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ActiveCampaign Segmentierung: Neue Features für präzises Contact-Targeting

March 13, 2026

Die Segmentierung in ActiveCampaign hat sich grundlegend weiterentwickelt. Was früher umständlich über mehrere Bedingungen abgebildet werden musste, geht jetzt mit einem Klick.
Das verändert alles für deine Automatisierungen.
Ich zeige dir die wichtigsten neuen Segmentierungs-Features und wie du sie in der Praxis einsetzt. Nicht als theoretisches Konstrukt, sondern mit konkreten Beispielen aus unseren Projekten.
Das größte Update betrifft die Art, wie ActiveCampaign mit Listen-Status umgeht. Früher hattest du nur "In Liste" und "Nicht in Liste". Fertig.
Jetzt bekommst du sieben verschiedene Status-Bedingungen:
Der Effekt ist stark, weil du jetzt endlich sauber zwischen verschiedenen Inaktivitäts-Gründen unterscheiden kannst.
Ein typischer Use Case aus unseren Projekten: Du willst Contacts reaktivieren, die sich von deiner Hauptliste abgemeldet haben, aber noch in deinem CRM sind.
Früher musstest du das über umständliche Tag-Konstrukte lösen. Jetzt erstellst du ein Segment mit:
Diese Contacts bekommst du dann über LinkedIn oder andere Kanäle wieder angesprochen. Sauberer als früher, weil du genau weißt: Die haben sich bewusst abgemeldet, sind aber noch interessant für dein Business.
Die neuen Status-Bedingungen funktionieren mit vier Operatoren:
So kannst du komplexe Listen-Beziehungen abbilden, ohne dass dein Segment unübersichtlich wird.
Das zweite große Update betrifft Tags. Früher musstest du für jedes Tag eine separate Bedingung anlegen. Bei fünf Tags hattest du fünf Bedingungen im Segment.
Jetzt wählst du alle relevanten Tags in einer einzigen Bedingung aus.
Die neuen Tag-Operatoren sind:
Nehmen wir an, du trackst verschiedene Interesse-Tags über Site Tracking:
Für ein "High Intent"-Segment wählst du jetzt alle fünf Tags aus und setzt den Operator auf "Matches all of". Fertig.
Früher hättest du fünf separate Tag-Bedingungen mit UND-Verknüpfung gebraucht. Das neue System ist nicht nur übersichtlicher, es performt auch besser.
Im DACH-Raum ist saubere Segmentierung auch eine Compliance-Frage. Mit den neuen Tag-Operatoren kannst du präziser definieren, welche Contacts welche Art von Content bekommen.
Beispiel: Du hast Tags für verschiedene Einverständnisse (Newsletter, Produktupdates, Event-Einladungen). Mit "Matches all of" stellst du sicher, dass nur Contacts mit allen nötigen Einverständnissen in bestimmte Automatisierungen laufen.
Der neue "Starts with" Operator ist besonders für B2B-Unternehmen mit strukturierten Daten interessant.
Statt "Contains" verwendest du jetzt "Starts with" für Custom Fields, die nach bestimmten Conventions strukturiert sind.
Angenommen, du kategorisierst Unternehmen nach diesem Schema in einem Custom Field "Firmentyp":
Mit "Starts with: KMU" bekommst du alle kleinen und mittleren Unternehmen. Mit "Starts with: Enterprise" alle Großkunden.
Das ist nicht nur präziser als "Contains", es ist auch deutlich schneller. Besonders bei großen Datenbanken merkst du den Performance-Unterschied.
Was sich in unseren Projekten bewährt hat: Strukturierte Custom Fields mit deutschen Präfixen.
Für Branchen zum Beispiel:
Mit "Starts with: B2B" segmentierst du alle Business-Kunden. Mit "Starts with: B2C" alle End-Consumer.
Das vierte große Update betrifft Email-Activity. ActiveCampaign kann jetzt alle Email-Interaktionen mit Zeitfenstern versehen.
Verfügbare Activity-Bedingungen:
Jede Bedingung kann mit drei Zeit-Operatoren kombiniert werden:
Für eine saubere Deliverability-Strategie segmentierst du deine Liste nach Engagement-Level:
Cold Contacts bekommen dann eine spezielle Re-Engagement-Serie, bevor du sie aus der Hauptliste entfernst.
Im DACH-Raum ist regelmäßige Listen-Hygiene nicht nur gut für die Deliverability, sondern auch rechtlich sinnvoll.
Mit den neuen Activity Windows erstellst du automatisierte Bereinigungsprozesse:
Das ist sauberer als pauschale Zeiträume, weil du echtes Engagement trackst.
Diese Updates sind nicht nur neue Features. Sie verändern fundamental, wie du über Segmentierung denkst.
Früher brauchtest du oft mehrere Automatisierungen für ähnliche Use Cases, weil die Segmentierung limitiert war.
Jetzt kannst du komplexere Zielgruppen in einem einzigen Segment definieren. Das reduziert die Anzahl deiner Automatisierungen und macht dein Setup übersichtlicher.
Besonders bei großen Contact-Listen merkst du den Unterschied. Die neuen Operatoren sind auf Performance optimiert.
"Starts with" ist schneller als "Contains". Multi-Tag-Auswahl ist effizienter als mehrere Tag-Bedingungen.
Für DACH-Unternehmen sind die granularen Listen-Status besonders wertvoll. Du kannst jetzt exakt nachverfolgen, wer sich wann und wovon abgemeldet hat.
Das hilft bei DSGVO-Anfragen und macht deine Einverständnis-Verwaltung sauberer.
Wenn du bereits komplexe Segmente in ActiveCampaign hast, musst du nicht sofort migrieren. Die alten Bedingungen funktionieren weiterhin.
Aber: Bei neuen Segmenten solltest du die neuen Features nutzen.
So minimierst du das Risiko und kannst die Vorteile der neuen Features schrittweise nutzen.
Wenn du nur wenig Zeit hast, konzentrier dich auf diese drei Segment-Typen:
Erstelle drei Segmente mit Email Activity Windows:
Falls du mehrere Interesse-Tags trackst, fasse sie in einem Segment zusammen:
Nutze die neuen Listen-Status für bessere Übersicht:
Diese drei Segment-Kategorien bringen dir sofort messbare Verbesserungen bei Deliverability und Targeting.
Die neuen Segmentierungs-Features machen ActiveCampaign deutlich präziser. Besonders für den DACH-Markt mit seinen Compliance-Anforderungen sind die granularen Listen-Status und Email Activity Windows wertvoll.
Was sich in unseren Projekten bereits gezeigt hat: Die Performance wird besser, die Automatisierungen werden übersichtlicher, und die DSGVO-Compliance wird einfacher.
Wenn du die neuen Features systematisch in deinem ActiveCampaign-Setup umsetzt, hast du ein deutlich präziseres Marketing-System.
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