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Dein Marketing Report ist wie ein Röntgenbild deines Unternehmens: Er zeigt dir genau, welche Kampagnen Ergebnisse liefern, wo du mehr Budget investieren solltest und was du dringend reparieren musst.

Aber die meisten Marketing Reports sind entweder komplett überladen oder viel zu oberflächlich. Entweder stapelst du alle verfügbaren Metriken aufeinander (und niemand weiß mehr, was wichtig ist) oder du kratzt nur an der Oberfläche.

Das Problem: Ein Marketing Report ohne klaren Zweck ist nur eine Sammlung einsamer Zahlen.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du einen Marketing Report erstellst, der tatsächlich Entscheidungen ermöglicht. Du erfährst die 6 wichtigsten KPIs, die in jeden Report gehören – und wie du sie in ActiveCampaign trackst.

1) Was gehört in einen Marketing Report (und was nicht)?

Bevor du auch nur eine einzige Zahl in deinen Report packst, stellst du dir diese Frage:

Was ist der Zweck dieses Reports? Was wollen wir damit erreichen?

Die Information, die du brauchst, um eine Entscheidung zu treffen, ist (meistens) weniger als die Menge an Daten, die du tatsächlich hast.

Anders gesagt: Du musst nicht alles reinpacken, was du messen kannst.

Ein typischer Marketing Report soll dir helfen:

  • Marketing-Ausgaben zu rechtfertigen
  • Mehr Budget für erfolgreiche Kanäle zu bekommen
  • Herauszufinden, welche Marketing-Kanäle funktionieren
  • Löcher in deiner Marketing-Strategie zu entdecken
  • Umsatztreiber zu identifizieren
  • Fortschritte über die Zeit zu verfolgen

Das funktioniert nur, wenn dein Report eine klare Geschichte erzählt. Und das geht nur mit den richtigen KPIs.

2) Die 6 wichtigsten KPIs für deinen Marketing Report

Diese 6 Bereiche gehören in jeden Marketing Report – egal ob du B2B-Software verkaufst oder Coaching anbietest:

KPI 1: Deine Ziele (und wo du gerade stehst)

Fang immer mit deinen Zielen an. Das gibt dem ganzen Report einen Fokus.

Ohne Ziele sind alle folgenden Zahlen sinnlos. Mit Zielen hat jede Metrik eine Bedeutung.

Typische Ziele, die du tracken solltest:

  • Monatlicher oder jährlicher Umsatz
  • Anzahl Leads pro Monat
  • Conversion-Rate von Lead zu Kunde
  • Website-Traffic nach Quelle
  • Customer Satisfaction Score (CSAT)

Praxis-Tipp: Zeige nicht nur die aktuellen Zahlen, sondern auch den Fortschritt zum Ziel. Wenn dein Ziel 100 Leads pro Monat ist und du bei 73 stehst, dann ist das die wichtigste Information.

KPI 2: Website-Analytics und SEO-Daten

Website-Analytics zeigen dir, wie viele Leute dein Business überhaupt wahrnehmen – und was sie auf deiner Website machen.

Diese Metriken gehören rein:

  • Gesamter Website-Traffic: Wie groß ist deine Reichweite?
  • Unique Visitors: Echte Menschen, nicht nur Seitenaufrufe
  • Paid vs. Organic Traffic: Wie viel zahlst du pro Besucher?
  • Blog-Traffic: Falls du Content Marketing machst
  • Top-Landing-Pages: Welche Seiten performen am besten?
  • Durchschnittliche Verweildauer: Wie engaging ist deine Website?

Das wichtigste dabei: Zeige Trends, nicht nur aktuelle Zahlen. Wie haben sich die Zahlen im Vergleich zur letzten Woche, zum letzten Monat entwickelt?

Wo du die Daten findest: Google Analytics 4 ist der Standard (und kostenlos). Die wichtigsten Metriken findest du direkt auf dem Dashboard.

KPI 3: E-Mail-Marketing Performance

Hier wird es richtig interessant. E-Mail-Marketing zeigt dir, wie dein Website-Traffic sich in Abonnenten und Leads verwandelt.

Diese Metriken gehören in jeden Report:

  • Versendete E-Mails: Wie viele E-Mails hast du rausgeschickt?
  • Öffnungsrate: Wie viele öffnen deine E-Mails überhaupt?
  • Klickrate (CTR): Wie viele klicken auf deine Links?
  • Abmelderate: Verlierst du Abonnenten?
  • List Growth: Wie schnell wächst deine E-Mail-Liste?

Aber wichtiger als die einzelnen Zahlen: Welche E-Mails haben die besten Ergebnisse erzielt?

