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E-Mail-Retargeting: Wie du aus Website-Besuchern zahlende Kunden machst

Tom
Tom
13. März 2026 · 11 Min. Lesezeit

E-Mail-Retargeting nutzt das Verhalten bekannter Kontakte auf deiner Website, um automatisiert personalisierte E-Mails auszulösen. Es funktioniert ausschließlich für Kontakte, die bereits in deiner ActiveCampaign-Datenbank stehen – nicht für anonyme Besucher. Wer das als Ausgangspunkt nimmt, baut Retargeting-Automationen, die zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft ankommen, ohne Streuverluste.

Das Wichtigste in Kürze

  • E-Mail-Retargeting in ActiveCampaign setzt Site Tracking voraus: Das Tracking-Script muss auf der Website installiert und erst nach Cookie-Einwilligung geladen werden.
  • Das Tracking funktioniert nur für Kontakte, die bereits in deiner Datenbank stehen und das Tracking-Cookie gesetzt haben – etwa durch einen geklickten E-Mail-Link.
  • Sinnvolle Trigger sind Seitenbesuche auf Pricing-, Produkt- oder Content-Seiten, idealerweise kombiniert mit Lead-Scoring-Schwellenwerten.
  • DSGVO-konformes E-Mail-Retargeting braucht eine dokumentierte Einwilligung für das Tracking und einen konkreten Eintrag in der Datenschutzerklärung.
  • Eine Retargeting-Sequenz aus drei bis vier E-Mails über zehn bis vierzehn Tage ist stabiler als eine einzelne Retargeting-E-Mail.

Was E-Mail-Retargeting von Display-Retargeting unterscheidet

Display-Retargeting über Google Ads oder Meta funktioniert mit Browser-Cookies und Pixel: Es zeigt anonymen Besuchern Bannerwerbung, nachdem sie eine Website verlassen haben. E-Mail-Retargeting läuft auf einer anderen Logik. Es braucht eine konkrete E-Mail-Adresse, die bereits in deiner Liste steht, und einen früheren Kontaktpunkt – etwa einen geklickten Link in einem Newsletter oder ein ausgefülltes Formular auf der Website. Erst danach kann ActiveCampaign das Site-Tracking-Cookie setzen und Seitenbesuche diesem Kontakt zuordnen.

Das hat einen wesentlichen Vorteil: Du kommunizierst nicht mit einem anonymen Browser-Fenster, sondern mit einer Person, die bereits Interesse gezeigt hat. Die Botschaft landet im Posteingang, nicht in einer Bannerfläche, die im DACH-Raum häufig durch Adblocker ausgeblendet oder schlicht ignoriert wird. E-Mail-Retargeting ist damit selektiver als Display-Retargeting – und genau deshalb relevanter für jede weiterführende Kommunikation.

Ein weiterer Unterschied liegt in den Kosten: E-Mail-Retargeting erzeugt keine zusätzlichen Werbeausgaben, die Infrastruktur ist im CRM bereits vorhanden. Das macht es für Unternehmen interessant, die ihren bestehenden Kontaktbestand besser nutzen wollen, ohne zusätzliche Paid-Budgets aufzustocken. Die Grenze liegt woanders: Du brauchst zuerst eine stabile Liste aus qualifizierten Kontakten, um das System sinnvoll in Gang zu setzen.

Die Stärke von E-Mail-Retargeting liegt darin, dass es auf einer bereits vorhandenen Beziehung aufbaut. Jeder Kontakt in der Liste hat an irgendeinem Punkt eingewilligt, von dir zu hören – E-Mail-Retargeting nutzt diesen Vertrauensvorsprung, um zum richtigen Moment die richtige Botschaft auszuspielen.

So richtest du Site Tracking in ActiveCampaign ein

Tracking-Script installieren und testen

Das Site Tracking aktivierst du unter Einstellungen > Tracking > Site-Tracking. Dort findest du deinen individuellen Tracking-Code, der auf allen relevanten Seiten der Website eingebunden werden muss. Die korrekte Platzierung ist kurz vor dem schließenden Body-Tag. In WordPress-Umgebungen übernimmt das ein Plugin wie "Insert Headers and Footers"; bei anderen CMS-Systemen landet der Code direkt im globalen Layout-Template.

