Zurück zu Wissen

Pinterest Marketing für B2B und ungewöhnliche Branchen: Unterschätzte Potentiale im DACH-Raum

Tom
Tom
12. März 2026 · 12 Min. Lesezeit

Pinterest funktioniert für B2B-Unternehmen und ungewöhnliche Branchen im DACH-Raum, weil die Plattform als visuelle Suchmaschine wirkt, nicht als Social-Media-Kanal. Infografiken, Checklisten und Prozessdarstellungen zu Fachthemen bauen Sichtbarkeit auf, die Monate lang hält. Wer früh ansetzt, trifft dort auf deutlich weniger Wettbewerb als auf LinkedIn oder in der Google-Suche.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pins bleiben über Monate auffindbar, weil Pinterest Inhalte wie eine Suchmaschine indexiert – nicht algorithmisch versenkt wie auf Instagram oder LinkedIn.
  • B2B-Branchen wie Software, Unternehmensberatung und Finanzdienstleistungen haben auf Pinterest kaum Konkurrenz und können dort Themenführerschaft aufbauen.
  • Content, der Probleme löst – Infografiken, Prozessdarstellungen, Checklisten – trägt deutlich weiter als werbliche Produktbilder.
  • Ein Pin mit Ziel-URL zu einer thematisch passenden Landing Page lässt sich direkt mit einer E-Mail-Automation verbinden und generiert so qualifizierte Leads.
  • Der Aufbau lohnt sich schon mit wenigen Stunden pro Monat, wenn Keywords konsequent in Titel, Beschreibung und Board-Namen eingebaut werden.

Warum Pinterest eine Suchmaschine ist und kein Social-Media-Kanal

Wer Pinterest als weiteren Social-Media-Kanal behandelt, verschenkt den zentralen Vorteil: Pins werden nicht algorithmisch nach Stunden abgelöst – sie werden indexiert und bleiben über Monate in Suchergebnissen sichtbar. Ein Beitrag über Prozessoptimierung in der Logistik, den du heute veröffentlichst, kann in drei Monaten noch Traffic liefern. Das unterscheidet Pinterest strukturell von Instagram, LinkedIn und Facebook.

Der Suchabsicht liegt ein anderes Nutzerverhalten zugrunde. Pinterest-Nutzer sind mehrheitlich im Planungsmodus: Sie recherchieren aktiv zu einem Vorhaben, das noch bevorsteht. Wer eine Software evaluiert, einen Dienstleister sucht oder einen neuen Prozess einführen will, sucht auf Pinterest nach Orientierung und Vergleichen. Dieser Planungsmodus macht die Plattform zu einem frühen Touchpoint in der Customer Journey – und damit besonders wertvoll für B2B-Unternehmen mit komplexen Kaufentscheidungen.

Pinterest hat in Deutschland einen substanziellen monatlichen Nutzerkreis aufgebaut, darunter überproportional viele Menschen in einer Planungsabsicht – eine Zielgruppe, die im B2B-Kontext echte Kaufentscheidungen trifft. Die Plattform hat in den vergangenen Jahren ihren jüngeren Nutzeranteil deutlich ausgebaut; der klassische Befund, Pinterest sei nur für ältere Zielgruppen relevant, stammt aus einer anderen Phase der Plattform.

Was der Vergleich mit Google zeigt

Pinterest konkurriert nicht mit Google, sondern ergänzt es. Wer auf Google sucht, hat oft schon einen konkreten Begriff oder Anbieter im Kopf. Wer auf Pinterest sucht, sammelt noch Ideen und vergleicht Ansätze. Für B2B bedeutet das: Ein Eintrag auf Pinterest erreicht Entscheider in einer früheren Phase – wenn die Weichen noch nicht gestellt sind. Wer in dieser Phase Vertrauen aufbaut, kommt in den Shortlist-Prozess, bevor der Wettbewerb überhaupt auf dem Radar ist.

Der zweite Unterschied: Pinterest-SEO ist deutlich weniger umkämpft als Google-SEO. Für viele B2B-Fachthemen – Compliance, Vertriebsautomation, HR-Prozesse, Maschinenwartung – gibt es auf Pinterest kaum Pins in Deutsch. Wer dort systematisch veröffentlicht, kann in Nischen schnell Sichtbarkeit aufbauen, für die auf Google ein langer Kampf nötig wäre.

