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Display Werbung die funktioniert: 7 Strategien für bessere Klickraten

Tom
Tom
13. März 2026 · 12 Min. Lesezeit

Display-Anzeigen mit niedrigen Klickraten haben fast immer dasselbe Problem: Sie werden der falschen Person zum falschen Zeitpunkt gezeigt. Sieben konkrete Strategien helfen, das zu ändern – von Remarketing und Zielgruppensegmentierung über Creative-Klarheit und Formatwahl bis zur Verknüpfung mit dem CRM für sauberes Follow-up nach dem Klick.

Das Wichtigste in Kürze

  • Remarketing priorisieren: Website-Besucher kennen das Angebot bereits – ihre Klickbereitschaft ist strukturell höher als die von unbekannten Zielgruppen.
  • Besuchersegmente trennen: Preisseite-Besucher, Warenkorbabbrecher und Blogleser brauchen unterschiedliche Botschaften und Motive.
  • Botschaft in Sekunden klar machen: ein Angebot, eine Zielgruppe, ein präziser CTA – kein Design-Experiment rettet eine unklare Botschaft.
  • Formate wechseln: Native Ads und kurze Video-Display-Ads erreichen Menschen, die klassische Banner automatisch ausblenden.
  • Testen und verknüpfen: Zuerst Zielgruppe und Angebot testen, dann CRM-Follow-up mit ActiveCampaign automatisieren.

Remarketing bringt die höchsten Klickraten für bekannte Zielgruppen

Display-Kampagnen auf kalte Zielgruppen haben ein strukturelles Problem: Die Person, die die Anzeige sieht, hat keinen Anlass, sich gerade für dieses Angebot zu interessieren. Sie kennt die Marke nicht, hat das Produkt nicht gesucht und befindet sich nicht im passenden Kaufmoment. Das Ergebnis sind niedrige Klickraten, die keine kreative Optimierung grundlegend beheben kann.

Remarketing funktioniert nach einem anderen Prinzip. Du zeigst die Anzeige Menschen, die schon auf deiner Website waren – die ein Produkt angeschaut, einen Blogartikel gelesen oder ein Formular angebrochen haben. Das Interesse ist vorhanden. Die Anzeige bringt sie zurück, anstatt neue Aufmerksamkeit von null zu erzeugen. Das ist der Unterschied zwischen einem warmen Gespräch und einer Kaltakquise.

Einblicke aus der Begleitung von Kampagnenprojekten zeigen: Remarketing-Kampagnen performen fast durchgängig besser als Prospecting auf vergleichbaren Budgets. Das liegt nicht daran, dass Remarketing technisch besonders aufwändig wäre, sondern daran, dass der Funnel-Stand der Zielperson ein anderer ist. Dieser Vorteil lässt sich gezielt vergrößern, wenn du die Remarketing-Zielgruppe sauber segmentierst.

Welche Besuchersegmente den größten Unterschied machen

Nicht jeder Website-Besucher ist gleich wertvoll für Remarketing. Wer eine Minute auf der Startseite war und dann abgesprungen ist, unterscheidet sich fundamental von jemandem, der die Preisseite zweimal aufgerufen hat. Saubere Segmentierung trennt diese Gruppen und erlaubt jeweils passende Botschaften:

  • Preisseite-Besucher befinden sich kurz vor einer Kaufentscheidung. Hier wirken Vertrauenssignale, Testimonials und konkrete Leistungsversprechen stärker als allgemeine Werbung.
  • Produktseiten-Besucher ohne Kauf haben ein konkretes Interesse gezeigt, aber noch nicht gehandelt. Ein spezifisches Produktmotiv – nicht ein generischer Markenbanner – spricht diese Gruppe am direktesten an.
  • Warenkorbabbrecher im E-Commerce sind am kaufbereitesten. Ein Reminder mit dem konkreten Artikel und einem klaren nächsten Schritt ist oft ausreichend.
  • Blogleser befinden sich weiter oben im Funnel. Für sie eignet sich ein thematisch passendes Angebot – ein Leitfaden, ein Webinar oder ein kostenloses Tool – besser als eine direkte Produktwerbung.

Je präziser die Segmentierung, desto relevanter die Botschaft – und desto geringer der Streuverlust. Das erhöht nicht nur die Klickrate, sondern auch die Qualität der Leads, die nach dem Klick ankommen.

