Lead Scoring in ActiveCampaign trennt Kontakte nach ihrer tatsächlichen Kaufbereitschaft – nicht nach dem Bauchgefühl deines Vertriebsteams. Du vergibst Punkte für demografischen Fit und Verhalten, legst einen Schwellenwert fest, ab dem ein Kontakt als qualifiziert gilt, und übergibst ihn automatisch an den Vertrieb. Das System läuft danach ohne manuellen Aufwand.
Das Wichtigste in Kürze
- ActiveCampaign nennt die Funktion intern „Contact Scoring“ – verfügbar ab dem Plus-Plan, nicht im Starter-Plan.
- Statische Regeln laufen einmal pro Kontakt; dynamische Regeln per Automation laufen bei jeder Erfüllung und erlauben ablaufende Punkte.
- Ein zuverlässiges Modell kombiniert demografischen Fit (wer ist der Kontakt?) und Verhaltens-Signale (was tut er aktuell?).
- Ablaufende Punkte für Verhaltenssignale sorgen dafür, dass inaktive Kontakte nicht dauerhaft oben bleiben.
- Eine Automation, die ab einem definierten Schwellenwert automatisch einen Deal anlegt, schließt die Lücke zwischen Marketing und Vertrieb.
Was Lead Scoring von einfacher Lead-Verwaltung unterscheidet
Eine Lead-Liste zeigt dir, wer sich eingetragen hat. Ein Score-Modell zeigt dir, wer jetzt kaufbereit ist. Ohne Scoring behandelt dein Vertrieb einen Erstbesucher wie jemanden, der bereits dreimal die Preisseite aufgerufen, ein Whitepaper heruntergeladen und eine Demo-Anfrage ausgefüllt hat. Beide sind in der Kontaktliste gleich – obwohl ihr tatsächlicher Reifegrad weit auseinanderliegt.
Lead Scoring ergänzt die systematische B2B-Lead-Qualifizierung durch einen automatisierten, laufenden Prozess. Während du bei der manuellen Qualifizierung einmalig Kontakte filterst, bewertet das Scoring jeden Kontakt kontinuierlich auf Basis seines aktuellen Verhaltens. Beides schließt sich nicht aus, sondern greift ineinander.
Ein wichtiger Unterschied zur statischen Bewertung: Der Score ist ein lebendiger Wert. Ein Kontakt, der vor drei Monaten aktiv war und seitdem nichts getan hat, sollte heute einen niedrigeren Score haben als damals. Durch ablaufende Punkte bildet das System reale Kaufbereitschaft ab, keine historische Aktivität. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber einer einfachen Tag-Struktur oder einer manuell gepflegten Liste.
Welche Kriterien in ActiveCampaign sinnvoll sind
Explizite Kriterien: Firma, Rolle, Unternehmensgröße
Explizite Kriterien sind Informationen, die ein Kontakt dir direkt gegeben hat – über ein Formular, ein Erstgespräch oder dein CRM. Sie verändern sich selten und bekommen deshalb statische Punkte, die nicht ablaufen. Richtung und Höhe der Punkte solltest du auf deine tatsächliche Kundenbasis ausrichten: Analysiere, welche Branchen, Rollen und Unternehmensgrößen bei dir tatsächlich kaufen, und vergib höhere Punkte für diese Profile.
Typische explizite Kriterien mit hohem Unterscheidungswert:
- Branche: Stimmt die Branche des Kontakts mit deiner Kernzielgruppe überein, sind höhere Punkte gerechtfertigt; passt sie gar nicht, kannst du negative Punkte vergeben.
- Unternehmensgröße: Bei Angeboten mit Mindestbudget ist eine zu kleine Firma ein Ausschlusssignal – nicht vergessen, das im Modell abzubilden.
- Entscheidungsrolle: Marketingleitung, Geschäftsführung und Einkauf konvertieren anders als Werkstudenten oder Praktikanten; die Rolle sollte spürbar Punkte machen.
- Region: Wer ein Angebot ausschließlich für den DACH-Markt hat, sollte Kontakten aus anderen Regionen deutlich weniger Punkte geben.
