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Du willst mehr Leads über deine Website sammeln? ActiveCampaign bietet dir 5 verschiedene Formulartypen, die alle ihre Berechtigung haben. Das Problem: Die meisten nutzen nur Inline-Formulare und verschenken massiv Potenzial.

In über 170 ActiveCampaign-Projekten haben wir gesehen, welche Formular-Kombinationen funktionieren und welche floppen. Hier ist der Überblick über alle 5 Typen – mit konkreten Praxistipps für den DACH-Markt.

1) Inline-Formulare: Der solide Standard

Verfügbar ab: Starter-Plan

Inline-Formulare sind in den Seiteninhalt eingebettet. Sie stören nicht, sind DSGVO-freundlich und funktionieren überall. Genau deshalb nutzen sie 95% aller ActiveCampaign-Nutzer.

Der Vorteil: Du kannst beliebig viele Felder hinzufügen. Name, E-Mail, Telefon, Unternehmen, Branche – was immer für deine Lead-Qualifikation wichtig ist.

Was sich in der Praxis bewährt hat:

  • Maximal 3 Felder für den ersten Kontakt (Name, E-Mail, Unternehmen)
  • Progressive Profiling über Follow-up-E-Mails für weitere Daten
  • A/B-Tests bei der Feldanzahl – manchmal konvertiert "nur E-Mail" besser
  • Klare Nutzenversprechen statt "Newsletter abonnieren"

ActiveCampaign bietet dir 5 Integrations-Optionen für Inline-Formulare:

  1. Simple Embed: HTML-Code direkt einfügen
  2. Full Embed: Mit CSS und JavaScript für mehr Kontrolle
  3. Link: Direkter Link zum gehosteten Formular
  4. WordPress-Plugin: Native Integration ohne Code
  5. Facebook: Für Facebook-Ads und -Seiten

Unser Tipp: Nutze das WordPress-Plugin, wenn möglich. Es ist am einfachsten zu verwalten und automatisch responsive.

2) Preference Center: Der DSGVO-Joker

Verfügbar ab: Plus-Plan
Nur für: E-Mail-Marketing-Listen

Ein Preference Center ist mehr als nur ein Abmelde-Link. Es ist ein sicherer Bereich, wo Abonnenten ihre Einwilligung und E-Mail-Präferenzen selbst verwalten können.

Das ist besonders im DACH-Raum wichtig: DSGVO verlangt, dass Nutzer ihre Einwilligung jederzeit widerrufen oder anpassen können. Ein Preference Center macht das elegant.

So sieht das in der Praxis aus:

  • Verschiedene E-Mail-Kategorien: Newsletter, Produktupdates, Events
  • Frequenz-Einstellungen: Täglich, wöchentlich, monatlich
  • Daten-Updates: Name, Unternehmen, Interessen ändern
  • Komplette Abmeldung als letzte Option

Der Trick: Du verlinkst vom Preference Center aus jeder E-Mail. Nicht nur vom Abmelde-Link, sondern auch als "Einstellungen ändern" in der Fußzeile.

Was viele übersehen: Du kannst das Preference Center auch in Automationen einbauen. Zum Beispiel nach dem Onboarding: "Du kannst deine E-Mail-Einstellungen jederzeit hier anpassen."

3) Floating Bar: Der dezente Aufmerksamkeitsfänger

Verfügbar ab: Plus-Plan

Die Floating Bar ist ein horizontaler Balken, der oben oder unten auf deiner Website "schwebt". Sie sammelt Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen, ohne den Content zu überlagern.

Das funktioniert gut für:

  • Newsletter-Anmeldungen mit starkem Mehrwert
  • Event-Registrierungen (Webinare, Messen)
  • Download-Angebote (E-Books, Checklisten)
  • Produktankündigungen für bestehende Besucher

Integration und Targeting:

Du hast nur 2 Integrations-Optionen: Simple Embed Code und WordPress-Plugin. Das reicht aber völlig aus.

Der Vorteil: Du kannst die Floating Bar mit ActiveCampaigns Site Tracking kombinieren. Zeige sie nur:

  • Besuchern, die noch nicht auf deiner Liste stehen
  • Nach einer bestimmten Verweildauer (z.B. 30 Sekunden)
  • Auf bestimmten Seiten (Blog, Pricing, About)
  • Bei bestimmten Traffic-Quellen (Google Ads, Social Media)

Was sich bewährt hat: Floating Bar unten, nicht oben. Sie wirkt weniger aufdringlich und wird seltener sofort weggeklickt.

4) Floating Box: Der smarte Ecken-Sammler

Verfügbar ab: Plus-Plan

Die Floating Box sitzt als kleines Kästchen in der unteren linken oder rechten Ecke deiner Website. Sie ist dezenter als ein Pop-up, aber präsenter als ein Inline-Formular.

Perfekt für:

  • Support-Angebote: "Fragen? Wir helfen!"
  • Beratungstermine: "Kostenlose Erstberatung buchen"
  • Demo-Anfragen: Besonders bei SaaS-Unternehmen
  • Rückruf-Services: Mit Telefonnummer-Feld

Praxis-Tipp für B2B:

Nutze die Floating Box für qualifizierte Leads, nicht für Newsletter-Anmeldungen. Frage nach Unternehmen und Position. Das reduziert die Quantity, aber erhöht die Quality massiv.

Beispiel-Text: "Kostenlose ActiveCampaign-Beratung – Wir rufen dich zurück."

Das funktioniert, weil es spezifisch ist und einen klaren Mehrwert bietet.

