Zurück zu Wissen

ActiveCampaign Formulare erstellen: Leitfaden 2026

Tom
Tom
13. März 2026 · 14 Min. Lesezeit

ActiveCampaign-Formulare verbinden deine Website mit dem CRM: Ein ausgefülltes Formular legt den Kontakt an, ordnet ihn einer Liste zu, setzt Tags und kann sofort eine Automation starten. Wie du ein Formular von Grund auf aufbaust, welche Einstellungen vor dem Einbetten wirklich zählen und wo typische Fehler entstehen – das zeigt dieser Leitfaden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Formulare erstellst du in ActiveCampaign unter "Formulare" in der linken Navigation; du startest mit "Von Grund auf neu" und wählst danach Typ und Aktionen.
  • Jedes Formular braucht mindestens eine Aktion – zum Beispiel "Liste abonnieren" oder "Tag hinzufügen" – bevor es sinnvoll eingebettet werden kann.
  • Double Opt-in ist in ActiveCampaign standardmäßig aktiviert; für den DACH-Markt solltest du das nicht deaktivieren.
  • Der einfache Einbettcode (JavaScript-Snippet) überträgt Änderungen automatisch auf deine Website; beim vollständigen HTML-Einbettcode musst du nach jeder Formularänderung manuell neu einbetten.
  • Der Automations-Trigger "Formular abgeschickt" ist präziser als "Kontakt tritt einer Liste bei", weil er nur auf ein konkretes Formular reagiert und nicht auf alle Wege, über die jemand in eine Liste gelangt.

Inline, Modal, Floating Box oder Floating Bar – welcher Typ passt?

ActiveCampaign bietet vier Formulartypen, die sich in Darstellung und Anwendungsfall unterscheiden. Die Wahl des Typs beeinflusst, wo und wann das Formular erscheint – und damit auch, welche Besucher es sehen und ausfüllen.

Inline-Formulare werden direkt in den Seiteninhalt eingebettet. Sie erscheinen, sobald der Besucher die entsprechende Stelle der Seite erreicht, ohne dass eine Interaktion erforderlich ist. Das macht sie zum Standardwerkzeug für Bereiche, in denen eine Anmeldung inhaltlich naheliegt: unterhalb eines Blogbeitrags, auf einer Landing Page oder im Footer. Weil Inline-Formulare keinen Überraschungseffekt erzeugen, werden sie im deutschsprachigen Markt am besten akzeptiert – Besucher, die unerwarteten Pop-ups misstrauisch begegnen, füllen ein eingebettetes Formular deutlich bereitwilliger aus.

Modal-Formulare erscheinen als Overlay über dem Seiteninhalt. Der häufigste Auslöser ist Exit Intent: Bewegt sich der Mauszeiger in Richtung Adresszeile oder Tab-Bereich, öffnet sich das Formular. ActiveCampaign bietet daneben zeitbasierte Auslöser. Modal-Formulare sind sichtbarer als Inline-Formulare und werden seltener ignoriert. Der Kompromiss: Bei zu häufigem Einsatz oder schlecht gewählten Auslösern unterbrechen sie die Leseerfahrung, was Besucher veranlasst, die Seite früher zu verlassen.

Wann du Floating Box und Floating Bar einsetzt

Die Floating Box bleibt beim Scrollen in einer Ecke des Bildschirms sichtbar, ohne den Hauptinhalt zu verdecken. Das macht sie geeignet für Seiten, auf denen Besucher länger verweilen – etwa Blogbeiträge oder Vergleichsseiten – und bei denen der Anmeldeimpuls dauerhaft sichtbar bleiben soll, ohne zu unterbrechen. Da die Box am Bildschirmrand positioniert ist, wird sie von den meisten Nutzern als weniger aufdringlich empfunden als ein Modal, ist aber präsenter als ein statisches Inline-Formular.

Die Floating Bar erscheint als schmaler Streifen am oberen oder unteren Bildschirmrand. Sie bietet nur Platz für ein oder zwei Felder und eignet sich daher vor allem für Anmeldungen mit einem einzigen Eingabefeld – typischerweise nur die E-Mail-Adresse. Ihr Vorteil: Sie bleibt auf jeder Unterseite sichtbar, ohne den Seiteninhalt zu überlagern. Wenn du aktionsbezogene Hinweise zeigen willst, die nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden, ist die Floating Bar das richtige Format.

