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UX-Probleme im E-Mail-Marketing erkennen und beheben

Tom
Tom
13. März 2026 · 13 Min. Lesezeit

UX-Probleme im E-Mail-Marketing zeigen sich zuerst in den Kennzahlen: sinkende Klickraten, steigende Abmeldungen, schwache Conversion an der Landing Page. In ActiveCampaign lassen sich die meisten dieser Probleme direkt im Editor oder über Reports eingrenzen – wenn du weißt, wo du schauen musst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Niedrige Klickrate bei gleichzeitig guter Öffnungsrate ist das verlässlichste Signal für einen schwachen CTA oder fehlenden Message Match zur Landing Page.
  • Die Mobile-Vorschau in ActiveCampaign zeigt, wie deine E-Mail auf Smartphones und in verschiedenen E-Mail-Clients aussieht – nutze sie vor jedem Versand.
  • Ein Haupt-CTA pro E-Mail reicht; mehrere gleichwertige Handlungsaufforderungen führen dazu, dass Empfänger keine davon anklicken.
  • Conditional Content (ab ActiveCampaign Plus) ermöglicht es, verschiedenen Kontaktsegmenten unterschiedliche Inhalte innerhalb derselben E-Mail zu zeigen.
  • Split Testing in ActiveCampaign erlaubt bis zu fünf Varianten gleichzeitig – du kannst Betreff, Vorschautext und Inhalt getrennt testen.

Welche Kennzahlen auf UX-Probleme hinweisen

Bevor du Änderungen am Design oder an Texten machst, brauchst du eine Diagnose. UX-Schwachstellen hinterlassen ein erkennbares Muster in den Kampagnen-Reports. Eine hohe Öffnungsrate bei gleichzeitig niedriger Klickrate bedeutet, dass der Betreff Interesse geweckt hat, der Inhalt oder der CTA aber den nächsten Schritt nicht überzeugend begründet. Eine steigende Abmelderate über mehrere Kampagnen hinweg deutet oft auf fehlende Relevanz, zu hohe Versandfrequenz oder Erwartungsprobleme beim Opt-in hin.

Die Spam-Beschwerderate ist das kritischste Signal. Wenn Empfänger nicht auf „Abmelden" klicken, sondern auf „Spam melden", hat entweder der Eintrittspunkt ein Problem – etwa eine schlecht kommunizierte Opt-in-Erwartung – oder die Zielgruppe passt grundlegend nicht zu den gesendeten Inhalten. Beides ist ein UX-Problem, kein reines Inhaltsproblem. Inbox-Anbieter interpretieren Spam-Beschwerden als Signal zur Absender-Reputation und beginnen, weitere E-Mails dieser Absenderadresse zu filtern.

Ein häufig übersehenes Muster ist die Klickverteilung innerhalb einer E-Mail. ActiveCampaign zeigt in der Klickkarte des Kampagnen-Reports, welcher Link wie oft geklickt wurde. Wenn ein nachrangiger Textlink öfter geklickt wird als der Haupt-Button, ist die CTA-Hierarchie unklar. Wenn Klicks gleichmäßig auf drei CTAs verteilt sind, fehlt eine eindeutige Handlungsaufforderung – und das Problem liegt im Layout, nicht im Inhalt.

Wo du diese Kennzahlen in ActiveCampaign findest

Kampagnen-Kennzahlen erreichst du über Reports > Campaigns. Dort siehst du Öffnungsrate, Klickrate, Abmelderate und Spam-Beschwerden je Kampagne, einschließlich der Klickkarte mit Link-Verteilung. Bei Automationen navigierst du zur jeweiligen Automation und öffnest den Bericht direkt im Automations-Editor, indem du eine E-Mail-Aktion anklickst. Unter dem Reiter „Statistics" findest du Aufruf- und Klickzahlen je E-Mail in der Sequenz.

Wenn du Kennzahlen über mehrere Kampagnen hinweg vergleichen willst, nutze Reports > Custom Reports mit entsprechenden Datums- und Tag-Filtern. Das ist besonders sinnvoll, wenn du eine Automation grundlegend überarbeiten willst und erst sehen möchtest, an welchem Schritt in der Sequenz die meisten Empfänger abspringen oder aufhören zu klicken.

Warum die mobile Darstellung zuerst geprüft werden muss

Eine E-Mail, die im Desktop-Editor tadellos aussieht, kann auf einem Smartphone unlesbar oder unklickbar sein. ActiveCampaign bietet dafür die Funktion „Test and Preview" direkt im E-Mail-Designer: Du siehst eine Desktop- und eine Mobilvorschau, kannst Testversionen an bis zu fünf Adressen versenden und erhältst einen Spam-Check-Score. Diese Vorschau ist keine Simulation, sondern eine Vorab-Darstellung, die zeigt, wie der Designer das HTML tatsächlich ausgibt.

