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Du denkst über einen Website Relaunch nach, um deine Conversions zu steigern? Das kann funktionieren – oder deine bestehende Performance komplett zerstören.

Wir haben in den letzten zwei Jahren über 170 ActiveCampaign-Projekte begleitet. Dabei haben wir gesehen, wie durchdachte Relaunches die Conversion Rate verdoppelt haben. Aber auch, wie leichtfertige Redesigns funktionierende Systeme kaputtgemacht haben.

Der Unterschied liegt im Vorgehen. Hier zeige ich dir, wann ein Relaunch wirklich sinnvoll ist – und wie du dabei vorgehst, ohne deine Marketing-Automation zu gefährden.

1. Die harten Fakten: Wann ein Relaunch tatsächlich nötig ist

Die meisten Unternehmen redesignen aus den falschen Gründen. "Die Website sieht veraltet aus" oder "wir brauchen ein moderneres Design" sind schlechte Beweggründe.

Ein Relaunch macht nur Sinn, wenn:

  • Deine Conversion Rate unter dem Branchendurchschnitt liegt (B2B: unter 2%, E-Commerce: unter 1-3%)
  • Die Mobile-Performance kritisch schlecht ist (über 3 Sekunden Ladezeit)
  • Wichtige User-Journeys komplett gebrochen sind
  • Du fundamental neue Geschäftsbereiche erschließt
  • Technische Schulden die Weiterentwicklung blockieren

Alles andere kannst du durch gezielte Optimierungen lösen. Das ist günstiger, schneller und weniger riskant.

Die versteckte Gefahr für deine ActiveCampaign-Integration

Was fast niemand bedenkt: Ein Relaunch kann deine gesamte Marketing-Automation zerstören. Tracking-Codes, Formular-Integrationen, Site-Tracking – alles muss neu implementiert werden.

Wir haben Kunden gesehen, die nach einem Relaunch monatelang keine Lead-Daten mehr hatten. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen bei bestehenden Leads.

2. Die 3-Phasen-Strategie für risikoarme Relaunches

Wenn ein Relaunch unvermeidbar ist, gibt es einen bewährten Weg:

Phase 1: Daten sammeln und verstehen

Bevor du auch nur einen Pixel veränderst:

  • Analyse deiner aktuellen Performance: Google Analytics, ActiveCampaign-Reports, Heatmaps
  • User-Journey-Mapping: Wie kommen Leads zu dir? Wo brechen sie ab?
  • Conversion-Trichter dokumentieren: Welche Seiten, Formulare und CTAs funktionieren bereits?
  • ActiveCampaign-Integration auflisten: Alle Tracking-Codes, Formulare und Automationen erfassen

Das dauert 1-2 Wochen, spart dir aber Monate an Problemen.

Phase 2: Schrittweise Migration statt Big Bang

Der große Fehler: Alles auf einmal zu ändern. Besser:

  1. Staging-Umgebung aufsetzen und alle ActiveCampaign-Integrationen testen
  2. Eine Unterseite nach der anderen migrieren und messen
  3. A/B-Tests zwischen alter und neuer Version laufen lassen
  4. Homepage und wichtigste Landing Pages zuletzt angehen

So behältst du die Kontrolle und kannst bei Problemen schnell reagieren.

Phase 3: Monitoring und Optimierung

Nach dem Go-Live ist nicht Schluss:

  • Täglich die wichtigsten KPIs checken: Traffic, Conversions, ActiveCampaign-Daten
  • Wöchentliche Reports für mindestens 8 Wochen nach Relaunch
  • Schnelle Korrekturen bei Performance-Einbrüchen

3. ActiveCampaign-Integration beim Relaunch: Das musst du beachten

Die Marketing-Automation ist oft das schwächste Glied beim Relaunch. Hier die kritischen Punkte:

Site Tracking und Event Tracking

ActiveCampaigns Site Tracking muss nahtlos übertragen werden. Das bedeutet:

  • Tracking-Code auf jeder neuen Seite implementieren
  • URL-Strukturen dokumentieren: Ändern sich interne Links, brechen Automationen
  • Custom Events neu definieren: Button-Klicks, Downloads, Video-Views

Unser Tipp: Erstelle eine Übersichtsliste aller ActiveCampaign-Events und teste sie einzeln auf der neuen Website.

