Zurück zu Wissen

Google Analytics 4 für E-Mail-Marketing: GA4-Features gezielt einsetzen

Tom
Tom
13. März 2026 · 11 Min. Lesezeit

GA4 misst E-Mail-Performance nur korrekt, wenn UTM-Parameter konsistent gesetzt, das Attributionsmodell auf „Data-driven“ umgestellt und E-Commerce-Tracking aktiv ist. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, zeigt GA4 für den E-Mail-Kanal systematisch zu wenig – Klicks erscheinen als Direktzugriff, Conversions fehlen im Bericht. Dieser Beitrag erklärt, wie du die relevanten GA4-Features einrichtest und welche Fallstricke dabei in der Praxis auftreten.

Das Wichtigste in Kürze

  • UTM-Parameter sind die Grundlage jeder E-Mail-Auswertung in GA4 – ohne sie erscheinen Klicks aus Kampagnen als Direktzugriff statt als E-Mail-Traffic.
  • Das Attributionsmodell „Data-driven“ rechnet assistierte E-Mail-Touchpoints ein, die Last-Click vollständig übergeht.
  • GA4-Audiences aus Verhaltensdaten lassen sich über die GA4 API oder Zapier in ActiveCampaign als Segmentierungsbasis übertragen.
  • Predictive Audiences (Kaufwahrscheinlichkeit) setzen eine ausreichende Menge an Purchase-Events voraus und sind bei niedrigem Traffic-Niveau nicht verfügbar.

UTM-Parameter korrekt setzen – ohne das stimmt keine Zahl in GA4

GA4 empfängt aus ActiveCampaign-Kampagnen nur dann korrekte Kanalzuordnungen, wenn jeder Link in jeder E-Mail mit UTM-Parametern ausgestattet ist. Fehlt utm_medium=email, ordnet GA4 den Klick dem Direktkanal zu – der Nutzer kam „einfach so“, obwohl er einen Newsletter-Link geklickt hat. Das macht alle Kanalvergleiche unbrauchbar, weil der E-Mail-Traffic verteilt auf Direktzugriffe unsichtbar wird.

Die vier Parameter, die für E-Mail-Tracking zählen:

  • utm_source: Nennt die Plattform, aus der der Klick kommt, zum Beispiel activecampaign oder newsletter.
  • utm_medium: Muss email lauten – genau so, damit GA4 den kanonischen Kanal „Email“ korrekt zuordnet.
  • utm_campaign: Der Name der Kampagne, technisch eindeutig ohne Leerzeichen und ohne Umlaute, zum Beispiel onboarding-woche-1 oder black-friday-2026.
  • utm_content: Optional, aber nützlich, um mehrere Links in derselben E-Mail zu unterscheiden – etwa header-cta gegenüber mitte-cta oder footer-link.

So richtest du UTM-Parameter in ActiveCampaign ein

ActiveCampaign unterstützt dynamische Variablen in Links. Du kannst utm_campaign=%CAMPAIGN_NAME% setzen und ActiveCampaign ersetzt den Platzhalter beim Versand automatisch mit dem jeweiligen Kampagnennamen. Das verhindert, dass Parameter manuell gepflegt und dabei vergessen werden. Richte die Parameter einmalig in den Link-Vorlagen deiner Templates ein – damit gelten sie für jede neue Kampagne, die dieses Template nutzt.

  1. Rufe in ActiveCampaign das E-Mail-Template auf und öffne den Link-Editor für jeden CTA-Button.
  2. Hänge an die Ziel-URL die Parameter an: ?utm_source=activecampaign&utm_medium=email&utm_campaign=%CAMPAIGN_NAME%&utm_content=header-cta
  3. Verwende für unterschiedliche Links innerhalb derselben E-Mail unterschiedliche utm_content-Werte, damit GA4 später zeigt, welcher Link mehr Conversions gebracht hat.
  4. Prüfe das Ergebnis in GA4 unter Berichte > Akquisition > Traffic-Akquisition, gefiltert nach Sitzungsquelle/-medium = activecampaign / email.

Konsistente Benennung als Grundlage für sinnvolle Auswertungen

Sobald mehrere Personen Kampagnen anlegen oder Kampagnennamen frei gewählt werden, entstehen Auswertungsprobleme: „Newsletter August“ und „newsletter-august-26“ erscheinen in GA4 als zwei separate Kampagnen, die nicht aggregierbar sind. Lege eine Namenskonvention fest und dokumentiere sie als gemeinsame Referenz. Eine bewährte Struktur: Zweck-Segment-Datum, also onboarding-neukunden-2026-09 oder reaktivierung-inaktiv-90tage.

