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Custom Footer in ActiveCampaign erstellen: Professionelle E-Mails mit personalisierten Fußzeilen

Tom
Tom
12. März 2026 · 12 Min. Lesezeit

Einen Custom Footer in ActiveCampaign erstellst du, indem du in einem Textblock die Pflicht-Tags %UNSUBSCRIBE% und %SENDER_INFO% platzierst. Sobald ActiveCampaign beide Tags im E-Mail-Body findet, blendet das System den Standard-Footer automatisch aus und zeigt stattdessen deinen Textblock an. Das ist der einzige Mechanismus – kein separater Schalter, keine extra Einstellung, keine Account-Option.

Das Wichtigste in Kürze

  • %UNSUBSCRIBE% und %SENDER_INFO% sind beide Pflicht: Fehlt einer der Tags, zeigt ActiveCampaign deinen Block und den Standard-Footer gleichzeitig an.
  • Der Footer-Textblock muss das letzte sichtbare Element in der E-Mail sein, damit er optisch als Footer wirkt und nicht zwischen Inhalten verschwindet.
  • DACH-Pflichtangaben – vollständige Postanschrift, Impressum-Link, Datenschutz-Link – gehören in den Footer, nicht nur der Abmelde-Link.
  • Gespeicherte Abschnitte (Saved Sections) erlauben es, denselben Footer in allen Kampagnen zu verwenden und zentral zu aktualisieren, sobald sich eine Adresse ändert.
  • Mit Conditional Content kannst du verschiedene Footer-Varianten für unterschiedliche Kontaktsegmente anzeigen, ohne mehrere E-Mails pflegen zu müssen.

Jede E-Mail, die du aus ActiveCampaign heraus sendest, bekommt automatisch einen Footer angehängt – auch wenn du keinen angelegt hast. Dieser Standard-Footer enthält den Abmelde-Link und die Absenderadresse aus deinen Account-Einstellungen. ActiveCampaign fügt ihn ein, weil E-Mail-Anbieter wie Gmail, Outlook und Apple Mail gesetzliche Mindestanforderungen für den Abmelde-Mechanismus erwarten und Mails ohne diesen Hinweis häufiger im Spam landen.

Der Standard-Footer verschwindet, sobald du zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllst: Im E-Mail-Body müssen sowohl %UNSUBSCRIBE% als auch %SENDER_INFO% vorhanden sein. Sobald ActiveCampaign beide Tags erkennt, wertet das System deine E-Mail als rechtlich selbstständig abgesichert und unterdrückt den eigenen Footer vollständig. Fehlt auch nur einer der beiden Tags, erscheint der Standard-Footer zusätzlich zu deinem eigenen Block – das ist der häufigste Grund, wenn Empfänger zwei Footer sehen.

Dieser Mechanismus gilt gleichermaßen für den klassischen Campaign Builder, den Drag-and-Drop-Editor und für E-Mails, die aus Automationen heraus gesendet werden. Die Logik ist identisch, unabhängig davon, welchen Editor du verwendest oder ob es sich um eine Kampagne oder eine Automation handelt.

ActiveCampaign stellt eine Reihe von Tags bereit, die speziell für Footer-Inhalte gedacht sind. Du findest sie im Editor unter dem Button Personalisierung oder Personalization Tags, Reiter Nachricht (Message). Klicke dort auf den entsprechenden Tag, um ihn an der Cursorposition einzufügen.

Pflicht-Tags – beide müssen vorhanden sein

%UNSUBSCRIBE% erzeugt den Abmelde-Link. Der Linktext lautet standardmäßig „Abmelden” und ist in der Sprache des Account-Standardprofils hinterlegt. Dieser Tag muss immer vorhanden sein, damit Marketing-E-Mails korrekt zugestellt werden. Fehlt er, fügt ActiveCampaign zwingend einen eigenen Footer hinzu.

%SENDER_INFO% gibt die vollständige Absenderadresse aus den Account-Einstellungen aus: Firmenname, Straße, PLZ, Ort, Land. Dieser Tag ist das zweite Pflichtfeld – erst das Zusammenspiel beider Tags löst die Unterdrückung des Standard-Footers aus. Wenn du die Adresse lieber manuell einträgst, musst du %SENDER_INFO% trotzdem irgendwo im Body platzieren: Auch als unsichtbarer Text mit Schriftfarbe gleich Hintergrundfarbe erkennt ActiveCampaign ihn technisch. Das ist kein empfehlenswerter Workaround, aber er erklärt, warum der Mechanismus rein technisch und nicht inhaltlich prüft.