Formulare und Lead-Erfassung

Hier verlieren die meisten Unternehmen Leads:

  • Alle Formulare neu verlinken mit ActiveCampaign
  • Double-Opt-In-Prozesse testen (besonders wichtig wegen DSGVO)
  • Danke-Seiten und Weiterleitungen prüfen
  • Mobile-Optimierung nicht vergessen

CRM-Integration und Deal-Pipelines

Wenn du ActiveCampaigns CRM nutzt:

  • Webhook-URLs aktualisieren für automatische Deal-Erstellung
  • Lead Scoring anpassen an neue Seitenstruktur
  • Segmentierung überprüfen: Basieren Tags auf URL-Parametern?

4. Die häufigsten Relaunch-Fehler (und wie du sie vermeidest)

Aus unserer Projekt-Erfahrung die Top 5 Stolpersteine:

Fehler 1: Funktionierende Elemente verändern

Das Problem: "Wir machen alles neu" – auch das, was bereits konvertiert.

Die Lösung: Erfolgreiche Headlines, CTAs und Formular-Positionen 1:1 übernehmen. Innovation ja, aber nicht um jeden Preis.

Fehler 2: SEO-Optimierung ignorieren

Das Problem: Neue URLs, fehlende Redirects, verlorene Meta-Beschreibungen.

Die Lösung: 301-Redirects für alle wichtigen Seiten. Meta-Tags und Struktur beibehalten, die bereits ranken.

Fehler 3: Mobile Experience vernachlässigen

Das Problem: Design sieht am Desktop toll aus, auf dem Handy ist es unbrauchbar.

Die Lösung: Mobile First designen. 70%+ deines Traffics kommt vom Smartphone.

Fehler 4: Keine Backup-Strategie

Das Problem: Neue Website funktioniert nicht, alte ist schon offline.

Die Lösung: Subdomain-Testing und die Möglichkeit, binnen Minuten zur alten Version zurückzukehren.

Fehler 5: Team nicht einbeziehen

Das Problem: Marketing weiß nicht, dass sich Tracking-URLs ändern. Vertrieb kennt neue Lead-Prozesse nicht.

Die Lösung: Alle betroffenen Teams früh informieren und schulen.

5. Alternative: Conversion-Optimierung ohne Relaunch

Bevor du den großen Schritt wagst, teste diese Alternativen:

Gezielte Landing Page Tests

  • Neue Landing Pages für wichtige Kampagnen erstellen
  • A/B-Tests mit verschiedenen Headlines, CTAs und Layouts
  • ActiveCampaign-Integrationen von Anfang an mitdenken

Schrittweise UX-Verbesserungen

  • Mobile-Optimierung der wichtigsten Seiten
  • Checkout-Prozess vereinfachen
  • Page Speed optimieren (oft 20%+ Conversion-Uplift)

Content und Messaging optimieren

  • Value Propositions schärfen
  • Social Proof hinzufügen (Testimonials, Logos, Zahlen)
  • Formular-Felder reduzieren und Smart-Forms von ActiveCampaign nutzen

Diese Maßnahmen bringen oft 15-40% Conversion-Uplift – ohne das Risiko eines Komplettrelaunches.

6. Wann du externe Hilfe brauchst

Ein Website Relaunch ist komplex. Du solltest Experten hinzuziehen, wenn:

  • Deine ActiveCampaign-Integration komplex ist (Custom Objects, erweiterte Automationen)
  • Du mehr als 10.000 Leads im System hast
  • Mehrere Tools integriert sind (CRM, E-Commerce, Analytics)
  • Der Relaunch zeitkritisch ist

Bei Advertal haben wir schon über 30 Website Relaunches mit ActiveCampaign begleitet. Wir wissen, welche Fallen lauern und wie du sie umgehst.

Das wichtigste Learning: Relaunch ist nicht gleich Relaunch

Ein Website Relaunch kann dein Business auf das nächste Level heben – oder es temporär lahmlegen. Der Unterschied liegt in der Vorbereitung und der Strategie.

Die wichtigsten Takeaways:

  • Redesigne nur, wenn wirklich nötig – oft reichen gezielte Optimierungen
  • Plane deine ActiveCampaign-Integration von Anfang an mit
  • Gehe schrittweise vor statt alles auf einmal zu ändern
  • Behalte funktionierende Elemente bei, auch wenn sie "altmodisch" aussehen
  • Teste intensiv vor dem Go-Live

Wenn du dich für einen Relaunch entscheidest, investiere Zeit in die Planung. Die gesparten Wochen am Anfang kosten dich später Monate.

Du brauchst Unterstützung bei deinem Website Relaunch mit ActiveCampaign? Dann melde dich bei uns: advertal.de/start

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