In welchen Branchen du auf Pinterest kaum Wettbewerb triffst

Der Mythos, Pinterest sei nur für B2C-Unternehmen geeignet, kommt daher, dass die sichtbarsten Marken dort aus Fashion, Food und Interior kommen. Das sagt aber nichts über das Nachfragepotenzial in anderen Bereichen aus – es zeigt nur, wer bisher die Lücke nicht gefüllt hat. Für B2B-Anbieter in diesen Feldern ist das eine strukturelle Chance, die mit vergleichsweise geringem Aufwand genutzt werden kann.

SaaS-Anbieter zeigen Probleme statt Produkte

Für SaaS-Produkte funktionieren Pins besonders gut, wenn sie nicht das Produkt zeigen, sondern das gelöste Problem. Ein Workflow-Tool kann Prozessdarstellungen veröffentlichen, die zeigen, wie ein Freigabeprozess ohne und mit dem Tool aussieht. Ein CRM kann Infografiken zu Vertriebspipeline-Strukturen anbieten. Wer den Nutzen visuell greifbar macht, zieht Nutzer an, die genau dieses Problem gerade haben.

Auf Pinterest gibt es in Deutsch kaum Konkurrenz für Fachthemen wie CRM-Einführung im Mittelstand, Vertriebsautomation für KMU oder SaaS-Onboarding-Prozesse. Diese Keywords sind auf Google umkämpft; auf Pinterest sucht dort bisher kaum jemand – was den Einstieg erheblich einfacher macht.

Beratungsunternehmen bauen Thought Leadership über Frameworks auf

Für Beratungsunternehmen eignet sich Pinterest für Thought-Leadership-Content: Frameworks, Entscheidungsmatrizen, Projektphasen-Darstellungen. Ein Board mit dem Titel „Change-Management-Methoden" oder „Strategie-Frameworks für den Mittelstand" zieht genau die Zielgruppe an, die auf der Suche nach Orientierung ist – und damit prinzipiell offen für externe Beratung. Der Ansatz ist langfristiger als LinkedIn-Direktansprache, aber weniger abhängig von Algorithmen und täglicher Reichweite.

Finanzthemen finden auf Pinterest ein suchaktives Publikum

Finanzthemen sind auf Pinterest stärker gefragt als die meisten Anbieter vermuten. Suchbegriffe wie „Altersvorsorge Selbstständige", „Steuertipps GmbH" oder „Buchführung Freiberufler" haben spürbare Nachfrage auf der Plattform – und keine ernsthaften Anbieter, die sie bedienen. Ein Steuerberater, der Checklisten für Jahresabschlüsse oder Infografiken zu steuerlichen Fristen veröffentlicht, kann damit eine Zielgruppe erreichen, die aktiv recherchiert und Beratungsbedarf hat.

Recruiting-Inhalte sprechen auf Pinterest eine doppelte Zielgruppe an

Recruiting-Themen treffen auf Pinterest auf eine bemerkenswert breite Zielgruppe: sowohl Kandidaten, die sich vorbereiten wollen, als auch Personalverantwortliche, die nach Prozessoptimierung suchen. Infografiken zu Onboarding-Checklisten, Gesprächsleitfäden oder Employer-Branding-Beispielen funktionieren auf beiden Seiten. Wer Inhalte für Bewerber und für Hiring-Manager trennt und auf unterschiedlichen Boards veröffentlicht, hat eine klare Struktur für eine doppelte Zielgruppe.

Industrieunternehmen unterschätzen ihren visuellen Content

Industrieunternehmen haben fast durchgehend mehr visuell aufbereitbaren Content als sie einsetzen. Produktionsprozesse, Qualitätskontrollschritte, Materialvergleiche oder Wartungsintervalle lassen sich als hochformatige Infografiken aufbereiten und ziehen Einkäufer und Ingenieure an, die Vergleiche und Entscheidungshilfen suchen. Die Konkurrenz auf Pinterest in Deutsch ist für technische Themen nahezu nicht vorhanden – wer hier früh startet, setzt Landmarken, die Monate lang wirken.

Welche Inhalte in ungewöhnlichen Branchen tragen

Der häufigste Fehler beim Einstieg: Pins erstellen, die wie Werbeanzeigen aussehen. Pinterest-Nutzer im Planungsmodus reagieren nicht auf „Jetzt buchen" oder „Kostenlos testen" – sie reagieren auf Inhalte, die bei einer konkreten Frage weiterhelfen. Das bedeutet für B2B-Unternehmen, die Perspektive umzukehren: nicht „Was bieten wir an?", sondern „Welche Fragen stellt unsere Zielgruppe gerade?"

