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Blog-Design für Online-Marketing: 12 Prinzipien, die Vertrauen schaffen und Leads generieren

Tom
Tom
13. März 2026 · 13 Min. Lesezeit

Blog-Design entscheidet, ob ein Besucher einem Blog vertraut – und ob er sich in einen Lead verwandelt. Klarheit, Lesbarkeit, Ladegeschwindigkeit, Trust-Signale und durchdachte Call-to-Actions wirken zusammen. Die folgenden 12 Prinzipien zeigen, wo die größten Hebel liegen und wo die häufigsten Designfehler stille Absprungraten erzeugen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Blog-Design entscheidet noch vor dem ersten gelesenen Satz darüber, ob ein Besucher bleibt oder abspringt.
  • Klarheit der Hauptbotschaft, Mobile-Tauglichkeit und Ladegeschwindigkeit haben den direktesten Einfluss auf Vertrauen und Conversion.
  • Trust-Signale für den DACH-Markt folgen eigenen Regeln: Impressum, Datenschutz, nachprüfbare Referenzen und Partnerausweise wirken hier stärker als in anderen Märkten.
  • CTAs funktionieren nur mit einem konkreten Nutzenversprechen – Handlungsaufforderungen ohne Angebot werden ignoriert.
  • ActiveCampaign-Site-Tracking erlaubt es, Blog-Besucher nach Interessenprofil zu segmentieren und automatisch mit passenden Inhalten nachzufassen.

Was Vertrauen erzeugt, bevor jemand einen Satz gelesen hat

Besucher entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob sie einem Blog trauen – bevor sie einen einzigen Satz gelesen haben. Dieser erste Eindruck entsteht aus dem Zusammenspiel von Layout, Farbgebung, Schriftbild und Navigation. Ein Blog, der hier versagt, verliert den Besucher, unabhängig davon, wie gut der Inhalt ist.

Die Botschaft in wenigen Worten auf den Punkt bringen

Die häufigste Schwachstelle bei Marketing-Blogs ist nicht die Qualität der Inhalte, sondern die Unklarheit der Hauptaussage. Wer auf einer Blog-Startseite nicht sofort versteht, für wen der Blog gedacht ist und was er ihm bringt, sucht sich eine andere Quelle. Headlines wie "Digitaler Wandel gemeinsam gestalten" sind für niemanden interessant, weil sie niemandem etwas versprechen.

Eine klare Botschaft nennt die Zielgruppe und den konkreten Nutzen. "Wie Unternehmen mit ActiveCampaign aus Bloglesern Kunden machen" trifft eine Entscheidung: Es spricht Marketing-Verantwortliche an, die ActiveCampaign einsetzen oder evaluieren. Wer nicht dazugehört, springt ab – und das ist richtig so. Ein Blog, der alle ansprechen will, erreicht niemanden.

Das lässt sich auf jedes Themenfeld übertragen. Die eigentliche Aufgabe ist nicht, kreativ zu sein, sondern zielgruppenspezifisch präzise zu sein. Konkreter Mehrwert, klar formuliert, schlägt jede abstrakte Claim-Formulierung.

Gute Blog-Navigation ist unsichtbar: Sie bringt den Besucher dorthin, wo er sein will, ohne ihn zu überfordern. Schlecht durchdachte Navigation kostet Verweildauer und Leads. Die Faustregel: Hauptmenü mit maximal sieben Punkten, Sticky Header bei längeren Artikeln, ein klar abgegrenzter Bereich für Inhalte.

Was sich in der Praxis bewährt hat: ein "Wissen"- oder "Ressourcen"-Bereich, der den Blog nicht wie eine Nachrichtenrubrik aussehen lässt, sondern wie eine Expertise-Plattform. Dieser Unterschied wird von Entscheidungsträgern im B2B-Umfeld wahrgenommen. Zusätzlich lässt sich über ActiveCampaign-Site-Tracking messen, welche Navigationspfade Besucher gehen, die sich später anmelden oder anfragen – und die Inhaltsplanung entsprechend ausrichten.

Ein häufiger Fehler: Blogartikel sind über das Menü gar nicht erreichbar, sondern nur über Suchmaschinen. Wer einen Besucher zu einem Folgebesuch einladen will, braucht eine Navigation, die das ermöglicht.