  • %UPDATE_PROFILE% – Erzeugt einen Link zum Präferenz-Center. Dort können Abonnenten selbst steuern, welche E-Mail-Typen, Themen oder Frequenzen sie erhalten möchten. Dieser Tag ist kein Pflichtfeld, aber er reduziert Abmeldungen, weil Kontakte eine Alternative zur vollständigen Abmeldung bekommen. Wer statt abzumelden nur weniger E-Mails will, nutzt das Präferenz-Center – und bleibt damit im Verteiler.
  • %FORWARDED_LINK% – Erzeugt einen „An einen Freund weiterleiten”-Link. Für B2C-Newsletter und Inhalte mit organischem Weiterleitungs-Potenzial relevant; für B2B-E-Mails und Transaktions-Kommunikation in der Regel nicht sinnvoll.
  • %WEBVERSION% – Verlinkt auf die Web-Version der E-Mail. Hilfreich, wenn ein Teil der Empfänger Bilder standardmäßig blockt oder E-Mails im Textformat empfängt und die vollständige Darstellung sehen möchte.
  • %UNSUBSCRIBE_TEXT% – Gibt den rohen Abmelde-URL aus, den du frei in eigene Linktexte einbetten kannst. Nützlich, wenn du den Linktext individualisieren willst, ohne einen Textblock-Wrapper zu brauchen.

Das folgende Vorgehen beschreibt den Weg im Drag-and-Drop-E-Mail-Editor von ActiveCampaign, der seit 2026 der Standard für neue Kampagnen ist. Im klassischen Campaign Builder folgt die gleiche Logik, die Menübezeichnungen können leicht abweichen.

  1. Öffne die E-Mail im Editor: Kampagnen → Kampagne erstellen → E-Mail-Design öffnen, oder bei einer Automation: Automation öffnen → E-Mail-Aktion anklicken → E-Mail bearbeiten.
  2. Ziehe aus der linken Inhalts-Sidebar einen Textblock ganz ans untere Ende des E-Mail-Layouts. Prüfe, dass keine weiteren Blöcke darunter liegen – weder Bild-Blöcke noch Spacer. Der Textblock soll das letzte Element sein.
  3. Klicke in den Textblock. Öffne in der Formatierungsleiste den Button Personalisierung (Zahnrad-Symbol oder Personalisierungs-Icon, je nach Editor-Version). Wähle den Reiter Nachricht.
  4. Füge %SENDER_INFO% ein. ActiveCampaign ersetzt diesen Tag beim Senden durch die Adresse, die unter Einstellungen → Mein Konto → Unternehmens- und Zahlungsdetails hinterlegt ist.
  5. Füge darunter oder daneben %UNSUBSCRIBE% ein. Formuliere den umgebenden Text so, dass der Abmelde-Link eindeutig erkennbar ist: „Du möchtest keine weiteren E-Mails erhalten? %UNSUBSCRIBE%”.
  6. Ergänze optional %UPDATE_PROFILE% mit einem beschreibenden Text: „E-Mail-Einstellungen anpassen: %UPDATE_PROFILE%”.
  7. Trage die DACH-Pflichtangaben ein: Firmenname, vollständige Postanschrift, Impressum-Link, Datenschutz-Link. %SENDER_INFO% deckt die Adresse ab, aber Impressum-Link und Datenschutz-Link kommen nicht aus dem Tag – die musst du selbst verlinken.
  8. Sende eine Testmail an eine eigene Adresse: Oben rechts → Testversand. Prüfe, ob der Standard-Footer fehlt. Siehst du noch einen zweiten Footer, prüfe, ob beide Pflicht-Tags wirklich im Block stehen und korrekt geschrieben sind (kein Leerzeichen nach dem Prozentzeichen).
  9. Öffne die Testmail auf einem Mobilgerät. Links und Text müssen auch auf kleinen Bildschirmen lesbar und mit dem Finger klickbar sein.

Im deutschsprachigen Raum treffen für geschäftliche E-Mails Anforderungen aus dem Telemediengesetz, dem UWG und der DSGVO aufeinander. Das Ziel ist nicht, Angaben kleinstmöglich unterzubringen, sondern sie so zu platzieren, dass jeder Empfänger sie ohne Suchen findet. Gerichte haben wiederholt festgestellt, dass versteckte oder schwer erkennbare Abmelde-Optionen als DSGVO-Verstoß gewertet werden können.

