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Marketing Funnel Daten richtig zusammenführen: Der Advertal Guide

March 13, 2026

Wenn du mehrere Marketing-Kanäle nutzt, kennst du das Problem: Deine Funnel-Daten sind überall verstreut. Facebook Ads hier, Google Analytics dort, ActiveCampaign separat, und dein CRM führt wieder ein Eigenleben.
Das Ergebnis: Du siehst nie das komplette Bild. Welcher Kanal bringt wirklich qualifizierte Leads? Wo verlierst du die meisten Interessenten? Und vor allem: Wo solltest du dein Budget konzentrieren?
Nach über 170 begleiteten Projekten bei Advertal haben wir ein System entwickelt, das funktioniert. Hier zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du alle deine Funnel-Daten sauber zusammenführst.
Die meisten Unternehmen im DACH-Raum machen einen entscheidenden Fehler: Sie analysieren ihre Marketing-Kanäle einzeln.
Typisches Szenario:
Was fehlt? Die Verbindung zwischen den Systemen. Du siehst nicht, welche Google Ads-Kampagne tatsächlich zu geschlossenen Deals führt. Oder welche Facebook-Zielgruppe die höchste Lifetime Value hat.
Genau da verlieren die meisten ihr Budget. Sie optimieren auf Metriken, die isoliert betrachtet bedeutungslos sind.
Bevor du Daten zusammenführen kannst, brauchst du ein sauberes Tracking-System. ActiveCampaign bietet hier einen enormen Vorteil: Site Tracking kombiniert mit strukturierten UTM-Parametern.
Hier ist das UTM-Schema, das sich in unseren Projekten bewährt hat:
Beispiel für eine Google Ads-Kampagne:
utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=coaching_webinar_q1_2024&utm_content=anzeige_variant_a&utm_term=business_coach_hamburg
Das Site Tracking in ActiveCampaign erfasst automatisch alle UTM-Parameter. Diese werden als Custom Fields am Kontakt gespeichert.
So richtest du es ein:
Der Vorteil: Jeder Lead wird automatisch mit der kompletten Traffic-Quelle markiert.
Nicht jedes Tool ist notwendig. Hier ist das Minimum-Setup, das in 95% aller Fälle ausreicht:
Was sich in Projekten bewährt hat: Starte mit dem Core-Setup. Erweitere nur, wenn du konkrete Schmerzpunkte identifizierst.
Jetzt kommt der praktische Teil. Ich zeige dir, wie du ein zentrales Dashboard in Google Sheets aufbaust, das alle wichtigen Metriken vereint.
Tab 1: Raw Data
Hier landen alle Rohdaten aus den verschiedenen Quellen. Eine Zeile pro Kampagne/Zeitraum.
Spalten-Setup:
Tab 2: Berechnungen
Hier berechnest du die wichtigsten KPIs automatisch:
Hier sind die wichtigsten Formeln, die Zeit sparen:
Cost per Lead:
=Kosten/Leads_generiert
Lead-Qualifizierungsrate:
=Qualifizierte_Leads/Leads_generiert
ROAS berechnen:
=Umsatz/Kosten
Diese Formeln ziehst du über alle Zeilen, so dass jede Kampagne automatisch ausgewertet wird.
Hier wird es interessant. ActiveCampaign bietet mehrere Möglichkeiten, Lead-Daten zu exportieren und mit Traffic-Quellen zu verknüpfen.
Erstelle in ActiveCampaign Segmente basierend auf UTM-Parametern:
Diese Segmente exportierst du wöchentlich und fügst die Zahlen in dein Master-Sheet ein.
Wenn du ActiveCampaign CRM nutzt, kannst du sogar Deal-Daten nach Traffic-Quelle aufschlüsseln:
So siehst du nicht nur, welche Kanäle Leads bringen, sondern welche tatsächlich Umsatz generieren.
Nach anderthalb Jahren und über 170 Projekten kennen wir die typischen Probleme. Hier sind die wichtigsten:
Mal schreibt ihr "Google", mal "google", mal "Google-Ads". Das macht jede Auswertung kaputt.
Lösung: Erstellt eine UTM-Bibliothek mit definierten Werten. Nutzt Tools wie den Google Campaign URL Builder.
Viele Conversions werden als "Direct" klassifiziert, obwohl sie ursprünglich von Paid Ads kommen.
Lösung: Nutzt First-Touch und Last-Touch Attribution parallel. ActiveCampaign kann beide Varianten tracken.
Google Ads rechnet in UTC, Facebook in lokaler Zeit, ActiveCampaign in deiner gewählten Zeitzone.
Lösung: Definiert eine Master-Zeitzone (meist MEZ/MESZ) und rechnet alle Daten um.
Das wahre Gold liegt im Multi-Touch-Attribution. Viele Kunden interagieren mehrfach mit verschiedenen Kanälen, bevor sie kaufen.
Mit ActiveCampaign Site Tracking kannst du die komplette Customer Journey abbilden:
Diese Daten fügst du als zusätzliche Spalten in dein Master-Sheet ein. So erkennst du Muster in der Customer Journey.
Manueller Export und Import ist auf Dauer nicht skalierbar. Hier sind bewährte Automatisierungslösungen:
Supermetrics kann Daten aus über 50 Marketing-Plattformen automatisch in Google Sheets importieren. Kostet circa 99€/Monat, spart aber 10+ Stunden wöchentlich.
Zapier kann neue ActiveCampaign-Kontakte automatisch in dein Tracking-Sheet schreiben. Besonders nützlich für Lead-Counts nach Quelle.
Für technisch versierte Teams: Die GA4 API kann Conversion-Daten automatisch exportieren. Erfordert Setup, aber komplett kostenlos.
Unser Tipp: Startet manuell, automatisiert erst wenn der Prozess steht. Zu frühe Automatisierung führt oft zu schlechten Daten.
Daten sammeln ist nur der erste Schritt. Jetzt machst du sie actionable.
Das Dashboard sollte auf einen Blick zeigen: Was läuft gut? Was braucht Aufmerksamkeit?
Du willst sofort starten? Hier ist dein Fahrplan für die ersten zwei Wochen:
Tag 1-2: UTM-Struktur definieren und dokumentieren
Tag 3-4: ActiveCampaign Site Tracking einrichten
Tag 5-7: Master-Sheet erstellen mit ersten manuellen Exporten
Tag 8-10: Historische Daten importieren (letzte 4 Wochen)
Tag 11-12: Erste KPI-Berechnungen und Charts erstellen
Tag 13-14: Dashboard testen und erste Insights ableiten
Nach diesen zwei Wochen hast du ein funktionierendes System. Alle weiteren Verbesserungen sind iterativ.
Die meisten Unternehmen scheitern nicht an schlechten Marketing-Kanälen. Sie scheitern daran, dass sie ihre Kanäle nicht richtig bewerten können.
Mit einem integrierten Tracking-System siehst du:
Das verändert deine Marketing-Entscheidungen fundamental. Du optimierst nicht mehr auf Vanity Metrics, sondern auf echte Business-Ergebnisse.
Der nächste Schritt: Wenn du das System mit ActiveCampaign professional umsetzen willst, können wir dir helfen. In über 170 Projekten haben wir gelernt, was funktioniert und wo die typischen Stolpersteine liegen.
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