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Website-Relaunches sind wie Herzoperationen am offenen System. Während der Patient läuft.

Das Problem: Die meisten Unternehmen gehen an Redesign-Projekte ran wie an einen Hausbau. Alles abreißen, neu machen, hoffen dass es funktioniert. Dabei vergessen sie, dass ihre Website der wichtigste Vertriebskanal ist.

Was wir in über 170 ActiveCampaign-Projekten gelernt haben: Ein Website-Relaunch ist kein kreativer Prozess. Es ist ein Risikomanagement-Projekt.

Das Problem mit klassischen Website-Relaunches

Die Zahlen sind brutal: 70% aller Website-Redesigns führen zu einem Rückgang der Conversions. Nicht temporär. Dauerhaft.

Warum passiert das so häufig?

  • Big-Bang-Ansatz: Alles auf einmal ändern, ohne zu testen
  • Design vor Daten: Entscheidungen werden aus dem Bauch getroffen
  • Fehlende Erfolgsmessung: Niemand weiß, was vorher funktioniert hat
  • Technische Pannen: URLs ändern sich, Tracking bricht, Automationen laufen ins Leere

Das kostet nicht nur Nerven. Das kostet direkt Umsatz.

Bei einem unserer Kunden (E-Commerce, 2,5 Mio. Jahresumsatz) hat ein schlecht geplanter Relaunch drei Monate lang 40% der Leads vernichtet. Der Grund: Die ActiveCampaign-Integration war nicht sauber vorbereitet.

1) Ausgangslage dokumentieren: Was funktioniert heute wirklich?

Bevor du auch nur einen Pixel änderst, brauchst du ein Baseline-Audit.

Das heißt: Du dokumentierst minutiös, was deine Website heute leistet.

Traffic-Analyse

  • Welche Seiten bringen die meisten organischen Besucher?
  • Welche Inhalte ranken für deine wichtigsten Keywords?
  • Wo kommen deine wertvollsten Besucher her?

Conversion-Analyse

  • Welche Landingpages konvertieren am besten?
  • Wo steigen Besucher am häufigsten aus?
  • Welche Formulare funktionieren, welche nicht?

Marketing-Automation-Check

Das übersehen die meisten: Deine ActiveCampaign-Automationen hängen an deiner Website.

  • Welche Formulare triggern welche Automationen?
  • Wo läuft Site-Tracking? Welche Events werden getrackt?
  • Welche Tags werden über die Website vergeben?
  • Welche Lead-Magnete performen am besten?

Ohne diese Dokumentation läufst du blind in den Relaunch. Und verlierst Daten, die du nie wieder bekommst.

2) Konkrete Ziele definieren: Was soll besser werden?

„Die Website soll schöner werden" ist kein Ziel. Das ist ein Wunsch.

Ziele sind messbar. Und realistisch.

Messbare KPIs festlegen

  • Lead-Generation: X% mehr Anmeldungen für den Newsletter
  • Conversions: Y% mehr Anfragen über Kontaktformulare
  • User Experience: Z Sekunden weniger Ladezeit
  • SEO: Ranking-Verbesserung für definierte Keywords

Was sich in Projekten bewährt hat: Nicht mehr als 3 Hauptziele pro Relaunch.

Warum? Je mehr du gleichzeitig ändern willst, desto höher das Risiko, dass gar nichts besser wird.

Success Metrics für Marketing Automation

Wenn du ActiveCampaign nutzt, gehören diese KPIs dazu:

  • Anzahl neuer Kontakte pro Woche
  • Conversion-Rate der wichtigsten Formulare
  • Engagement-Rate der Automations-Sequenzen
  • Lead-Scoring-Performance nach Website-Aktivitäten

3) Schrittweise Optimierung statt Big-Bang

Das ist der Gamechanger: Du musst nicht alles auf einmal ändern.

Stattdessen: Teste einzelne Bereiche, miss die Ergebnisse, optimiere weiter.