Was in den ersten Sekunden einer Display-Anzeige zählt

Das Auge verarbeitet Farbe, Kontrast und Bewegung noch vor dem Text. Wenn eine Anzeige in dieser Initialphase keine klare Relevanz signalisiert, ist die Aufmerksamkeit weg – bevor der Nutzer überhaupt den Anzeigentext lesen konnte. Das bedeutet: Die visuelle Hierarchie der Anzeige muss die Botschaft priorisieren, nicht die Gestaltung.

Eine Display-Anzeige sollte genau eine Frage beantworten: Was bekomme ich, wenn ich klicke? Anzeigen, die mehrere Vorteile, mehrere Zielgruppen oder mehrere Angebote gleichzeitig kommunizieren wollen, kommunizieren meistens gar nichts davon wirkungsvoll. Das gilt für den Text und für das Bild gleichermaßen. Ein Motiv, das eine konkrete Person in einer wiedererkennbaren Situation zeigt, zieht mehr Aufmerksamkeit auf sich als ein allgemeines Markenbild.

Der Call-to-Action ist kein dekoratives Element. Er benennt den nächsten Schritt so konkret, dass die Person weiß, was nach dem Klick passiert. "Jetzt Termin buchen" ist präziser als "Mehr erfahren". "Kostenlos testen" ist präziser als "Entdecken". Je klarer der versprochene nächste Schritt, desto weniger Unsicherheit entsteht beim Klick.

Ein einfacher Praxistest: Zeig das Motiv jemandem für fünf Sekunden. Wenn er danach nicht sagen kann, was angeboten wird und für wen, muss das Creative überarbeitet werden. Dieser Test filtert die meisten schwachen Motive, bevor sie Budget verbrauchen.

Wann Kontext wichtiger ist als das Creative

Timing und Platzierung haben einen größeren Einfluss auf die Klickrate als das Design. Eine Anzeige, die thematisch zur Umgebung passt, in der sie erscheint, hat einen natürlichen Relevanzvorteil gegenüber derselben Anzeige auf einem unpassenden Portal. Das gilt für thematische Platzierungen – Finanzthemen auf Wirtschaftsmedien, Fitnessprodukte auf Gesundheitsseiten – aber auch für saisonale Bezüge.

Wer Kampagnen saisonal plant, kann denselben Grundsatz nutzen: Eine Botschaft, die auf den aktuellen Moment eingeht – Jahresabschluss, Messezeit, Urlaubsplanung – ist relevanter als eine zeitlose Markenaussage. Saisonale Motive erfordern mehr Planungsaufwand, liefern aber in vielen Branchen verlässlich bessere Ergebnisse als immergleiche Standardmotive.

Native Ads verringern Banner-Blindheit

Banner-Blindheit beschreibt das Phänomen, dass Menschen, die täglich viele Seiten besuchen, Werbeflächen in vertrauten Positionen automatisch ausblenden. Das Auge springt über den rechten Rand einer Seite, über Kopf-Banner und über klar abgegrenzte Werbeblöcke hinweg. Dieser Mechanismus ist erlernt und lässt sich durch bessere Design-Qualität allein nicht umgehen.

Native Ads setzen an einer anderen Stelle an. Sie fügen sich optisch in das Erscheinungsbild der Umgebung ein und unterbrechen das Leseerlebnis weniger stark. Der Nutzer sieht zunächst den Inhalt, nicht die Werbung. Das bedeutet nicht, dass Native Ads täuschen dürfen – sie müssen transparent als bezahlte Platzierung gekennzeichnet sein. Aber sie treten anders in das Sichtfeld, weil sie am Nutzungsverhalten ansetzen statt dagegen zu wirken.

Für B2B-Kontexte funktionieren Native Ads besonders gut, wenn der gesponserte Inhalt ein konkretes Problem der Zielgruppe adressiert. Ein Gastbeitrag auf einem Fachmedium, der ein echtes Umsetzungsproblem löst, baut Vertrauen auf, das ein klassischer Banner nie erzeugen könnte. Die Person, die den Beitrag liest, ist aktiver als die Person, die an einem Banner vorbeiscrollt – und der Kontaktpunkt ist inhaltlich wertvoller.