  • Vollständige Postanschrift der sendenden Firma – kein Postfach, sondern die tatsächliche Hausanschrift. %SENDER_INFO% liefert diese, wenn du sie vollständig in den Account-Einstellungen gepflegt hast.
  • Impressum-Link, der auf eine vollständige Impressums-Seite verweist. Das Impressum selbst muss nicht im Footer wiederholt werden, aber der Link muss funktionieren und als Impressum erkennbar beschriftet sein.
  • Datenschutz-Link sowie – als Best Practice – ein kurzer Hinweis, warum der Empfänger diese E-Mail erhält: „Du erhältst diese E-Mail, weil du dich am [Datum] auf [Domain] für unseren Newsletter eingetragen hast.”
  • Klarer Abmelde-Link ohne Login-Zwang. Der Abmelde-Prozess darf maximal einen Bestätigungsklick erfordern; ein mehrstufiges Formular oder eine erzwungene Begründungsangabe ist nach UWG unzulässig. ActiveCampaign bietet per %UNSUBSCRIBE% eine One-Click-Abmeldung, die diesen Anforderungen entspricht.

Was GmbHs und AGs zusätzlich angeben müssen

Für eingetragene Gesellschaften kommen handelsrechtliche Pflichtangaben hinzu: Handelsregisternummer, Registergericht, alle Geschäftsführer oder Vorstandsmitglieder und, sofern vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Diese Angaben müssen nicht zwingend direkt im Footer stehen, wenn der Impressum-Link auf eine Seite verweist, die sie enthält. In der Praxis ist es sicherer, zumindest Registergericht und Handelsregisternummer im Footer-Text selbst zu führen – denn wenn Links beim Empfänger geblockt sind, bleibt der Text weiterhin lesbar.

Transaktions-E-Mails und Marketing-E-Mails unterscheiden

Transaktions-E-Mails – Bestellbestätigungen, Passwortzurücksetzungen, Rechnungen – sind von der Pflicht zum Marketing-Abmelde-Link ausgenommen, weil sie keine Werbebotschaft enthalten und der Empfänger einen berechtigten Erwartungsanspruch auf ihre Zustellung hat. In ActiveCampaign markierst du eine E-Mail als transaktional über die Option Transaktions-E-Mail in den E-Mail-Einstellungen. Auch dort sollte ein Impressum-Link erscheinen, aber %UNSUBSCRIBE% soll nicht eingebaut werden – ein Klick darauf könnte den Kontakt von wichtigen Systembenachrichtigungen abmelden.

Wenn derselbe Footer in mehreren Kampagnen und Automationen verwendet wird – was die Regel sein sollte –, lohnt es sich, ihn als gespeicherten Abschnitt (Saved Section) in ActiveCampaign anzulegen. Das verhindert Copy-Paste-Fehler und stellt sicher, dass alle Kampagnen dieselbe Adresse, dieselben Links und dieselbe Gestaltung tragen.

  1. Erstelle den Footer-Textblock vollständig, wie in den Schritten oben beschrieben.
  2. Wähle den Block im Editor aus. In der Block-Symbolleiste erscheint ein Icon zum Speichern als Abschnitt – je nach Editor-Version ein Lesezeichen-Symbol oder ein expliziter „Als Abschnitt speichern”-Button.
  3. Vergib einen eindeutigen Namen: „Footer DE – Standard” oder „Footer DE – B2B-Kontakte” genügen. Der Name hilft, schnell die richtige Variante zu finden, wenn du später mehrere Varianten pflegst.
  4. In zukünftigen E-Mails ziehst du diesen Block aus dem Bereich Gespeicherte Abschnitte in der linken Sidebar direkt ans Ende des Layouts.

Wichtig: Änderungen an einem gespeicherten Abschnitt wirken sich auf Entwürfe aus, die du nach der Änderung öffnest, aber nicht auf bereits fertig gestaltete und in Automationen eingebettete E-Mails. Laufende Automations-E-Mails musst du einzeln öffnen und den Block neu einfügen. Das spricht dafür, %SENDER_INFO% zu verwenden statt die Adresse fest einzutippen: Änderungen in den Account-Einstellungen wirken sich automatisch auf alle zukünftigen E-Mails aus, ohne dass Blöcke manuell angepasst werden müssen.