Nach der Einbindung prüfst du, ob das Script korrekt feuert: Öffne ein Kontaktprofil in ActiveCampaign in einem Browser-Tab. Navigiere anschließend im selben Browser, in dem du zuvor einen Link aus einer ActiveCampaign-E-Mail geklickt hast, zu einer Seite der Website. Nach wenigen Sekunden sollte der Seitenbesuch in der Kontaktaktivität erscheinen. Wenn das nicht passiert, liegt das Script entweder an der falschen Stelle, wird durch einen Adblocker blockiert, oder das Tracking-Cookie war nicht gesetzt.

Ein häufig übersehener Schritt ist die Überprüfung auf Unterseiten. Der Tracking-Code muss auf jeder Seite vorhanden sein, die du als Trigger in Automationen verwenden willst. Seiten, die außerhalb deines Haupttemplates liegen – etwa Landingpages in einem separaten Builder – brauchen eine eigene Einbindung.

Das Tracking-Script darf in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht automatisch geladen werden. Es braucht die vorherige Zustimmung zu Marketing- oder Analyse-Cookies. Das bedeutet in der Praxis: Das Site-Tracking-Script von ActiveCampaign wird erst dann geladen, wenn der Besucher im Cookie-Banner die entsprechende Kategorie aktiv akzeptiert hat.

Die meisten verbreiteten Consent-Management-Plattformen unterstützen diese bedingte Einbindung direkt in ihrer Konfiguration. Du ordnest das Script der Kategorie "Marketing" oder "Statistik" zu, und das CMP übernimmt das Laden und Blockieren. Prüfe nach dem Setup, ob das Script tatsächlich erst nach der Zustimmung aktiv wird – das lässt sich im Browser-Netzwerk-Tab in wenigen Schritten kontrollieren.

Welche Daten ActiveCampaign Site Tracking erfasst

ActiveCampaign Site Tracking erfasst, welche URLs ein bekannter Kontakt besucht hat, wann und von welchem Gerät. Darüber hinaus werden Verweildauer und Seitenanzahl pro Besuch protokolliert. Diese Daten stehen in der Kontakt-Timeline zur Verfügung und können als Trigger und Bedingungen in Automationen genutzt werden. Was das System nicht erfasst: Mausbewegungen, Scroll-Tiefe oder ausgefüllte Formularfelder – es sei denn, du überträgst diese explizit über eigene Events.

Wer sich per E-Mail retargeten lässt – und wer nicht

Das ist der Punkt, der in der Praxis am häufigsten für Verwirrung sorgt. ActiveCampaign kann nur Personen tracken, die bereits in der Datenbank stehen und das Tracking-Cookie aktiv haben. Es gibt drei Wege, über die ein Kontakt diese Voraussetzung erfüllt:

  • Er hat einen Link in einer ActiveCampaign-E-Mail geklickt, wodurch das Tracking-Cookie automatisch gesetzt wird.
  • Er hat ein Formular auf der Website ausgefüllt, das über ActiveCampaign oder eine Formularintegration verbunden ist.
  • Er ist über eine API-Integration synchronisiert worden und hat sich danach erstmals über einen E-Mail-Link auf die Website geklickt.

Anonyme Besucher – alle, die die Website besuchen, ohne vorher einen E-Mail-Link geklickt oder ein Formular ausgefüllt zu haben – sind für das E-Mail-Retargeting nicht sichtbar. Das ist kein technisches Defizit, sondern die datenschutzrechtliche Grundlage: Ohne identifizierte E-Mail-Adresse gibt es keine Verbindung, der der Seitenbesuch zugeordnet werden könnte.

Wer E-Mail-Retargeting einsetzen will, braucht deshalb zuerst eine stabile Strategie zur Kontaktgewinnung – über Lead-Magneten, Newsletter-Anmeldungen, Webinar-Registrierungen oder ähnliche Opt-in-Mechanismen. Das Retargeting greift im zweiten Schritt: wenn ein bekannter Kontakt zurückkommt und aktives Interesse zeigt. Das macht den Kanal gleichzeitig präziser als Display-Retargeting – alle Personen, die du erreichst, haben bereits eine nachweisliche Verbindung zu deiner Marke aufgebaut.