Für den DACH-Markt gilt: Native Ads sind als Werbung zu kennzeichnen. "Anzeige" oder "Sponsored" muss sichtbar sein, bevor der Nutzer auf den Inhalt klickt. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und schadet der Performance in der Praxis nicht. Versuche, die Kennzeichnung zu minimieren, erzeugen langfristig mehr Vertrauensschäden als kurzfristige Klick-Gewinne.

Video-Display-Ads richtig einsetzen

Bewegtbild aktiviert das periphere Sehen auf eine Art, die statische Bilder strukturell nicht können. Schon bei Autoplay ohne Ton nehmen Nutzer ein bewegtes Element wahr, bevor sie es bewusst ansteuern. Das ist ein physischer Mechanismus, kein Vorurteil – und erklärt, warum Video-Formate in Display-Placements oft mehr Aufmerksamkeit erzeugen als statische Motive.

Für den Display-Einsatz gelten andere Regeln als für YouTube-Videos oder Social-Media-Content. Ein erklärendes Video, das für eine organische Veröffentlichung produziert wurde, funktioniert als Display-Ad selten. Display-Videos haben drei besondere Anforderungen:

  • Sofortige Relevanz in den ersten zwei bis drei Sekunden, weil der Nutzer keinen Abspielknopf gedrückt hat und ohne jede Ankündigung zum ersten Frame springt.
  • Texteinblendungen oder Untertitel, die die Botschaft auch ohne Ton transportieren, weil mobiles Autoplay fast immer stumm startet und viele Nutzer Ton grundsätzlich deaktiviert haben.
  • Ein sichtbarer CTA im letzten Drittel des Videos, der klar benennt, was nach dem Klick passiert – und nicht erst im Abspann erscheint.

Kurze Videos erfordern keine aufwändige Produktion. Screen-Recordings von Software-Abläufen, einfache Animationen mit Texteinblendungen oder kurze Sprechersequenzen liefern oft ausreichende Ergebnisse. Was zählt, ist die ersten zwei Sekunden – der Rest des Videos baut auf einer Aufmerksamkeit auf, die dort gewonnen oder verloren wird.

Wann Display-Werbung nicht die richtige Wahl ist

Display-Werbung hat Grenzen, die man kennen sollte, bevor man Budget investiert. Sie eignet sich gut für Remarketing, Markenbekanntheit in definierten Zielgruppen und die Begleitung längerer Kaufprozesse. Sie eignet sich weniger gut, wenn das Produkt eine aktive Suchabsicht voraussetzt – wenn also die Zielperson erst dann bereit ist, wenn sie selbst nach einer Lösung sucht. In diesen Fällen ist Suchmaschinenmarketing (SEA) oft effizienter, weil es den Moment trifft, in dem die Kaufabsicht schon vorhanden ist.

Auch für sehr kleine Budgets unter ein paar hundert Euro monatlich ist Display oft nicht der effektivste Einstieg, weil valide Testergebnisse eine gewisse Anzahl an Impressionen und Klicks erfordern. Wer mit begrenztem Budget startet, kommt mit gezieltem E-Mail-Marketing oder organischem Content oft schneller zu verwertbaren Erkenntnissen. Display wird interessant, wenn ein klares Remarketing-Publikum vorhanden ist und das Budget für aussagekräftige Tests reicht.

Was du zuerst testen solltest

A/B-Tests bei Display-Kampagnen haben eine typische Schwäche: Wer Farben, Schriftgrößen oder Buttonformen testet, bevor er die grundlegende Zielgruppen- und Angebotsfrage geklärt hat, optimiert auf dem falschen Level. Design-Details haben Einfluss – aber sie können eine falsche Zielgruppe oder ein irrelevantes Angebot nicht kompensieren.

Die Testreihenfolge, die den stärksten Effekt bringt:

  1. Zielgruppe: Welches Segment reagiert überhaupt auf das Angebot? Verschiedene Verhaltenssegmente, Branchengruppen oder Interessenskategorien haben teils sehr unterschiedliche Reaktionsraten auf dasselbe Creative.
  2. Angebot: Was motiviert zum Klick? Kostenloser Test, direkter Kauf, Content-Download oder Beratungstermin sprechen unterschiedliche Kaufbereitschaften an. Das Angebot entscheidet stärker als das Creative.
  3. Botschaft: Welcher Aspekt des Angebots ist für diese Zielgruppe am relevantesten? Einsparung, Zeitgewinn, Risikominimierung oder Statusgewinn – je nach Zielgruppe zieht ein anderer Rahmen.
  4. Creative: Erst wenn Zielgruppe, Angebot und Botschaft feststehen, lohnt sich die Optimierung von Motiven, Farben und Formaten. Dann hat das Creative eine stabile Grundlage, auf der Veränderungen messbar werden.

