automationseditor als vereinfacht erleben – das kann ein Gewinn oder ein Verlust sein, je nach Anforderung.

Zustellbarkeit hängt bei beiden Plattformen von der Listenpflege ab, nicht vom Anbieter. Ein Wechsel allein ändert die Öffnungsrate nicht. Wer beim Wechsel eine neue IP-Reputation aufbaut, braucht einige Wochen Anlaufzeit – das gilt unabhängig von der Richtung.

Für den Wechsel in beide Richtungen gilt: Daten vor der Kündigung exportieren, den alten Account mindestens einen Monat als Referenz bereithalten und die Zustellbarkeit in den ersten Wochen genau beobachten.

Der Unterschied, den kaum jemand kennt

Gleicher Preis, gleicher Funktionsumfang – plus deutschsprachiger Ansprechpartner

ActiveCampaign kostet über das Advertal Partner-Netzwerk exakt so viel wie im Direktbezug. Du startest deinen Account über uns oder verknüpfst deinen bestehenden; Preis und Funktionsumfang bleiben unverändert. Dazu bekommst du einen persönlichen Ansprechpartner auf Deutsch – ohne Aufschlag, ohne zusätzliche Vertragsbindung. Der offizielle Support von ActiveCampaign bleibt dir daneben erhalten.

Häufige Fragen

Was ist der größte Unterschied zwischen ActiveCampaign und Brevo?

Das Preismodell: ActiveCampaign rechnet nach der Zahl der gespeicherten Kontakte, Brevo nach dem E-Mail-Volumen pro Monat. Wer viele Kontakte speichert, aber selten versendet, zahlt bei Brevo oft weniger. Wer häufig versendet, kann bei ActiveCampaign günstiger liegen. Dazu kommt die Automationstiefe: ActiveCampaign bietet mehr Trigger und Bedingungen als Brevo.

Ist Brevo DSGVO-konform?

Ja. Brevo ist ein europäisches Unternehmen (Frankreich, deutsche Niederlassung in Berlin) mit Servern in Deutschland und Frankreich. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag lässt sich direkt im Account abschließen. Für DSGVO-sensible Teams entfällt damit der zusätzliche Prüfschritt, der bei US-Anbietern wie ActiveCampaign wegen des transatlantischen Datentransfers anfällt.

Wie unterscheiden sich die Preise bei größeren Listen konkret?

Bei 10.000 Kontakten liegt ActiveCampaign im Plus-Tarif bei 189 €/Monat (jährlich). Brevo rechnet nach Sendevolumen: Je nach monatlicher Versandmenge landest du in unterschiedlichen Tarifen, und ein direkter Vergleich ergibt nur mit deinen konkreten Sendezahlen Sinn. Brevos offizielle Preisseite rechnet clientseitig und liefert keine abrufbaren Zahlen; Drittquellen waren bei Gegenprüfung nicht erreichbar. Stand August 2026.

Welches Tool hat die besseren Automationen?

ActiveCampaign. Mit deutlich mehr Triggern und Bedingungen als Brevo, bedingten Inhalten, Predictive Sending und Lead-Scoring bietet es mehr Tiefe. Brevos Automationseditor ist einfacher zu bedienen und für Standard-Strecken ausreichend – für komplexe, mehrstufige Verhaltensstrecken stößt er früher an Grenzen. Bedingte Inhalte und Predictive Sending gibt es bei ActiveCampaign ab dem Pro-Tarif.

Kann ich kostenlos mit Brevo starten?

Ja. Brevos Free-Plan erlaubt 300 E-Mails pro Tag und unbegrenzte Kontakte – zeitlich unbegrenzt, ohne Kreditkarte. ActiveCampaign bietet keinen dauerhaften Free-Plan, nur einen 14-Tage-Test. Für Einsteiger, die zunächst ohne Kosten einsteigen wollen und Zeit zum Testen brauchen, ist Brevo damit die zugänglichere Wahl.

Gibt es ActiveCampaign Pro und Enterprise auch mit monatlicher Kündigung?

Direkt beim Hersteller sind Pro und Enterprise nur als Jahresvertrag erhältlich – wahlweise jährlich oder monatlich bezahlt, aber immer zwölf Monate Bindung; nur Starter und Plus sind monatlich kündbar. Über das Advertal Partner-Netzwerk sind beide Tarife zusätzlich als echter Monatsvertrag mit monatlicher Kündigung erhältlich, zum identischen Lizenzpreis.

Hat Brevo ein CRM?

Ja, ein einfaches. Brevo enthält Kontaktverwaltung, Deals und eine Pipeline. Für ein kleines Team ohne komplexe Vertriebslogik reicht das. Wer Pipelines, Lead-Scoring, Sales Engagement und eine tiefe Verknüpfung von Marketing und Vertrieb braucht, ist mit ActiveCampaigns CRM-Erweiterung – die als kostenpflichtiges Zusatzmodul erhältlich ist – besser bedient.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH, im Gespräch mit dem ActiveCampaign-Team

Geprüft von

Tom Wenk, Gründer von Advertal

Advertal arbeitet seit 2017 ausschließlich mit ActiveCampaign und betreut über 200 Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Tom sitzt im ActiveCampaign Customer Advisory Board und im Partner Advisory Subcommittee und hat über 280 kostenlose Tutorials zur Plattform veröffentlicht. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus dieser Praxis und aus Quellen, die wir am 26. August 2026 selbst geprüft haben.

Unsicher, ob ActiveCampaign oder Brevo zu deinem Setup passt?

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