Mobile-Ansicht ist die Hauptansicht, nicht die Variante

Der Großteil des Web-Traffics entfällt auf mobile Geräte. Für B2B-Blogs ist das keine Ausnahme. Wer seinen Blog nicht konsequent für Smartphones optimiert, verliert einen erheblichen Teil seiner potenziellen Leads, bevor sie überhaupt angefangen haben zu lesen.

Die wichtigsten Anforderungen an mobile Blog-Ansichten:

  • Schriftgröße mindestens 16 Pixel für Fließtext, Buttons und Tap-Targets groß genug für Daumennavigation
  • Formulare ohne horizontales Scrollen, mit Feldern, die automatisch den richtigen Tastaturtyp aufrufen
  • Ladezeiten, die auch bei eingeschränkter Verbindung akzeptabel bleiben
  • Kein Inhalt, der auf mobilen Geräten abgeschnitten oder überlagert wird

Inline-Formulare funktionieren auf mobilen Geräten deutlich besser als modale Pop-ups – besonders im DACH-Markt, wo Nutzer overlays skeptischer gegenüberstehen als in anderen Regionen. Wer Newsletter-Anmeldungen ausschließlich über Pop-ups einsammelt, verschenkt Abonnenten.

Lesbarkeit ist kein Ästhetikthema, sondern ein Conversion-Faktor

Ein Blog, der inhaltlich überzeugt, aber schwer zu lesen ist, konvertiert schlechter als ein inhaltlich durchschnittlicher Blog, der einfach gut lesbar ist. Lesbarkeit ist kein ästhetisches Nice-to-have, sondern einer der stärksten Conversion-Hebel im Blog-Design.

Typografie entscheidet über Lesebereitschaft

Schriftart und -größe beeinflussen, ob jemand einen Artikel überhaupt anfängt zu lesen. Für Fließtext eignen sich serifenlose Schriften mit hoher Lesbarkeit, insbesondere bei langen Artikeln auf Bildschirmen. Die Schriftgröße sollte für Fließtext nicht unter 16 Pixel liegen; bei Bildschirmen mit hoher Pixeldichte ist 18 Pixel komfortabler. Zeilenhöhe von 1,5 bis 1,6 gilt als Richtwert für guten Lesefluss.

Genauso wichtig: Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund. Hellgrauer Text auf weißem Hintergrund sieht modern aus, lässt sich aber schlecht lesen – besonders bei Tageslicht oder für Nutzer mit leicht eingeschränktem Sehvermögen. Das kostet Lesezeit und damit Conversion-Gelegenheiten. WCAG-Kontrastanforderungen sind keine rein barrierefreiheitsrelevante Vorgabe, sondern ein guter Richtwert für allgemeine Lesbarkeit.

Schriftarten: Keine allgemeingültige Empfehlung für bestimmte Familien, weil die Markenpersönlichkeit eine Rolle spielt. Aber: maximal zwei Schriftschnitte pro Blog, nie mehr. Zu viele Schriftarten wirken unfokussiert und erhöhen die Ladezeit.

Weißraum und Zeilenlänge lenken den Blick

Das "Vollgepackt-Syndrom" – jeder Pixel mit Information befüllt – ist in deutschen Unternehmensblogs verbreitet und kontraproduktiv. Weißraum ist kein verschwendeter Platz, sondern das Mittel, mit dem der Blick auf das Wesentliche gelenkt wird. Großzügige Abstände zwischen Absätzen, Freiraum um CTAs und wichtige Elemente, keine Seitenleiste, die mit wechselnden Widgets um Aufmerksamkeit kämpft.

Zeilenlänge: Für Fließtext auf Desktop gelten 60 bis 75 Zeichen pro Zeile als Richtwert. Längere Zeilen zwingen das Auge bei jedem Zeilenumbruch zu einer längeren Horizontalbewegung, was die Leseermüdung beschleunigt. Viele Blogs überschreiten diesen Wert deutlich, weil der Inhalt über die volle Seitenbreite läuft. Ein einfacher max-width-Wert auf dem Artikel-Container behebt das ohne weiteren Aufwand.

Absatzlänge: Mehr als fünf Sätze ohne Umbruch oder Zwischenueberschrift ist auf dem Bildschirm zu viel. Bildschirmlesen ist kein lineares Lesen – Leser scannen, springen vor, kehren zurück. Kürzere Absätze mit klaren Einstiegssätzen machen das möglich.

