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Benutzerdefinierte Kontaktfelder in ActiveCampaign: Setup, Trigger und Praxis

Tom
Tom
12. März 2026 · 12 Min. Lesezeit

Benutzerdefinierte Kontaktfelder in ActiveCampaign speichern strukturierte Informationen, die du für Segmentierung, Automationen und Personalisierung brauchst. Du wählst den passenden Feldtyp – Text, Datum, Dropdown, Checkbox oder Hidden Field –, ordnest ihn einer Feldgruppe zu und nutzt ihn danach als Automations-Trigger, Filterbedingung oder Personalisierungs-Tag direkt in deinen E-Mails.

Das Wichtigste in Kürze

  • Custom Fields speichern strukturierte Daten; Tags markieren Ereignisse – beide Konzepte sind komplementär, nicht austauschbar.
  • ActiveCampaign bietet acht Feldtypen; die Wahl des richtigen Typs entscheidet, ob ein Feld in Automationen, Segmenten und Formularen funktioniert.
  • Jedes Custom Field erzeugt automatisch einen Personalisierungs-Tag, der in E-Mails, Bedingungen und Automationsschritten greift.
  • Ohne Fallback-Werte entstehen leere Lücken in personalisierten E-Mails; Fallbacks sind in der Praxis Pflicht.
  • DSGVO-relevante Felder (Einverständnis, Herkunft, Datum) gehören als eigene Feldgruppe in jeden Account.

Custom Fields oder Tags – was passt wohin?

Viele ActiveCampaign-Nutzer setzen Custom Fields und Tags synonym ein und wundern sich dann, warum Automationen schwer zu warten sind. Die Unterscheidung ist einfach: Ein Custom Field speichert einen Wert, der sich ändert. Ein Tag markiert ein Ereignis oder einen Status, der eingetreten ist. Wer das trennt, baut wartungsarme Strukturen.

Ein konkretes Beispiel: Das Feld Unternehmensgröße hat heute den Wert "11–50 Mitarbeiter" und in sechs Monaten vielleicht "51–250 Mitarbeiter". Du aktualisierst den Feldwert – und alle Automationen, die auf dieses Feld reagieren, greifen automatisch auf den neuen Wert. Ein Tag hingegen würde sich stapeln: "Kleinunternehmen", "Mittelstand" – beide Tags blieben im Profil, und du müsstest den alten manuell entfernen.

Tags sind ideal für Ereignisse: "Hat Webinar besucht", "Hat Preisseite aufgerufen", "Hat Demo angefragt". Diese Ereignisse werden nicht rückgängig gemacht – sie sind eingetreten und bleiben relevant. Eine tiefere Auseinandersetzung damit, wann welches Konzept trägt, findest du im Artikel zu ActiveCampaign Tags richtig nutzen.

Die acht Feldtypen in ActiveCampaign im Überblick

ActiveCampaign bietet acht Feldtypen für Custom Contact Fields. Die Wahl des Typs ist keine Formalie – sie bestimmt, wie das Feld in Formularen, Automationen und Segmenten funktioniert, und lässt sich nach dem Anlegen nicht mehr ändern.

Feldtyp

Typischer Einsatz

Wichtiger Hinweis

Text-Eingabe

Jobtitel, Abteilung, Referenznummer

Kein Größer-/Kleiner-Vergleich in Filtern möglich

Textbereich

Mehrzeilige Kommentare, Anfragebeschreibungen

Nicht für Segmentierungsfilter geeignet

Datum

Geburtstag, Vertragslaufzeit, nächstes Meeting

Format YYYY-MM-DD; datumbasierte Trigger möglich

Dropdown-Menü

Branche, Region, Lifecycle-Stage ab 10 Optionen

Nur eine Auswahl; Werte müssen exakt übereinstimmen

Listenfeld

Ähnlich Dropdown, aber alle Optionen gleichzeitig sichtbar

Mehrfachauswahl per Shift-Klick möglich

Radio-Buttons

Unternehmensgröße, Budget-Range bis 6 Optionen

Nur eine Auswahl; im Formular sofort sichtbar

Checkboxen

Newsletter-Präferenzen, DSGVO-Einverständnisse

Mehrere Werte gleichzeitig auswählbar

Verstecktes Feld

Lead-Quelle, UTM-Parameter, interne Bewertungen

Unsichtbar für Kontakte; nur per Automation, API oder Import befüllbar

Bei Datum-Feldern lohnt sich besondere Aufmerksamkeit: Das YYYY-MM-DD-Format ist nicht verhandelbar. Importierst du Datumswerte in einem anderen Format, ignoriert ActiveCampaign das Feld still – und der Automation-Trigger "60 Tage vor Vertragslaufzeit" läuft nie an, ohne dass eine Fehlermeldung erscheint.