Der 3-Phasen-Ansatz

Phase 1: Technisches Fundament

  • Server-Performance optimieren
  • Mobile Responsiveness sicherstellen
  • ActiveCampaign-Tracking korrekt einrichten
  • Formulare und Automationen testen

Phase 2: High-Impact-Seiten

  • Startseite überarbeiten
  • Top 5 Landingpages optimieren
  • Wichtigste Service-/Produktseiten

Phase 3: Content und Design

  • Restliche Seiten überarbeiten
  • Blog-Design anpassen
  • Detailoptimierungen

Der Vorteil: Du behältst die Kontrolle. Und kannst jederzeit gegensteuern, wenn etwas schief läuft.

4) A/B-Tests für kritische Änderungen

Jede wichtige Änderung solltest du vorher testen. Punkt.

Das gilt besonders für:

  • Headlines: Die machen oft 50% des Erfolgs aus
  • Call-to-Actions: Farbe, Position, Text
  • Formular-Länge: Weniger Felder = mehr Leads?
  • Lead-Magnete: Welches Angebot zieht besser?

ActiveCampaign für Conversion-Tests nutzen

Das wissen die wenigsten: Mit ActiveCampaign kannst du deine Tests sehr granular auswerten.

Du erstellst zwei verschiedene Formulare (Version A und B), trackst die Conversions und siehst direkt, welche Version mehr qualifizierte Leads bringt.

Noch besser: Du kannst die Lead-Qualität über das Verhalten in den Folge-Automationen messen. Welche Version bringt Kontakte, die sich mehr für deine E-Mails interessieren?

5) Technische Risiken eliminieren

Der technische Teil ist oft der Stolperstein. Hier gehen die meisten Projekte schief.

Pre-Launch-Checkliste

  • 301-Weiterleitungen: Jede URL, die sich ändert, braucht eine Weiterleitung
  • Tracking-Codes: Google Analytics, ActiveCampaign, Facebook Pixel
  • Formulare: Funktionieren alle Integrationen?
  • SSL-Zertifikat: Läuft auf der neuen Domain?
  • Site-Speed: Lädt die neue Seite schneller als die alte?

ActiveCampaign-Integration testen

Das ist kritisch und wird oft vergessen:

  • Site-Tracking-Code korrekt implementiert?
  • Formulare senden Daten an die richtigen Listen?
  • Tags werden korrekt vergeben?
  • Event-Tracking funktioniert für alle wichtigen Aktionen?
  • Automationen werden durch Website-Aktionen ausgelöst?

Unser Tipp: Erstelle eine Test-Liste in ActiveCampaign und teste alle Formulare und Tracking-Events mit echten Test-Kontakten.

6) Content-Migration strategisch planen

Nicht jeder alte Content muss mit. Das ist eine Chance zum Aufräumen.

Content-Audit durchführen

  • Top-Performer identifizieren: Welche Seiten bringen Traffic und Conversions?
  • Verwaiste Inhalte finden: Was wird nicht besucht?
  • Duplicate Content eliminieren: Ähnliche Seiten zusammenfassen
  • Veraltete Infos entfernen: Was ist nicht mehr aktuell?

SEO-Wert erhalten

Bei der Content-Migration geht oft SEO-Power verloren. So vermeidest du das:

  • URLs so wenig wie möglich ändern
  • Interne Verlinkung beibehalten oder verbessern
  • Meta-Daten nicht vergessen
  • Schema-Markup mitnehmen

7) User Testing vor dem Launch

Du bist nicht dein Kunde. Was für dich logisch ist, kann für deine Zielgruppe verwirrend sein.

Einfache Testing-Methoden

  • 5-Second-Test: Was verstehen Nutzer in 5 Sekunden?
  • Task-based Testing: Können sie finden, was sie suchen?
  • Mobile-First-Test: Funktioniert alles auf dem Smartphone?

Du brauchst keine teure Agentur dafür. 5-10 Personen aus deiner Zielgruppe reichen.

Was wir in Projekten machen: Wir lassen echte Kunden die wichtigsten User-Flows testen. Lead-Magnet downloaden, Kontakt aufnehmen, Produkt finden.