Das ist der häufigste Grund für doppelte Footer. Wer %UNSUBSCRIBE% einbaut, aber %SENDER_INFO% weglässt – weil die Adresse bereits im Fließtext der E-Mail steht oder weil er sie direkt eingetippt hat –, sieht dennoch zwei Footer. ActiveCampaign prüft das Vorhandensein des Tags, nicht den Inhalt. Die Lösung: %SENDER_INFO% immer als Tag einfügen, auch wenn die Adresse anderswo bereits steht.

Wer einen Content-Block nach dem Footer-Textblock platziert – ein Bild, ein Spacer, eine abschließende Grußformel – bricht die visuelle Erwartung. Empfänger suchen Footer-Informationen automatisch am unteren Rand und müssen nicht scrollen, um Impressum-Link oder Abmelde-Option zu finden. Platziere den Footer-Textblock immer als letztes Element und entferne alle leeren Blöcke oder Spacer, die noch darunter liegen könnten.

Footer mit sechs oder mehr Links – Social Media, Website, Impressum, Datenschutz, Abmelden, Präferenz-Center, Webversion, Cross-Sell-Angebote – erhöhen das Risiko, dass Spam-Filter die E-Mail als übermäßig werblich einstufen. Drei bis vier Links decken die DACH-Pflichtangaben und einen Abmelde-Link vollständig ab. Soziale Netzwerke im Footer sind nur dann sinnvoll, wenn deine Zielgruppe aktiv über diese Kanäle mit dir interagiert – nicht als Standard-Beigabe.

Der Abmelde-Prozess hat zu viele Schritte

ActiveCampaign bietet per %UNSUBSCRIBE% eine One-Click-Abmeldung. Der Fehler entsteht, wenn der Link auf eine eigene Seite umgeleitet wird, auf der der Kontakt seine E-Mail-Adresse bestätigen oder ein Begründungsformular ausfüllen soll. Das ist nach UWG unzulässig. Empfänger, die die Abmeldung als zu aufwändig empfinden, klicken stattdessen auf „Als Spam markieren” – was die Absender-Reputation dauerhaft schädigt.

Mobile Darstellung nicht getestet

Footer-Texte, die im Browser-Vorschaumodus gut aussehen, brechen auf Smartphones oft unlesbar um, weil langer Fließtext, kleine Schriftgrößen oder eng nebeneinanderstehende Links nicht für Touchscreens optimiert sind. Nutze den integrierten Mobil-Vorschaumodus von ActiveCampaign (Gerätesymbol in der Editor-Symbolleiste) und sende mindestens eine Testmail an ein reales Mobilgerät, bevor du eine Kampagne freigibst.

Wenn du die Absenderadresse manuell eingetippt hast und sie von der Adresse in den Account-Einstellungen abweicht, entsteht eine rechtliche Inkonsistenz. E-Mail-Anbieter gleichen gelegentlich Header-Daten mit Footer-Angaben ab. Verwende deshalb %SENDER_INFO% als alleinige Quelle für die Adresse und pflege die Account-Einstellungen als führendes System.

Ab einem gewissen Reifegrad lohnt es sich, verschiedene Footer-Inhalte für unterschiedliche Kontaktsegmente anzuzeigen. ActiveCampaign ermöglicht das über Conditional Content in ActiveCampaign: Du legst innerhalb desselben Textblocks mehrere Varianten an und verknüpfst jede Variante mit einer Tag-, Custom-Field- oder Listenbedingung.

Konkrete Einsatzfälle für segmentierte Footer:

  • B2B-Kontakte sehen die direkte Kontaktadresse ihres Account Managers; B2C-Kontakte sehen die allgemeine Support-E-Mail-Adresse.
  • Kontakte, die bisher noch kein Produkt gekauft haben, sehen im Footer einen Hinweis auf ein kostenloses Beratungsgespräch; Bestandskunden sehen den Link auf den Kundenbereich oder das Support-Portal.
  • Kontakte in unterschiedlichen Sprachgruppen sehen denselben Footer in ihrer jeweiligen Sprache, ohne dass mehrere separate E-Mails gepflegt werden müssen.
  • Kontakte mit dem Tag „VIP” oder einem hohen Lead-Score sehen einen individuelleren Footer mit persönlichem Ansprechpartner.