Wichtig: Vergib für explizite Kriterien nur dann Punkte, wenn die Information tatsächlich vorhanden und zuverlässig ist. Ein leeres Branchenfeld ist keine Nullaussage, sondern eine Datenlücke. Werte sie nicht durch einen Standardpunktwert auf – das verfälscht das Modell.
Implizite Kriterien: Verhalten und Engagement
Implizite Kriterien leiten sich aus dem Verhalten des Kontakts ab. ActiveCampaign trackt sie automatisch über Site-Tracking, E-Mail-Aktivität und Formularübermittlungen – vorausgesetzt, du hast Site-Tracking aktiviert und den Tracking-Code auf deiner Website eingebunden. Ohne diesen Code sind Seitenbesuche für das Scoring unsichtbar.
Verhaltens-Signale, die in der Praxis zuverlässig Kaufbereitschaft anzeigen:
- Wiederholte Preisseitenbesuche: Wer die Preisseite dreimal aufruft, vergleicht konkret – das ist ein stärkeres Signal als ein einmaliger Blog-Besuch.
- Whitepaper- oder Fallstudie-Download: Zeigt aktives Informationsinteresse, nicht nur passives Surfen; besonders stark, wenn der Inhalt produktnah ist.
- Demo- oder Beratungsanfrage: Das stärkste Einzelsignal im B2B-Bereich – dieser Schritt erfordert Mühe und klare Absicht.
- Klicks auf produktnahe Links in E-Mails: Nicht jeder Klick ist gleich viel wert; Links zu Pricing oder Use-Cases wiegen mehr als Links zu allgemeinen Blog-Artikeln.
- Webinar- oder Live-Event-Anmeldung: Commitment über passiven Inhaltskonsum hinaus; zeigt Bereitschaft, Zeit zu investieren.
Für Verhaltens-Signale gilt: Wiederholung ist ein Signal, sollte aber nicht unbegrenzt Punkte addieren. Wer regelmäßig E-Mails öffnet, ist engagiert – wer aber seit Monaten nichts anderes tut, hat den Score unverdient angesammelt. Deshalb laufen Verhaltens-Punkte nach 60 bis 90 Tagen ab. Das ist kein Bestrafungsmechanismus, sondern eine Aktualitätssicherung.
Wie das Punktemodell aufgebaut wird
Ein verbreitetes Anfängerproblem: Punkte werden nach Bauchgefühl verteilt. Das Ergebnis ist ein Score, der nicht mit tatsächlichem Kaufverhalten korreliert. Besser ist ein strukturierter Aufbau in drei Schritten: Schwellenwert zuerst festlegen, dann Punkte auf Fit und Verhalten aufteilen, dann einzelne Aktionen konkret bepunkten.
Lege den Schwellenwert fest, bevor du Punkte vergibst. Ein üblicher Ansatz im B2B-Bereich: 50 Punkte für einen marketingqualifizierten Lead (MQL) und 75 Punkte für einen vertriebsqualifizierten Lead (SQL). Diese Grenzwerte sind erst sinnvoll, wenn du weißt, welche Aktionen sie erreichbar machen. Wenn dein idealer Kontakt den SQL-Schwellenwert theoretisch nie erreichen kann, ist das Modell falsch kalibriert.
Ein bewährtes Verhältnis für die Punktaufteilung ist 40 Punkte für demografischen Fit und 60 Punkte für Verhaltens-Signale. Verhalten bildet tatsächliche Kaufabsicht zuverlässiger ab als Firmendaten allein. Ein Kontakt mit perfektem Profil, der noch keine Verhaltens-Signale gezeigt hat, sollte unterhalb des SQL-Schwellenwerts bleiben – demografischer Fit allein rechtfertigt keine intensive Vertriebsarbeit.
Negative Punkte sind ein oft unterschätztes Werkzeug. Sie verhindern, dass inaktive oder offensichtlich unpassende Kontakte dauerhaft oben bleiben. Klassische negative Signale sind: Abmeldung vom Newsletter (starkes Desinteresse-Signal), lange Inaktivität über 90 Tage oder Formularfelder, die zeigen, dass der Kontakt außerhalb der Zielgruppe liegt.
