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Jump To Aktion in ActiveCampaign: Deine Kontakte intelligent durch Automationen steuern

Tom
Tom
12. März 2026 · 12 Min. Lesezeit

Die Jump To Aktion in ActiveCampaign leitet Kontakte bedingt an einen anderen Punkt innerhalb derselben Automation weiter. Wer das Feature versteht, kann Nurturing-Sequenzen abkürzen, kaufbereite Leads sofort weiterschicken und Segmentierungsdaten direkt aus dem Automatisierungsverhalten ziehen – ohne eine separate Branching-Automation aufbauen zu müssen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Jump To Aktion prüft eine Bedingung genau dann, wenn ein Kontakt diesen Schritt erreicht, und lässt ihn bei Erfüllung im selben Workflow vorspringen.
  • Jeder Kontakt kann denselben Jump To Schritt pro Automation-Durchlauf nur einmal auslösen; ein erneuter Sprung erfordert einen neuen Eintritt.
  • Die Positionseinstellung "Below contact's position" oder "Anywhere" bestimmt, aus welchen Bereichen der Automation heraus der Sprung möglich ist.
  • Aus jedem Jump To Schritt erzeugt ActiveCampaign vier Segmentabfragen: gesprungen, nicht gesprungen, übersprungen und wartend.
  • Für Bedingungen, die jederzeit während einer Automation greifen sollen, ist die Goals-Funktion die bessere Wahl als Jump To.

Was die Jump To Aktion leistet – und was sie nicht leistet

Die Jump To Aktion ist ein Checkpoint in deiner Automation. Sobald ein Kontakt diesen Schritt in der normalen Reihenfolge erreicht, überprüft ActiveCampaign eine von dir definierte Bedingung. Ist sie erfüllt, wird der Kontakt sofort an die Stelle im Workflow weitergeleitet, die du beim Einrichten benannt hast. Ist sie nicht erfüllt, greift eine von drei Regeln für diesen Fall.

Der Unterschied zu einer einfachen If/Else-Verzweigung liegt in der Sprungweite: Während eine Bedingung den Kontakt in eine parallele Spur schickt, überspringt Jump To einen beliebig langen Abschnitt des bestehenden Automation-Pfades. Das Ergebnis ist dieselbe lineare Automation, aber mit individuell abgekürzter Route. Du brauchst keine Parallelstruktur, keine zweite Automation und keine nachgelagerte Zusammenführung.

Was die Funktion ausdrücklich nicht kann: rückwärts springen. Der Sprung geht immer vorwärts im Workflow. Wer einen Kontakt zu einem früheren Schritt zurückschicken will – etwa für eine Wiederholungs-E-Mail bei Nicht-Öffnung – braucht dafür eine separate Automation mit erneuter Eintrittsbedingung oder einen Wait-Schritt mit bedingter Weiterleitung.

Jump To oder Goal? Wann welche Funktion passt

Wer zum ersten Mal mit Jump To arbeitet, fragt sich meist: Was unterscheidet das vom Goals-Feature? Beide Funktionen lassen Kontakte vorspringen, aber sie greifen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und auf unterschiedliche Art.

Ein Business Goal in ActiveCampaign wirkt automationsweit. Sobald ein Kontakt eine Ziel-Bedingung irgendwo in der Automation erfüllt, prüft ActiveCampaign im Hintergrund kontinuierlich, ob er vorspringen soll – unabhängig davon, an welchem Schritt er sich gerade befindet. Ein Kauf zieht ihn sofort heraus, auch wenn er gerade auf einen Warte-Schritt am Tag 3 sitzt.

Die Jump To Aktion hingegen prüft die Bedingung nur dann, wenn der Kontakt physisch zu diesem Schritt gelangt. Sie ist ein aktiver Checkpoint, kein passiver Wächter. Das hat einen Vorteil: Du weißt genau, an welchem Punkt im Workflow die Prüfung stattfindet, und kannst das Verhalten bei Nicht-Erfüllung präzise steuern. Es hat aber auch eine Einschränkung: Wird Jump To nicht erreicht, passiert auch nichts.