Für die Überprüfung: In GA4 unter Berichte > Akquisition > Traffic-Akquisition kannst du nach Sitzungsquelle/-medium filtern. Erscheinen dort neben email auch activecampaign / (none) oder ähnliche Varianten, deutet das auf fehlende oder inkonsistente UTM-Setzung hin. Ein sauberes Setup zeigt dort nur die Einträge, die du bewusst angelegt hast.

Wie GA4 den tatsächlichen E-Mail-Umsatz sichtbar macht

E-Mail-Kampagnen generieren häufig Umsatz, der in GA4-Standardberichten dem falschen Kanal zugeordnet wird – weil Käufer nach dem ersten Klick die Website verlassen, am nächsten Tag direkt zurückkehren und dann kaufen. Diesen assistierten Pfad sichtbar zu machen erfordert zwei Einrichtungsschritte: E-Commerce-Tracking und ein passendes Attributionsmodell.

Enhanced E-Commerce-Tracking aktivieren

GA4 erfasst E-Commerce-Ereignisse über das Google-Tag oder den Google Tag Manager. Das purchase-Event muss mindestens transaction_id, value und currency übergeben. Wer das bereits für Google Ads eingerichtet hat, hat die Grundlage meist schon gelegt – hier gilt es zu prüfen, ob auch das items-Array korrekt übergeben wird, weil GA4 darüber die Produkt-Dimension für Berichte aufbaut.

Nach der Aktivierung kannst du in GA4 unter Berichte > Monetarisierung > E-Commerce-Käufe auswerten, welcher Erstkontaktkanal und welcher Letztkontaktkanal jeweils zum Kauf geführt hat. Filtere dann nach Akquisitionsquelle Email, um den E-Mail-Anteil zu isolieren. Das zeigt dir nicht nur die Anzahl der Conversions, sondern auch den direkt zurechenbaren Umsatz je Kampagne.

Das Attributionsmodell auf „Data-driven“ umstellen

Das Standard-Attributionsmodell in GA4 ist Last-Click für bezahlte Kanäle, was für E-Mail-Marketing regelmäßig zu einer Unterbewertung führt. Wenn ein Nutzer eine E-Mail öffnet, auf die Website kommt, danach aber über eine Google-Suche zurückkehrt und erst dann kauft, bekommt die Suche den vollen Conversion-Credit – obwohl die E-Mail den Anstoß gegeben hat.

Das Modell „Data-driven“ verteilt den Credit basierend auf tatsächlichen Klickmustern aller Nutzer, die ähnliche Conversion-Pfade durchlaufen haben. Es rechnet den E-Mail-Touchpoint anteilig ein, auch wenn er nicht der letzte vor dem Kauf war. Du stellst es in GA4 unter Verwaltung > Attribution > Attributionseinstellungen > Attributionsmodell um. Sobald das Modell aktiv ist, aktualisiert GA4 die Conversion-Zahlen rückwirkend für den verfügbaren Datenraum.

Für die Gegenüberstellung: Das Conversion-Analyse-Tool unter Werbung > Attribution > Modellvergleich zeigt dir, wie sich Kanalgewichtungen unter verschiedenen Modellen verschieben. E-Mail wirkt oft früh im Kaufprozess, ist aber selten der letzte Kontakt vor dem Kauf – was Last-Click systematisch zuungunsten des Kanals auswertet.

GA4-Audiences als Segmentierungsbasis für ActiveCampaign

Der Audience Builder in GA4 erlaubt Zielgruppendefinitionen auf Basis von Ereignissen, Seitenaufrufen, Nutzerattributen und Sequenzen von Aktionen. Das ist für E-Mail-Marketing besonders nützlich, weil GA4-Daten das Website-Verhalten aller Besucher abbilden – unabhängig davon, ob ein Kontakt bereits in ActiveCampaign vorhanden ist oder nicht.

Sinnvolle Audiences für E-Mail-Segmentierung aufbauen

Der Wert liegt nicht in einfachen Zielgruppen wie „alle, die Seite X besucht haben“, sondern in Kombinationen, die echte Kaufsignale abbilden. Drei Definitionen, die in der Praxis tragen:

  • Nutzer, die die Preisseite mindestens zweimal in 14 Tagen aufgerufen haben, ohne ein purchase-Event auszulösen – ein klares Überlegungssignal kurz vor einer Entscheidung.
  • Nutzer, die ein Video zu mindestens 75 Prozent angesehen haben und danach eine Case-Study-Seite besucht haben – aktive Recherche, die auf konkretes Interesse hinweist.
  • Nutzer, die begin_checkout ausgelöst, aber nicht mit purchase abgeschlossen haben – klassischer Warenkorbabbrecher mit konkretem Produkt-Intent.