Feldgruppen: Wie du Custom Fields strukturierst

ActiveCampaign legt alle Custom Fields standardmäßig in "General Details" ab. Das reicht, sobald du mehr als acht Felder im Account hast, nicht mehr aus. Feldgruppen sind Container, die du frei benennen und sortieren kannst. Sie erscheinen im Kontaktprofil als eigene Abschnitte und machen das Profil für Teams lesbar.

Eine bewährte Gruppierung für B2B-Accounts sieht so aus:

  • Unternehmensdaten: Branche, Unternehmensgröße, Standort, Jahresumsatz – als Dropdown oder Radio
  • Lead-Qualifizierung: Budget-Range, Entscheidungshorizont, Entscheidungsbefugnis – als Dropdown
  • Datenschutz und Einverständnis: DSGVO-Checkbox, Marketing-Checkbox, Einverständnis-Datum, Datenquelle
  • Interaktionsdaten: Letzte Demo, nächster Kontakttermin, Lifecycle-Stage – als Datum- und Dropdown-Felder

Für B2C-Accounts eignet sich eine andere Aufteilung: Interessen und Präferenzen in einer Gruppe, Kaufverhalten in einer zweiten, Datenschutz in einer dritten. Die Regel ist dieselbe: Ein neues Team-Mitglied soll im Kontaktprofil sofort erkennen, was welches Feld bedeutet – ohne dass jemand es erklären muss.

So erstellst du eine neue Feldgruppe: Öffne Kontakte → Felder verwalten, klicke auf Gruppe hinzufügen, vergib einen eindeutigen Namen und ordne die Felder per Drag & Drop so an, wie dein Team das Profil von oben nach unten liest.

So richtest du benutzerdefinierte Kontaktfelder ein

Die Einrichtung dauert wenige Minuten. Sinnvoll ist es, alle Felder einer Gruppe gemeinsam anzulegen, statt sie später einzeln nachzupflegen – so vermeidest du inkonsistente Namen und Doppelungen.

  1. Öffne Kontakte → Felder verwalten im linken Navigationsmenü.
  2. Klicke auf Gruppe hinzufügen und vergib einen eindeutigen Namen, zum Beispiel "Lead-Qualifizierung".
  3. Klicke innerhalb der Gruppe auf Feld hinzufügen.
  4. Wähle den Feldtyp. Für ein Branchen-Feld: Dropdown-Menü.
  5. Trage die Optionen ein – eine Option pro Zeile. Nutze eine konsistente Schreibweise: entweder durchgängig "IT & Software" oder "IT" – mische nicht innerhalb eines Feldes.
  6. Speichere das Feld. Der Personalisierungs-Tag erscheint automatisch im Feld-Dialog.
  7. Wiederhole die Schritte 3 bis 6 für alle weiteren Felder der Gruppe.
  8. Sortiere die Felder innerhalb der Gruppe per Drag & Drop so, wie das Team das Profil liest.

Versteckte Felder (Hidden Fields) legst du auf dieselbe Weise an. Sie erscheinen nicht in Formularen, lassen sich aber über API, Automation oder Import befüllen. Typisches Beispiel für Lead-Quelle-Tracking: Das Feld "Erstkanal" wird beim ersten Formulareingang gesetzt und danach in der Automation bewusst nicht überschrieben – so bleibt die Herkunft eines Kontakts dauerhaft sichtbar, auch wenn er später weitere Formulare ausfüllt.

Automationen mit Custom Fields steuern

Custom Fields werden zu Automation-Triggern, sobald sich ihr Wert ändert. Das ist der Hauptunterschied zur passiven Datenspeicherung: ActiveCampaign reagiert aktiv auf Feldänderungen. Damit lassen sich Onboarding-Flows, Renewal-Erinnerungen und Sales-Eskalationen vollständig automatisieren, ohne manuellen Eingriff.

Datumsbasierte Trigger

Felder vom Typ "Datum" können zeitversetzt auslösen. Du definierst: "Starte die Automation 30 Tage vor dem Datum im Feld Vertragslaufzeit". ActiveCampaign prüft täglich und startet den Flow exakt zum richtigen Zeitpunkt. Damit laufen Renewal-Kampagnen ohne manuellen Eingriff, solange das Datum-Feld gepflegt ist. Eine Übersicht aller Trigger-Optionen und ihrer Bedingungen findest du im Leitfaden zu ActiveCampaign Automation-Triggern.