Faustregel aus der Praxis: Wenn ein Ereignis jederzeit eintreten kann und unabhängig vom aktuellen Schritt sofort eine Reaktion auslösen soll, ist Goals die richtige Wahl. Wenn du an einem definierten Checkpoint entscheiden willst, welchen Weg ein Kontakt weitergeht – etwa nach einer bestimmten E-Mail oder nach einem Warte-Abschnitt – ist Jump To präziser.

Die fünf Einstellungen im Detail

Eine Jump To Aktion in ActiveCampaign besteht aus fünf konfigurierbaren Elementen. Wer alle fünf versteht, vermeidet die meisten Einrichtungsfehler.

Name (interne Bezeichnung)

Der Name ist der interne Bezeichner des Sprungziels. Er erscheint im Automation-Diagramm und in den Segmentabfragen. Kein sinnvoller Name bedeutet, dass du beim Aufbau mehrerer Jump To Schritte in einer Automation schnell den Überblick verlierst. Beschreibende Namen wie "Kauf erkannt – zu Onboarding" oder "Lead qualifiziert – zu Sales-Sequenz" zahlen sich aus, sobald du die Automation nach drei Monaten wieder anfasst oder die Segmentauswertung aufbaust.

Sprung-Bedingungen

Die Bedingungen bestimmen, wer springt. Du nutzt dafür denselben Segment Builder, den du aus der Kontaktsuche und aus Listenfiltern kennst. Alle Datenpunkte, die ActiveCampaign über einen Kontakt kennt, stehen zur Verfügung:

  • Tags, die der Kontakt trägt oder nicht trägt
  • Custom Fields wie Branche, Unternehmensgröße oder Jahresumsatz
  • Verhaltensdaten aus E-Mails: geöffnet, Link geklickt, nicht geöffnet
  • Site Tracking: bestimmte Seite besucht oder nicht besucht
  • Event Tracking: definiertes Event eingetreten
  • CRM-Daten: Deal-Status, Pipeline-Stufe, Eigentümer
  • Score-Werte aus Lead Scoring-Modellen

Wichtig: Die Bedingungen können mit UND-/ODER-Logik verknüpft werden. Je mehr Bedingungen du kombinierst, desto kleiner wird die Gruppe der Kontakte, die tatsächlich springen. Das ist manchmal genau richtig – und manchmal der Grund, warum fast niemand die Bedingung erfüllt und der Schritt praktisch wirkungslos bleibt.

Positions-Modus: Below oder Anywhere

Diese Einstellung ist die am häufigsten unterschätzte und zugleich am häufigsten falsch gesetzte. Sie bestimmt, welche Kontakte überhaupt zur Jump To Aktion kommen können.

Below contact's current position: Nur Kontakte, die sich aktuell in einem Schritt unterhalb des Jump To Markers befinden – also noch nicht bis zu diesem Punkt vorgedrungen sind – können hierher springen. Das ist die sichere Standardeinstellung. Sie verhindert, dass Kontakte, die den Schritt bereits passiert haben, zurückgezogen werden.

Anywhere: Kontakte von jeder Position im Workflow können zum Jump To Marker springen, auch wenn sie ihn bereits passiert haben. Diese Option ist mächtig, erfordert aber klare Planung. Unkontrolliert eingesetzt, können Kontakte in Sprungschleifen geraten oder unerwartet früh in einen Abschnitt der Automation gelangen, der für sie noch nicht gedacht war.

Verhalten bei Nicht-Erfüllung

Was passiert, wenn ein Kontakt organisch zum Jump To Schritt gelangt und die Bedingungen nicht erfüllt? Drei Optionen stehen zur Verfügung:

Continue anyway: Der Kontakt macht mit dem nächsten Schritt im normalen Ablauf weiter. Das ist sinnvoll, wenn der Jump To Schritt ein "Abkürzung möglich"-Checkpoint ist, dessen Nicht-Erfüllung den Standardpfad nicht ändert.

Wait until conditions are met: Der Kontakt hält an diesem Schritt an und wartet. Solange er dort wartet, prüft ActiveCampaign regelmäßig, ob sich die Bedingung erfüllt hat. Sobald sie es tut, springt er. Diese Option eignet sich für Szenarien, in denen der weitere Automation-Pfad nur Sinn ergibt, wenn die Bedingung irgendwann eintritt – etwa bei B2B-Leads, die auf eine bestimmte CRM-Stufe warten.