Diese Audiences spiegeln Kaufabsicht präziser wider als Engagement-Metriken aus der E-Mail selbst, weil sie auf dem tatsächlichen Verhalten auf der Website basieren und nicht auf dem Klick auf einen Link.

Audiences aus GA4 in ActiveCampaign übertragen

GA4 kann Audiences nativ an Google Ads und Google BigQuery exportieren. Für ActiveCampaign gibt es keinen direkten Connector von Google, weshalb der Export über einen Zwischenschritt läuft. Zwei gängige Wege:

  • Über Zapier oder Make: GA4 schreibt beim Eintritt eines Nutzers in eine Audience ein Ereignis, das Zapier oder Make liest und daraus einen ActiveCampaign-Kontakt mit Tag versieht oder in eine Liste einträgt.
  • Über BigQuery Export und Cloud Function: GA4 streamt Roh-Events nach BigQuery, eine Cloud Function filtert täglich die gewünschten User IDs heraus und überträgt sie per ActiveCampaign-API als Kontakt-Update.

Beide Wege erfordern einmaligen Aufwand, skalieren danach aber automatisch. Die erste Option ist schneller einzurichten, die zweite ist stabiler bei höherem Datenvolumen. Entscheidend ist, dass die Nutzer-ID, die GA4 kennt, mit der E-Mail-Adresse oder einem anderen ActiveCampaign-Identifier verknüpft ist. Das passiert am sichersten über ein Login-Event, das du in GA4 mit set_user_id führst, sobald sich ein Nutzer einloggt oder ein Formular mit E-Mail-Adresse abschickt. Wie ActiveCampaign das eigene Site-Tracking dafür ergänzt, beschreibt der Beitrag über ActiveCampaign-Sitetracking.

Predictive Audiences: Kaufwahrscheinlichkeit als Segmentierungssignal

GA4 berechnet für Nutzer mit ausreichend Interaktionsdaten automatisch eine Kaufwahrscheinlichkeit für die nächsten sieben Tage. Die Metric heißt „Kaufwahrscheinlichkeit“ und ist im Audience Builder direkt als Bedingung auswählbar. Das erlaubt Definitionen wie „Nutzer mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit, die noch kein Kaufangebot per E-Mail erhalten haben“.

Für E-Mail-Marketing bieten sich drei Segmente an, die unterschiedlich behandelt werden sollten:

  • Hohes Kaufpotenzial in den nächsten sieben Tagen: Diese Kontakte profitieren von einem konkreten Angebot oder einer Fallstudie, die das letzte Zögern überwindet – nicht von weiteren Informations-Mails.
  • Hohes Abwanderungsrisiko: Kontakte, die laut GA4 in 28 Tagen wahrscheinlich inaktiv werden, werden in eine Reaktivierungssequenz eingespielt, bevor der Kontakt kalt wird.
  • Niedriges Potenzial, gering engagiert: Diese Gruppe braucht keinen Verkaufsdruck, sondern weiterführenden Inhalt, der Vertrauen aufbaut.

Voraussetzungen für Predictive Audiences prüfen

GA4 aktiviert Predictive Metrics nur, wenn innerhalb eines rollierenden 28-Tage-Fensters mindestens 1.000 wiederkehrende Nutzer das zu modellierende Ereignis ausgelöst haben und mindestens 1.000 Nutzer es nicht ausgelöst haben. Das ist eine technische Mindestanforderung, die GA4 intern prüft. Unterhalb dieser Schwelle erscheinen die Optionen im Audience Builder nicht – GA4 zeigt in diesem Fall keinen Fehler, sondern blendet die Felder einfach aus.

Wer noch kein E-Commerce-Tracking hat, aber qualifizierte Leads trackt, kann das purchase-Event auch für Lead-Conversions verwenden – zum Beispiel wenn eine Demo-Buchung oder ein Formular-Submit als Conversion definiert ist. Das ermöglicht Kaufwahrscheinlichkeits-Modelle auch für B2B-Setups ohne Shop, solange das Event-Volumen die Mindestschwelle erreicht.

Explore-Reports für E-Mail-Performance aufbauen

Die Explore-Funktion in GA4 ist der flexibelste Bereich für Auswertungen, die in den Standard-Berichten nicht vorgesehen sind. Für E-Mail-Marketing sind drei Analyse-Typen besonders relevant: die Funnel-Exploration, die Path-Exploration und der freie Tabellenreport.