Jeden Test mit einer veränderten Variablen führen. Wer zwei Dinge gleichzeitig ändert, weiß hinterher nicht, was die Verbesserung bewirkt hat. Stopp-Kriterien definieren, bevor der Test läuft: Wie viele Impressionen braucht eine Variante, bevor sie zuverlässig bewertet werden kann? Ein Budget, das zu früh auf eine Variante umgeleitet wird, produziert keine statistisch verwertbaren Ergebnisse.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Der häufigste Fehler: Kampagnen werden zu früh beendet oder zu früh skaliert. Beide Entscheidungen werden ohne ausreichende Datenbasis getroffen, weil keine vorab definierten Bewertungsschwellen existieren. Das Ergebnis ist, dass gute Kampagnen zu früh gestoppt und schlechte zu lange weitergeführt werden.

Ein weiterer Fehler: Ausschluss-Listen werden vernachlässigt. Wer bestehende Kunden nicht aus Neukundenakquise-Kampagnen ausschließt, zahlt für Anzeigen, die ohnehin nichts mehr bewirken. Wer Kontakte, die gerade konvertiert haben, nicht aus dem Remarketing-Pool entfernt, verbrennt Budget für Botschaften, die überholt sind. Ausschluss-Listen sind kein optionales Feature – sie gehören zur grundlegenden Kampagnenstruktur.

Dritter häufiger Fehler: Landingpages werden nicht angepasst. Wenn die Anzeige ein spezifisches Angebot für eine spezifische Zielgruppe kommuniziert, aber auf eine generische Startseite oder eine allgemeine Produktseite führt, bricht der Funnel an dieser Stelle ab. Jede Anzeigengruppe braucht eine Zielseite, die inhaltlich das einlöst, was die Anzeige versprochen hat.

So verbindest du Display-Kampagnen mit ActiveCampaign

Display-Anzeigen ohne sauberes Follow-up verschwenden einen großen Teil ihres Potenzials. Wer klickt und auf einer Landingpage landet, dann aber keine relevante Fortsetzung erhält – keine E-Mail-Sequenz, keine weitere Kontaktaufnahme – ist in den meisten Fällen verloren. Die Verbindung zwischen Display-Kampagne und CRM schließt diese Lücke.

Mit ActiveCampaign lässt sich das Setup folgendermaßen strukturieren:

  1. Site Tracking aktivieren: In ActiveCampaign unter Einstellungen > Tracking > Site Tracking den Tracking-Code kopieren und auf allen relevanten Seiten einbinden. Damit erkennt ActiveCampaign, welche bekannten Kontakte welche Seiten besuchen.
  2. Verhaltens-Tags anlegen: Für jede relevante Seite – Preisseite, Produktseite, Blogartikel – eine Automation erstellen, die beim Seitenbesuch eines bekannten Kontakts automatisch ein entsprechendes Tag setzt.
  3. Custom Audiences exportieren: Kontakte mit spezifischen Tags als Zielgruppenliste für Google Ads oder Meta Ads exportieren. So spielst du Display-Anzeigen an Personen aus, die du in ActiveCampaign bereits kennst und profiliert hast.
  4. Lookalike Audiences aufbauen: Aus der Liste deiner besten Kunden – gefiltert nach Tags, Kaufhistorie oder Lead-Score – eine Lookalike Audience erstellen. Die Plattform findet strukturell ähnliche Profile im Gesamtpool.
  5. Landingpage und Follow-up verknüpfen: Für jede Anzeigengruppe eine eigene Landingpage mit Formular verwenden. Wer das Formular ausfüllt, kommt automatisch in eine Automation in ActiveCampaign, die den nächsten Schritt konkret macht.