5) Modal-Formulare: Der klassische Pop-up

Verfügbar ab: Plus-Plan

Modal-Formulare sind Pop-ups, die über deinem Website-Content erscheinen. Sie sind der aufdringlichste Formulartyp – und gleichzeitig oft der effektivste.

Warum Pop-ups funktionieren: Sie unterbrechen den Lesefluss und fordern eine Entscheidung. Ja oder Nein. Das erhöht die Conversion-Rate, kann aber die User Experience verschlechtern.

Wann Pop-ups Sinn machen:

  • Exit-Intent: Wenn der Besucher die Seite verlassen will
  • Nach Scroll-Tiefe: Bei 70% der Seite gelesen
  • Zeit-basiert: Nach 2-3 Minuten Verweildauer
  • Wiederkehrende Besucher: Beim 3. oder 4. Besuch

Wichtig für den DACH-Markt: Viele deutsche Nutzer empfinden Pop-ups als störend. Deshalb solltest du sie sparsam einsetzen und immer mit Exit-Intent oder Scroll-Tiefe kombinieren.

DSGVO-konforme Pop-up-Strategie:

  1. Klarer Opt-in-Text: "Ja, ich möchte den Newsletter erhalten"
  2. Link zur Datenschutzerklärung direkt im Formular
  3. Double-Opt-in in der Automation dahinter
  4. Einfache Abmeldung in jeder E-Mail

Welcher Formulartyp für welchen Zweck?

Nach 170+ Projekten haben wir gelernt: Es ist nie nur ein Formulartyp. Die besten Ergebnisse erzielst du mit einer durchdachten Kombination.

Unsere bewährte Formel:

  • Inline-Formular: Auf jeder wichtigen Seite (Blog, Services, About)
  • Floating Bar: Für zeitkritische Angebote (Events, Sales)
  • Floating Box: Für qualifizierte Beratungsanfragen
  • Modal-Formular: Nur bei Exit-Intent oder hoher Scroll-Tiefe
  • Preference Center: Standard für DSGVO-Compliance

Das Wichtigste: Teste verschiedene Kombinationen. Was bei einem Coach funktioniert, muss bei einer Unternehmensberatung nicht klappen.

ActiveCampaign-Automationen für Formulare

Ein Formular allein macht noch keine Leads. Du brauchst die richtigen Automationen dahinter:

Standard-Automation für jedes Formular:

  1. Double-Opt-in E-Mail (DSGVO-Pflicht in Deutschland)
  2. Welcome-Serie (3-5 E-Mails über 1-2 Wochen)
  3. Tag-Zuordnung je nach Formular-Quelle
  4. CRM-Deal erstellen bei qualifizierten Leads
  5. Interne Benachrichtigung bei hochwertigen Leads

Advanced-Tipp: Nutze ActiveCampaigns Lead Scoring, um Formular-Leads automatisch zu bewerten. Wer mehrere Formulare ausfüllt, bekommt höhere Punkte.

Segmentierung nach Formular-Typ:

  • Newsletter-Anmeldung (Inline): Tag "Newsletter" + Nurturing-Serie
  • Beratung-Anfrage (Floating Box): Tag "Sales-Qualified" + CRM-Deal
  • Download-Formular (Pop-up): Tag "Lead Magnet" + Content-Serie
  • Event-Anmeldung (Floating Bar): Tag "Event" + Event-Automation

Häufige Fehler bei ActiveCampaign-Formularen

Diese Fehler sehen wir in fast jedem Projekt, das zu uns kommt:

1) Zu viele Felder im ersten Schritt

Mehr Felder = weniger Conversions. Das ist mathematisch bewiesen. Frage nur das absolute Minimum: Name und E-Mail. Alles andere über Follow-up-E-Mails.

2) Keine klaren Nutzenversprechen

"Newsletter abonnieren" konvertiert schlecht. "Wöchentliche ActiveCampaign-Tipps erhalten" konvertiert besser. Sei spezifisch.

3) Fehlende Double-Opt-in-Automation

In Deutschland ist Double-Opt-in praktisch Pflicht. Ohne die richtige Automation dahinter sammelst du nur E-Mails, aber keine rechtssicheren Leads.

4) Alle Formulare landen in derselben Liste

Verschiedene Formulare brauchen verschiedene Tags und Automationen. Ein Blog-Newsletter-Abonnent braucht anderen Content als jemand, der eine Beratung anfragt.

Das verändert alles: Wenn du Formulare strategisch einsetzt und die richtigen Automationen dahinter baust, wird aus deiner Website eine Lead-Generation-Maschine.

Quickstart: Deine ersten 3 Formulare in ActiveCampaign

Wenn du nur 2 Stunden Zeit hast, bau das zuerst:

  1. Inline-Formular auf der Homepage: Nur Name + E-Mail, klares Nutzenversprechen
  2. Preference Center: Für DSGVO-Compliance verlinkt aus der E-Mail-Signatur
  3. Floating Box für Beratungsanfragen: Name + E-Mail + Unternehmen

Dazu die Basis-Automationen: Double-Opt-in, Welcome-Serie, interne Benachrichtigung.

Das reicht für den Start. Floating Bar und Pop-ups kannst du später testen, wenn die Grundstruktur steht.

Wenn du das mit ActiveCampaign professionell umsetzen willst, ohne Monate mit Setup zu verschwenden: Wir haben schon über 170 Projekte begleitet und wissen, welche Formular-Strategien im DACH-Markt funktionieren.

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