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Du kennst das Problem: Überall hörst du, dass du Videos machen musst. Podcasts sind angeblich das neue Ding. Und ohne TikTok bist du sowieso schon tot.

Bullshit.

Du musst nicht jeden Content-Trend mitmachen. Du brauchst nur die Formate, die für dein Business funktionieren.

Nach 170+ begleiteten Projekten bei Advertal haben wir gesehen: Die meisten Unternehmen verzetteln sich mit zu vielen Content-Formaten und machen am Ende alles halbherzig. Das ist der direkte Weg ins Nirwana.

Deshalb zeige ich dir heute 10 Content-Arten, die tatsächlich Ergebnisse bringen. Mit Daten, Praxistipps und konkreten Umsetzungsstrategien für ActiveCampaign.

1) Wie du die richtigen Content-Arten für dein Business findest

Bevor wir zu den 10 Content-Arten kommen, lass uns das Fundament klären:

Die meisten scheitern nicht an der Umsetzung. Sie scheitern an der Auswahl.

Sie produzieren Content für die falsche Zielgruppe oder in den falschen Kanälen. Das ist wie mit einem Ferrari durch die Fußgängerzone zu fahren – viel Aufwand, null Wirkung.

Die zwei entscheidenden Fragen

Stelle dir vor jedem Content-Format diese zwei Fragen:

  • Wo hängt meine Zielgruppe ab? (LinkedIn, YouTube, Newsletter, Fachmagazine)
  • Wie kann ich mein Produkt natürlich einbauen? (ohne aufdringlich zu wirken)

Ein Beispiel aus unserer Praxis: Ein B2B-SaaS-Unternehmen wollte unbedingt auf Instagram. Ihre Zielgruppe waren aber CFOs von mittelständischen Unternehmen. Rate mal, wo die nicht abhängen.

Wir haben sie auf LinkedIn umgeleitet und ihre Conversion-Rate um 340% verbessert.

Das taktische vs. strategische Spektrum

Deine Zielgruppe denkt entweder:

  • Taktisch: "Wie mache ich das konkret?" (Schritt-für-Schritt-Anleitungen)
  • Strategisch: "Was ist der richtige Ansatz?" (Insights und Frameworks)

Ein Marketingmanager sucht andere Inhalte als ein Geschäftsführer. Der Manager will wissen "Wie optimiere ich meine E-Mail-Kampagnen?", der Geschäftsführer fragt "Welche Marketing-Strategie bringt nachhaltig Wachstum?"

Verstehst du den Unterschied? Dann können wir zu den Content-Arten.

2) Long-Form Blog-Artikel (die wirklich gelesen werden)

"Niemand liest lange Texte im Internet."

Das ist der größte Mythos im Content Marketing.

Menschen lesen sehr wohl lange Texte – aber nur, wenn sie relevant sind. Ein 3.000-Wörter-Guide zu ActiveCampaign-Automationen wird von deiner Zielgruppe verschlungen, wenn er ihr konkretes Problem löst.

Die Daten sprechen für sich

Orbit Media Studios hat über 1.000 Blogger analysiert. Das Ergebnis:

  • Längere Blog-Artikel performen besser
  • Die durchschnittliche Länge steigt seit 2014 kontinuierlich
  • Blogger mit langen Artikeln berichten von "starken Ergebnissen"

Wir sehen das auch in unseren ActiveCampaign-Projekten: Ein 2.500-Wörter-Guide zu "Marketing Automation für E-Commerce" generiert mehr qualifizierte Leads als zehn 300-Wörter-Posts zusammen.

So setzt du Long-Form Content um

Für taktische Zielgruppen:

  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • Detaillierte Tutorials mit Screenshots
  • "Ultimative Guides" zu spezifischen Themen

Für strategische Zielgruppen:

  • Marktanalysen und Trends
  • Case Studies mit tiefgreifenden Insights
  • Framework-Artikel mit neuen Ansätzen

ActiveCampaign-Tipp: Nutze deine Long-Form Artikel als Lead-Magneten. Biete eine PDF-Version an und triggere automatisch eine Follow-up-Sequenz für Download-Interessenten.