Zusätzlich gibt es das Compatibility-Preview-Modal, das anzeigt, wie deine E-Mail in verschiedenen E-Mail-Clients aussieht – darunter Gmail, Outlook und Apple Mail. Wer regelmäßig Outlook-Nutzer im Verteiler hat, sollte diesen Check nicht überspringen: Outlook rendert HTML-E-Mails nach eigenen Regeln, und Abweichungen vom geplanten Layout entstehen dort am häufigsten. Eine E-Mail, die auf drei Plattformen korrekt aussieht und auf einer vierten bricht, verliert genau bei diesen Empfängern die Klicks.

Was du in der Mobilvorschau konkret prüfst

Eine strukturierte Mobile-Prüfung geht in drei Schritten vor. Zuerst prüfst du, ob der Text ohne Zoom lesbar ist und ob Buttons groß genug sind, um treffsicher mit dem Daumen angetippt zu werden. Dann siehst du nach, ob Bilder auf schmalen Displays sauber skalieren und keine horizontale Scrollbewegung entsteht. Als dritten Schritt testest du den CTA-Button: Öffnet er bei einem Tipp zuverlässig die richtige Seite? Diese drei Punkte decken die häufigsten Mobilprobleme ab, ohne dass du für jede E-Mail einen vollständigen Device-Test auf mehreren Endgeräten durchführen musst.

Besonderes Augenmerk verdient der Abstand zwischen Buttons und angrenzenden Textelementen. Wenn ein Textlink direkt unter einem Button liegt, tippen Empfänger bei kleinen Displays häufig das falsche Element an. Das zeigt sich nachträglich in der Klickkarte als unerwartet hohe Klickrate für einen sekundären Link – ein klares Signal für ein Abstandsproblem im mobilen Layout.

CTA-Gestaltung ist häufig die eigentliche Schwachstelle

Der Call-to-Action ist die einzige Stelle, an der eine E-Mail ihren Zweck erfüllt oder nicht. Trotzdem ist er in vielen Kampagnen das schwächste Element – nicht wegen des Designs, sondern wegen der Struktur. Die häufigsten Probleme: mehrere gleichwertige Handlungsaufforderungen in einer E-Mail, Formulierungen die nicht sagen was nach dem Klick passiert, und Buttons deren Platzierung oder Farbgebung im Layout untergeht.

Empfänger, die vor zwei oder drei CTAs stehen ohne einen klaren Hauptweg zu erkennen, tendieren dazu, keinen anzuklicken. Das ist kein Desinteresse am Inhalt, sondern eine Entscheidungsparalyse durch ein Layout-Problem. Die Lösung ist nicht, alle CTAs zu entfernen, sondern eine klare Hierarchie herzustellen: ein Haupt-CTA als Button, der das primäre Ziel beschreibt, und wenn nötig ein untergeordneter Link ohne Button-Styling für eine Sekundäraktion. Zwischen beiden muss die Rangfolge visuell erkennbar sein.

So prüfst du CTAs im ActiveCampaign-Editor

Im E-Mail-Designer wählst du einen Button-Block und öffnest dessen Einstellungen. Prüfe zuerst die Beschriftung: Beschreibt sie, was nach dem Klick passiert? „Zur Aufzeichnung" ist präziser als „Hier klicken". „Demo anfragen" ist klarer als „Jetzt starten". Prüfe dann die Ziel-URL und stelle sicher, dass die Seite korrekt öffnet. Sieh dir abschließend in der Mobilvorschau an, ob der Button ausreichend Abstand zu anderen anklickbaren Elementen hat.

Wenn du nach dem Versand in Reports > Campaigns > Klickkarte nachsiehst und feststellst, dass ein sekundärer Textlink öfter geklickt wird als der Haupt-Button, ist die Hierarchie für Empfänger nicht sichtbar. In diesem Fall entweder den Haupt-Button visuell stärker hervorheben oder die Reihenfolge der Elemente in der E-Mail überarbeiten – und danach erneut messen.

Wann mehrere CTAs vertretbar sind

Es gibt Szenarien, in denen eine E-Mail mehr als einen CTA braucht: Wenn sie zwei klar verschiedene Empfängergruppen anspricht, die unterschiedliche nächste Schritte haben, oder wenn der Inhalt zwei eigenständige Angebote enthält, die inhaltlich nicht verbunden sind. In diesen Fällen solltest du die E-Mail in zwei separate Kampagnen aufteilen und je Empfängergruppe eine gezielt segmentierte E-Mail verschicken. Eine E-Mail mit zwei gleichrangigen CTAs ist fast immer ein Hinweis darauf, dass die Segmentierung noch nicht sauber genug ist.