Infografiken zeigen Prozesse, keine Produktversprechen

Infografiken funktionieren auf Pinterest am stärksten, wenn sie einen Prozess in nachvollziehbare Schritte aufteilen. Statt „Unser Beratungsansatz" zeigst du „Wie eine CRM-Einführung in vier Phasen abläuft". Statt „Unsere Leistungen" zeigst du „Welche sechs Dokumente du für eine GmbH-Gründung brauchst". Die visuelle Reduktion auf Kernschritte macht abstrakte Prozesse zugänglich und signalisiert Kompetenz ohne Werbedruck.

Für die Gestaltung gilt: hochformatige Bilder im Verhältnis 2:3 performen auf Pinterest deutlich besser als quadratische oder querformatige Bilder. Die empfohlene Pixelgröße für statische Pins liegt bei 1000 x 1500 Pixeln. Tools wie Canva bieten fertige Pinterest-Vorlagen in genau diesen Abmessungen und reduzieren den Gestaltungsaufwand auf ein Minimum.

Checklisten treffen den Planungsmodus der Pinterest-Nutzer direkt

Wer nach „Steuercheck Jahresabschluss" oder „IT-Sicherheitsaudit KMU" sucht, will eine Struktur, die sagt, was geprüft werden muss. Du bietest diese Struktur als visuellen Pin an, verlinkst auf eine Landing Page, wo der Nutzer die vollständige Checkliste als PDF erhält – und bindest dabei ein Formular ein, das den Kontakt erfasst. So entsteht aus einem visuellen Inhalt ein konkreter Pfad zur Lead-Generierung.

Ein durchdachter Überblick über den Aufbau von Lead-Magneten und ihre Typen zeigt, welche Formate auf welche Zielgruppen wirken und wie du den Download thematisch schärfst.

Vergleichstabellen positionieren dich als neutrale Fachinstanz

Nutzer im Evaluierungsmodus suchen nach Vergleichen. Fragen wie „Welche ERP-Software passt für ein KMU mit 50 Mitarbeitern?" oder „Was ist der Unterschied zwischen Factoring und einem Betriebsmittelkredit?" lassen sich als visuell aufbereitete Vergleichstabellen beantworten. Du zeigst Kriterien, keine Markennamen, und positionierst dich als neutrale Fachinstanz. Das zieht stärker als werbliche Inhalte und baut dauerhafteres Vertrauen auf.

Vorher/Nachher-Grafiken machen abstrakte Prozessvorteile greifbar

Prozessdarstellungen im Vorher/Nachher-Format funktionieren besonders für Beratungs- und Software-Unternehmen. „Vertriebsprozess ohne CRM" vs. „Vertriebsprozess mit CRM" macht abstrakte Vorteile greifbar. Wichtig dabei: keine erfundenen Kennzahlen einbauen. Die Darstellung des Prozessablaufs allein – welche Schritte wegfallen, welche automatisch laufen – reicht als visuelles Argument und ist glaubwürdiger als eine unbelegte Prozentzahl.

So startest du Pinterest als B2B-Kanal in 30 Tagen

Der folgende Plan ist für Unternehmen gedacht, die kein eigenes Social-Media-Team haben und Pinterest mit vertretbarem Aufwand aufbauen wollen. Drei bis vier Stunden pro Woche reichen in der Aufbauphase, wenn Strategie und Struktur stimmen.

  1. Einen Pinterest Business Account anlegen und die Website über Pinterest verifizieren – damit werden Analytics freigeschaltet und der Domain-Link erscheint auf jedem Pin.
  2. Fünf bis acht Themen-Boards anlegen, die je einen Teilbereich der Zielgruppe abbilden. Board-Namen und Beschreibungen konsequent mit Suchbegriffen füllen: „Steuertipps für GmbH-Gründer" statt „Unsere Inhalte".
  3. Keyword-Recherche mit dem Pinterest-Suchfeld durchführen: Haupt-Keyword eingeben und die automatisch angezeigten Ergänzungsvorschläge notieren – diese spiegeln echte Suchabsichten wider. Pinterest Trends unter trends.pinterest.com liefert zusätzlich saisonale Einblicke.
  4. Zehn bis fünfzehn Pins im Hochformat erstellen (1000 x 1500 Pixel). Jeder Pin hat ein spezifisches Fachthema, eine klare Frage oder einen konkreten Prozess als Inhalt. Canva-Vorlagen für Pinterest reduzieren den Designaufwand deutlich.
  5. Für jeden Pin eine spezifische Ziel-URL festlegen. Der Pin verlinkt nicht auf die Homepage, sondern auf eine thematisch passende Landing Page – einen Blogartikel, eine Download-Seite oder eine Angebotsseite. Pins ohne konkreten Landeplatz verlieren den größten Teil ihres Konversionspotenzials.
  6. Für Pins, die auf einen Lead-Magneten verweisen, ein Formular auf der Landing Page einbinden und die Kontakterfassung mit einer E-Mail-Automation verbinden. Wer einen Prozess-Leitfaden herunterlädt, erhält drei Tage später die zugehörige Vertiefung als automatisierte Mail.
  7. Nach vier Wochen Pinterest Analytics öffnen und gezielt auf Outbound Clicks achten: welche Pins haben Traffic auf die Website gebracht? Diese Themen werden als nächstes ausgebaut, entweder mit weiteren Pins oder mit vertiefenden Landing Pages.

