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Du musst kein professioneller Copywriter sein, um Texte zu schreiben, die verkaufen.

David Ogilvy, einer der größten Werbelegenden, hat es mal so gesagt: "Erzähl die Wahrheit, aber mach sie faszinierend."

Genau darum geht's beim Copywriting. Nicht um übertriebene Buzzwords oder aufgeblähte Versprechen. Sondern darum, das Interessante an deinem Angebot zu finden und so zu erzählen, dass es deine Leser packt.

Wir haben in den letzten anderthalb Jahren über 170 ActiveCampaign-Projekte begleitet. Dabei haben wir gesehen: Die besten Conversion-Steigerungen entstehen nicht durch teure Tools oder komplizierte Funnels. Sie entstehen durch bessere Texte.

Ein einziger Copywriting-Trick kann deine Conversion-Rate um 700% steigern. Kein Scherz – das schauen wir uns gleich genauer an.

1) Warum Copywriting so schwer ist (und warum du trotzdem anfangen solltest)

Thomas Mann hat mal gesagt: "Ein Schriftsteller ist jemand, für den das Schreiben schwieriger ist als für andere Menschen."

Schreiben ist hart. Auch für Profis. Aber für Marketer und Unternehmer ist Copywriting oft noch einschüchternder.

Das Problem: Viele denken, Copywriting sei etwas Hochkomplexes, das man studiert haben muss. Der Reflex ist dann, alles in 2-6 abgedroschenen Worten zusammenzufassen:

  • "Innovative Lösungen für maximalen Erfolg"
  • "Ganzheitliche Beratung auf höchstem Niveau"
  • "Ihr Partner für digitale Transformation"

Solche Texte verkaufen nicht. Sie klingen wie alle anderen.

Hier die Wahrheit: Copywriting ist eines der wenigen Dinge, die du kostenlos ändern kannst – und trotzdem enormen Impact auf dein Business haben.

Ein Beispiel aus den USA, das das perfekt zeigt: Anfang des 20. Jahrhunderts haben nur 7% der Menschen Zähne geputzt. Trotz massiver Werbung der Zahnpasta-Hersteller.

Dann kam Claude Hopkins. Statt "Kauft unsere Zahnpasta" schrieb er: "Ein Film auf euren Zähnen raubt ihnen ihre Weiße."

Wer ignoriert schon die Idee, beraubt zu werden?

Nach seiner Kampagne putzten sich 65% der Menschen die Zähne. Nur durch bessere Texte.

2) Was gute von schlechten Texten unterscheidet

Der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Copywriting lässt sich an einem einfachen Beispiel zeigen.

Stell dir vor, du musst eine historische Mars-Landung ankündigen. Vor 60.000 Schülern weltweit. Live.

Version 1 (schlecht):
"Guten Morgen, ich spreche zu Ihnen live aus dem Weißen Haus. Heute haben wir eine sehr einzigartige Gelegenheit, live an einem extrem historischen Ereignis teilzunehmen..."

Was fällt dir auf? "Live" kommt zweimal vor. Alles dreht sich um "ich" und "wir". Und es ist langweilig.

Version 2 (gut):
"Vor 11 Monaten startete ein 540-Kilo-Raumschiff vom Kennedy Space Center in Florida. Vor 18 Stunden landete es auf dem Mars. Du, ich und 60.000 eurer Mitschüler werden die ersten Menschen sein, die sehen, was es sieht."

Diese Version funktioniert, weil sie:

  • Konkrete Zahlen nutzt: "540 Kilo", "11 Monate", "18 Stunden"
  • Sofort zum Punkt kommt: Es landete auf dem Mars
  • Den Zuhörer anspricht: "Du" statt "Sie"
  • Emotionen auslöst: "Die ersten Menschen sein"

Gute Texte lassen dich fühlen, nicht nur hören. Zeig, warum jemand aufgeregt sein sollte – sag nicht einfach "Das ist aufregend".

3) Die 6 bewährten Copywriting-Strategien aus der Praxis

Aus unseren 170+ ActiveCampaign-Projekten haben wir 6 Strategien identifiziert, die konstant funktionieren. Hier sind sie:

Strategie 1: Sei spezifisch (wie David Ogilvy)

David Ogilvys berühmteste Headline: "Bei 100 km/h ist das lauteste Geräusch in diesem neuen Rolls-Royce die elektrische Uhr."

