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Wenn du KI-Tools wie ChatGPT für dein Marketing nutzt, kennst du wahrscheinlich dieses Problem: Die Ausgabe ist generisch, oberflächlich oder einfach nicht das, was du wolltest.

Das liegt nicht an der KI. Das liegt an deinen Prompts.

In über 170 Projekten haben wir bei Advertal gesehen: Die besten Marketing-Ergebnisse kommen von Unternehmen, die KI richtig briefen. Wie einen Junior-Mitarbeiter, dem du klare Anweisungen gibst.

Hier zeige ich dir, wie du KI-Prompts schreibst, die tatsächlich brauchbare Ergebnisse liefern.

1. Die 4 größten Prompting-Fehler (und wie du sie vermeidest)

Bevor wir zu den konkreten Techniken kommen, hier die häufigsten Stolperfallen:

Fehler #1: Zu allgemein formulieren

Schlecht: "Schreibe einen Blog-Post über E-Mail-Marketing."

Besser: "Schreibe einen 1200-Wörter-Artikel für B2B-SaaS-Unternehmen im DACH-Raum über ActiveCampaign-Automationen. Zielgruppe: Marketing-Manager ohne technischen Hintergrund. Tonalität: Du-Form, praxisnah, mit konkreten Beispielen."

Der Unterschied: Du gibst der KI Kontext, Zielgruppe und gewünschten Stil vor. Wie bei einem Briefing an eine Agentur.

Fehler #2: "One-and-Done"-Mentalität

Gute Prompts sind iterativ. Der erste Versuch ist selten perfekt.

Behandle KI wie einen Mitarbeiter: Du gibst Feedback, präzisierst nach und verbesserst schrittweise das Ergebnis.

Praxis-Tipp: Nutze Follow-up-Prompts wie "Das ist zu oberflächlich. Gib mir konkretere Beispiele für deutsche Unternehmen" oder "Fokussiere dich mehr auf ActiveCampaign-Features."

Fehler #3: Copy & Paste ohne Anpassung

Ein LinkedIn-Post ist nicht dasselbe wie eine E-Mail-Kampagne. Verschiedene Kanäle brauchen verschiedene Prompts.

Passe deine Prompts an:

  • LinkedIn: Professionell, aber persönlich
  • E-Mail: Direkter, mit klarem Call-to-Action
  • Blog: Ausführlicher, SEO-optimiert

Fehler #4: Blind vertrauen

KI halluziniert. Das heißt: Sie erfindet manchmal Fakten, die plausibel klingen, aber falsch sind.

Grundregel: Prüfe immer Zahlen, Statistiken und Behauptungen. Besonders bei DSGVO-relevanten Themen oder rechtlichen Aspekten.

2. Kontext ist alles: So briefst du KI richtig

Die besten Prompts enthalten drei Elemente:

  1. Rolle und Ziel: "Du bist Marketing-Manager bei einem B2B-SaaS-Unternehmen..."
  2. Kontext und Zielgruppe: "Unsere Kunden sind deutsche Mittelständler, die..."
  3. Gewünschtes Format: "Erstelle eine E-Mail-Sequenz mit 3 E-Mails, je 150 Wörter..."

Brand Guidelines hochladen

Lade deine Brand Guidelines, Tonality-Guides oder Beispiel-Texte hoch. Die KI lernt dadurch deinen Stil und deine Sprache.

Falls du keine Guidelines hast: Lass die KI welche für dich erstellen. Füttere sie mit deinen besten E-Mails, Blog-Posts oder Website-Texten.

Self-Check einbauen

Clever: Lass die KI ihre eigene Arbeit bewerten.

Beispiel-Prompt: "Bewerte deine Antwort auf einer Skala von 1-10 bezüglich Tonalität, Relevanz für die Zielgruppe und Umsetzbarkeit. Erkläre deine Bewertung."

3. Kampagnen-Ideen entwickeln: Datenbasiert statt kreativ

Viele nutzen KI für Brainstorming. Das Problem: Du bekommst meist die gleichen Ideen, die alle anderen auch bekommen.