Wertänderungs-Trigger

Der Trigger "Feldwert ändert sich" startet eine Automation, sobald in einem bestimmten Feld ein neuer Wert gespeichert wird. Du kannst das auf einen spezifischen Wert eingrenzen: "Starte, wenn Budget-Range auf über 50.000 EUR gesetzt wird." Damit eskaliert ein Lead automatisch ins Sales-Team, ohne dass jemand das Profil manuell prüfen muss.

Wichtig: Wenn du denselben Wert nochmals setzt, also kein Wechsel stattfindet, löst der Trigger nicht aus. Das ist ein bekanntes Verhalten in ActiveCampaign. Wer den Trigger dennoch braucht, setzt per Automation erst einen leeren Wert, dann den Zielwert – so erzwingt er eine echte Wertänderung.

Wenn-Dann-Bedingungen innerhalb laufender Automationen

Der "If/Else"-Schritt in einer laufenden Automation prüft Custom Fields in Echtzeit. Kontakte mit "Unternehmensgröße = Konzern" erhalten eine andere E-Mail-Serie als Kontakte mit "Unternehmensgröße = Startup" – in derselben Automation, ohne separate Workflows. Das hält die Automation-Bibliothek übersichtlich und vermeidet doppelte Pflege identischer Schritte.

Personalisierungs-Tags aus Custom Fields

Für jedes Custom Field erzeugt ActiveCampaign automatisch einen Personalisierungs-Tag. Du findest ihn im Feld-Dialog unter dem Feldnamen. Der Tag folgt dem Muster %FELDNAME%. In einer E-Mail schreibst du beispielsweise:

"Hallo %FIRSTNAME%, als %POSITION% bei einem Unternehmen aus der %BRANCHE% kennst du die Situation..."

Wenn das Feld "Position" den Wert "Marketing Manager" hat und "Branche" den Wert "E-Commerce", ergibt das: "Hallo Julia, als Marketing Manager bei einem Unternehmen aus dem E-Commerce kennst du die Situation..." – und das für jeden Kontakt individuell, ohne manuellen Aufwand.

Fallback-Werte sind Pflicht

Nicht jedes Custom Field ist bei jedem Kontakt befüllt. Wenn du %BRANCHE% in eine E-Mail einfügst und das Feld leer ist, erscheint schlicht nichts – der Satz wird unlesbar. ActiveCampaign unterstützt Fallback-Werte direkt im Tag-Syntax:

%BRANCHE|deiner Branche%

Ist das Feld befüllt, erscheint der Wert. Ist es leer, erscheint "deiner Branche". Das Ergebnis: "als Marketing Manager in deiner Branche" statt einer merkwürdigen Lücke. Dieser Fallback funktioniert für alle Feldtypen außer Checkbox-Felder. Definiere Fallback-Werte für jedes Custom Field, das du in E-Mails oder Betreffzeilen verwendest – das gilt auch für versteckte Felder, die du in Bedingungen auswertest.

Personalisierung trägt dann, wenn die Felder tatsächlich gepflegt sind. Ein Feld, das bei einem Großteil der Kontakte leer bleibt, erzeugt mehr Fallback-Text als echte Personalisierung. Das ist kein technisches Problem – es ist ein Hinweis darauf, dass die Datenerfassung an einem früheren Punkt im Kontaktprozess verbessert werden muss.

Datenverwaltung und Import

Custom Fields können beim CSV-Import direkt befüllt werden. Das Feld muss vor dem Import existieren. ActiveCampaign legt beim Import fehlende Felder automatisch an – das klingt praktisch, führt aber zu Feldchaos, wenn der Spaltenname im CSV leicht abweicht: "Unternehmensgroesse", "UnternGrösse" und "company_size" entstehen als drei separate Felder, obwohl alle drei dasselbe meinen.

Import-Checkliste

  • Alle Felder vor dem Import anlegen und die exakten Feldnamen in einer kurzen Dokumentation festhalten.
  • Dropdown- und Radio-Optionen standardisieren: "Deutschland" statt "DE", "de", "Germany" – alle in derselben Spalte.
  • Datum-Spalten auf YYYY-MM-DD prüfen und konvertieren, bevor der Import startet.
  • Nach dem Import zehn Kontaktprofile manuell öffnen und prüfen, ob alle Felder korrekt belegt sind.