Welcher Typ der richtige ist, hängt weniger vom Bauchgefühl als von der Seite ab, auf der das Formular erscheint. Auf einer Seite mit informativen Inhalten, auf der Besucher lesen wollen, ist ein Inline-Formular am Ende des Textes der verlässlichere Weg. Auf einer Seite, die primär auf Conversions ausgelegt ist, kann ein Modal sinnvoll sein – wenn der Auslöser gut gewählt ist und das Angebot einen klaren Mehrwert hat.

So erstellst du ein Formular in ActiveCampaign – Schritt für Schritt

Dieser Praxisblock führt von der leeren Formularmaske bis zum eingebetteten Code auf deiner Website. Als Ausgangspunkt dient ein Inline-Formular für eine Newsletter-Anmeldung – die einfachste und häufigste Variante, die als Vorlage für alle anderen Typen funktioniert.

  1. Öffne in ActiveCampaign den Bereich "Formulare" in der linken Navigation und klicke auf "Von Grund auf neu".
  2. Vergib einen internen Namen, der den Verwendungszweck klar benennt – zum Beispiel "Newsletter-Anmeldung Footer" – und wähle als Typ "Inline".
  3. Klicke auf "Aktionen" und füge mindestens eine Aktion hinzu: wähle "Kontakt zu Liste hinzufügen" und wähle deine Hauptliste. Füge dann "Tag hinzufügen" ein – zum Beispiel "Quelle: Footer" – damit du später in Berichten und Segmentierungen unterscheiden kannst, über welches Formular ein Kontakt eingetragen wurde.
  4. Bearbeite die Felder: "E-Mail-Adresse" bleibt als Pflichtfeld. Füge "Vorname" hinzu und markiere ihn ebenfalls als Pflichtfeld, wenn du Mails personalisieren willst. Halte die Zahl der Pflichtfelder so klein wie möglich – jedes weitere Pflichtfeld, das ausgefüllt werden muss, senkt die Ausfüllrate.
  5. Füge, wenn du eine DSGVO-konforme Einverständnisbestätigung benötigst, ein benutzerdefiniertes Feld "Einwilligung" als Checkbox hinzu. Formuliere den Einwilligungstext direkt im Formular, nicht als Fußnote außerhalb.
  6. Wechsle zu "Design" und passe den Button-Text an. Verwende eine Beschriftung, die das Ergebnis der Anmeldung benennt – "Jetzt anmelden" ist aussagekräftiger als das generische "Absenden".
  7. Öffne "Optionen" und lege fest, was nach dem Absenden passiert. Wenn du Conversions über Google Analytics oder eine andere Analyse-Lösung erfassen willst, richte eine eigene Danke-Seite ein und trag deren URL als Weiterleitungsziel ein – nur so lässt sich das Ereignis sauber als Zielseiten-Conversion messen.
  8. Klicke auf "Einbetten" und kopiere den einfachen Einbettcode. Dieser JavaScript-Snippet wird einmalig in deine Website eingebunden. Zukünftige Änderungen am Formular in ActiveCampaign werden automatisch übernommen, ohne dass du den Code erneut austauschen musst.

Jedes Formular braucht mindestens eine Aktion und ein Tag-Schema

Ein Formular ohne konfigurierte Aktionen legt zwar einen Kontakt an, tut aber nichts weiter damit. Die eigentliche Logik steckt in den Aktionen und Tags, die du dem Formular zuweist – sie bestimmen, in welche Listen, Automationen und Segmente ein neuer Kontakt eingeordnet wird.

ActiveCampaign erlaubt es, mehrere Aktionen pro Formular zu kombinieren. Ein Kontakt kann in einem einzigen Schritt einer Liste hinzugefügt werden, zwei Tags erhalten und – falls du mit dem CRM arbeitest – gleichzeitig einen Deal anlegen. Diese Kombinierbarkeit ist der Kern des Formular-Setups: Ein einziges gut konfiguriertes Formular kann so viel Segmentierungsinformation erfassen, dass Folgeautomationen keine weiteren Qualifizierungsschritte benötigen.

Welche Aktionen du kombinieren kannst

Diese Aktionen stehen in ActiveCampaign für Formulare zur Verfügung und lassen sich frei kombinieren:

  • "Liste abonnieren" fügt den Kontakt einer bestimmten E-Mail-Liste hinzu; das ist die Grundaktion für alle Newsletter- und Lead-Formulare.
  • "Tag hinzufügen" ordnet dem Kontakt ein oder mehrere Tags zu; nutze Tags für Herkunft, Interessenbereich und Angebotstyp, damit spätere Segmentierungen funktionieren, ohne auf die Listenstruktur angewiesen zu sein.
  • "Deal erstellen" legt in ActiveCampaigns CRM einen neuen Deal mit dem Kontakt als zugehörige Person an; das ist sinnvoll bei Lead-Formularen, die direkt in einen Vertriebsprozess münden sollen.
  • "Ergebnis per E-Mail senden" schickt eine interne Benachrichtigung an eine Adresse deiner Wahl; nutze diese Aktion, wenn das Team bei bestimmten Formular-Einsendungen sofort informiert werden soll.