Eine detaillierte Anleitung zur Einrichtung und zu den Auswertungsmöglichkeiten erklärt der Beitrag zum ActiveCampaign Site Tracking vollständig.

Drei Retargeting-Automationen, die in der Praxis funktionieren

Content-Retargeting nach Blogbesuch

Die einfachste Automation setzt an, wenn ein Kontakt einen bestimmten Themenbereich deiner Website besucht. Wer einen Artikel über Marketing-Automatisierung liest, zeigt Interesse an diesem Thema – eine Folge-E-Mail, die zwei bis drei Tage später einen vertiefenden Guide oder ein konkretes Anwendungsbeispiel liefert, knüpft daran an, ohne aufdringlich zu wirken.

In ActiveCampaign baust du das so auf:

  1. Automationen > Erstellen > Trigger "Besucht eine Seite" wählen
  2. URL-Bedingung eintragen: URL enthält den Pfad des relevanten Themenbereichs
  3. Wartezeit von zwei bis drei Tagen hinzufügen
  4. Aktion "E-Mail senden" mit einem themenspezifischen Inhalt anlegen
  5. Bedingung einfügen: "Hat Tag 'Kunde' nicht" – damit bestehende Kunden nicht in den Nurturing-Funnel laufen
  6. Automation auf "Einmalig pro Kontakt" stellen, damit dieselbe Person nicht bei jedem Blog-Besuch neu eintritt

Der Effekt dieser Automation liegt nicht in der Botschaft allein, sondern im Zeitpunkt. Sie erreicht den Kontakt, während das Thema noch präsent ist – und liefert den nächsten konkreten Schritt, bevor der Moment verblasst.

Kaufinteresse bei Pricing-Besuchern erkennen

Wer die Pricing-Seite besucht, zeigt konkretes Kaufinteresse. Wer sie mehrfach besucht, ohne sich zu melden, zeigt noch mehr – und verdient eine andere Ansprache als jemand, der nur einmal kurz vorbeigeschaut hat. Kombinierst du Site Tracking mit Lead Scoring, kannst du diesen Moment präzise erfassen.

So richtest du das in ActiveCampaign ein:

  1. Kontakte > Lead Scoring > Neue Regel anlegen: "Hat URL besucht" mit Pricing-Pfad, Punktwert pro Besuch festlegen
  2. Eine zweite Regel anlegen: Punkte verfallen nach 30 Tagen ohne weiteren Besuch
  3. Automation erstellen mit Trigger "Lead Score überschreitet Schwellenwert"
  4. Erste E-Mail: persönliche Einladung zu einem Gespräch oder Link zu einer Demo-Seite
  5. Wartezeit von vier Tagen, dann zweite E-Mail: konkreter Nutzen oder Beschreibung eines typischen Anwendungsfalls
  6. Wenn keine Reaktion: Lead Score zurücksetzen und Kontakt aus der aktiven Sequenz nehmen

Der Unterschied zur allgemeinen Nurturing-Sequenz: Diese Automation greift genau dann, wenn das Interesse am höchsten ist. Kein Zeitplan, kein Gießkannenprinzip. Wie du ein vollständiges Scoring-Modell aufbaust, beschreibt der Beitrag zu Lead Scoring in ActiveCampaign für den DACH-Markt.

Re-Engagement nach mehrfachen Besuchen ohne Reaktion

Manchmal besucht ein Kontakt die Website mehrfach, ohne auf E-Mails zu reagieren oder sich zu melden. Diese Situation verdient eine eigene Automation – keine Verkaufs-E-Mail, sondern eine kurze, direkte Nachfrage, die Gesprächsbereitschaft signalisiert ohne Druck zu erzeugen.