Typische Fehler, die den Aufbau bremsen

Viele Unternehmen testen Pinterest, sehen nach sechs Wochen kaum Ergebnisse und stellen die Arbeit ein. Meistens liegt das nicht an Pinterest selbst, sondern an strukturellen Fehlern, die sich schnell beheben lassen.

Wer Pins auf die Homepage verlinkt, verliert den Großteil der Klicks

Der häufigste Fehler: Pins verlinken auf die Homepage oder eine allgemeine Übersichtsseite. Wer auf einen Pin klickt, der „Onboarding-Prozess in fünf Schritten" verspricht, will genau das auf der Ziel-URL finden – nicht eine Startseite, die erklärt, was das Unternehmen grundsätzlich macht. Pins ohne thematisch passende Ziel-URL verlieren ihr Potenzial, bevor jemand überhaupt das Formular sieht.

Ohne Keywords in Titel und Beschreibung bleibt der Pin unsichtbar

Pinterest indexiert Pins über Textfelder: Titel, Beschreibung und Board-Name. Wer diese Felder nicht konsequent mit relevanten Suchbegriffen befüllt, erscheint in Suchergebnissen nicht – egal wie gut das visuelle Design ist. Der Titel sollte das wichtigste Keyword an erster Stelle haben. Die Beschreibung erklärt natürlich und mit Kontext, was der Leser auf der Ziel-URL erwartet. Drei bis fünf thematisch passende Hashtags am Ende der Beschreibung verstärken die Auffindbarkeit.

Querformatige Pins werden im Feed beschnitten

Pinterest ist für hochformatige Inhalte gebaut. Pins im quadratischen oder Querformat werden im Feed stärker beschnitten und nehmen weniger Fläche ein. Das reduziert Sichtbarkeit und Klickrate spürbar. Wer einmal vorhandene Grafiken im Hochformat neu exportiert, sieht in der Regel sofort den Unterschied in der Reichweite.

Werbliche Pins mit Produktfokus gehen an der Planungsphase vorbei

Pins, die wie Werbeanzeigen wirken, werden auf Pinterest ignoriert. Der Planungsmodus der Nutzer ist nicht kompatibel mit direkter Verkaufsansprache. Ein Pin, der ein Produkt mit Preis und Handlungsaufforderung zeigt, hat deutlich geringere organische Reichweite als einer, der ein konkretes Fachproblem anspricht und eine Lösung andeutet. Der Wechsel vom Produktfokus zum Problemfokus ist die wichtigste inhaltliche Stellschraube beim Einstieg.

Wann Pinterest kein sinnvoller Kanal ist

Pinterest ist kein universeller B2B-Kanal. Es gibt Konstellationen, in denen der Aufwand nicht gerechtfertigt ist oder andere Kanäle klar bessere Ergebnisse liefern würden.

Ein Unternehmen, das ausschließlich zehn Großkunden in einer eng definierten Branche betreut, wird auf Pinterest kaum genau diese Entscheider erreichen. Account-based Marketing mit direkter Ansprache auf LinkedIn oder über Empfehlungen ist in diesem Fall zielführender. Pinterest skaliert über Masse und thematische Sichtbarkeit – wer eine sehr kleine, sehr spezifische Zielgruppe bedient, braucht einen anderen Ansatz.

Auch für Themen, die sich visuell schwer aufbereiten lassen und bei denen sofortiger Bedarf im Vordergrund steht, ist Pinterest nicht der erste Kanal. Wer einen Serverausfall hat und sofort einen IT-Dienstleister braucht, sucht auf Google, nicht auf Pinterest. Die Plattform eignet sich für Bedarf im Planungshorizont von Wochen bis Monaten – nicht für akuten, kurzfristigen Bedarf, der direkt eine Kaufentscheidung auslöst.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis Pinterest-Marketing erste messbare Ergebnisse zeigt?