Die Einrichtung erfolgt im Textblock-Editor: Klicke auf den Button Conditional Content, lege die erste Bedingung fest und erstelle für jede weitere Segment-Variante einen eigenen Zweig. Der allgemeine Footer für alle übrigen Kontakte kommt in den Sonst-Zweig. Beide Pflicht-Tags – %UNSUBSCRIBE% und %SENDER_INFO% – müssen in jeder Variante vorhanden sein, sonst unterdrückt ActiveCampaign den Standard-Footer nur für Kontakte, die eine Bedingung erfüllen, und zeigt ihn für alle anderen zusätzlich an.

Häufige Fragen

Der Standard-Footer verschwindet nur, wenn sowohl %UNSUBSCRIBE% als auch %SENDER_INFO% im E-Mail-Body vorhanden sind. Wenn du einen Abmelde-Link eingebaut hast, aber %SENDER_INFO% fehlt, fügt ActiveCampaign trotzdem den eigenen Footer hinzu. Öffne den Textblock im Editor und prüfe, ob beide Tags korrekt geschrieben sind – kein Leerzeichen vor oder nach dem Prozentzeichen, keine abweichende Schreibweise wie „%Unsubscribe%”.

Genau zwei: %UNSUBSCRIBE% und %SENDER_INFO%. Beide müssen im E-Mail-Body vorkommen. Alle anderen Tags – %UPDATE_PROFILE%, %FORWARDED_LINK%, %WEBVERSION% – sind optional und haben keinen Einfluss darauf, ob der Standard-Footer erscheint oder nicht. Auch die Position der Tags im Body ist nicht vorgegeben; sie müssen nur irgendwo vorhanden sein.

Ja. Der Mechanismus ist in Kampagnen und in Automations-E-Mails identisch. Öffne die E-Mail-Aktion in der Automation und bearbeite die E-Mail im Editor. Platziere den Footer-Textblock mit beiden Pflicht-Tags ans Ende des Designs. Ein gespeicherter Abschnitt, den du in einer Kampagnen-E-Mail erstellt hast, steht auch in Automations-E-Mails zur Verfügung und kann dort direkt eingefügt werden.

Das ist mit gespeicherten Abschnitten nur eingeschränkt möglich. Änderungen am gespeicherten Abschnitt selbst wirken sich auf neue Verwendungen aus, nicht auf bereits in E-Mails eingebettete Instanzen. Bei Adressänderungen hilft %SENDER_INFO%: Da der Tag die Adresse aus den Account-Einstellungen zieht, reicht es, die Einstellungen zu aktualisieren – alle zukünftigen E-Mails, die den Tag enthalten, zeigen automatisch die neue Adresse. Für Änderungen an Linktext oder Layout musst du jede Automations-E-Mail einzeln öffnen und den Block ersetzen.

Technisch ja: %UNSUBSCRIBE% kann an jeder Position im Body stehen. Rechtlich ist kein bestimmter Ort vorgeschrieben, solange der Link eindeutig erkennbar ist. In der Praxis suchen Empfänger den Abmelde-Link zuerst im Footer. Wer ihn im oberen Bereich platziert, riskiert versehentliche Abmeldungen von Lesern, die den Link reflexartig anklicken, bevor sie den Inhalt gelesen haben.

Was passiert, wenn ich %UNSUBSCRIBE% in einer Transaktions-E-Mail weglasse?

Bei E-Mails, die in ActiveCampaign als Transaktions-E-Mail markiert sind, fügt das System keinen erzwungenen Abmelde-Footer hinzu – du musst %UNSUBSCRIBE% also nicht einbauen. Für reguläre Marketing-E-Mails und Automations-E-Mails hingegen fügt ActiveCampaign den Standard-Footer ein, wenn der Tag fehlt. Zudem filtern einige E-Mail-Anbieter Marketing-E-Mails ohne Abmelde-Header strikter – das erhöht das Risiko, im Spam-Ordner zu landen.

Wer DSGVO-konforme E-Mails in ActiveCampaign systematisch aufbauen möchte, findet im Beitrag zu DSGVO-konformem E-Mail-Marketing in ActiveCampaign die rechtlichen Grundlagen im Detail. Für den technischen Teil – wie du E-Mail-Vorlagen in ActiveCampaign strukturierst und kontoübergreifend wiederverwendbar machst – lohnt ein Blick auf den Beitrag zu ActiveCampaign Vorlagen richtig nutzen.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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