Das Ergebnis dieses Setups: Du kannst in ActiveCampaign nachvollziehen, welche Display-Kampagnen die qualitativ besten Leads liefern – nicht nur anhand der Klickzahlen in der Werbeplattform, sondern anhand des tatsächlichen Verhaltens dieser Kontakte im weiteren Verlauf. Wer den Aufbau von E-Mail-Retargeting-Sequenzen vertieft verstehen möchte, findet dazu einen eigenen Beitrag.

Häufige Fragen

Wie lange sollte ich Remarketing-Kampagnen laufen lassen, bevor ich Änderungen vornehme?

Das hängt vom Volumen ab, das durch deine Seiten läuft. Als Faustregel brauchst du eine statistisch verwertbare Anzahl an Impressionen und Klicks, bevor eine Anpassung begründet ist. Wer zu früh reagiert, riskiert, zufällige Schwankungen für echte Signale zu halten. Sinnvoller als ein festes Zeitfenster ist ein vorab definierter Schwellenwert: Erst wenn eine Variante genug Daten geliefert hat, wird bewertet und angepasst.

Was ist der Unterschied zwischen Display-Werbung und Suchmaschinenwerbung?

Suchmaschinenwerbung (SEA) erscheint, wenn jemand aktiv nach einem Begriff sucht – die Kaufabsicht ist in diesem Moment vorhanden. Display-Werbung erscheint dagegen im Umfeld von Seiten, die der Nutzer aus anderen Gründen besucht – die Absicht muss erst geweckt werden. Display eignet sich deshalb besonders gut für Remarketing, Markenaufbau und die Begleitung längerer Kaufprozesse; SEA ist effizienter, wenn eine klare Suchabsicht vorhanden ist und die Person aktiv nach einer Lösung sucht.

Welche Display-Formate funktionieren mit kleinem Budget?

Mit kleinem Budget sind Remarketing-Kampagnen fast immer effizienter als Prospecting, weil das Publikum bereits warm ist und kleinere Budgets für sinnvolle Tests reichen. Statische Einzelmotive – ein Format, eine Botschaft – sind günstiger zu produzieren und leichter zu testen als Carousel- oder Video-Kampagnen. Wer Budget hat, sollte zuerst das Remarketing aufbauen, bevor er mit neuen Formaten oder kalten Zielgruppen experimentiert.

Wie erkenne ich, ob meine Display-Kampagne die falsche Zielgruppe erreicht?

Das deutlichste Signal ist eine niedrige Klickrate kombiniert mit einer hohen Absprungrate auf der Zielseite. Klicks, die nicht zu Verweildauer oder Interaktion führen, zeigen, dass die Botschaft zwar neugierig gemacht hat, die Landingpage aber nicht das geliefert hat, was erwartet wurde – oder dass die Zielgruppe grundsätzlich nicht passt. Hilfreich ist außerdem ein Blick auf demografische Aufschlüsselungen: Wenn bestimmte Altersgruppen, Regionen oder Interessenskategorien auffällig niedrige Interaktionsraten haben, ist das ein Hinweis darauf, wo die Targetierung angepasst werden sollte.

Wie viele Display-Kampagnen sollte ich gleichzeitig betreiben?

Weniger gleichzeitig aktive Kampagnen sind meistens besser, wenn das Budget begrenzt ist. Wer vier Kampagnen mit je 50 Euro betreibt, bekommt aus keiner davon genug Daten für verlässliche Entscheidungen. Eine Kampagne mit 200 Euro – auf die richtige Zielgruppe und das richtige Angebot ausgerichtet – liefert mehr Erkenntnisse als vier parallele Experimente. Erst wenn eine Kampagne stabil läuft und die Ergebnisse interpretierbar sind, macht eine Ausweitung Sinn.

Display-Werbung verbessert sich dort am stärksten, wo Zielgruppe, Botschaft und Follow-up sauber aufeinander abgestimmt sind. Remarketing-Listen aus dem CRM zu speisen, Segmente nach Verhalten zu trennen und Tests nach Priorität zu strukturieren sind keine komplexen Maßnahmen – aber ihre konsequente Umsetzung macht den entscheidenden Unterschied. Wer dabei ActiveCampaign als Zentrale für Tracking, Segmentierung und Follow-up nutzen möchte, findet in unserem ActiveCampaign-Kurs eine strukturierte Einführung in das gesamte Setup.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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