8) Soft Launch mit limitierter Zielgruppe

Geh nicht direkt live mit der neuen Website für alle Besucher.

Stattdessen: Soft Launch mit einer kleinen Gruppe.

Schrittweise Ausrollung

  • 10% des Traffics zur neuen Version leiten
  • Conversion-Raten vergleichen mit der alten Version
  • Feedback sammeln und Quick-Fixes umsetzen
  • Schrittweise auf 100% hochfahren

Das funktioniert über A/B-Testing-Tools oder einfach über verschiedene Domains/Subdomains.

Monitoring in der Soft-Launch-Phase

  • Bounce Rate auf kritischen Seiten
  • Formular-Conversions in ActiveCampaign
  • Site Speed und technische Fehler
  • SEO-Rankings für wichtige Keywords

9) Launch-Day-Protokoll erstellen

Am Launch-Tag herrscht Chaos. Außer, du hast ein klares Protokoll.

Launch-Checklist (4 Stunden vor Go-Live)

  • Backup der alten Website erstellen
  • DNS-Einstellungen vorbereiten
  • Monitoring-Tools aktivieren
  • Team-Kommunikation definieren

Go-Live-Protokoll

  • T-0: DNS umstellen
  • T+15min: Erste Funktions-Tests
  • T+30min: ActiveCampaign-Integration prüfen
  • T+1h: Vollständiger Test aller kritischen Funktionen
  • T+2h: Google Search Console auf Fehler prüfen

Wichtig: Definiere vorher, wer was macht. Wenn alle gleichzeitig testen, entstehen nur Verwirrung und Doppelarbeit.

10) Post-Launch-Monitoring und Optimierung

Der Launch ist nicht das Ende. Es ist der Anfang.

Die ersten 4 Wochen nach dem Launch sind entscheidend. Hier zeigt sich, ob dein Redesign erfolgreich war.

Weekly Reviews in Woche 1-4

  • Conversion-Raten: Entwicklung vs. Baseline
  • Traffic-Qualität: Bounce Rate, Session Duration
  • SEO-Impact: Ranking-Veränderungen
  • Technical Issues: 404-Fehler, Ladezeiten

ActiveCampaign-Performance überwachen

Das ist besonders wichtig, weil hier oft die subtilen Probleme auftreten:

  • Gehen weniger Leads in deine Automationen?
  • Hat sich die Lead-Qualität verändert?
  • Funktionieren alle Event-Trigger noch?
  • Werden Tags korrekt vergeben?

Falls hier etwas nicht stimmt, merkst du es oft erst nach Wochen. Dann ist der Schaden aber schon entstanden.

Quickstart: Wenn du nur 2 Stunden Zeit hast

Falls du sofort anfangen willst, aber wenig Zeit hast:

  1. 30 min: Baseline-Daten sammeln (GA, ActiveCampaign-Dashboard)
  2. 45 min: Top 5 Seiten identifizieren, die nicht kaputt gehen dürfen
  3. 45 min: ActiveCampaign-Integration dokumentieren (Formulare, Tracking, Automationen)

Das sind die kritischen 20%, die 80% der Risiken eliminieren.

Warum die meisten trotzdem scheitern

Du hast jetzt einen strukturierten Plan. Trotzdem werden viele Redesign-Projekte scheitern.

Warum?

Weil Disziplin langweilig ist. Es ist viel spannender, direkt mit dem Design anzufangen, als Wochen mit Analysen und Dokumentation zu verbringen.

Aber hier ist der Unterschied zwischen Profis und Amateuren: Profis machen die langweiligen Sachen zuerst.

Sie wissen: Ein guter Plan verhindert mehr Probleme, als das beste Design lösen kann.

Wenn du deinen Website-Relaunch mit ActiveCampaign sauber umsetzen willst und dabei kein Risiko eingehen möchtest, melde dich bei uns: advertal.de/start

Wir haben über 170 Projekte begleitet und wissen, wo die typischen Stolperfallen lauern.

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