Bilder und Farben steuern Vertrauen

Visuelle Elemente signalisieren innerhalb von Millisekunden, ob ein Blog vertrauenswürdig ist. Stock-Fotos werden von Besuchern zunehmend als solche erkannt und mindern die Glaubwürdigkeit. Die Farbgebung sendet unterschiedliche Signale, die im DACH-Markt anders wirken als in anderen Kulturräumen.

Farbgebung sendet Botschaften, die Besucher unbewusst wahrnehmen

Farben übertragen Botschaften, ohne dass Besucher das bewusst wahrnehmen. Blau gilt im B2B-Umfeld als Farbe für Seriosität und Verlässlichkeit – deshalb dominiert es bei Banken, Beratungen und Softwareunternehmen. Orange und Rot funktionieren gut als Akzentfarben für CTAs, weil sie Aufmerksamkeit erzeugen, ohne aggressiv zu wirken. Grün wird mit Wachstum und Sicherheit verbunden, was es für Finanzdienstleister oder Nachhaltigkeitsthemen passend macht.

Eine belastbare Faustregel: 60 Prozent Grundfarbe (meist Weiß oder helles Grau), 30 Prozent Hauptfarbe der Marke, 10 Prozent Akzentfarbe für CTAs und Highlights. Deutsche Unternehmensblogs neigen dazu, Grau und Dunkelblau zu übergewichten; ein warmer Akzent – Orange, Grün oder ein helles Terrakotta – kann positiv auffallen, ohne die Seriosität zu untergraben.

Was nicht funktioniert: Farben ohne System einsetzen, weil es "frisch" aussehen soll. Inkonsistente Farbgebung signalisiert fehlende Struktur und wirkt auf Besucher unprofessionell, selbst wenn sie das nicht explizit benennen könnten.

Authentische Bilder schlagen Stock-Fotos in jedem Vertrauenstest

Lächelnde Geschäftsleute aus Stock-Bibliotheken haben einen erkennbaren Look, den Besucher intuitiv mit "anonym" und "austauschbar" verbinden. Echte Fotos des Teams, Screenshots aus der eigenen Software-Umgebung oder selbst erstellte Infografiken erzeugen mehr Vertrauen. Sie zeigen, dass hinter dem Blog eine echte Person mit echter Erfahrung steht.

Im ActiveCampaign-Kontext besonders wirkungsvoll: anonymisierte Screenshots aus Automatisierungsprojekten oder Dashboard-Ansichten. Wer konkrete Arbeit zeigt, baut schneller Expertenstatus auf als jemand, der nur über Arbeit schreibt. Dasselbe gilt für Infografiken mit eigenen Frameworks oder Prozessdarstellungen – sie zeigen proprietäres Wissen, das anderswo nicht zu finden ist.

Technische Anforderungen: Bilder im WebP-Format für kurze Ladezeiten, aussagekräftige Alt-Texte für Barrierefreiheit und SEO, konsistenter visueller Stil für Wiedererkennungswert. Keine externen Bild-URLs einbetten – das erzeugt Abhängigkeiten von fremden Servern und kann Datenschutzprobleme verursachen.

Call-to-Actions und Ladegeschwindigkeit entscheiden über Abschlüsse

Design-Elemente, die direkt auf Conversion einzahlen, sind CTAs und Seitenladezeit. Beide werden häufig als technische Randthemen behandelt, obwohl sie zu den stärksten Hebeln im Blog-Design zählen.

CTAs mit Nutzenversprechen statt Handlungsaufforderungen

"Hier klicken", "Mehr erfahren" oder "Jetzt starten" sind Befehle ohne Angebot. Sie sagen dem Besucher, was er tun soll, aber nicht warum. Besser funktionieren CTAs, die das Ergebnis oder den Nutzen benennen: "ActiveCampaign-Formular für Lead-Generierung aufsetzen lassen" oder "Segmentierungsvorlage herunterladen".