Ging es um ein bestimmtes Produkt? Welche Art von E-Mail hat die meiste Aktivität erzeugt? Welche E-Mail hat die meisten Leads oder Kunden gebracht?

ActiveCampaign-Vorteil: In ActiveCampaign findest du all diese Daten unter "Reports". Du siehst sowohl Campaign Performance als auch Automation Performance – und kannst direkt vergleichen, welche Nachrichten am besten ankommen.

KPI 4: Leads und Kunden

Hier geht es ums Eingemachte: Wie verwandeln sich all deine Marketing-Aktivitäten in echte Leads und zahlende Kunden?

Das gehört in diesen Abschnitt:

  • Marketing Qualified Leads (MQLs): Kontakte mit hohem Engagement
  • Sales Qualified Leads (SQLs): Leads, die bereit für ein Verkaufsgespräch sind
  • Neue Kunden: Wie viele Abschlüsse hattest du?
  • Customer Acquisition Cost (CAC): Was kostet dich ein Neukunde?
  • Cost per Acquisition (CPA): Was kostet eine Conversion?

Dieser Abschnitt hat die stärkste Verbindung zu deinen Business-Zielen. Hier siehst du, welche Quellen tatsächlich Leads und Kunden produzieren.

ActiveCampaign-Tipp: Nutze Lead Scoring, um MQLs automatisch zu definieren. Wenn ein Kontakt eine bestimmte Punktzahl erreicht, taggt ActiveCampaign ihn automatisch als Lead.

So berechnest du die wichtigsten Metriken:

  • CAC: Gesamte Marketing- und Sales-Ausgaben ÷ Anzahl Neukunden
  • CPA: Gesamte Marketing-Ausgaben ÷ Anzahl Conversions

KPI 5: Erklärungen der Zahlen

Das ist der Teil, den fast alle vergessen – und der trotzdem entscheidend ist.

Lass die Zahlen nicht alleine rumhängen. Erkläre, was dahintersteckt.

Beispiele für wichtige Erklärungen:

  • Ist der organische Traffic gesunken, weil ihr ein Website-Update gemacht habt?
  • Hat eine spezielle E-Mail-Aktion die Klickrate in die Höhe getrieben?
  • Hat eine Erwähnung in einem Podcast oder Blog zu einem MQL-Anstieg geführt?
  • War ein Feiertag oder saisonales Event für Schwankungen verantwortlich?

Das Worst-Case-Szenario: Du investierst Stunden in das Zusammenstellen der Zahlen und die Leute ziehen die falschen Schlüsse daraus.

Erklärungen verhindern das.

KPI 6: Social Media Daten (falls relevant)

Social Media gehört nur in deinen Report, wenn:

  • Du Brand Awareness-Ziele hast, bei denen Social Media Reach wichtig ist
  • Du direkt über Social Media Kunden gewinnst (z.B. Instagram + E-Commerce)

Falls Social Media für dich relevant ist, tracke das:

  • Follower-Wachstum
  • Engagement (Likes, Kommentare, Shares)
  • Impressions
  • Ad-Performance
  • Zielgruppen-Demographics

Die Demographics sind besonders wertvoll. Du findest oft heraus, dass deine gefühlte Zielgruppe nicht die Zielgruppe ist, die tatsächlich mit deinem Content interagiert.

3) Das gehört NICHT in deinen Marketing Report

Genauso wichtig wie die richtigen KPIs: Was du weglassen solltest.

Raus mit dem Fach-Chinesisch

Jargon funktioniert, wenn zwei Experten reden und beide alle Begriffe kennen. In allen anderen Fällen stiftet er Verwirrung.

Schreib für Menschen, nicht für Marketing-Professionals.

Metriken ohne Bezug zu den Zielen

Nur weil du eine Metrik messen kannst, heißt das nicht, dass sie in den Report gehört.

Diese Metriken kannst du oft weglassen:

  • Bounce Rate (außer sie ist extrem problematisch)
  • Rankings für jedes einzelne Keyword
  • CAC für Kanäle, die nicht für Kundengewinnung gedacht sind
  • Vanity Metrics ohne Business-Impact

Grafiken ohne Kontext

Visuals sind einprägsam – aber nur mit der richtigen Erklärung. Eine Grafik mit 20 verschiedenen Linien verwirrt mehr als sie hilft.

Wenn du eine Grafik verwendest, erkläre, was sie bedeutet und warum sie wichtig ist.

4) Wie oft solltest du Reports erstellen?

Für die meisten Unternehmen ist ein monatlicher Marketing Report optimal. Monatliche Reports haben eine solide Datenbasis und zeigen, wie du in Richtung deiner Ziele unterwegs bist.