Pinterest-SEO braucht typischerweise drei bis sechs Monate, bis organische Pins spürbar Traffic liefern. Anders als bei Google oder bezahlten Anzeigen gibt es keine sofortige Reaktion. Wer die ersten acht Wochen konsequent Pins veröffentlicht, Keywords einarbeitet und Landing Pages sauber verknüpft, beginnt danach organisches Wachstum zu sehen. Geduld und Konsequenz ersetzen Budget in der Aufbauphase.

Wie viele Pins pro Woche sind für den Einstieg sinnvoll?

Für den Einstieg reichen fünf bis zehn Pins pro Woche – davon ein bis zwei eigene Inhalte, der Rest kuratierter Content aus verwandten Themenfeldern. Konsistenz ist wichtiger als Volumen. Pinterest bewertet aktive Konten besser als solche, die nach einer Startphase auf null fallen. Ein Redaktionsplan mit festen Veröffentlichungsterminen hält den Rhythmus auch dann aufrecht, wenn interner Druck entsteht.

Braucht man ein bezahltes Pinterest-Konto für B2B-Marketing?

Nein. Ein kostenloses Pinterest Business Account reicht für organisches Marketing aus und beinhaltet alle Analytics-Funktionen. Bezahlte Pinterest Ads werden erst dann sinnvoll, wenn organisch identifiziert wurde, welche Pins Klicks generieren – diese lassen sich dann mit Budget verstärken. Mit Paid Ads zu starten, ohne zu wissen, welcher Content funktioniert, verbrennt Budget ohne Lernerfolg.

Wie verbinde ich Pinterest-Traffic mit meiner E-Mail-Automation?

Der Pfad verläuft immer über die Landing Page. Der Pin verlinkt auf eine URL mit einem Formular oder Download-Trigger. Wer das Formular ausfüllt, landet in der E-Mail-Automation. Damit Pinterest-Traffic in der Analyse sichtbar bleibt, hängst du UTM-Parameter an jede Pin-URL – zum Beispiel ?utm_source=pinterest&utm_medium=organic. Wer ActiveCampaign als E-Mail-Plattform einsetzt, findet passende Konfigurationsmöglichkeiten auf der Advertal-Serviceseite.

Kann ich Pinterest auch ohne eigenen Blog nutzen?

Ja. Die Ziel-URL eines Pins muss keine Blogseite sein. Ein Pin kann auf eine Angebotsseite, eine Download-Seite, eine spezifische Produktseite oder ein Formular verlinken – solange die Landing Page thematisch zur Pin-Aussage passt. Ein Blog erhöht die Menge möglicher Ziel-URLs und verbessert die Verzahnung zwischen Pinterest-Traffic und organischem Google-Traffic, ist aber kein Muss für den Einstieg.

Welches Bildformat ist für B2B-Pins am effektivsten?

Statische Infografiken im Hochformat (1000 x 1500 Pixel, Verhältnis 2:3) performen am konsistentesten. Video-Pins eignen sich für kurze Prozess-Animationen und Tutorials, werden aber häufig ohne Ton konsumiert – ein eingeblendeter Untertitel ist dann Pflicht. Karussell-Pins erlauben es, mehrstufige Prozesse in Einzelschritten darzustellen und eignen sich besonders für Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit mehreren Stages.

Wer Pinterest systematisch in den Content-Mix einarbeitet und dabei B2B-Themen visuell aufbereitet, baut eine Sichtbarkeit auf, die deutlich länger wirkt als ein einzelner LinkedIn-Beitrag. Der nächste logische Schritt ist die Einbindung in eine B2B-Content-Strategie, die festlegt, welche Themenfelder auf welchen Kanälen bespielt werden – damit Pinterest nicht isoliert läuft, sondern Teil eines abgestimmten Systems ist.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

Kostenloses Erstgespräch

Du weißt jetzt, wie es geht. Sollen wir dir bei der Umsetzung helfen?

Zwanzig Minuten, ohne Verkaufsgespräch: Wir schauen gemeinsam auf dein Marketing – was schon trägt, was liegen geblieben ist und was sich automatisieren lässt. Du hast danach drei konkrete nächste Schritte. Ob du ActiveCampaign schon nutzt oder noch nach dem passenden Werkzeug suchst: Wir richten es so ein, dass es zu deinem Unternehmen passt – und zeigen deinem Team, wie es damit weiterarbeitet.

Jetzt kennenlernen

Kostenlos und unverbindlich · Offizieller ActiveCampaign-Partner · über 200 Unternehmen im Advertal Partner-Netzwerk