Inkonsistenz zwischen E-Mail und Landing Page beheben

Eine der wirksamsten UX-Maßnahmen liegt nicht im E-Mail-Editor, sondern auf der Seite, auf die du verlinkst. Wenn eine E-Mail ein bestimmtes Angebot ankündigt und die Landing Page mit einer anderen Botschaft beginnt, bricht das Vertrauen sofort. Dieses Problem wird als fehlender Message Match bezeichnet – und sein Fehlen kostet Conversions, ohne dass die E-Mail selbst das Problem ist.

Ein typisches Muster: Die E-Mail bewirbt einen spezifischen Vorteil, die Landing Page zeigt aber die generische Produktbeschreibung. Empfänger suchen nach der Bestätigung dessen, was die E-Mail versprochen hat. Wenn sie das in den ersten Sekunden nicht finden, verlassen sie die Seite. Der Fehler erscheint dann in Landing-Page-Metriken als hohe Absprungrate – obwohl die E-Mail selbst gute Klickwerte hatte. Das verleitet dazu, die E-Mail zu überarbeiten, obwohl das Problem auf der Landing Page liegt.

So stellst du konsistente Übergänge in ActiveCampaign-Kampagnen sicher

Gehe bei jeder neuen Kampagne folgendermaßen vor:

  1. Notiere den zentralen Versprechen-Satz deiner E-Mail – das ist die Aussage, auf die du den Haupt-CTA aufbaust. Dieser Satz muss auf der Landing Page sichtbar sein, bevor Empfänger scrollen.
  2. Öffne die Ziel-Landing-Page und prüfe, ob Headline oder erster Absatz die Kernaussage der E-Mail aufnehmen – wörtlich oder sinngemäß.
  3. Prüfe, ob das visuelle Design der Landing Page konsistent zur E-Mail ist: Farbgebung, Bildsprache, Tonfall. Das gilt besonders bei Kampagnen, die aus unterschiedlichen Markenlinien oder externen Vorlagen stammen.
  4. Teste den vollständigen Weg: Klick im E-Mail-Entwurf > Landing Page öffnet > Formular ausfüllen > Bestätigungsseite erscheint. Jeder Schritt, der unklar ist oder einen Bruch erzeugt, kostet Conversions.

Wenn du ActiveCampaign-Formulare auf Landing Pages einsetzt, lohnt sich Progressive Profiling: Beim ersten Formular-Aufruf nur eine E-Mail-Adresse abfragen, bei Folgeinteraktionen schrittweise weitere Felder hinzufügen. Das reduziert Abbrüche beim ersten Kontakt und verbessert die Datenqualität, weil Kontakte Felder ausfüllen, wenn sie selbst bereit dazu sind.

Nach einer Aktion – Opt-in, Download, Kauf – sollten Empfänger nicht ohne Orientierung auf einer leeren Bestätigungsseite landen. Eine Thank-You-Page, die bestätigt was passiert ist, den nächsten Schritt erklärt und optional weiteren Inhalt anbietet, schließt die User Journey sauber ab und verhindert, dass Empfänger zurücknavigieren und unklar ist, ob die Aktion abgeschlossen wurde.

ActiveCampaign-Features für bessere Personalisierung nutzen

Viele UX-Probleme entstehen nicht durch schlechtes Design, sondern durch fehlende Relevanz: Die E-Mail ist handwerklich gut gemacht, trifft aber nicht den Informationsbedarf des Empfängers in dieser Phase. ActiveCampaign bietet mehrere Features, die gezielt dabei helfen – und die in der Praxis häufig unterschätzt werden.

Conditional Content ab Plus-Plan

Conditional Content erlaubt es, innerhalb einer einzigen E-Mail verschiedenen Kontakten unterschiedliche Inhaltsblöcke zu zeigen, basierend auf Tags, Custom Fields oder Listenzugehörigkeit. Du aktivierst die Funktion im E-Mail-Designer, indem du einen Inhaltsblock auswählst und „Make conditional" wählst. Danach definierst du Regeln: Dieser Block erscheint nur bei Kontakten mit Tag X oder aus Segment Y. Alle anderen sehen einen alternativen Block oder keinen Inhalt an dieser Stelle. Das Feature steht ab dem Plus-Plan zur Verfügung.

