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Stell dir vor: Du schreibst eine Landingpage für dein Coaching-Angebot. Aber deine Zielgruppe ist nicht homogen. Du hast sowohl absolute Neulinge als auch erfahrene Unternehmer, die schon mehrere Coaches hatten. Wie schreibst du einen Text, der beide Gruppen überzeugt?

Das ist der Spagat, vor dem viele von uns stehen. Und genau da verlieren die meisten.

Nach über 170 begleiteten Projekten bei Advertal haben wir gesehen: Die meisten Unternehmer versuchen den Kompromiss. Sie schreiben für die Mitte – und erreichen damit niemanden richtig.

Hier zeige ich dir, wie du das anders machst.

1) Das Grundproblem: Warum der "Mittelweg" nicht funktioniert

Die typische Herangehensweise sieht so aus: Du schreibst für den "durchschnittlichen" Interessenten. Nicht zu simpel für die Experten, nicht zu komplex für die Anfänger.

Das Ergebnis? Ein Text, der langweilt.

Experten denken: "Das weiß ich schon längst." Anfänger denken: "Das verstehe ich nicht." Beide springen ab.

Der Effekt ist fatal: Deine Conversion-Rate sinkt, weil du niemanden wirklich abholst. In ActiveCampaign siehst du das direkt an den Metriken – niedrige Klickraten, hohe Absprungraten, wenig Engagement.

Was sich in unseren Projekten gezeigt hat

Wir haben Landingpages getestet, die für verschiedene Audiences optimiert waren. Die Variante "für alle" hatte systematisch schlechtere Conversion-Rates als spezialisierte Versionen.

Beispiel aus einem Projekt: Ein Business-Coach wollte sowohl Freelancer als auch Geschäftsführer ansprechen. Die "Universal"-Landingpage konvertierte mit 2,1%. Die segmentierten Versionen lagen bei 4,3% (Freelancer) und 5,7% (Geschäftsführer).

2) Learning 1: Die Sandwich-Methode für heterogene Zielgruppen

Statt für die Mitte zu schreiben, nutzt du das Sandwich-Prinzip. Du baust deine Seite wie einen Sandwich auf:

  • Oben: Hook für alle + Orientierung für Einsteiger
  • Mitte: Vertiefung für Fortgeschrittene
  • Unten: Klare Handlungsaufforderung für alle

So sieht das in der Praxis aus

Stell dir vor, du bietest Marketing-Automation an. Deine Zielgruppen: Solopreneure ohne Erfahrung und etablierte Unternehmen, die bereits Tools nutzen.

Oben (Einstieg für alle):

"Marketing-Automation spart dir 15 Stunden pro Woche – egal ob du gerade startest oder bereits ein Team hast."

Dann direkt die Orientierung für Einsteiger:

"Falls du neu in dem Thema bist: Marketing-Automation bedeutet, dass deine E-Mails automatisch zur richtigen Zeit an die richtigen Leute gehen. Ohne dass du jeden Tag händisch versenden musst."

Mitte (Vertiefung für Experten):

"Mit Lead Scoring, Event-basierten Triggern und dynamischen Segmenten erstellst du Workflows, die auf Behavioral Data reagieren und deine MQL-zu-SQL-Rate um 40% steigern."

Siehst du das Prinzip? Die Einsteiger bekommen ihre Erklärung, die Profis überspringen sie und finden ihre Details weiter unten.

3) Learning 2: Nutze visuelle Hierarchien und Orientierungshilfen

Nicht alle müssen alles lesen. Deshalb machst du es deinen Lesern leicht, das zu finden, was für sie relevant ist.

Konkrete Umsetzung

  • Zwischenüberschriften als Filter: "Für Einsteiger", "Für Fortgeschrittene", "Technical Deep-Dive"
  • Callout-Boxen: "Neu im E-Mail-Marketing? Hier die Basics..."
  • Accordion-Elemente: Experten-Details eingeklappt, Basics ausgeklappt
  • Farbkodierung: Verschiedene Abschnitte in verschiedenen Farben

In ActiveCampaign trackst du das über verschiedene Links. Du siehst genau, welche Audience-Segmente welche Bereiche deiner Seite besuchen. Dann optimierst du entsprechend nach.

Beispiel aus der Praxis

Wir haben für einen SaaS-Anbieter eine Produktseite gebaut, die sowohl IT-Entscheider als auch End-User ansprechen sollte.

Aufbau:

  • Hauptheadline: Nutzen für beide Gruppen
  • Erster Absatz: Problem-Beschreibung für End-User
  • Eingeklappter Bereich: "Technische Details für IT-Verantwortliche"
  • Mittlerer Teil: Features mit Business-Impact (für beide relevant)
  • Zwei CTAs: "Demo anfordern" (IT) und "Kostenlos testen" (End-User)

Resultat: 43% höhere Conversion-Rate als die ursprüngliche "One-Size-Fits-All"-Version.

4) Learning 3: Verschiedene Einstiegspunkte auf derselben Seite

Hier wird es interessant: Du erstellst mehrere "Einstiege" auf einer Seite. Je nachdem, woher deine Besucher kommen, sehen sie verschiedene erste Eindrücke.