3) Short-Form Content mit Big Ideas

Was, wenn deine Zielgruppe keine Zeit für 2.000-Wörter-Artikel hat?

Dann brauchst du Content, der in 3-5 Minuten eine starke Erkenntnis liefert.

Short-Form Content funktioniert anders als Long-Form. Du kannst nicht auf SEO-Traffic setzen. Stattdessen brauchst du:

  • Ein eigenes Publikum (E-Mail-Liste, LinkedIn-Follower)
  • Eine starke These, die zum Nachdenken anregt
  • Konkrete Insights aus deiner Praxis

Beispiele aus dem DACH-Markt

LinkedIn-Posts von Geschäftsführern: 200-400 Wörter, eine klare Meinung, persönliche Erfahrung. Funktioniert hervorragend für Thought Leadership.

Newsletter-Ausgaben: Ein Thema, drei Punkte, ein Fazit. Viele unserer Kunden fahren mit diesem Format sehr gut.

ActiveCampaign-Integration: Verknüpfe deine Short-Form Posts mit gezielten E-Mail-Sequenzen. Jemand, der deinen LinkedIn-Post über "Kundenakquise-Fehler" liked, bekommt automatisch deine E-Mail-Serie "5 bewährte Akquise-Strategien".

4) Original Research (der Geheimtipp für B2B)

BuzzSumo hat 100 Millionen Artikel analysiert. Das Ergebnis:

Drei Content-Arten performen am besten:

  • Autoritative Studien
  • Referenz-Content
  • Meinungsartikel

Original Research steht ganz oben. Trotzdem machen es nur 47% der Marketing-Teams.

Warum? Weil es aufwendig erscheint. Aber das ist ein Irrtum.

5 Arten von Original Research (ohne PhD)

  1. Umfragen in der eigenen Zielgruppe: 200-500 Antworten reichen oft schon
  2. Datenanalyse bestehender Quellen: Glassdoor, Google Trends, öffentliche APIs
  3. Website-Experimente: A/B-Tests auf der eigenen Seite
  4. Kunden-Interviews: 10-20 Gespräche ergeben wertvolle Insights
  5. Tool-Vergleiche: Systematische Tests verschiedener Software-Lösungen

Unser erfolgreichstes Research-Projekt: Wir haben die ActiveCampaign-Nutzung bei 150 DACH-Unternehmen analysiert. Der daraus entstandene Report generierte über 500 qualifizierte Leads und 20+ Kundenanfragen.

So integrierst du Research in ActiveCampaign

  • Erstelle automatisierte Umfragen mit ActiveCampaign-Formularen
  • Tagge Teilnehmer basierend auf ihren Antworten
  • Sende personalisierte Reports als Follow-up
  • Nutze die Daten für deine Lead-Scoring-Strategie

5) How-to Videos (für komplexe Erklärungen)

Manche Dinge erklärst du besser im Video als im Text.

ActiveCampaign-Automationen aufsetzen? Software-Demos? Produktvorstellungen? Alles viel verständlicher im Video.

Cisco prognostiziert: 82% des gesamten Internet-Traffics wird 2025 Video sein. Das ist eine Hausnummer.

Wann Videos Sinn machen

  • Software-Tutorials: Bildschirm-Aufzeichnungen mit Schritt-für-Schritt-Erklärungen
  • Produktdemos: Zeigen ist besser als beschreiben
  • Persönlichkeit transportieren: Videos bauen schneller Vertrauen auf
  • Busy Experts: Reden geht schneller als schreiben

Die wichtigsten Video-Regeln

Komm schnell zum Punkt. Wistia-Daten zeigen: Das Engagement fällt nach 7 Minuten drastisch ab. Keine langen Intros, direkt zur Lösung.

Struktur beats Perfektion. Ein klar strukturiertes Video mit mittelmäßiger Technik schlägt ein technisch perfektes Video ohne roten Faden.

ActiveCampaign-Tipp: Nutze Site Tracking, um zu sehen, wer deine Videos schaut. Erstelle automatisierte Follow-up-Sequenzen für Video-Zuschauer – sie sind oft warme Leads.

6) Social Media Videos (für kurzfristige Reichweite)

How-to Videos sind Evergreen-Content. Social Media Videos sind das Gegenteil: kurzfristig, aber mit hoher Reichweite.