Aktion / Kriterium | Punkte | Ablauf |
|---|---|---|
Passende Branche (explizit) | +15 | Kein Ablauf |
Entscheidungsrolle vorhanden (explizit) | +15 | Kein Ablauf |
DACH-Region (explizit) | +10 | Kein Ablauf |
Preisseite besucht | +10 | 90 Tage |
Whitepaper heruntergeladen | +10 | 90 Tage |
Webinar angemeldet | +10 | 90 Tage |
Demo-Anfrage ausgefüllt | +20 | Kein Ablauf |
Pricing-Link in E-Mail geklickt | +5 | 60 Tage |
Falsche Branche oder Region (explizit) | -15 | Kein Ablauf |
Keine Aktivität seit 90+ Tagen | -10 | – |
Dieses Beispielmodell ergibt maximal 95 Punkte für den idealen Fit mit vollständiger Engagement-Geschichte. Ein Kontakt mit perfektem Profil, der noch keine Verhaltens-Signale zeigt, erreicht 40 Punkte – unterhalb des SQL-Schwellenwerts. Ein Kontakt mit starkem Verhalten, aber falschem Profil, wird durch negative demografische Punkte zurückgehalten. Das Modell belohnt beide Dimensionen gleichzeitig.
Lead Scoring in ActiveCampaign einrichten – Schritt für Schritt
ActiveCampaign verwaltet Scoring an zwei Stellen: Im Scoring-Bereich unter Kontakte richtest du statische Regeln ein, die einmal pro Kontakt laufen. In Automationen richtest du dynamische Regeln ein, die bei jeder Erfüllung laufen und ablaufende Punkte ermöglichen. Beide Wege ergänzen sich – du brauchst beide.
Statische Bewertungsregeln einrichten
- Gehe zu Kontakte > Bewertung und klicke auf Bewertung verwalten im Dropdown, dann auf Neue Bewertung hinzufügen.
- Gib der Bewertung einen sprechenden Namen, z. B. Lead Score B2B DACH, und wähle Kontakt als Bewertungstyp.
- Füge eine neue Regel hinzu: Wähle über den Segment-Builder die Bedingung (z. B. Feld Branche enthält Software-as-a-Service) und trage den Punktwert ein, z. B. +15.
- Stelle sicher, dass die Bewertung oben rechts auf Aktiv gesetzt ist – inaktive Bewertungen vergeben keine Punkte, auch wenn Kontakte die Bedingungen erfüllen.
- Wiederhole den Vorgang für alle expliziten Kriterien, einschließlich der negativen Punkte für unpassende Profile.
Dynamische Regeln per Automation einrichten
- Erstelle eine neue Automation unter Automationen > Neue Automation und wähle das Verhalten als Startauslöser, z. B. Seite besucht für eine bestimmte URL oder Link geklickt in einer E-Mail.
- Stelle unter den Automation-Einstellungen Automation mehrfach ausführen ein – ohne diese Einstellung läuft die Automation nur beim ersten Auslöser und ignoriert alle weiteren Ereignisse.
- Füge die Aktion Score anpassen hinzu, wähle deine Bewertung aus und trage den Punktwert ein, z. B. +10 für einen Preisseitenbesuch.
- Füge als zweiten Schritt einen Warteschritt von 90 Tagen ein und danach erneut die Aktion Score anpassen mit −10, um den Ablauf zu simulieren – oder nutze die integrierte Ablauf-Funktion, falls dein Plan sie unterstützt.
- Benenne die Automation klar nach Auslöser und Aktion, z. B. Scoring: Preisseite besucht +10, Ablauf nach 90 Tagen, damit du sie beim nächsten Review sofort findest.
Automatische Übergabe an den Vertrieb einrichten
- Erstelle eine neue Automation mit dem Startauslöser Score erreicht Wert und trage deinen SQL-Schwellenwert ein, z. B. 75.
- Füge die Aktion Deal erstellen hinzu und weise den Deal einer bestimmten Pipeline und einem Verantwortlichen zu.
- Ergänze eine interne Benachrichtigung per E-Mail an den zuständigen Vertriebsmitarbeiter, damit dieser sofort über den neuen qualifizierten Kontakt informiert wird.