Die Platzierung folgt der Leserichtung: nach der Einleitung für Besucher, die sofort handeln wollen, nach einem Hauptabschnitt für jene, die erst inhaltlich überzeugt sein wollen, und am Ende des Artikels. Mehr als drei CTAs pro Artikel verwässern den Fokus. Jeder CTA sollte zu einem eigenen Lead-Magneten oder Angebot führen – und in ActiveCampaign entsprechende Tags setzen, damit die Folge-Kommunikation zu dem passt, wofür sich jemand interessiert hat. Einen praxistauglichen Überblick dazu bietet der Artikel zu ActiveCampaign-Formularen für Lead-Generierung.

Was oft übersehen wird: Der CTA-Text sollte kongruent mit dem Artikel-Thema sein. Wer einen Artikel über Segmentierung liest und dann einen allgemeinen "Kontakt aufnehmen"-Button sieht, erlebt einen Bruch. Ein themenspezifischer CTA – "Segmentierung in deinem ActiveCampaign-Account aufsetzen" – verlängert den inhaltlichen Fluss des Artikels.

Ladezeit beeinflusst Sichtbarkeit und Absprungrate gleichermaßen

Langsame Seiten kosten Besucher, bevor sie ankommen. Das gilt umso mehr für mobile Verbindungen. Google berücksichtigt Ladegeschwindigkeit als Rankingfaktor; langsame Seiten verlieren nicht nur Besucher, sondern auch organische Sichtbarkeit in Suchergebnissen.

Die wichtigsten technischen Maßnahmen in absteigender Wirkung:

  • Bilder komprimieren und konsequent im WebP-Format ausliefern – das ist der größte Einzelfaktor bei den meisten Blogs
  • Lazy Loading für Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs, damit die initiale Ladezeit kurz bleibt
  • Unnötige Skripte, Plugins und Tracker deaktivieren, die jede Seite laden, aber auf den meisten Seiten keinen Mehrwert bringen
  • Caching auf Server- und Browser-Ebene aktivieren, damit wiederkehrende Besucher keine vollständigen Neuladungen erleben

Wer einen deutschsprachigen Blog für einen deutschsprachigen Markt betreibt, sollte auf Servern in Deutschland oder der EU hosten – das reduziert Latenzen für die Kernzielgruppe und vereinfacht die DSGVO-Compliance. Tools zum Messen: Google PageSpeed Insights und Search Console Core Web Vitals. Zielwerte dort: LCP unter 2,5 Sekunden, FID unter 100 Millisekunden.

Trust-Signale und Content-Struktur für den DACH-Markt

Vertrauen entsteht im deutschsprachigen Raum anders als in anderen Märkten. Rechtliche Transparenz, echte Referenzen und nachprüfbare Kompetenz sind hier deutlich wichtiger als Social-Proof-Elemente amerikanischer Prägung.

Vertrauens-Elemente, die im deutschsprachigen Markt wirken

Trust-Signale für den DACH-Markt unterscheiden sich merklich von internationalen Mustern. Was tatsächlich Wirkung hat:

  • Impressum und Datenschutzerklärung sind im Footer auffindbar verlinkt – sie werden geöffnet und gelesen, weit häufiger als in anderen Märkten
  • Kundenstimmen mit echten Namen, Berufsbezeichnungen und Unternehmen wirken; anonyme oder generische Referenzen erhöhen Misstrauen statt Vertrauen
  • Zertifikate und akkreditierte Partnerschaften – etwa das ActiveCampaign-Partnersiegel – signalisieren, dass jemand nicht nur über ein Tool schreibt, sondern damit offiziell arbeitet und geprüft wird
  • Logos bekannter Unternehmen aus dem Kundenstamm, mit deren ausdrücklicher Erlaubnis, bauen Vertrauen schneller auf als jede Beschreibung

Advertal ist offizieller ActiveCampaign-Partner. Das ist ein konkretes und überprüfbares Trust-Signal – nicht weil es hier steht, sondern weil es im ActiveCampaign-Partnerverzeichnis nachgeschlagen werden kann. Dieser Unterschied zu einem Freelancer oder einer Agentur ohne Akkreditierung ist für Entscheidungsträger relevant, wenn sie wählen, wen sie in ihr CRM-Ökosystem lassen.

Content-Struktur, die zum Scannen und Lesen einlädt

Deutsche Leser scannen Texte, bevor sie lesen. Sie entscheiden beim Scannen, ob der Text relevant ist – und fangen dann an, tatsächlich zu lesen. Das hat Konsequenzen für die Struktur: Überschriften müssen das Ergebnis beschreiben, nicht nur das Thema ankündigen. "Wann ein A/B-Test zuverlaessige Ergebnisse liefert" ist eine Aussage. "A/B-Testing optimieren" ist kein Angebot, sondern eine Kategorie.