Technische Umsetzung mit ActiveCampaign

Mit ActiveCampaign Site Tracking trackst du, welche Seiten ein Besucher bereits besucht hat. Basierend darauf zeigst du verschiedene Inhalte:

  • Erstbesucher: Grundlagen-Erklärung prominent
  • Wiederkehrende Besucher: Direkt zu Advanced-Features
  • Newsletter-Abonnenten: Personalisierte Ansprache
  • Website-Besucher mit hohem Lead Score: Sales-fokussierter Content

Das machst du mit dynamischen Inhalten in ActiveCampaign oder einfachen JavaScript-Regeln auf deiner Website.

Praktisches Beispiel

Ein Online-Kurs-Anbieter hatte das Problem: Seine Zielgruppe bestand aus kompletten Anfängern UND aus Leuten, die bereits andere Kurse gemacht hatten.

Lösung:

  • Standard-Headline: "Der komplette Guide für [Thema]"
  • Für wiederkehrende Besucher: "Was andere Kurse dir nicht sagen über [Thema]"
  • Für Newsletter-Abonnenten: "Hallo [Vorname], bereit für den nächsten Level?"

Die personalisierten Varianten hatten 67% höhere Klickraten auf den CTA.

5) Learning 4: Storytelling für verschiedene Identifikationsebenen

Menschen identifizieren sich mit Geschichten. Aber verschiedene Audiences brauchen verschiedene Identifikationsfiguren.

Statt einer Story erzählst du mehrere – kurz und prägnant.

Das Drei-Story-Framework

Story 1 (Beginner-Level): "Lisa hatte keine Ahnung von Marketing-Automation. Nach 3 Monaten automatisiert sie ihre gesamte Kundengewinnung."

Story 2 (Intermediate-Level): "Markus nutzte bereits Mailchimp, aber seine Öffnungsraten stagnierten. Mit den richtigen Segmentierungen steigerte er sie um 89%."

Story 3 (Expert-Level): "Auch Sandra's etabliertes E-Commerce-Unternehmen hatte Potenzial: Durch Advanced-Automationen 2,4 Mio. € zusätzlicher Umsatz im ersten Jahr."

Jede Zielgruppe findet ihre Identifikationsfigur. Aber alle sehen: Das Produkt funktioniert auf jedem Level.

6) Learning 5: Smart CTAs – verschiedene Handlungen für verschiedene Readiness-Level

Nicht jede Zielgruppe ist gleich kaufbereit. Deshalb brauchst du verschiedene CTAs für verschiedene Commitment-Level.

Das Commitment-Ladder-Prinzip

  • Low Commitment (Neulinge): "Kostenloses PDF herunterladen"
  • Medium Commitment (Interessierte): "Kostenlose Demo anfragen"
  • High Commitment (Kaufbereite): "Jetzt Beratung buchen"

Alle CTAs sind sichtbar, aber du lenkst die Aufmerksamkeit je nach Audience.

ActiveCampaign-Integration

Mit ActiveCampaign Dynamic Content zeigst du verschiedene CTAs basierend auf Lead Score oder Tags:

  • Lead Score 0-20: Freebie-CTA prominent
  • Lead Score 21-50: Demo-CTA prominent
  • Lead Score 51+: Direkt-Buchung-CTA prominent

So verlierst du keine Leads, weil der CTA zu stark oder zu schwach ist.

7) Der größte Fehler: Alle Informationen für alle sichtbar machen

Hier scheitern die meisten: Sie denken, mehr Information ist besser. Deshalb packen sie alles auf eine Seite.

Das Gegenteil ist richtig.

Faustregel: Zeige nur die Informationen, die für die jeweilige Audience relevant sind. Den Rest machst du optional verfügbar.

Praktische Umsetzung

  • Tabs: "Für Einsteiger" / "Für Profis"
  • Hover-Details: Grundinfo sichtbar, Details beim Hover
  • Progressive Disclosure: Erst Überblick, dann "Mehr erfahren"-Buttons
  • Persona-basierte Seiten: "Bist du Freelancer oder Unternehmer?" → verschiedene Inhalte

Weniger ist mehr. Auch bei heterogenen Zielgruppen.

So setzt du das heute um: Deine 3-Schritte-Anleitung

Schritt 1: Audience-Audit machen

Liste deine verschiedenen Zielgruppen auf. Nicht demografisch, sondern nach Wissensstand und Bedürfnissen. Wo steht jede Gruppe gerade? Was sind die spezifischen Probleme?

Schritt 2: Content-Hierarchie festlegen

Definiere, welche Informationen für alle relevant sind (Kernbotschaft), welche nur für Einsteiger (Erklärungen) und welche nur für Fortgeschrittene (Details).

Schritt 3: Testing setup in ActiveCampaign

Richte Site Tracking ein, erstelle verschiedene Tags für verschiedene Audiences und teste verschiedene Versionen deiner wichtigsten Seiten. Miss, was funktioniert.

Das verändert alles. Statt einen schlechten Kompromiss für alle zu machen, erstellst du Inhalte, die jede Zielgruppe dort abholen, wo sie steht.

Wenn du das mit ActiveCampaign professionell umsetzen willst, sind wir bei Advertal der richtige Partner. Wir haben das schon über 170 Mal gemacht – und wissen, wo die Fallen liegen.

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