Besser: Füttere die KI mit deinen echten Performance-Daten.

Kampagnen-Analyse-Prompt

Situation: Deine E-Mail-Open-Rates sind von 28% auf 18% gefallen.

Prompt:

"Meine monatlichen B2B-E-Mail-Kampagnen an [Zielgruppe] haben sinkende Öffnungsraten: von 28% letztes Jahr auf 18% heute. Die E-Mails sind Newsletter mit Branchen-Insights und Case Studies, versendet über ActiveCampaign jeden ersten Dienstag im Monat.

Beispiel-Betreffzeilen: [3 Beispiele einfügen]

Analysiere die angehängten Daten (Betreffzeilen und Performance der letzten 6 Monate) und identifiziere Gründe für den Rückgang. Gib mir konkrete, testbare Strategien für die nächsten 3 Monate."

Follow-up für kreative Ansätze

"Die Standard-Strategien habe ich schon probiert. Gib mir jetzt unkonventionelle Ideen – Ansätze, die im B2B-E-Mail-Marketing wenig genutzt werden, aber Aufmerksamkeit generieren könnten."

Warum das funktioniert: Du bekommst datenbasierte Diagnosen UND kreative Alternativen.

4. Zielgruppen-Research: Verstehe, wie deine Kunden KI nutzen

Hier wird es interessant: Deine Kunden nutzen wahrscheinlich schon KI für ihre Kaufentscheidungen.

Statt bei Google zu suchen und 15 Artikel zu lesen, fragen sie ChatGPT: "Was sind die besten CRM-Systeme für deutsche Mittelständler?"

Das verändert alles.

Buyer-Journey-Prompt

"Hier ist mein Ideal Customer Profile: [ICP einfügen]

Welche Rolle spielt KI wahrscheinlich in deren früher Evaluationsphase? In welcher Phase der Entscheidungsfindung muss meine Marke auftauchen, um berücksichtigt zu werden?"

Was du damit machst: Optimiere deine Website und Inhalte für KI-Suchen. Wenn deine Zielgruppe KI früh im Prozess nutzt, muss deine Hauptseite KI-optimiert sein.

Suchverhalten analysieren

"Hier sind Infos von meiner Website [einfügen] und von Konkurrenten [einfügen]. Zeige mir, wie [deine Zielgruppe] Google und ChatGPT zusammen nutzen würde, um [deine Produktkategorie] zu recherchieren. Welche Fragen würden sie in beiden Tools stellen?"

Praxis-Beispiel: Ein Kunde von uns (Anbieter für Projektmanagement-Software) fand heraus, dass ihre Zielgruppe oft fragt: "Wie unterscheidet sich [ihr Tool] von [Konkurrent]?"

Ergebnis: Sie haben eine dedizierte Vergleichsseite erstellt und ihre Open Rates um 23% gesteigert.

5. Website-Optimierung: Answer Engine Optimization (AEO)

SEO kennst du. AEO ist neu: Optimierung für KI-Suchmaschinen.

ChatGPT und andere Tools empfehlen zunehmend "die besten Produkte in [Kategorie]". Wenn du da nicht auftauchst, verlierst du Traffic.

Homepage-Audit-Prompt

"Analysiere meine Homepage [URL] speziell für Answer Engine Optimization (AEO) und KI-Such-Optimierung.

Bewerte: Überschriften-Klarheit, Metadaten, strukturierte Daten, Keyword-Nutzung, Content-Tiefe, FAQ-Abdeckung und Suchintent-Alignment.

Identifiziere Lücken, wo meine Homepage bei KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity schlecht abschneiden könnte.

Gib mir eine priorisierte Liste konkreter Empfehlungen (Schema Markup, konversationeller Content, fragebasierte Überschriften, bessere interne Verlinkung), um meine Chancen zu erhöhen, als autoritative Antwort in KI-Suchergebnissen zu erscheinen."