Funnel-Exploration für den Kampagnen-Konversionspfad

Ein Funnel-Report zeigt, wie viele Nutzer aus einer bestimmten E-Mail-Kampagne jeden weiteren Schritt im Konversionspfad abgeschlossen haben. Du definierst den Funnel in Explore > Funnel-Exploration mit einem Sitzungssegment, das utm_campaign = [dein Kampagnenname] als Filter setzt. Dann baust du die Stufen:

  1. Sitzung startet über die Kampagnen-UTM: Sitzungssegment utm_campaign = [Name], utm_medium = email.
  2. Aufruf der Produktseite oder eines anderen Zwischen-Events wie view_item oder page_view auf einer bestimmten URL.
  3. begin_checkout oder ein äquivalentes Signal für kaufbereite Nutzer.
  4. purchase oder das definierte Conversion-Ereignis als Abschlusspunkt.

Der Bericht zeigt Schritt für Schritt, wo Nutzer dieser Kampagne abspringen. Das macht sichtbar, ob das Problem beim E-Mail-Inhalt liegt (wenige Klicks) oder auf der Landing Page (viele Klicks, wenig Weiternavigation). Beide Diagnosen erfordern unterschiedliche Maßnahmen.

Path-Exploration für das Verhalten nach dem E-Mail-Klick

Die Path-Exploration zeigt als Baumdiagramm, welche Seiten Nutzer nach einer bestimmten Startseite besuchen. Wenn du als Startpunkt die Landing Page deiner E-Mail-Kampagne setzt, siehst du die häufigsten Navigationspfade danach. Setze zusätzlich ein Sitzungssegment auf utm_medium = email, damit nur Nutzer aus dem E-Mail-Kanal einbezogen werden und der allgemeine Website-Traffic die Auswertung nicht verfälscht.

In der freien Tabellenexploration baust du eine Übersicht mit Kampagnenname als Dimension und den Metriken, die für dein Setup zählen: Sitzungen, Conversions, Conversion-Rate, Umsatz. Mit der Vergleichsfunktion übereinander legst du zwei Zeiträume – zum Beispiel zwei Quartale – und siehst, welche Kampagnen im Zeitverlauf besser oder schlechter abschneiden. Das ist die Grundlage für Kampagnen-Reviews, die über Klick- und Öffnungsraten hinausgehen.

Diese Fehler machen GA4-Daten für E-Mail-Marketing unbrauchbar

Der häufigste Fehler ist nicht ein falsch konfiguriertes Feature, sondern fehlende UTM-Konsistenz. Sobald auch nur ein Teil der E-Mail-Links ohne Parameter verschickt wird, verzerren diese Klicks den gesamten Direktkanal nach oben – und der E-Mail-Kanal sieht kleiner aus, als er ist. Bei der Fehlersuche lohnt es sich, einen Export aller Campaign-Parameter der letzten vier Wochen aus GA4 zu ziehen und auf Einträge mit leerem utm_medium zu prüfen.

Ein zweiter häufiger Fehler ist das Setzen von UTM-Parametern auf Abmelde-Links und Präferenzcenter-Links in der E-Mail. Diese Klicks erscheinen dann als E-Mail-Traffic in GA4, obwohl sie keine kaufbereiten Nutzer repräsentieren. Das verfälscht Verweildauer und Absprungrate des E-Mail-Kanals. Abmelde- und Präferenzcenter-Links erhalten grundsätzlich keine UTM-Parameter.

Ein dritter Fehler betrifft die Session-Logik: GA4 startet bei einem UTM-Link immer eine neue Sitzung, auch wenn der Nutzer gerade noch aktiv auf der Website ist. Das führt zu künstlich erhöhten Sitzungszahlen, wenn interne Links mit UTM-Parametern ausgestattet werden. UTM-Parameter gehören ausschließlich auf externe Links in E-Mails, nicht auf Links innerhalb der eigenen Website.

Cross-Device-Tracking: Wo GA4 an Grenzen stößt

E-Mail wird häufig auf dem Smartphone geöffnet, der Kauf findet dann am Desktop statt. GA4 verbindet diese Sitzungen nur, wenn der Nutzer in einem Google-Konto eingeloggt ist und dieses Konto einem consent-konformen Tracking-Modus entspricht. Ohne das erscheinen Smartphone-Klick und Desktop-Kauf als zwei unabhängige Sitzungen von zwei verschiedenen Nutzern – der E-Mail-Touchpoint vom Smartphone wird nicht mit dem Kauf am Desktop verknüpft.