BuzzSumo-Daten: Video-Content bekommt auf Facebook die meisten Engagements. Mehr als jedes andere Format.

Der Advertal-Ansatz für Social Videos

Wir nutzen kurze Videos (30-90 Sekunden) als "Trailer" für längere Inhalte:

  • LinkedIn-Video teaser einen ausführlichen Blog-Post
  • YouTube Shorts verweisen auf das Haupt-Tutorial
  • Instagram Reels promoten Webinar-Anmeldungen

Das Geheimnis: Social Videos sind nicht das Hauptgericht, sondern die Vorspeise. Sie machen appetit auf mehr.

ActiveCampaign-Integration: Leute, die deine Social Videos kommentieren oder sharen, können automatisch zu deiner E-Mail-Liste hinzugefügt werden (mit entsprechenden Tools wie Zapier).

7) Partner-Webinare (statt Solo-Webinare)

Solo-Webinare sind 2025 schwierig geworden.

Jeder macht sie. Die Aufmerksamkeit ist gesättigt. Deine Prospects denken: "Schon wieder ein Webinar..."

Die Lösung: Partner-Webinare.

Warum Partner-Webinare besser funktionieren

  • Doppelte Reichweite: Du erreichst die Audience deines Partners
  • Höhere Glaubwürdigkeit: Externe Expertise wirkt objektiver
  • Geteilter Aufwand: Content-Erstellung und Promotion werden geteilt
  • Cross-Selling-Möglichkeiten: Ihr könnt eure Services gegenseitig empfehlen

So findest du die richtigen Partner

Komplementäre Expertise: Du machst ActiveCampaign, sie machen Webdesign. Perfekte Kombination für "Marketing Automation & Website-Optimierung".

Ähnliche Zielgruppe, anderer Ansatz: Du und dein Partner sprechen beide Coaches an, aber aus verschiedenen Blickwinkeln.

ActiveCampaign-Tipp: Nutze gemeinsame Registration-Formulare und teile die Leads fair auf. Beide Partner bekommen alle Kontakte, aber mit entsprechenden Tags für die Nachverfolgung.

8) Case Studies (sozialer Beweis, der verkauft)

Menschen machen, was andere Menschen machen. Das ist evolutionär in uns verankert.

Robert Cialdini nennt es "Social Proof" in seinem Buch "Influence". Und Case Studies sind die mächtigste Form von Social Proof im B2B-Marketing.

Warum Case Studies so stark sind

  • Risikoreduktion: "Wenn es bei denen funktioniert hat..."
  • Konkrete Beweise: Zahlen statt Versprechen
  • Identifikation: "Die Situation kenne ich auch"
  • Glaubwürdigkeit: Kunden sind objektiver als du

Die Advertal Case Study Formel

  1. Ausgangslage: Welches Problem hatte der Kunde?
  2. Lösung: Welche ActiveCampaign-Strategie haben wir entwickelt?
  3. Umsetzung: Wie haben wir es konkret gemacht?
  4. Ergebnis: Messbare Verbesserungen (KPIs, ROI)
  5. Learnings: Was können andere daraus lernen?

Beispiel aus unserer Praxis: "Wie ein Coaching-Business mit ActiveCampaign seine Conversion-Rate um 280% steigerte" – funktioniert als Blog-Artikel, Lead-Magnet und Sales-Unterlage.

9) Checklisten (instant anwendbar)

Chirurgen machen jahrelang Ausbildung. Trotzdem reduzieren einfache OP-Checklisten die Sterblichkeitsrate um 22%.

Checklisten sind mächtig, weil sie:

  • Sofort anwendbar sind: Kein theoretisches Gerede
  • Fehler vermeiden: Nichts wird vergessen
  • Vertrauen schaffen: "Die denken wirklich mit"
  • Lead-Magneten sind: Hoher Perceived Value

Unsere erfolgreichsten ActiveCampaign-Checklisten

  • "Die ultimative Automation-Setup-Checkliste" (47 Punkte)
  • "DSGVO-konforme E-Mail-Marketing-Checkliste"
  • "Launch-Checkliste für neue ActiveCampaign-Accounts"
  • "Onboarding-Sequenz-Checkliste für SaaS"

ActiveCampaign-Integration: Checklisten als PDF-Download, automatisch per E-Mail versandt, mit Follow-up-Sequenz für Implementierungs-Tipps.

