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Wenn du 2025 einen Website-Relaunch planst, machst du wahrscheinlich einen kostspieligen Fehler: Du verlässt dich auf Bauchgefühl statt auf Daten.

Das Ergebnis? Conversion-Rates brechen ein. Traffic geht verloren. Und du weißt nicht, warum.

In den letzten anderthalb Jahren haben wir über 170 ActiveCampaign-Projekte begleitet. Dabei haben wir gesehen: Die erfolgreichsten Relaunches folgen einem klaren UX-Research-Prozess.

Hier ist genau dieser Prozess – Schritt für Schritt.

1) Das Grundproblem: Warum Website-Relaunches scheitern

Die meisten Unternehmen gehen so vor: Neue Website designen, launchen, hoffen.

Das Problem: Sie wissen nicht, was auf der alten Website funktioniert hat. Und sie wissen nicht, ob die neue Version besser oder schlechter performt.

Konkret bedeutet das:

  • Lead-Generierung bricht um 30-50% ein
  • E-Commerce-Conversion sinkt drastisch
  • Organische Rankings gehen verloren
  • Nutzer finden sich nicht mehr zurecht

Der Grund ist simpel: Du hast die bestehende User Experience nicht verstanden.

Genau da setzt UX Research an. Es geht darum, datenbasiert zu verstehen, wie deine Nutzer aktuell mit deiner Website interagieren – bevor du etwas änderst.

2) Phase 1: Baseline-Messung der aktuellen Performance

Bevor du auch nur einen Pixel änderst, musst du wissen: Wo stehst du heute?

Das sind die wichtigsten Metriken für deine Baseline:

Conversion-Metriken

  • Lead-Conversion-Rate pro Seite
  • E-Mail-Anmeldungen und Opt-in-Rate
  • Download-Rates von Freebies oder Whitepapers
  • Verkaufs-Conversions (falls E-Commerce)
  • Kontaktformular-Submissions

Nutzererfahrungs-Metriken

  • Bounce Rate der wichtigsten Landing Pages
  • Time on Page und Session Duration
  • Click-Through-Rates auf interne Links
  • Scroll-Tiefe der wichtigsten Seiten
  • Mobile vs. Desktop Performance

Praxis-Tipp: Nutze Google Analytics 4, aber verbinde es mit deinem ActiveCampaign-Account. So siehst du nicht nur, wer sich anmeldet, sondern auch, welche Seiten zu qualifizierten Leads führen.

Dokumentiere diese Zahlen über mindestens 4 Wochen. Warum? Weil du saisonale Schwankungen ausgleichen musst.

3) Phase 2: Nutzerverhalten analysieren mit Heat Maps und Session Recordings

Zahlen sagen dir, was passiert. Heat Maps und Session Recordings zeigen dir, warum es passiert.

Das sind die wichtigsten Tools für den DACH-Markt:

  • Hotjar: DSGVO-konform, deutsche Server verfügbar
  • Microsoft Clarity: Kostenlos, aber Datenschutz beachten
  • Crazy Egg: Bewährt, aber teurer

Was du in Heat Maps suchst:

  • Wo klicken Nutzer, wo sie nicht klicken sollen?
  • Scrollen sie bis zu wichtigen CTAs?
  • Welche Bereiche werden komplett ignoriert?
  • Wo brechen mobile Nutzer ab?

Session Recordings: Die wertvollsten Insights

Schaue dir mindestens 50 Session Recordings an. Fokussiere dich auf:

  • Nutzer, die kurz vor einer Conversion abgebrochen sind
  • Mobile Sessions (oft 60-70% deines Traffics)
  • Nutzer von deinen wichtigsten Traffic-Quellen
  • Sessions, die länger als 3 Minuten gedauert haben

Der Effekt ist stark, weil: Du siehst echte Probleme echter Nutzer. Nicht, was du denkst, was ein Problem sein könnte.

4) Phase 3: User Feedback sammeln – aber richtig

Hier verlieren die meisten: Sie fragen die falschen Personen die falschen Fragen.

Die richtigen Personen: Bestandskunden, die schon gekauft haben. Neue Leads, die sich gerade angemeldet haben. Nutzer, die abgebrochen sind, aber deine E-Mail-Adresse hinterlassen haben.

Die richtigen Fragen:

  • "Welche Information hat dir gefehlt, um eine Entscheidung zu treffen?"
  • "An welchem Punkt warst du dir unsicher?"
  • "Was war das Wichtigste, was dich überzeugt hat?"
  • "Welche Bedenken hattest du vor dem Kauf/der Anmeldung?"

Feedback-Kanäle für den DACH-Markt:

  • E-Mail-Surveys: Über ActiveCampaign automatisiert an neue Leads
  • Exit-Intent-Surveys: Mit Tools wie OptinMonster
  • Telefon-Interviews: Funktioniert im DACH-Raum besser als Video-Calls
  • Social Media: LinkedIn und XING für B2B, Instagram für B2C

Sammle mindestens 30-50 qualitative Antworten. Das reicht, um Muster zu erkennen.

5) Phase 4: Competitive Analysis – aber mit Fokus auf UX

Schaue nicht auf das Design deiner Konkurrenten. Schaue auf ihre User Experience.

Die wichtigsten Fragen:

  • Wie lösen sie die größten Nutzerprobleme deiner Branche?
  • Welche Informationen stellen sie prominent dar?
  • Wie strukturieren sie ihren Conversion-Funnel?
  • Welche Tools und Features nutzen sie für Lead-Generierung?

DACH-spezifische Punkte:

  • Wie gehen sie mit DSGVO-Compliance um?
  • Welche lokalen Zahlungsmethoden bieten sie an?
  • Wie sprechen sie regionale Besonderheiten an?
  • Nutzen sie deutsche Hosting-Anbieter oder CDNs?