End automation: Die Automation endet für diesen Kontakt an diesem Punkt. Sinnvoll, wenn der Rest des Workflows nur für Kontakte relevant ist, die die Bedingung erfüllen.

Conversion-Tracking

Du kannst jedem Jump To Schritt eine Conversion zuweisen. ActiveCampaign erfasst dann, wie viele Kontakte die Bedingung erfüllt haben und tatsächlich gesprungen sind. Diese Zahl erscheint im Automation-Report und zeigt dir, wie wirksam der Schritt ist. Gerade bei mehreren Jump To Aktionen in einer Automation – zum Beispiel für verschiedene Kaufsignale – liefert das Conversion-Tracking einen schnellen Vergleich darüber, welche Bedingung am häufigsten greift.

So richtest du eine Jump To Aktion ein – Schritt für Schritt

Bevor du anfängst, stelle deine Automation auf "Inactive". ActiveCampaign erlaubt zwar Änderungen an aktiven Automationen, aber der Zustand nach dem Speichern ist vorhersehbarer, wenn keine Kontakte gerade aktiv durch den Workflow laufen.

  1. Automation öffnen und auf "Inactive" setzen: Oben rechts im Automation-Builder den Status auf "Inactive" umschalten.
  2. Position wählen: Klicke das Plus-Symbol an der Stelle, an der der Checkpoint sitzen soll – typischerweise nach einer E-Mail oder nach einem Warte-Schritt.
  3. Kategorie "Conditions and Workflow" öffnen: Im Aktionsmenü "Conditions and Workflow" wählen, dort "Jump To" anklicken.
  4. Namen vergeben: Einen beschreibenden internen Namen eintippen, z. B. "Kaufsignal erkannt – zu Kunden-Onboarding".
  5. Bedingungen definieren: Im Segment Builder die Kriterien für den Sprung festlegen. Empfehlung: Mit einer einzigen klaren Bedingung beginnen und erst nach dem ersten Live-Test verfeinern.
  6. Positions-Modus wählen: "Below contact's current position" als Standard, "Anywhere" nur mit konkretem Grund.
  7. Nicht-Erfüllung regeln: Zwischen "Continue anyway", "Wait until conditions are met" und "End automation" wählen.
  8. Conversion-Tracking aktivieren: Optional eine Conversion benennen, um den Schritt auswertbar zu machen.
  9. Speichern und prüfen: Nach dem Speichern im Automation-Diagramm kontrollieren, ob der Schritt an der richtigen Stelle sitzt und der nachfolgende Pfad zum Sprungziel korrekt führt.
  10. Testlauf mit Testkontakt: Einen eigenen oder einen Testkontakt manuell in die Automation eintragen und den Schritt mit erfüllter und nicht erfüllter Bedingung durchlaufen lassen.
  11. Automation wieder aktivieren: Status auf "Active" setzen.

Typische Fehler beim Einsetzen der Jump To Aktion

In der Praxis sehen wir bei der Betreuung von ActiveCampaign-Accounts immer wieder dieselben Fehler. Die meisten davon sind schnell behoben, sobald man weiß, wo man suchen muss.

Zu viele Bedingungen auf einmal

Wer fünf oder mehr UND-verknüpfte Bedingungen kombiniert, baut einen Checkpoint, den fast niemand passiert. Der Schritt ist dann technisch korrekt eingerichtet, aber funktional wirkungslos. Das sieht man erst in der Auswertung: null oder sehr wenige Kontakte gesprungen, viele Kontakte haben "not jumped to" Status.

Die Gegenstrategie ist einfach: Mit einer Hauptbedingung starten, die den wichtigsten Kaufsignalgeber abbildet. Dann im nächsten Schritt bei Bedarf verfeinern. Lieber 80 % der relevanten Kontakte springen lassen als 0 %.

"Anywhere" ohne Konzept

Die Option "Anywhere" einzustellen, weil sie "mehr Kontrolle" zu geben scheint, ist ein häufiger Irrtum. Sie erlaubt, dass Kontakte, die einen Schritt bereits passiert haben, nachträglich zurück an diesen Punkt gezogen werden. Das kann Kontakte in einen Automation-Abschnitt katapultieren, der nach dem Sprungziel liegt, und alles folgende doppelt auslösen.