In der Praxis eignet sich das besonders für Kampagnen, die unterschiedliche Zielgruppen gleichzeitig ansprechen – etwa Neu- und Bestandskunden, oder Kontakte mit verschiedenen Produktinteressen. Statt zwei separate Kampagnen zu erstellen und einzeln zu pflegen, definierst du die Unterschiede direkt in einer E-Mail über Bedingungen. Das reduziert den Verwaltungsaufwand und macht Kennzahlen besser vergleichbar, weil du denselben Versandzeitpunkt und denselben Betreff nutzt.

Site Tracking für verhaltensbasierte Automationen

Site Tracking verbindet das Verhalten von Kontakten auf deiner Website mit ActiveCampaign. Sobald ein Kontakt eine bestimmte Seite besucht, kann das eine Automation auslösen oder ein Tag setzen. Du richtest Site Tracking über Einstellungen > Tracking > Site Tracking ein und fügst den generierten Code auf deiner Website ein. Im nächsten Schritt definierst du in einer Automation: Wenn Kontakt Seite X besucht, setze Tag Y oder starte Sequenz Z.

Das ist besonders nützlich für Kampagnen, die auf gezeigtem Interesse reagieren sollen. Wer mehrfach die Preisseite besucht hat, aber nicht konvertiert ist, hat möglicherweise eine offene Frage – keine weiteren allgemeinen Produktinformationen. Eine Automation, die auf dieses Muster reagiert und gezielt auf mögliche Kaufhindernisse eingeht, verbessert die Relevanz ohne manuellen Aufwand. Dieses Vorgehen lässt sich direkt mit Conditional Content kombinieren: Site-Tracking-Tags steuern, welcher Block in einer E-Mail erscheint.

Split Testing systematisch anlegen

ActiveCampaign erlaubt bis zu fünf Varianten in einem Split Test. Du kannst Betreff, Vorschautext und E-Mail-Inhalt testen, auch innerhalb von Automationen über die „Split"-Aktion im Automation-Builder. Der wichtigste Grundsatz: pro Test genau ein Unterschied. Wenn du gleichzeitig Betreff und Layout änderst, weißt du nach dem Test nicht, welches Element den Unterschied gemacht hat – und der nächste Test startet mit denselben offenen Fragen. Wer Split Testing als strukturierten Lernprozess in ActiveCampaign anlegt und Ergebnisse konsequent dokumentiert, kommt schneller zu belastbaren Erkenntnissen als jemand, der gelegentlich einzelne Tests startet ohne die Erkenntnisse weiterzuverwenden.

Wann UX-Optimierung allein nicht ausreicht

UX-Maßnahmen wirken, wenn das Grundproblem tatsächlich in der Nutzererfahrung liegt. Sie helfen nicht, wenn der Kern des Problems an anderer Stelle liegt. Eine E-Mail mit perfekter Mobildarstellung und starkem CTA wird trotzdem schwache Klickraten haben, wenn die Zielgruppe im Verteiler die Botschaft grundsätzlich nicht interessiert. Ebenso bringen responsive Layouts und Message Match nichts, wenn die E-Mail-Adressen im Verteiler durch schlechte Opt-in-Quellen gesammelt wurden.

UX-Optimierung ist der richtige Hebel, wenn du eine saubere Liste und ein Angebot hast, das zur Zielgruppe passt – und trotzdem bestimmte E-Mails oder Automations-Schritte auffällig schwach abschneiden. Das zeigt sich meist darin, dass einzelne Kampagnen schwach performen, während andere auf derselben Liste gut funktionieren. In diesem Fall liegt der Unterschied häufig in der E-Mail-UX selbst, nicht in der Zielgruppe.

Der häufigste Fehler ist, UX-Verbesserungen an einem zu frühen Punkt der Funnel-Analyse anzupacken. Wer zuerst prüft, ob Abmelde- und Öffnungsraten auf ein Segmentierungsproblem oder eine Opt-in-Qualitätsfrage hinweisen, spart sich unnötige Design- und Textvarianten. Wenn eine Kampagne bei einem Segment gut performt und bei einem anderen nicht, liegt das selten an der UX – und fast immer an der Relevanz des Inhalts für das jeweilige Segment.

Typische Fehler, die UX-Maßnahmen wirkungslos machen

Neben den strukturellen UX-Problemen gibt es eine Reihe von Fehlern, die dafür sorgen, dass Verbesserungen nicht die erhoffte Wirkung entfalten. Der häufigste: Änderungen werden umgesetzt, aber nicht gemessen. Wenn du eine E-Mail überarbeitest, musst du vorab definieren, welche Kennzahl du verbessern willst und welchen Wert du als Verbesserung wertest. Ohne diese Baseline ist kein Vorher-Nachher-Vergleich möglich.