Quartalsweise Datenpflege

Custom Fields veralten. Branchen wechseln, Unternehmen wachsen, Budgets verschieben sich. Plane einmal im Quartal eine strukturierte Pflege: Exportiere alle Kontakte, bei denen ein zentrales Feld wie "Unternehmensgröße" leer ist, identifiziere darunter die aktiven Kontakte und aktualisiere die Werte gezielt. ActiveCampaign bietet dafür den Bulk-Editor: Du filterst eine Gruppe und setzt Custom Fields für alle Kontakte dieser Gruppe auf einmal – ohne jeden Datensatz einzeln zu öffnen.

Typische Fehler beim Einsatz von Custom Fields

Die meisten Probleme mit Custom Fields entstehen nicht beim Anlegen, sondern beim Befüllen und Pflegen. Diese vier Fehler tauchen in der Praxis immer wieder auf.

Zu viele Felder ohne Nutzung

Ein Account mit 60 oder mehr Custom Fields, von denen 40 leer oder halbvoll sind, ist kein Zeichen von Sorgfalt – es ist ein Zeichen fehlender Strategie. Jedes ungenutzte Feld erhöht den kognitiven Aufwand beim Lesen eines Kontaktprofils und verlangsamt das Onboarding neuer Team-Mitglieder. Beginne mit den zehn Feldern, die du tatsächlich in Segmenten oder Automationen nutzt. Erweitere nur, wenn ein konkreter Anwendungsfall das Feld erfordert.

Inkonsistente Werte in Freitext-Feldern

Wenn "Branche" ein Text-Eingabe-Feld statt eines Dropdown-Felds ist, hat derselbe Sektor am Ende viele Schreibweisen: "IT", "IT-Dienstleistungen", "Informationstechnologie", "Software", "SaaS". Kein einziger dieser Werte trifft in einem Segmentierungsfilter auf einen anderen. Nutze Dropdown- oder Radio-Felder überall dort, wo eine begrenzte Menge vordefinierter Optionen ausreicht – das ist bei Branchen, Unternehmensgrößen, Budget-Ranges und Status-Feldern fast immer der Fall.

Datum-Format ignoriert

ActiveCampaign akzeptiert ausschließlich YYYY-MM-DD für Datumsfelder. Ein CSV-Export aus Excel liefert oft "12.03.2026" oder "March 12, 2026". Das importiert ActiveCampaign still als leeres Feld. Das Ergebnis: Renewal-Automationen laufen nie an, und niemand merkt es, bis ein Vertrag unbemerkt ausläuft. Konvertiere Datumsspalten vor jedem Import – eine Spaltenformatierung in Excel oder ein einfaches Skript reicht aus.

DSGVO-Felder nachträglich einbauen

Ein Einverständnis-Tracking, das erst nach dem Start aufgesetzt wird, enthält keine historischen Daten. Du weißt dann nicht, wann welcher Kontakt zugestimmt hat. Das ist im Zweifel ein Compliance-Problem. DSGVO-Felder – mindestens Einverständnis-Checkbox, Einverständnis-Datum und Datenquelle – gehören in die Ersteinrichtung des Accounts, nicht in einen Nachbesserungsschritt sechs Monate später.

Wann Custom Fields nicht die richtige Wahl sind

Custom Fields sind stark, aber nicht für jeden Zweck geeignet. Wer das nicht beachtet, baut Strukturen, die früher oder später neu aufgebaut werden müssen.

Transaktionsdaten gehören nicht in Custom Fields. Wenn ein Kontakt fünf Bestellungen hat, speicherst du das nicht als fünf separate Custom Fields "Bestellung 1" bis "Bestellung 5". Dafür gibt es in ActiveCampaign Custom Objects – eine eigene Objektebene, die relationale Daten (also mehrere Datensätze desselben Typs pro Kontakt) strukturiert abbildet. Ein Custom Field kann genau einen Wert pro Feld und Kontakt halten.

Deal-spezifische Informationen gehören in Deal Fields, nicht in Contact Fields. Wenn eine Information an einen konkreten Verkaufsvorgang gebunden ist – Angebotswert, Abschlussdatum, Vertragstyp – nutze die Custom Deal Fields des CRM-Moduls. Contact Fields bilden personenbezogene Eigenschaften ab, die auch ohne einen offenen Deal relevant bleiben.