Standard sollte immer "Below contact's current position" sein. "Anywhere" gehört nur in Szenarien, in denen du explizit Kontakte aus einem späteren Automation-Abschnitt herauslösen und an einem bestimmten Punkt zusammenführen willst – und wo du das vorher durchgeplant hast.

Den Pfad nach dem Sprung nicht zu Ende gedacht

Jump To leitet einen Kontakt zu einer bestimmten Stelle in der Automation. Was danach kommt, ist genauso wichtig wie der Sprung selbst. Wenn der Kontakt zum "Kunden-Onboarding"-Schritt springt, dort aber nur eine generische E-Mail folgt, die nichts mit dem Sprung-Anlass zu tun hat, verliert der Mechanismus seinen Wert.

Plane den Automation-Abschnitt nach dem Sprungziel mindestens so sorgfältig wie den Sprung selbst. Was bekommt der Kontakt als erstes nach dem Sprung? Was ist der logisch nächste Schritt für jemanden, der genau diese Bedingung erfüllt hat?

Die Automation nach dem Einrichten nicht zurückaktivieren

Wer die Automation für den Einrichtungsvorgang auf "Inactive" stellt und vergisst, sie danach wieder zu aktivieren, stoppt den gesamten Workflow für alle Kontakte. Das ist ein trivialer Fehler, der in der Praxis vorkommt und manchmal stundenlang unbemerkt bleibt. Ein Blick auf den Status-Schalter direkt nach dem Speichern schließt das aus.

Wann die Jump To Aktion nicht passt

Nicht jedes Szenario, das wie ein Jump To Fall aussieht, ist tatsächlich eines. Es gibt Situationen, in denen andere Automation-Elemente besser geeignet sind.

Wenn ein Ereignis jederzeit während der Automation eintreten und sofort reagiert werden soll – ohne dass der Kontakt einen bestimmten Schritt erreichen muss –, ist die Goals-Funktion die richtigere Wahl. Ein Beispiel: Kontakt kauft am Tag 6 einer 14-tägigen Nurturing-Sequenz. Mit einem Goal wird er sofort herausgezogen, egal wo er gerade steht. Mit Jump To passiert nichts, bis er den Jump To Schritt organisch erreicht.

Wenn ein Kontakt auf Basis einer Bedingung in eine andere, eigenständige Automation geleitet werden soll, ist "End this automation" kombiniert mit "Subscribe to automation" der richtigere Mechanismus. Jump To bewegt den Kontakt nur innerhalb der bestehenden Automation.

Wenn du Kontakte dauerhaft zwischen verschiedenen Nurturing-Strängen wechseln lassen willst – zum Beispiel zwischen einer Kalt-Spur und einer Warm-Spur je nach Verhalten –, ist eine Struktur mit Tags und separaten Automationen robuster. Jump To innerhalb einer einzigen langen Automation wird dann schnell unübersichtlich.

Segmente aus Jump To Daten: vier Abfragetypen

Einer der unterschätzten Nebeneffekte der Jump To Funktion ist ihre Wirkung auf die Segmentierung. ActiveCampaign speichert den Jump To Status jedes Kontakts und stellt ihn als Filterbedingung zur Verfügung. Das ermöglicht Segmente, die eng am tatsächlichen Verhalten in der Automation hängen.

Die vier Abfragetypen im Segment Builder:

  • Has jumped to [Name]: Kontakte, die die Sprung-Bedingung erfüllt haben und gesprungen sind. Typische Nutzung: Diese Gruppe hat ein klares Kaufsignal gezeigt – weiterverfolgen, für andere Automationen qualifizieren oder als Ziel-Segment für eine Kampagne nutzen.
  • Has not jumped to [Name]: Kontakte, die den Schritt erreicht haben, aber nie gesprungen sind. Typische Nutzung: Die Gruppe, die die Nurturing-Sequenz vollständig durchlaufen hat, ohne das Kaufsignal zu zeigen. Kandidaten für eine Re-Engagement-Kampagne oder für einen anderen Ansatz.
  • Has skipped a jump to [Name]: Kontakte, die den Schritt erreicht haben, die Bedingung nicht erfüllt haben, aber mit "Continue anyway" weitergegangen sind. Diese Gruppe ist besonders interessant: Sie war am Checkpoint, hat ihn aber nicht ausgelöst. Das ist ein anderes Verhaltenssignal als "war nie am Checkpoint".
  • Is waiting at a jump to [Name]: Kontakte, die aktuell an diesem Schritt warten, weil du "Wait until conditions are met" eingestellt hast. Dieses Segment zeigt dir, wie viele Kontakte gerade in einem Wartezustand in deiner Automation stecken – nützlich für die laufende Qualitätskontrolle.

