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Lead Scoring in ActiveCampaign: Wie du deine Kontakte richtig bewertest

March 12, 2026

Wenn du schon mal versucht hast, zwischen heißen und kalten Leads zu unterscheiden, weißt du: Das ist verdammt schwer ohne System. ActiveCampaign's Lead Scoring ist genau dafür da – aber die meisten nutzen es falsch.
Lead Scoring ist wie ein Spiel, bei dem du die Regeln selbst bestimmst. Und genau da liegt das Problem: Ohne klare Regeln und Ziele wird aus deinem Scoring-System ein Chaos aus willkürlichen Punkten.
In den letzten anderthalb Jahren haben wir bei Advertal über 170 ActiveCampaign-Projekte begleitet. Dabei haben wir gesehen, welche Scoring-Strategien funktionieren – und wo die meisten scheitern.
Stell dir vor, deine Kontakte spielen ein Spiel. Jede Aktion bringt Punkte. Jede Inaktivität kann Punkte kosten. Am Ende hast du eine Temperatur-Messung: Wie heiß ist dieser Lead?
Das ist der Zweck von Lead Scoring: Du trackst das Engagement deiner Kontakte und planst deine nächsten Schritte entsprechend.
Aber hier ist der Fehler, den 90% der Unternehmen machen: Sie vergeben Punkte ohne Strategie. 5 Punkte für E-Mail öffnen, 10 für Klick, 15 für Formular – völlig willkürlich.
Das funktioniert nicht. Du brauchst zuerst eine klare Vorstellung davon, was für dein Business wichtig ist.
In ActiveCampaign kannst du Lead Scoring an zwei Stellen verwalten:
Der Unterschied ist entscheidend: Regeln unter "Manage Scoring" greifen nur einmal pro Kontakt. Wenn jemand dein Newsletter-Formular ausfüllt, bekommt er die Punkte genau einmal – nicht jedes Mal, wenn er das Formular sieht.
Einmalige Aktionen (Manage Scoring):
Wiederkehrende Aktionen (in Automationen):
Wer das verwechselt, baut ein System, das nicht funktioniert.
Bevor du anfängst, Punkte zu verteilen, musst du diese Fragen beantworten:
Beispiel aus der Praxis: Ein Coach aus München hat festgestellt, dass 80% seiner Kunden vor dem Kauf sein kostenloses E-Book downloaden und mindestens 3 E-Mails öffnen. Diese Erkenntnis hat sein Lead Scoring komplett verändert.
Schau dir deine bestehenden Kunden an. Was haben sie gemeinsam? In ActiveCampaign kannst du das über Tags und Deals tracken:
Diese Muster werden deine Scoring-Regeln bestimmen.
Hier ist das Framework, das in unseren ActiveCampaign-Projekten am besten funktioniert:
Warum verfallen manche Punkte? Wenn jemand nur E-Mails öffnet, aber nie weiterführende Aktionen macht, soll er nicht als heißer Lead gelten. Verfallende Punkte sorgen dafür, dass nur aktuelles Engagement zählt.
Das übersehen viele: Du kannst auch Punkte abziehen. Das macht bei diesen Aktionen Sinn:
So bleibt dein Lead Score aussagekräftig und spiegelt die tatsächliche Engagement-Temperatur wider.
Hier wird es richtig spannend. ActiveCampaign bietet Features, die die meisten nicht nutzen:
Du kannst Punkte vergeben, basierend auf dem Website-Verhalten:
Tracke Events wie:
In ActiveCampaign kannst du auch Deals bewerten, nicht nur Kontakte. Das ist powerful für B2B-Unternehmen:
Der echte Nutzen von Lead Scoring zeigt sich in deinen Automationen. Du kannst Kontakte basierend auf ihrem Score unterschiedlich behandeln:
Beispiel-Automation:
So individualisierst du deine Kommunikation automatisch, ohne jeden Kontakt einzeln zu bewerten.
ActiveCampaign Goals sind perfect für Lead Scoring. Statt einzelne Aktionen zu tracken, definierst du ein Ziel:
Wird das Goal erreicht, vergibst du die Punkte automatisch.
Aus unseren 170+ ActiveCampaign-Projekten kennen wir die häufigsten Scoring-Fehler:
E-Mail öffnen sollte nicht 10 Punkte geben. Das verwässert deinen Score. Kleine Aktionen = kleine Punkte.
Ohne Verfall werden inaktive Kontakte irgendwann zu "heißen" Leads. Das ist Quatsch.
Wer sich abmeldet oder längere Zeit inaktiv ist, sollte Punkte verlieren. Sonst hast du falscher heißer Leads.
Punkte sammeln ist nicht das Ziel. Du musst basierend auf dem Score auch handeln – mit Automationen, Segmentierung oder Sales-Übergabe.
Im DACH-Raum musst du auch beim Lead Scoring die DSGVO beachten:
ActiveCampaign bietet dafür die entsprechenden Tools – nutze sie auch.
Wenn du jetzt sofort starten willst, baue das auf:
Schritt 1: Gehe in ActiveCampaign zu Contacts → Manage Scoring → Add New Score
Schritt 2: Erstelle diese drei Regeln:
Schritt 3: Baue eine einfache If/Else-Automation:
Schritt 4: Teste 4 Wochen und optimiere basierend auf den Ergebnissen.
Das ist deine Basis. Darauf kannst du aufbauen.
Lead Scoring ist kein Set-and-forget-Tool. Es ist ein System, das wächst und sich anpasst. Die besten ActiveCampaign-Setups, die wir betreuen, optimieren ihr Scoring kontinuierlich basierend auf echten Conversion-Daten.
Und das ist wichtig: Lead Scoring funktioniert nur, wenn du die Ergebnisse auch nutzt. Punkte sammeln ohne Konsequenzen ist Zeitverschwendung.
In unserem nächsten Guide zeigen wir dir, wie du aus deinem Lead Score automatisierte Sales-Übergaben, Re-Engagement-Kampagnen und Deal-Pipeline-Einträge machst. Das ist der Punkt, wo Lead Scoring richtig powerful wird.
Wenn du Lead Scoring in ActiveCampaign strategisch für dein Unternehmen umsetzen willst, melde dich bei uns: advertal.de/start. Wir bauen dir ein System, das zu deinem Business passt – nicht irgendein Standard-Setup.
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