Ereignisse und Aktivitäten gehören in Tags, nicht in Felder. "Hat Pricing-Seite besucht", "Hat Demo absolviert", "Hat Angebot abgelehnt" – das sind Ereignisse, also Tags. Ein Custom Field "Demo-Status" mit den Optionen offen, absolviert, abgelehnt funktioniert zwar technisch, macht die Automation-Logik aber komplizierter als eine einfache Tag-basierte If/Else-Prüfung.

Häufige Fragen

Wie viele Custom Fields kann ich in ActiveCampaign anlegen?

ActiveCampaign begrenzt die Anzahl der Custom Contact Fields nicht einheitlich für alle Pläne. Stand 2026 erlauben kommerzielle Pläne deutlich mehr Felder, als ein typischer Account sinnvoll nutzt. Praktisch relevanter als die technische Grenze ist die organisatorische: Accounts mit mehr als 30 aktiv genutzten Feldern sollten prüfen, ob Custom Objects einen Teil der Struktur besser abbilden würden – besonders wenn ein Kontakt wiederkehrende Datenpunkte desselben Typs hat.

Kann ich den Feldtyp eines bestehenden Custom Fields nachträglich ändern?

Nein. Der Feldtyp lässt sich nach dem Anlegen nicht mehr ändern. Du legst ein neues Feld mit dem richtigen Typ an und migrierst die Daten entweder per Automation oder per Import. Der Aufwand lohnt sich: Ein Text-Feld, das nachträglich zu einem Dropdown werden soll, erzwingt zunächst die Bereinigung inkonsistenter Werte im Bestand – das ist bei großen Datenmengen mühsam. Der Typ sollte deshalb vor dem ersten Import bewusst gewählt werden.

Wie befülle ich ein Custom Field automatisch, ohne Formular?

Drei Wege stehen zur Verfügung: Erstens über eine Automation (Schritt "Kontaktfeld aktualisieren"), die zu einem beliebigen Zeitpunkt im Flow einen Wert setzt. Zweitens über die ActiveCampaign API, mit der CRM-Systeme und Shop-Systeme Felder synchronisieren. Drittens über den CSV-Import für Massenaktualisierungen. URL-Parameter in Formular-Links können versteckte Felder befüllen – das ist der Standardweg für UTM-Tracking, wenn jemand auf einen Link klickt und danach ein Formular ausfüllt.

Werden Contact Fields mit Account Fields synchronisiert?

Nein. Contact Fields und Account Fields sind getrennte Ebenen. Ein Account in ActiveCampaign (das Unternehmen) hat eigene Custom Account Fields; ein Kontakt hat Contact Fields. Du kannst im CRM einen Kontakt einem Account zuordnen, aber Feldwerte werden nicht automatisch gespiegelt. Wer möchte, dass "Branche" auf Kontaktebene immer mit dem Account übereinstimmt, baut das als eigene Automation, die den Wert überträgt, sobald sich der Account-Feldwert ändert.

Funktionieren Personalisierungs-Tags aus Custom Fields auch in Betreffzeilen?

Ja. Der Personalisierungs-Tag funktioniert überall, wo ActiveCampaign Personalisierung unterstützt: Betreffzeile, Vorschautext, E-Mail-Body, Automations-Bedingungen und interne Benachrichtigungen. Definiere den Fallback-Wert vor dem ersten Einsatz im Betreff – eine leere Betreffzeile durch ein ungefülltes Feld ist eines der vermeidbaren Probleme, das in der Praxis regelmäßig auftaucht.

Was passiert mit den Daten in einem Custom Field, wenn ich das Feld lösche?

Die Daten gehen dauerhaft verloren. ActiveCampaign löscht beim Entfernen eines Custom Fields alle gespeicherten Werte in diesem Feld für alle Kontakte. Bevor du ein Feld löschst, prüfe, ob es in aktiven Automationen als Trigger oder Bedingung verwendet wird – ActiveCampaign warnt nicht immer automatisch. Exportiere die Werte vorher per CSV, wenn du die Daten später noch benötigst.

Benutzerdefinierte Kontaktfelder sind die Grundlage für alles, was in ActiveCampaign über den Versand einer Standard-E-Mail hinausgeht. Wer sie als reines Datenlager behandelt, verschenkt den größten Teil des Potenzials. Wer sie mit durchdachten Feldtypen, klaren Feldgruppen und gepflegten Werten aufbaut, hat eine Basis, auf der Segmentierung präzise und Automationen wartungsarm werden. Welche Filter und Kombinationen in der Segmentierung wirklich tragen, beschreibt der Artikel zu den Segmentierungs-Features von ActiveCampaign.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

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