Ein weiterer Fehler ist, UX-Verbesserungen an Kampagnen zu testen, die zu wenige Empfänger haben, um statistisch aussagekräftige Ergebnisse zu liefern. Ein Split Test mit hundert Empfängern und einer Variante, die zwei Klicks mehr bekommt, liefert keine belastbare Aussage. In diesem Fall empfiehlt es sich, Verbesserungen zunächst durch sorgfältige Prüfung anhand der Redaktionsliste umzusetzen und Split Tests für größere Listen oder spätere Kampagnen vorzubehalten.

Der dritte häufige Fehler ist das gleichzeitige Ändern zu vieler Elemente. Wenn du in einer Überarbeitungsrunde Betreff, Layout, CTA-Text und Versandzeitpunkt gleichzeitig änderst und die Kampagne anschließend besser läuft, weißt du nicht, was den Unterschied gemacht hat. Der nächste Optimierungsschritt bleibt Raterei. Priorisiere die wahrscheinlichste Ursache, ändere nur diese – und messe dann.

Häufige Fragen

Wie viele CTAs pro E-Mail sind sinnvoll?

In den meisten Kampagnen reicht ein Haupt-CTA aus. Wenn eine E-Mail zwei unterschiedliche Zielgruppen oder Angebote ansprechen muss, ist das häufig ein Signal, dass sie in zwei separate E-Mails aufgeteilt werden sollte. Ein zweiter, deutlich nachrangiger Link – ohne Button-Styling, als einfacher Textlink – ist vertretbar, sollte aber visuell klar hinter dem Haupt-CTA zurücktreten und eine andere Phase der Customer Journey ansprechen als der Button.

Wie finde ich heraus, ob meine E-Mails in Outlook korrekt dargestellt werden?

ActiveCampaign zeigt im Compatibility-Preview-Modal eine Vorschau für gängige E-Mail-Clients, darunter verschiedene Outlook-Versionen. Du erreichst diese Ansicht im E-Mail-Designer über den Button „Test and Preview". Wenn du regelmäßig Outlook-Empfänger im Verteiler hast, gehört diese Prüfung in den Standard-Workflow vor jedem Versand. Besonders bei mehrspaltigem Layout entstehen dort die häufigsten Darstellungsprobleme, weil Outlook CSS-Grid und Flexbox nicht vollständig unterstützt.

Ab welchem ActiveCampaign-Plan steht Conditional Content zur Verfügung?

Conditional Content ist ab dem Plus-Plan verfügbar. Im Starter-Plan kannst du Personalisierungs-Tags verwenden und segmentierte Sendeoptionen nutzen, die Block-Konditionierung im E-Mail-Designer steht dort jedoch nicht zur Verfügung. Wenn du plattformübergreifende Personalisierung auf Basis von Tags oder Custom Fields benötigst, ist Plus der sinnvolle Einstiegspunkt für dieses Feature.

Was ist der Unterschied zwischen Site Tracking und Behavioral-E-Mails?

Site Tracking ist die Datenbasis: Es erfasst, welche Seiten ein Kontakt besucht hat, und schreibt diese Information als Events oder Tags in ActiveCampaign. Behavioral-E-Mails sind die Konsequenz: Automationen, die auf bestimmte Tracking-Ereignisse reagieren und gezielt relevante Inhalte senden. Du benötigst aktives Site Tracking, damit Behavioral-E-Mails zuverlässig ausgelöst werden können – ohne Tracking fehlt die Datengrundlage für die Automation.

Wie erkenne ich, ob ein UX-Problem oder ein Segmentierungsproblem vorliegt?

Vergleiche die Performance derselben Kampagne über verschiedene Segmente hinweg. Wenn eine E-Mail bei einem Segment gut abschneidet und bei einem anderen deutlich schlechter, liegt das Problem wahrscheinlich in der Segmentierung oder Relevanz, nicht in der UX. Wenn die Performance bei allen Segmenten gleichmäßig schwach ist, deutet das eher auf ein UX-Problem hin – CTA, Layout, Message Match oder Darstellungsfehler. In ActiveCampaign kannst du Kampagnen-Reports nach Kontaktsegmenten filtern, um diesen Vergleich durchzuführen.

Wer die UX seiner ActiveCampaign-Kampagnen strukturiert verbessern will, findet im ActiveCampaign-Kurs von Advertal Module zu Automationen, Segmentierung und Testing – mit konkreten Einstellungen aus der Praxis. Für laufende Projekte, bei denen ein externer Blick gefragt ist, steht die ActiveCampaign-Agentur Advertal zur Verfügung.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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