Als pragmatische Gegenmaßnahme: Setze in GA4 einen User-ID-Event mit set_user_id, sobald ein Nutzer sich einloggt oder ein Formular mit E-Mail-Adresse abschickt. GA4 verwendet diese ID für geräteübergreifende Verknüpfungen. Das löst das Cross-Device-Problem nicht vollständig, verbessert aber die Datengrundlage für diejenigen Nutzer, bei denen ein eindeutiger Identifier vorhanden ist.

Häufige Fragen

Warum zeigt GA4 weniger E-Mail-Klicks als ActiveCampaign?

ActiveCampaign zählt jeden Link-Klick, unabhängig davon, ob der Nutzer danach auf der Website landet und das Tracking lädt. GA4 hingegen zählt nur Sitzungen, bei denen das GA4-Tag erfolgreich ausgeführt wurde. Klicks von E-Mail-Vorschaudiensten, Spam-Filtern oder automatisierten Sicherheitsprüfungen erscheinen in ActiveCampaign als Klick, in GA4 aber nicht. Das erklärt den Unterschied in den absoluten Zahlen und ist kein Fehler – beide Systeme messen unterschiedliche Ereignisse.

Ab wann sind Predictive Audiences in GA4 verfügbar?

GA4 schaltet Predictive Metrics frei, sobald in einem rollierenden 28-Tage-Fenster mindestens 1.000 zurückkehrende Nutzer das zu modellierende Ereignis ausgelöst haben und mindestens 1.000 Nutzer es nicht ausgelöst haben. Unterhalb dieser Schwelle erscheinen die entsprechenden Optionen im Audience Builder nicht. Bei geringem Traffic hilft es, Lead-Conversions wie Formular-Submits oder Demo-Buchungen als Ersatz für Purchase-Events zu definieren, um das Modell zu trainieren.

Kann ich GA4 ohne Google Tag Manager in ActiveCampaign-E-Mails nutzen?

GA4 lässt sich über ein einfaches Script-Tag direkt im Seitentemplate einbinden, ohne den Tag Manager. Für standardäßige Seitenaufrufe reicht das aus. Für benutzerdefinierte E-Commerce-Events wie purchase oder begin_checkout ist allerdings JavaScript nötig – egal ob mit oder ohne Tag Manager. Wer Events ohne Code-Deployment anpassen will, fährt mit dem Tag Manager besser, weil Änderungen dort direkt im Interface vorgenommen werden können.

Zählt ein E-Mail-Klick als neue Sitzung, wenn der Nutzer bereits auf der Website aktiv ist?

Ja, immer. GA4 beendet eine laufende Sitzung und startet eine neue, sobald ein UTM-Parameter erkannt wird – selbst wenn der Nutzer denselben Browser gerade nutzt. Das ist für Analysezwecke sinnvoll, weil der Kampagnenzusammenhang der neuen Sitzung klar ist. Es führt aber zu erhöhten Sitzungszahlen, wenn Nutzer beim Newsletter-Klick bereits auf der Website unterwegs waren. Behalte das im Hinterkopf, wenn du Sitzungszahlen aus E-Mail-Kampagnen mit dem restlichen Traffic vergleichst.

Wer GA4 und ActiveCampaign konsequent miteinander verbindet, bekommt eine Datenbasis, die über Öffnungs- und Klickraten hinausgeht: welche Kampagnen wirklich Umsätze erzeugen, welche Zielgruppen kurz vor dem Kauf stehen und wo Nutzer nach dem E-Mail-Klick abspringen. Die technische Einrichtung – UTM-Konsistenz, Attributionsmodell, Audience-Export – entscheidet darüber, ob diese Daten verlässlich sind oder nicht. Wer dabei Unterstützung sucht, findet mehr zum Vorgehen auf der Seite unserer ActiveCampaign-Agentur.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

Kostenloses Erstgespräch

Du weißt jetzt, wie es geht. Sollen wir dir bei der Umsetzung helfen?

Zwanzig Minuten, ohne Verkaufsgespräch: Wir schauen gemeinsam auf dein Marketing – was schon trägt, was liegen geblieben ist und was sich automatisieren lässt. Du hast danach drei konkrete nächste Schritte. Ob du ActiveCampaign schon nutzt oder noch nach dem passenden Werkzeug suchst: Wir richten es so ein, dass es zu deinem Unternehmen passt – und zeigen deinem Team, wie es damit weiterarbeitet.

Jetzt kennenlernen

Kostenlos und unverbindlich · Offizieller ActiveCampaign-Partner · über 200 Unternehmen im Advertal Partner-Netzwerk