Wichtig: Kopiere nicht. Verstehe die Logik dahinter und adaptiere sie für deine Zielgruppe.

6) Phase 5: Prototyping und User Testing

Jetzt kommt der Teil, den fast niemand sauber spielt: Teste deine neue Website, bevor du sie launcht.

Low-Fidelity Prototypes

Starte mit Wireframes. Tools wie Figma oder Sketch reichen völlig.

Teste diese Wireframes mit 5-8 Nutzern aus deiner Zielgruppe. Frage:

  • "Was würdest du als Erstes anklicken?"
  • "Wo suchst du Information X?"
  • "Was erwartest du, wenn du auf Button Y klickst?"

High-Fidelity Prototypes

Baue deine wichtigsten Seiten als klickbaren Prototyp. Teste den kompletten User Flow:

  • Landing Page → E-Mail-Anmeldung → Danke-Seite
  • Startseite → Service-Seite → Kontaktformular
  • Blog → Lead-Magnet → Opt-in-Prozess

DACH-Spezialität: Teste unbedingt die DSGVO-Compliance. Deutsche Nutzer sind sehr sensitiv bei Datenschutz-Themen.

7) Phase 6: A/B Testing der kritischen Elemente

Auch mit perfektem UX Research wirst du nicht alles richtig machen. Deshalb: Teste die wichtigsten Änderungen.

Was du unbedingt testen solltest:

  • Headlines: Besonders auf Landing Pages
  • Call-to-Action-Buttons: Text, Farbe, Position
  • Lead-Magnets: Titel, Beschreibung, Format
  • Formulare: Anzahl Felder, Labels, Pflichtfelder
  • Social Proof: Testimonials, Kundenstimmen, Zertifikate

A/B Testing mit ActiveCampaign

Nutze ActiveCampaigns Site Tracking, um zu messen, welche Website-Variante zu besseren E-Mail-Anmeldungen führt.

So geht's:

  1. Setze Conversion-Goals in ActiveCampaign
  2. Tracke verschiedene Website-Varianten über separate Tracking-Codes
  3. Miss nicht nur Anmeldungen, sondern auch Lead-Qualität
  4. Verbinde mit CRM-Pipelines, um Sales-Impact zu messen

Laufzeit: Mindestens 2 Wochen, besser 4 Wochen. Du brauchst statistisch signifikante Ergebnisse.

8) Phase 7: Launch und Post-Launch Monitoring

Der Launch ist nicht das Ende deines UX-Research-Prozesses. Es ist der Anfang der nächsten Phase.

Die ersten 48 Stunden:

  • Überwache alle kritischen Metriken stündlich
  • Checke Google Analytics und ActiveCampaign auf Anomalien
  • Sammle User-Feedback über alle Kanäle
  • Dokumentiere alle Bugs und UX-Probleme

Die ersten 4 Wochen:

  • Vergleiche alle Baseline-Metriken mit den neuen Zahlen
  • Analysiere Heat Maps der neuen Seiten
  • Führe weitere Session Recordings durch
  • Sammle strukturiertes Feedback von Bestandskunden

Was sich in Projekten bewährt hat:

Plane 20% deines Budgets für Post-Launch-Optimierungen ein. Du wirst sie brauchen.

Die häufigsten Probleme nach einem Relaunch:

  • Mobile Performance schlechter als erwartet
  • Interne Verlinkung funktioniert nicht optimal
  • Loading Times höher als auf der Test-Umgebung
  • ActiveCampaign-Tracking unvollständig

Der wichtigste Fehler, den du vermeiden musst

Das größte Problem bei Website-Relaunches: Du optimierst für dich, nicht für deine Nutzer.

Beispiel aus einem unserer Projekte: Ein Coaching-Unternehmen wollte unbedingt ein minimalistisches Design. Sah großartig aus. Problem: Die Conversion-Rate brach um 40% ein.

Warum? Die Zielgruppe (Unternehmer 45+) brauchte mehr Informationen, mehr Social Proof, klarere Navigation. Das minimalistische Design war zu wenig.

Nach dem UX Research haben wir eine Version gebaut, die optisch weniger spektakulär war – aber 60% mehr Leads generiert hat.

Die Lektion: Deine persönlichen Designvorlieben sind irrelevant. Nur die Nutzererfahrung zählt.

Quickstart: Wenn du nur 2 Wochen Zeit hast

Du hast nicht die Zeit für den kompletten Prozess? Das sind die wichtigsten Schritte:

  1. Woche 1: Baseline-Messung + Heat Map Analysis + 10 Session Recordings
  2. Woche 2: 20 User-Feedback-Interviews + Wireframe-Testing mit 5 Nutzern
  3. Launch: Mit intensivem Post-Launch-Monitoring

Das ist nicht optimal, aber besser als ein Relaunch ohne Research.

Fazit: UX Research als Investment, nicht als Kostenfaktor

Ein Website-Relaunch ohne UX Research ist wie Autofahren mit verbundenen Augen. Technisch möglich, aber extrem riskant.

Der ROI von UX Research liegt bei 100:1 oder höher. Jeder Euro, den du in Research investierst, spart dir 100 Euro in Post-Launch-Fixes und verlorenen Conversions.

Das verändert alles: Du launchst nicht mehr auf Basis von Annahmen, sondern auf Basis von Daten und echtem Nutzerfeedback.

Wenn du deinen Website-Relaunch mit ActiveCampaign-Integration und datenbasiertem UX Research umsetzen willst: Melde dich bei uns unter advertal.de/start. Wir haben über 170 Projekte begleitet und wissen, worauf es ankommt.

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