Die verschiedenen Frequenzen haben unterschiedliche Vorteile:

Wöchentliche Reports

  • Gut für einzelne Teams innerhalb des Marketing-Bereichs
  • Detaillierter und granularer
  • Helfen bei der Pace-Kontrolle für Ziele

Tägliche Reports

Meistens nicht sinnvoll. Tägliches Monitoring (z.B. bei PPC-Kampagnen) ist wertvoll, aber ein täglicher Report verwirrt mehr als er hilft.

5) So machst du das Reporting automatisch

Niemand will jede Woche Stunden mit Report-Erstellung verbringen. Musst du auch nicht.

Hier ist der Prozess für wiederholbare Marketing Reports:

  1. Zweck definieren: Was willst du mit dem Report erreichen?
  2. Ziele festlegen: Was sind deine Marketing-Ziele?
  3. Relevante Informationen identifizieren: Welche Daten brauchst du?
  4. Daten in sinnvolle Reihenfolge bringen: Erzähle eine Geschichte
  5. Template erstellen: Nutze die Struktur für künftige Reports
  6. Iterieren: Verbessere das Template kontinuierlich

ActiveCampaign-Hack: Nutze die Reporting-Dashboards in ActiveCampaign, um automatisch aktualisierte Übersichten zu bekommen. Du kannst dir auch wöchentliche Report-E-Mails schicken lassen.

6) Wer braucht deinen Marketing Report?

Neben dem Marketing-Team profitieren vor allem zwei Gruppen von deinem Report:

Das Sales-Team

Marketing-Daten sind wertvolle Informationen vom Anfang des Funnels. Das Sales-Team kann mit deinem Report:

  • Sehen, wie viele Leads reinkommen
  • Trends im Lead-Flow erkennen
  • Sich auf Veränderungen vorbereiten
  • Verstehen, welche Botschaften am besten ankommen

Idealerweise passt das Sales-Team seine Pitches an die Marketing-Botschaften an, die die meisten Leads bringen.

Der Effekt: Unternehmen mit aligned Marketing und Sales haben 32% höhere Umsätze, 36% bessere Customer Retention und 38% höhere Win-Rates.

Executives und Geschäftsführung

Für Executives ist der Marketing Report ein Business-Snapshot. Sie wollen sehen, wo das Unternehmen hingeht.

Wichtig: Executives interessieren sich weniger für Klicks oder CTRs. Sie wollen die Zahlen sehen, die möglichst nah am Umsatz sind.

Fokussiere dich auf:

  • Anzahl Leads
  • Conversion-Rates
  • ROI
  • CAC
  • Pipeline-Entwicklung

7) Quickstart: Dein erster Marketing Report in 2 Stunden

Falls du nur 2 Stunden Zeit hast, bau das zuerst:

  1. Ziele definieren (10 Min): Was willst du erreichen?
  2. Website-Traffic aus Google Analytics (20 Min): Gesamttraffic, Quellen, Top-Pages
  3. E-Mail-Daten aus ActiveCampaign (15 Min): Campaign Performance, List Growth
  4. Lead- und Kunden-Zahlen (30 Min): MQLs, SQLs, Neukunden, CAC
  5. Eine Erklärung für jede auffällige Zahl (30 Min)
  6. Zusammenfassung und nächste Schritte (15 Min)

Das ergibt einen soliden ersten Report, der Entscheidungen ermöglicht.

Die wichtigsten Tools für dein Marketing Reporting

Du brauchst nicht 20 verschiedene Tools. Diese Basis reicht für die meisten Unternehmen:

  • Google Analytics 4: Website-Traffic und Verhalten
  • ActiveCampaign: E-Mail-Performance, Lead Tracking, Automation Analytics
  • Social Media Platform Analytics: Native Analytics von Facebook, Instagram, LinkedIn
  • Optional: Google Data Studio: Für schöne Dashboard-Visualisierungen

ActiveCampaign-Bonus: Mit dem Site Tracking siehst du genau, welche Website-Besucher sich zu Leads entwickeln. Das gibt dir den direkten Zusammenhang zwischen Traffic und Conversions.

Ein guter Marketing Report zeigt dir nicht nur, was passiert ist – er zeigt dir, was du als nächstes tun solltest. Mit den richtigen KPIs, klaren Erklärungen und einem fokussierten Zweck wird dein Report zum strategischen Werkzeug.

Wenn du das mit ActiveCampaign und professioneller Begleitung umsetzen willst: Wir haben in den letzten anderthalb Jahren über 170 Marketing-Projekte begleitet und wissen, welche Reports wirklich funktionieren.

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