- Setze die Automation auf einmalige Ausführung, damit ein Kontakt nicht mehrfach als Deal angelegt wird, wenn sein Score zwischenzeitlich schwankt.
- Teste die Automation mit einem Testkontakt, bevor du sie aktivierst: Setze den Score manuell auf den Schwellenwert und prüfe, ob der Deal korrekt angelegt wird.
Typische Fehler beim Lead Scoring und was dahintersteckt
Nur Verhalten bewerten, Fit vergessen
Wer ausschließlich Verhaltens-Punkte vergibt, bekommt Kontakte in den Vertrieb, die zwar aktiv sind, aber grundsätzlich nicht zur Zielgruppe passen. Ein Freelancer, der regelmäßig die Preisseite einer Enterprise-Software besucht, sieht im Score wie ein Wunschkunde aus – ist es aber nicht. Die Folge: Der Vertrieb verliert Vertrauen in den Score und ignoriert ihn nach wenigen Wochen. Kombiniere demografischen Fit und Verhalten, damit beide Teams dieselbe Definition von qualifiziert teilen.
Punkte nie ablaufen lassen
Ein Kontakt, der vor einem Jahr zehn E-Mails geöffnet hat, seit acht Monaten aber keine einzige Aktion mehr ausgeführt hat, sollte nicht in der Vertriebspipeline auftauchen. Ohne Ablaufregeln wird dein Score zur Archivliste vergangener Aktivität – nicht zur Anzeige aktueller Kaufbereitschaft. Richte für alle Verhaltens-Signale Ablaufzeiten ein: 60 Tage für häufige Aktionen wie E-Mail-Öffnungen und Linkklicks, 90 Tage für seltenere wie Seitenbesuche und Downloads.
Mit zu vielen Regeln starten
Ein Modell mit 25 Regeln klingt präzise, ist aber schwer zu pflegen und kaum zu interpretieren. Wenn der Score steigt, weißt du nicht warum – und wenn ein Kontakt unerwartet kauft, lernst du wenig daraus. Starte mit fünf bis sieben Regeln: zwei bis drei demografische, drei bis vier verhaltensbezogene. Erweitere das Modell erst, wenn du erste Korrelationen zwischen Score und tatsächlichen Abschlüssen siehst und weißt, welche Kriterien tatsächlich unterscheiden.
Den Score nie mit Abschlussdaten abgleichen
Lead Scoring ist keine Einmaleinrichtung. Das Modell muss regelmäßig mit echten Abschlussdaten geprüft werden: Haben Kontakte mit Score über 75 tatsächlich öfter gekauft als solche mit Score unter 50? Wenn die Antwort nein ist, stimmen entweder die Kriterien oder die Punkteverteilung nicht. Plane alle drei Monate einen Review ein und ziehe dabei den Vertrieb hinzu. Die Kollegen wissen aus Gesprächen, welche Signale tatsächlich Kaufabsicht zeigen – dieses Wissen fehlt im Modell, solange niemand danach fragt.
Wann Lead Scoring nicht das richtige Werkzeug ist
Lead Scoring setzt voraus, dass dein Funnel genug Volumen hat, damit das Modell etwas zu trennen findet. Wer monatlich zehn bis fünfzehn neue Kontakte bekommt, qualifiziert diese einfacher manuell. Der Aufbau, die Pflege und die regelmäßige Validierung eines Score-Modells amortisieren sich erst, wenn genug Daten vorhanden sind, um Muster zu erkennen – das ist typischerweise ab hundert neuen Kontakten pro Monat der Fall.
Ein zweiter Vorbehalt betrifft die technische Voraussetzung: Site-Tracking muss zuverlässig funktionieren, damit Verhaltens-Signale korrekt erfasst werden. Wer eine stark fragmentierte Website-Infrastruktur hat, den Tracking-Code nicht auf allen relevanten Seiten einbinden kann oder datenschutzbedingt auf Tracking verzichtet, verliert den wichtigsten Teil des Modells. Ohne Verhaltens-Daten bleibt nur demografischer Fit – das ist besser als nichts, aber allein nicht aussagekräftig genug für eine zuverlässige Priorisierung.