Wichtig für DACH: Achte auf deutsche Suchbegriffe und DSGVO-konforme Strukturen.

6. Buyer Personas: KI-basierte Zielgruppen-Entwicklung

Große Zielgruppen-Studien sind teuer. KI kann dir einen soliden ersten Entwurf liefern, den du dann mit echten Daten validierst.

Persona-Erstellungs-Prompt

Kontext bereitstellen:

  • Website-Seiten
  • Blog-Artikel
  • Produktfeatures
  • Customer Journey Notes
  • Kundentestimonials

Prompt:

"Erstelle ein Kunden-Persona-Profil für einen [Jobtitel] bei [Unternehmenstyp] als Teil unseres Marketing-Plans.

Details:

  • Realistischer deutscher Name
  • Ungefähres Alter: [Zahl]
  • Deskriptive Rolle (nicht der formale Titel)
  • Familienhintergrund: [Details]
  • Standort: DACH-Raum

Struktur:

  • 4 Persönlichkeitsmerkmale
  • Ein Zusammenfassungs-Statement zu ihren Bedürfnissen
  • 2-3 Absätze: Wie sie [deine Produkte] nutzen
  • Ziele/Wünsche: 4-5 Punkte
  • Herausforderungen/Pain Points: 4-5 Punkte

Der Effekt: Teams arbeiten besser zusammen, weil alle dasselbe Bild vom Kunden haben.

7. Wenn ein Prompt nicht funktioniert: Troubleshooting-Guide

Auch gute Prompts können seltsame Ausgaben produzieren. So gehst du vor:

Schritt 1: Prompt evaluieren

Fragen:

  • War ich spezifisch genug?
  • Habe ich genug Kontext gegeben?
  • Fehlen Beispiele oder Referenzen?

Schritt 2: Re-Prompting

Formuliere anders. Füge fehlenden Kontext hinzu. Probiere verschiedene Ansätze.

Schritt 3: Unterhaltung führen

Behandle KI wie einen Gesprächspartner:

  • "Das gefällt mir nicht, weil..."
  • "Frag nach, wenn dir Infos fehlen"
  • "Mach es weniger förmlich"

Schritt 4: Problem aufteilen

Komplexe Fragen in kleinere Teile zerlegen:

  1. Erst Zielgruppe definieren
  2. Dann Botschaft entwickeln
  3. Schließlich Format anpassen

8. ActiveCampaign + KI: Die perfekte Kombination

Bei Advertal kombinieren wir KI-generierte Inhalte mit ActiveCampaign-Automatisierungen. Das funktioniert besonders gut für:

E-Mail-Sequenzen

KI erstellt die Inhalte, ActiveCampaign liefert sie personalisiert aus – basierend auf Tags, Custom Fields und Verhalten.

Dynamic Content

Verschiedene KI-generierte Varianten für verschiedene Segmente. Ein Prompt, mehrere Zielgruppen.

Lead Scoring

KI analysiert, welche Inhalte am besten performen. ActiveCampaign nutzt diese Daten für automatisches Lead Scoring.

Unser Tipp: Starte klein. Eine Automatisierung, ein KI-generierter Inhalt. Dann skalieren.

Fazit: KI ist dein Marketing-Assistent, nicht dein Ersatz

Die besten Marketing-Ergebnisse entstehen, wenn du KI als das behandelst, was sie ist: Ein sehr fähiger Junior-Mitarbeiter, der klare Anweisungen braucht.

Gute Prompts sind wie gute Briefings: Spezifisch, kontextuell und iterativ.

In den über 170 Projekten, die wir bei Advertal begleitet haben, sehen wir einen klaren Trend: Unternehmen, die KI intelligent in ihre Marketing-Automatisierung integrieren, haben einen entscheidenden Vorteil.

Sie produzieren nicht nur schneller Content – sie produzieren besseren Content.

Wenn du KI-Prompting mit ActiveCampaign-Automatisierung kombinieren willst: Melde dich bei uns unter advertal.de/start. Wir zeigen dir, wie das in der Praxis aussieht.

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