So sieht der Aufbau aus:

  1. Trigger: Kontakt hat in den letzten 14 Tagen drei oder mehr Seitenbesuche erfasst (als Segment-Bedingung in ActiveCampaign)
  2. Bedingung prüfen: Hat in den letzten 30 Tagen keinen E-Mail-Link geklickt
  3. Erste E-Mail: kurze, persönliche Frage – ob die bisherigen Inhalte noch passen oder sich das Interesse verschoben hat
  4. Wartezeit von sieben Tagen
  5. Wenn keine Reaktion: Tag "Retargeting-inaktiv" setzen und Automation beenden

Diese Sequenz hält die Datenbank sauber: Kontakte, die keine Reaktion zeigen, werden markiert und aus aktiven Retargeting-Sequenzen herausgenommen. Das schützt die Absenderreputation und verhindert, dass engagierte Kontakte durch einen überlasteten Funnel leiden.

Was DSGVO-konformes E-Mail-Retargeting voraussetzt

Die rechtliche Grundlage für E-Mail-Retargeting besteht aus zwei Teilen: der Einwilligung für das E-Mail-Marketing und der Einwilligung für das Website-Tracking. Beide müssen unabhängig voneinander dokumentiert sein und dürfen nicht miteinander vermengt werden.

Für E-Mail-Marketing an Verbraucher in Deutschland gilt § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG: E-Mails dürfen nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung geschickt werden. Double Opt-in ist die sichere Umsetzung – sie belegt, dass die E-Mail-Adresse der eingetragenen Person gehört und dass die Einwilligung freiwillig und informiert gegeben wurde. Ohne diesen Beleg ist jede Retargeting-E-Mail rechtlich angreifbar, unabhängig davon, wie präzise das Targeting ist.

Für das Website-Tracking greift Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO: Personenbezogene Daten dürfen für Marketingzwecke nur mit Einwilligung verarbeitet werden. Das bedeutet, dass das Tracking-Script erst nach aktiver Zustimmung im Cookie-Banner geladen werden darf. ActiveCampaign bietet unter Einstellungen > Compliance mehrere DSGVO-bezogene Optionen, darunter automatische Opt-out-Links, Datenlösch-Workflows und Datenexport auf Anfrage. Diese Funktionen ersetzen keine rechtliche Prüfung der eigenen Prozesse, sind aber eine hilfreiche Grundlage für die technische Umsetzung.

Was in die Datenschutzerklärung gehört

Ein allgemeiner Verweis auf "Drittanbieter-Tools" reicht nicht aus. Die Datenschutzerklärung muss konkret beschreiben, was mit dem Site Tracking passiert. Folgende Punkte müssen enthalten sein:

  • Welches Tool eingesetzt wird (ActiveCampaign Site Tracking) und was der Anbieter mit den übermittelten Daten verarbeitet
  • Welche Datenkategorien erfasst werden: besuchte URLs, Zeitstempel, Geräteinformationen und die Verbindung zur E-Mail-Adresse des Kontakts
  • Auf welcher Rechtsgrundlage die Verarbeitung erfolgt: Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO
  • Wie lange die Daten gespeichert werden und wie Betroffene ihre Rechte auf Auskunft, Löschung oder Widerspruch ausüben können

Typische Fehler und wie du sie umgehst

Das Script direkt und unbedingt einzubinden ist der häufigste und folgenreichste Fehler. Es führt dazu, dass Tracking-Daten ohne Einwilligung verarbeitet werden – ein klarer Verstoß gegen die DSGVO. Die technische Lösung ist einfach: Das Script gehört hinter den Consent-Trigger deines CMP-Tools, nicht in den globalen Header der Website.

Retargeting-Automationen ohne Filterung starten

Wer eine Automation mit dem Trigger "besucht irgendeine Seite" ohne weitere Bedingungen aufsetzt, schreibt bestehende Kunden, interne Teammitglieder und oberflächlich interessierte Besucher genauso an wie echte Interessenten. Das Ergebnis sind irrelevante E-Mails und sinkende Engagement-Raten. Filtere von Anfang an nach Tags, Kaufhistorie und Besuchskontext, bevor du eine Automation aktivierst.

Auf eine einzelne Retargeting-E-Mail setzen

Eine einzelne E-Mail reicht selten aus, um eine Entscheidung auszulösen. Kurze Sequenzen aus drei bis vier E-Mails mit Abständen von zwei bis vier Tagen sind in der Praxis stabiler. Die erste E-Mail knüpft am besuchten Inhalt an, die zweite liefert eine Vertiefung oder einen konkreten Nutzen, die dritte lädt zur nächsten Aktion ein, und die vierte beendet die Sequenz, wenn keine Reaktion kam – ohne Vorwurf und ohne weiteres Nachfassen.