Ein konkreter Einsatz: Du hast eine 10-tägige Welcome-Sequenz für neue Abonnenten. Am Tag 5 sitzt ein Jump To Schritt mit der Bedingung "hat mind. eine E-Mail geklickt". Das Segment "Has not jumped to – Klick erkannt" zeigt dir nach Abschluss der Sequenz, wer die gesamten 10 Tage ohne einen einzigen Klick durchlaufen hat. Diese Gruppe bekommt eine andere Folge-Automation als die aktiven Klicker.

Häufige Fragen

Kann ein Kontakt mehrfach durch denselben Jump To Schritt springen?

Nicht innerhalb desselben Automation-Durchlaufs. Jeder Kontakt kann denselben Jump To Schritt pro Eintritt in die Automation nur einmal auslösen. Verlässt der Kontakt die Automation und tritt neu ein – weil die Eintrittsbedingung erneut erfüllt wird oder weil du ihn manuell wieder hinzufügst –, startet der Zähler neu und der Sprung kann wieder ausgelöst werden.

Kann ich mehrere Jump To Aktionen in einer Automation verwenden?

Ja, und das ist sogar ein typisches Einsatzszenario. Eine Automation kann mehrere Jump To Schritte mit unterschiedlichen Bedingungen und Sprungzielen enthalten. Wichtig ist, dass die Namen aussagekräftig und die Positionseinstellungen korrekt sind. Wer mehrere Sprünge in einer Automation kombiniert, sollte die Automation vorher auf Papier oder in einem Diagramm durchdenken, bevor er sie im Builder umsetzt.

Was passiert mit Kontakten, die auf "Wait" stehen, wenn ich die Automation deaktiviere?

Wenn du eine Automation auf "Inactive" setzt, pausieren alle aktiven Kontakte an ihrer aktuellen Position – auch die, die an einem Jump To Schritt warten. Sobald du die Automation wieder aktivierst, nehmen sie ihren Fortschritt wieder auf. Sie springen nicht automatisch vor und verlieren ihren Wartestatus nicht.

Kann ich Jump To mit dem Lead Scoring in ActiveCampaign kombinieren?

Ja. Du kannst den Lead Score eines Kontakts als Sprung-Bedingung nutzen: "Score ist größer als 50" schickt qualifizierte Leads direkt in den Sales-Abschnitt der Automation. Das ist eine der saubersten Kombinationen, weil der Score den kumulierten Verhaltenswert abbildet und nicht von einem einzigen Ereignis abhängt. Wie du ein Lead Scoring Modell in ActiveCampaign aufbaust, erklärt der verlinkte Leitfaden.

Wie sehe ich, wie viele Kontakte durch einen Jump To Schritt gesprungen sind?

Im Automation-Report – erreichbar über "Reports" in der oberen Navigation oder direkt aus dem Automation-Diagramm – zeigt ActiveCampaign für jeden Schritt die Anzahl der Kontakte, die ihn durchlaufen haben, und für Jump To Schritte zusätzlich, wie viele tatsächlich gesprungen sind. Wenn du Conversion-Tracking aktiviert hast, erscheint die Conversion-Zahl separat. Für eine tiefere Auswertung kombinierst du diese Zahlen mit den oben beschriebenen Segmenten.

Die Jump To Aktion entfaltet ihren Nutzen, wenn sie als bewusst gesetzter Checkpoint in einer ansonsten linearen Automation sitzt – nicht als Notlösung, wenn die ursprüngliche Struktur zu starr war. Wer Automationen von vornherein mit möglichen Abkürzungen plant, spart Zeit beim Aufbau und baut gleichzeitig Segmentierungsdaten ein, die später für weitere Kampagnen nutzbar sind. Wer in den Aufbau von ActiveCampaign-Automationen tiefer einsteigen will, findet den Gesamtüberblick im verlinkten Leitfaden.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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