Schließlich löst Lead Scoring keine Probleme mit dem Angebot selbst. Wenn niemand kauft, liegt das selten daran, dass die falschen Leads angesprochen werden. Bevor du ein Scoring-System einrichtest, lohnt es sich zu prüfen, ob die Konversionsrate des Vertriebs ein Volumen- oder ein Pitch-Problem ist. Scoring optimiert den Prozess – es verbessert nicht das Angebot, und es ersetzt kein fehlendes Verständnis der Zielgruppe.
Häufige Fragen
Ab welchem ActiveCampaign-Plan ist Contact Scoring verfügbar?
Contact Scoring steht ab dem Plus-Plan zur Verfügung. Der Starter-Plan enthält diese Funktion nicht. Wenn du ein bestehendes Konto auf Plus upgraden möchtest, findest du die Planoptionen unter Einstellungen > Abonnement. Wichtig: Bestehende Kontakte werden nach der Aktivierung nicht rückwirkend bewertet. Die Regeln greifen erst ab dem Zeitpunkt ihrer Aktivierung – Aktivität vor diesem Datum fließt nicht in den Score ein.
Was ist der Unterschied zwischen Contact Scoring und Deal Scoring in ActiveCampaign?
Contact Scoring bewertet einzelne Personen und deren Verhalten. Deal Scoring bewertet offene Deals im CRM nach Abschlusswahrscheinlichkeit – also Objekte in der Pipeline, nicht Kontakte. Beide Systeme können parallel laufen, bewerten aber unterschiedliche Ebenen. Für die meisten Marketingteams ist Contact Scoring der richtige Einstieg; Deal Scoring setzt ein aktiv genutztes CRM in ActiveCampaign voraus und ist eher ein Werkzeug für den Vertrieb als für das Marketing.
Kann ich mehrere Score-Modelle parallel führen?
Ja. ActiveCampaign erlaubt mehrere Bewertungen pro Account. Das ergibt Sinn, wenn du mehrere Produktlinien oder klar unterschiedliche Zielgruppen hast – etwa einen Score für KMU-Leads und einen separaten Score für Enterprise-Kontakte, mit unterschiedlichen Schwellenwerten, Kriterien und Automatisierungen. Trenne die Modelle konsequent und nutze jeweils eigene Automationen für die Übergabe, sonst vermischen sich die Signale.
Was passiert mit bestehenden Punkten, wenn ich eine Regel ändere?
Bestehende Punkte bleiben erhalten. Wenn du eine Regel von +10 auf +5 änderst, werden Kontakte, die bereits +10 bekommen haben, nicht rückwirkend korrigiert. Neue Treffer bekommen +5. Das ist wichtig zu wissen, wenn du das Modell grundlegend umbaust: Ein vollständiger Score-Reset per Automation ist manchmal sinnvoller als punktuelle Regelanpassungen, weil du sonst mit einem historisch verfärbten Datenstand arbeitest, der deine Validierung verzerrt.
Wie teste ich, ob mein Score-Modell mit echten Abschlüssen korreliert?
Exportiere alle Kontakte, die in den letzten sechs Monaten zum Kunden wurden, und vergleiche deren Score zum Zeitpunkt der Conversion mit dem Score von Kontakten, die in derselben Zeit nicht gekauft haben. Wenn der Durchschnittsscore der Käufer deutlich über dem der Nicht-Käufer liegt, korreliert dein Modell mit Kaufbereitschaft. Liegt er kaum höher, fehlen entweder wichtige Signale oder bestimmte Kriterien haben zu viel Gewicht, die im Kaufprozess keine Rolle spielen.
Wer ActiveCampaign als CRM für Vertriebsprozesse nutzt, kann Lead Scoring direkt mit der Deal-Pipeline verbinden: Ein Score-Trigger legt automatisch einen neuen Deal an, sobald ein Kontakt den SQL-Schwellenwert erreicht. Das schließt die Lücke zwischen dem, was Marketing qualifiziert hat, und dem, was der Vertrieb bearbeitet. Wer den Einstieg in diese Konfiguration sucht, findet den schrittweisen Aufbau in unserem ActiveCampaign-Kurs.