Einleitung: Problem und Kernaussage in zwei bis drei Sätzen – ohne empathischen Opener, ohne Problemskizze über drei Absätze. Wer als erstes liest, welche Frage beantwortet wird und warum das für ihn relevant ist, bleibt auf der Seite. Absätze von maximal vier bis fünf Sätzen, danach Umbruch oder Zwischenüberschrift. Listen für Punkte, die tatsächlich gleichrangig sind – mindestens drei Einträge, formuliert als vollständige Aussagesätze, nicht als Stichworte.

Interne Verlinkung und SEO-Grundlagen als Design-Entscheidung

Interne Verlinkung ist nicht nur ein SEO-Werkzeug, sondern ein Design-Element, das die Verweildauer und Tiefe des Leseerlebnisses beeinflusst. Wer nach einem Artikel zu Blog-Design wissen will, wie ActiveCampaign-Segmentierung konkret aussieht, möchte nicht googeln – er möchte einen passenden Hinweis im Text finden. Die Segmentierungsfeatures von ActiveCampaign zeigen, wie sich Besucher-Interessen aus Blog-Interaktionen in Automationen übersetzen lassen.

SEO und Design sind keine getrennten Disziplinen. Eine saubere Überschriftenhierarchie (H1 als Seiten-Titel, H2 als Hauptabschnitte, H3 als Unteraspekte) hilft Suchmaschinen, den Inhalt zu verstehen, und hilft Lesern, zu navigieren. Optimierte Meta-Descriptions sind kein technisches Pflichtfeld, sondern Werbetexte in Suchergebnissen, die entscheiden, ob jemand klickt. Und kanonische URLs verhindern, dass Duplicate-Content-Probleme die Sichtbarkeit untergraben.

So richtest du deinen Blog auf Lead-Generierung aus – Schritt für Schritt

Am Ende dieses Blocks hast du die wichtigsten Design- und Tracking-Entscheidungen getroffen und kannst die Wirkung messen.

  1. Hauptaussage definieren: Formuliere für deinen Blog in einem Satz, für wen er ist und was dieser jemand mitnimmt. Dieser Satz wird zu deiner Haupt-Headline über dem Blograster.
  2. Navigation prüfen: Öffne deinen Blog auf einem Smartphone. Wenn du nicht in fünf Sekunden weißt, wo du Artikel findest und wo du dich anmelden kannst, hat die Navigation ein Problem – nicht der Besucher.
  3. Mobile-Test durchführen: Nutze Google PageSpeed Insights oder Search Console Core Web Vitals, um die mobile Ladezeit und Nutzbarkeit zu messen. Alles über vier Sekunden LCP ist priorisiertes Problem.
  4. Typografie und Kontrast kontrollieren: Setze die Schriftgröße auf mindestens 16 Pixel für Fließtext. Prüfe den Kontrast zwischen Textfarbe und Hintergrund mit einem Tool wie dem WCAG Contrast Checker.
  5. CTAs überarbeiten: Ersetze jeden "Mehr erfahren"-Button durch einen Text, der das Ergebnis des Klicks beschreibt und thematisch zum Artikel passt.
  6. Trust-Signale ergänzen: Füge mindestens eine echte Kundenstimme mit Namen und Unternehmen ein. Prüfe, ob ein Partnersiegel oder Zertifikat sichtbar ist – und platziere es dort, wo Besucher zuerst hinschauen.
  7. ActiveCampaign-Formulare integrieren: Bette ein Inline-Formular in jeden längeren Artikel ein – nicht als Pop-up, sondern als natürlichen Teil des Textes nach einem Praxisabschnitt. Einstellungen > Formulare > Neues Formular erstellen.
  8. Site Tracking aktivieren: In ActiveCampaign unter Einstellungen > Tracking > Site Tracking den Tracking-Code einbinden und je Seitenbereich Tags vergeben, die das Interessenprofil des Besuchers dokumentieren.
  9. Lead-Scoring für Blog-Traffic konfigurieren: Vergib Punkte für Seitenbesuche, Newsletter-Klicks und Formular-Abschlüsse. Automationen > Neue Automation > Score-Aktion einfügen. So sieht der Vertrieb, wer aktiv mit deinen Inhalten interagiert hat.
  10. Zwei Wochen nach dem Umbau auswerten: Vergleiche Absprungraten, Verweildauer und Formular-Conversions mit dem Vergleichszeitraum davor. Entscheidungen auf Basis dieser Zahlen – nicht auf Basis von Optik-Präferenzen.