Er hätte auch schreiben können: "Der neue Rolls-Royce ist sehr leise."

Hat er aber nicht. Stattdessen malt er dir ein Bild:

  • "100 km/h" – Du spürst die Geschwindigkeit
  • "Elektrische Uhr" – Du hörst das leise Ticken

In ActiveCampaign sehen wir das ständig: E-Mails mit spezifischen Zahlen ("Steigere deine Öffnungsrate um 34%") performen besser als vage Aussagen ("Verbessere deine E-Mail-Performance").

Strategie 2: Verwende einfache Sprache (der Kneipentisch-Test)

Der Kneipentisch-Test: Würdest du diesen Satz am Stammtisch zu einem Freund sagen? Wenn nein, schreib ihn um.

Statt: "Wir leveragen innovative Technologien zur Optimierung Ihrer Customer Journey"
Besser: "Wir helfen dir, mehr aus deinen Kunden herauszuholen"

Einfache Regeln für bessere Sätze:

  • Eine Idee pro Satz
  • Maximal ein Komma pro Satz (außer bei Aufzählungen)
  • Sätze mit Substantiven beenden
  • "Du" verwenden statt Passiv-Konstruktionen

Studien zeigen: Komplizierte Wörter machen Texte nicht nur schwerer verständlich – sie lassen den Autor auch weniger kompetent wirken.

Strategie 3: Sprich Pain Points an

Über Schmerzen zu reden klingt nicht nett. Aber es funktioniert.

ActiveCampaign hat das selbst bewiesen: Auf ihrer Marketing-Automation-Seite stand ursprünglich: "Marketing Automation richtig gemacht."

Dann änderten sie es zu: "Du hast nicht genug Zeit oder Hilfe, um alles zu schaffen, was du schaffen musst."

Ergebnis: 700% mehr Free Trial-Anmeldungen.

In unseren deutschen Projekten sehen wir dasselbe. E-Mail-Betreffzeilen, die Pain Points ansprechen, haben oft 40-60% höhere Öffnungsraten:

  • "Warum deine E-Mails im Spam landen" (vs. "E-Mail-Deliverability verbessern")
  • "Du verlierst 30% deiner Leads durch diesen Fehler" (vs. "Lead-Management optimieren")

Strategie 4: Mach Menschen neugierig

Neugier tötet vielleicht Katzen – aber sie steigert deine Conversions.

Der Verhaltensökonom George Loewenstein hat 5 Wege identifiziert, Neugier zu wecken:

  1. Stelle eine neugierig machende Frage
  2. Beginne eine Geschichte, aber beende sie nicht
  3. Tue etwas Unerwartetes
  4. Impliziere, dass du Infos hast, die sie nicht haben
  5. Impliziere, dass sie etwas vergessen haben

Nutze 2-3 dieser Techniken in deinen Texten.

Eugene Schwartz, Copywriting-Legende, hat das perfekt gemacht: "Hast du den Mut, eine halbe Million im Jahr zu verdienen?"

Diese Headline nutzt 3 Neugier-Hebel:

  • Sie stellt eine Frage
  • Sie impliziert geheimes Wissen
  • Sie ist unerwartetet (warum brauche ich Mut...?)

Strategie 5: Nutze Social Proof intelligent

Deutsche sind skeptisch. Deshalb wirkt intelligenter Social Proof hier besonders stark.

Statt: "Tausende zufriedene Kunden"
Besser: "127 Coaches aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen unser System"

In ActiveCampaign kannst du das mit Tags und Segmenten perfekt abbilden. Wir tracken für unsere Kunden oft:

  • Anzahl erfolgreich versendeter E-Mails
  • Durchschnittliche Conversion-Rate nach Branchen
  • Spezifische Erfolgsgeschichten aus dem DACH-Raum

Strategie 6: Schaffe Dringlichkeit (ohne zu nerven)

Deutsche hassen Fake-Dringlichkeit. "Nur noch 3 Plätze verfügbar" funktioniert hier nicht.

Was funktioniert:

  • Saisonale Dringlichkeit: "Vor der DSGVO-Prüfung im März solltest du das umgesetzt haben"
  • Opportunitäts-Dringlichkeit: "Solange deine Konkurrenz noch schläft"
  • Rationale Dringlichkeit: "Je früher du anfängst, desto mehr Daten sammelst du"

4) Wie du das in ActiveCampaign umsetzt

Gute Texte sind nur der erste Schritt. Du brauchst auch das richtige System, um sie auszuspielen.