Lead Scoring aus dem Retargeting-Kontext herauslassen

Wer Retargeting-E-Mails verschickt, ohne zu wissen, in welcher Kaufphase sich ein Kontakt befindet, riskiert Abmeldungen. Ein Kontakt, der die Website zum ersten Mal besucht und nur einen Blog-Artikel gelesen hat, braucht keine Demo-Anfrage. Lead Scoring hilft dabei, den richtigen Einstieg in die Sequenz zu wählen und stärkere Handlungsaufforderungen auf Kontakte mit erkennbar höherer Kaufbereitschaft zu beschränken.

Häufige Fragen

Funktioniert E-Mail-Retargeting auch für anonyme Website-Besucher?

Nein. ActiveCampaign Site Tracking verknüpft Seitenbesuche mit bestehenden Kontakten – das setzt voraus, dass der Besucher bereits in der Datenbank steht und das Tracking-Cookie gesetzt hat, etwa durch einen geklickten E-Mail-Link. Für anonyme Besucher gibt es keine E-Mail-Adresse, der die Besuche zugeordnet werden könnten. Wer anonymes Retargeting benötigt, arbeitet mit Display-Netzwerken wie Google Ads, nicht mit E-Mail-Automatisierung.

Wie viele E-Mails sollte eine Retargeting-Sequenz umfassen?

Drei bis vier E-Mails über zehn bis vierzehn Tage sind ein praxistauglicher Rahmen. Mehr E-Mails in kürzerer Zeit erhöhen die Abmelderate; weniger Schritte lassen Potenzial liegen. Eine Sequenz, die nach der letzten E-Mail endet – unabhängig davon, ob der Kontakt reagiert hat – hinterlässt keinen negativen Eindruck und schützt die Absenderreputation langfristig.

Kann ich eine Retargeting-Automation für mehrere Seiten gleichzeitig anlegen?

Ja. Du kannst den Trigger "Besucht eine Seite" mit einer URL-Bedingung einrichten, die mehrere Pfade umfasst, oder mehrere Trigger mit einer "Oder"-Logik kombinieren. Beachte dabei, dass verschiedene Seiten unterschiedliche Kaufphasen signalisieren. Eine Pricing-Seite löst idealerweise eine andere Sequenz aus als ein Blog-Artikel – auch wenn du technisch beides in eine Automation fassen könntest.

Lehnt ein Besucher das Tracking im Cookie-Banner ab, wird kein ActiveCampaign-Site-Tracking-Cookie gesetzt. Spätere Seitenbesuche werden diesem Kontakt nicht zugeordnet, und keine Retargeting-Automation wird ausgelöst. Das ist rechtlich korrekt und sollte als solches akzeptiert werden – nicht als Problem, sondern als Funktionsmerkmal eines datenschutzkonformen Systems.

Wie unterscheidet sich E-Mail-Retargeting vom klassischen Follow-up nach einem Newsletter?

Ein klassischer Follow-up läuft auf einem festen Zeitplan: eine Woche nach dem Newsletter, drei Tage nach dem Webinar. E-Mail-Retargeting ist verhaltensbasiert: Es löst aus, wenn ein Kontakt eine bestimmte Aktion auf der Website ausführt – unabhängig von einem vorher festgelegten Zeitplan. Beide Ansätze ergänzen sich. Follow-ups strukturieren die Kommunikation; Retargeting macht sie zur richtigen Zeit relevant.

E-Mail-Retargeting entfaltet seinen Nutzen aus dem Zusammenspiel von sauberem Tracking, verhaltensbasierten Triggern und Inhalten, die an den richtigen Punkt im Entscheidungsprozess anknüpfen. Wer die Grundlage einmal korrekt aufgesetzt hat, kann die Automationen schrittweise ausbauen. Wer dabei einen strukturierten Einstieg sucht, findet im ActiveCampaign-Kurs von Advertal einen geführten Aufbau von Site Tracking bis zur fertigen Retargeting-Automation.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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