Häufige Fragen

Warum konvertiert mein Blog trotz guter Inhalte kaum Leads?

In den meisten Fällen fehlt nicht der Inhalt, sondern die Brücke zwischen Inhalt und nächstem Schritt. CTAs mit unklaren Versprechen, schwer auffindbare Formulare oder eine nicht-mobile-optimierte Darstellung unterbrechen den Entscheidungsfluss des Besuchers. Häufig liegt das Problem auch in fehlenden Trust-Signalen: Wer dem Blog nicht vertraut, gibt keine E-Mail-Adresse ab – unabhängig davon, wie gut der Artikel ist.

Wie integriere ich ActiveCampaign-Formulare sinnvoll in Blog-Artikel?

Das Formular sollte thematisch zum Artikel passen und direkt nach einem Praxisblock oder einer Handlungsanweisung erscheinen – nicht am Ende, wo viele Leser nicht mehr ankommen. Inline-Formulare performen im deutschsprachigen Raum besser als Pop-ups. Jedes Formular sollte bei der Übermittlung automatisch Tags setzen, die das Interessenprofil abbilden, damit die Folge-Automation nicht generisch, sondern themenspezifisch antwortet.

Welche Trust-Signale funktionieren im deutschsprachigen B2B-Markt am besten?

Nachprüfbare Angaben wirken stärker als Selbstbeschreibungen. Konkret: Kundenlogos mit Erlaubnis der Kunden, benannte Kundenstimmen mit Unternehmen, akkreditierte Partnerschaften wie ein offizielles ActiveCampaign-Partnersiegel, und – im Unterschied zu vielen anderen Märkten – ein gut sichtbares Impressum mit vollständigen Kontaktdaten. Anonyme Bewertungen ohne Kontext werden im B2B-Umfeld kaum gewichtet.

Wie viele CTAs sollte ein Blog-Artikel enthalten?

Drei ist eine gute Obergrenze. Einer nach der Einleitung für Besucher mit sofortigem Handlungswillen, einer nach dem zentralen Praxisabschnitt für jene, die erst inhaltlich überzeugt sein wollen, und einer am Ende. Mehr als drei CTAs wirken aufdringlich und zerstreuen die Aufmerksamkeit. Wichtiger als die Anzahl ist die Spezifität: Jeder CTA sollte zu einem anderen Angebot führen und unterschiedliche Tags in ActiveCampaign setzen.

Wie schnell sollte ein Blog-Artikel laden, und wie messe ich das?

Der wichtigste Messwert ist der Largest Contentful Paint (LCP) – er misst, wann das größte sichtbare Element geladen ist. Unter 2,5 Sekunden gilt als gut, über 4 Sekunden als schlecht und mit spürbaren Auswirkungen auf Absprungrate und Ranking. Messen lässt sich das mit Google PageSpeed Insights oder der Search Console unter dem Reiter Core Web Vitals. Der häufigste Verursacher zu hoher LCP-Werte sind nicht-optimierte Bilder.

Lohnt es sich, für einen B2B-Blog in professionelles Design zu investieren?

Ja – aber nicht beliebig. Die größten Renditen erzielt man mit Maßnahmen, die direkt auf Lesbarkeit, Ladezeit und Conversion einzahlen: Typografie, Farbgebung, CTA-Texte und Mobile-Optimierung. Aufwändige visuelle Konzepte, die den Inhalt dominieren, amortisieren sich weniger gut als strukturelle Entscheidungen, die den Leser durch den Artikel führen. Ein solider Ausgangsstand lässt sich meist ohne vollständiges Redesign erreichen.

Wer diese Prinzipien systematisch umsetzen und mit ActiveCampaign verknüpfen will, findet auf unserer Seite zur ActiveCampaign-Agentur eine Übersicht, wie wir das in Projekten angehen.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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