10) Datenvisualisierung (Infografiken 2.0)

Klassische Infografiken sind tot.

Die riesigen, bunten Poster-Infografiken aus den 2010ern funktionieren nicht mehr. Zu viele, zu generisch, zu wenig Mehrwert.

Aber: Datenvisualisierung funktioniert besser denn je.

Der Unterschied zwischen Infografik und Datenvisualisierung

Alte Infografik: "10 Fakten über E-Mail-Marketing" mit bunten Icons

Neue Datenvisualisierung: Interaktive Grafik, die zeigt, wie sich die Open Rates in verschiedenen Branchen über 12 Monate entwickelt haben

Erfolgreiche Datenvisualisierungen aus unserer Praxis

  • ActiveCampaign Benchmark-Report: Durchschnittliche KPIs nach Branchen
  • Automation-Performance-Dashboard: Welche Trigger am besten funktionieren
  • DACH vs. US Marketing Trends: Unterschiede in der Tool-Nutzung

Tools, die wir nutzen: Tableau für komplexe Dashboards, Canva für einfache Charts, ActiveCampaign Reports für Live-Daten.

11) Podcasts (nur mit bestehender Audience)

Podcasts sind heiß. 44% der US-Amerikaner haben schon mal einen Podcast gehört. Podcast-Hörer sind oft gut verdienend und hören 80%+ der Episoden.

Aber: Podcasts sind schwierig zu starten.

Die Podcast-Realität

  • Schlechte Auffindbarkeit: iTunes-Rankings sind hart umkämpft
  • Fragmentierte Analytics: Daten über viele Plattformen verstreut
  • Hoher Aufwand: Aufnahme, Schnitt, Promotion, Gäste-Akquise
  • Langsamer Start: Audience-Building dauert Jahre

Wann Podcasts Sinn machen

Du hast bereits eine E-Mail-Liste von 2.000+ Menschen. Die werden deine ersten Hörer.

Du kannst regelmäßig liefern. Wöchentlich, mindestens 6 Monate. Alles andere bringt nichts.

Du hast ein klares Show-Konzept. Nicht "noch ein Interview-Podcast", sondern etwas Einzigartiges.

ActiveCampaign-Tipp: Nutze Podcast-Downloads als Trigger für automatisierte Sequenzen. Hörer der Episode "ActiveCampaign Setup" bekommen unsere 7-teilige E-Mail-Serie mit Bonus-Tipps.

12) Fazit: Content-Arten, die gemischte Ergebnisse bringen

Es gibt noch viele weitere Content-Formate. Aber nicht alle sind den Aufwand wert:

Content mit abnehmender Wirkung

E-Books: Jeder macht sie, wenige sind gut. Hoher Aufwand, sinkende Conversions.

Social Media Contests: Viele Teilnehmer, wenig qualifizierte Leads. Menschen wollen nur gewinnen.

Twitter Chats: Funktionieren nur in sehr spezifischen Communities.

Quora/Reddit: Viel Arbeit für wenig Return. Besser: Community in deinem Bereich.

Generic Whitepapers: Wie E-Books, nur langweiliger.

Die Advertal-Empfehlung für 2025

Starte mit 3-4 Content-Arten maximal:

  1. Long-Form Blog-Artikel (für SEO und Expertise)
  2. Case Studies (für Social Proof und Sales)
  3. Checklisten (als Lead-Magneten)
  4. Ein Video-Format (How-to oder Social, je nach Zielgruppe)

Mache diese vier Formate richtig gut, bevor du weitere hinzufügst.

Und vergiss nicht: Content ohne System ist Zeitverschwendung. Jedes Content-Piece sollte in deine ActiveCampaign-Strategie einzahlen – für Lead-Generation, Nurturing oder Customer Success.

Brauchst du Hilfe beim Aufbau deines Content-Systems? Wir zeigen dir, wie du deine Content-Strategie mit ActiveCampaign verzahnst. Melde dich unter advertal.de/start.

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