Hier ist unser bewährtes ActiveCampaign-Setup für besseres Copywriting:

E-Mail-Automatisierung mit verschiedenen Copywriting-Stilen

Erstelle A/B-Tests für verschiedene Copywriting-Ansätze:

  • Automation A: Pain-Point-fokussiert
  • Automation B: Neugier-basiert
  • Automation C: Social-Proof-lastig

ActiveCampaign misst automatisch, welcher Ansatz bei welchen Segmenten am besten funktioniert.

Dynamic Content für personalisierte Pain Points

Nutze Dynamic Content, um verschiedenen Zielgruppen verschiedene Pain Points zu zeigen:

  • Startup-Gründer: "Du hast keine Zeit für komplizierte Marketing-Tools"
  • Established Business: "Du verlierst Umsatz durch ineffiziente Prozesse"
  • Agencies: "Deine Kunden erwarten mehr, als du liefern kannst"

Lead Scoring für Copy-Performance

Vergib Punkte basierend auf Copy-Performance:

  • +10 Punkte für Klick auf neugier-basierten CTA
  • +15 Punkte für Antwort auf pain-point-fokussierte E-Mail
  • +5 Punkte für Social Proof-Interaktion

So siehst du, welche Copywriting-Stile bei welchen Kontakten am besten wirken.

5) Die häufigsten Copywriting-Fehler im DACH-Raum

Aus unseren Projekten kennen wir die typischen Stolpersteine:

Fehler 1: Zu höflich sein

Deutsche Höflichkeit tötet Conversions. Statt "Falls Sie Interesse haben könnten" schreib "Das brauchst du, wenn..."

Fehler 2: DSGVO als Ausrede nutzen

"Wir dürfen ja nicht so direkt sein wegen DSGVO" – Quatsch. DSGVO regelt Datenschutz, nicht Copywriting. Du darfst weiterhin überzeugende Texte schreiben.

Fehler 3: Englische Begriffe falsch verwenden

Deutsche googeln "E-Mail Marketing", nicht "Email Marketing". Kleine Unterschiede, große SEO-Wirkung.

Fehler 4: Keine lokalen Referenzen nutzen

US-Beispiele funktionieren hier nicht. Rede über deutsche Unternehmen, österreichische Herausforderungen, Schweizer Besonderheiten.

6) Dein 2-Stunden-Copywriting-Quickstart

Wenn du nur wenig Zeit hast, konzentriere dich auf diese drei Bereiche:

Stunde 1: E-Mail-Betreffzeilen optimieren

  • Analysiere deine letzten 20 E-Mails in ActiveCampaign
  • Identifiziere die 5 mit der niedrigsten Öffnungsrate
  • Schreibe neue Betreffzeilen mit Pain Points oder Neugier
  • Teste sie in neuen Kampagnen

Stunde 2: Landing Page Headlines überarbeiten

  • Gehe zu deiner wichtigsten Landing Page
  • Wende den Kneipentisch-Test auf deine Headline an
  • Mache sie spezifischer mit konkreten Zahlen
  • Füge einen Pain Point hinzu

Diese zwei Stunden können deine Conversion-Rate um 30-50% steigern. Das haben wir in über 170 Projekten gesehen.

7) Fazit: Bessere Texte = mehr Conversions

Du musst kein Copywriting-Genie werden. Du musst nur verstehen: Gute Texte verkaufen besser als schlechte Texte.

Die 6 Strategien aus diesem Artikel funktionieren. Wir haben sie in hunderten deutschen, österreichischen und schweizer Unternehmen getestet.

Der wichtigste Punkt: Fang heute an. Nicht nächste Woche, nicht nächsten Monat. Heute.

Nimm deine nächste E-Mail oder deine wichtigste Landing Page. Wende eine der Strategien an. Miss das Ergebnis.

Wenn du das systematisch mit ActiveCampaign umsetzen willst – und dabei Unterstützung brauchst – melde dich bei uns. Wir haben über 170 Unternehmen dabei geholfen, ihre Conversion-Rates durch besseres Copywriting zu steigern.

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