Die Wahl der Felder hängt davon ab, welche Information du benötigst und was der Kontext erlaubt. Bei einem Blogbeitragsformular für eine Newsletter-Anmeldung reichen E-Mail-Adresse und Vorname. Bei einem B2B-Kontaktformular für ein Erstgespräch können Firmenname, Position und Unternehmensgröße sinnvoll sein – aber nur dann, wenn diese Information tatsächlich in dein CRM-Setup einfließt und nicht ungenutzt bleibt.

Inline-Formulare bieten neben Kontaktfeldern auch Account-Felder und, bei entsprechenden Tarifstufen, Felder für benutzerdefinierte Objekte. Account-Felder speichern Unternehmensdaten direkt am zugehörigen Account-Datensatz im CRM, nicht nur am Kontakt. Das ist besonders dann hilfreich, wenn du mehrere Ansprechpartner eines Unternehmens verwaltest und firmenbezogene Informationen zentral hinterlegen willst.

Felder schrittweise über mehrere Formulare erfassen

Statt alle benötigten Informationen in einem einzigen Formular abzufragen, kannst du Kontaktdaten schrittweise über mehrere Formulare sammeln. Beim ersten Kontakt gibst du nur E-Mail-Adresse und Vorname an. Beim nächsten Schritt – etwa einer Webinar-Anmeldung oder einem Guide-Download – fragst du Firmenname und Position ab. So bleibt jedes einzelne Formular kurz und wird häufiger ausgefüllt, während du über mehrere Interaktionen hinweg ein vollständiges Kontaktprofil aufbaust.

Dieses Vorgehen funktioniert in ActiveCampaign ohne spezielle Konfiguration: Wenn ein bekannter Kontakt ein Formular abschickt, werden die neuen Felder seinem bestehenden Datensatz hinzugefügt. Vorhandene Feldwerte werden nur dann überschrieben, wenn der Kontakt im Formular einen anderen Wert eingibt.

Was DSGVO-konforme Formulare im DACH-Markt brauchen

Formulare in ActiveCampaign verarbeiten personenbezogene Daten. Damit das rechtskonform geschieht, braucht es zwei Dinge: einen klaren Rechtsgrund für die Verarbeitung und einen nachweisbaren Einwilligungsprozess. ActiveCampaign stellt beides technisch bereit – es liegt an dir, die richtigen Einstellungen zu wählen und den rechtlichen Rahmen korrekt auszufüllen.

Das Double Opt-in-Verfahren ist in ActiveCampaign standardmäßig aktiviert: Nach dem Absenden des Formulars erhält der Kontakt eine Bestätigungs-E-Mail und wird erst nach dem Klick auf den Bestätigungslink zur Liste hinzugefügt. Das Deaktivieren des Double Opt-in ist technisch möglich, im DACH-Markt aber nicht empfehlenswert. Das Verfahren ist der einfachste Weg, die Einwilligung im Sinne von Art. 7 DSGVO zu dokumentieren, weil ActiveCampaign Zeitstempel und IP-Adresse der Bestätigung protokolliert.

Diese Elemente braucht jedes DSGVO-konforme Formular

Für die Datenverarbeitung auf Basis einer Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO braucht das Formular mindestens diese Elemente:

  • Einen Einwilligungstext, der klar beschreibt, welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet werden – nicht im Footer der Seite, sondern im Formular selbst, so dass Ausfüllende ihn vor dem Absenden sehen.
  • Eine aktiv zu setzende Checkbox; vorausgefüllte Häkchen erfüllen die DSGVO-Anforderung an eine freiwillige Einwilligung nicht.
  • Einen Hinweis auf die Möglichkeit, die Einwilligung jederzeit zu widerrufen, und eine konkrete Angabe, wie das funktioniert – etwa per Abmeldelink in jeder E-Mail.

Für SMS-Marketing gelten dieselben Regeln, allerdings mit höheren Anforderungen an die Konkretheit des Einwilligungstexts. Wenn du die SMS-Aktion in einem Formular nutzt, zeigt ActiveCampaign automatisch einen SMS-Consent-Hinweis an – prüfe dessen Wortlaut auf Übereinstimmung mit deiner Datenschutzerklärung.

Rechtliche Anforderungen ändern sich, und die konkrete Ausgestaltung des Einwilligungstexts hängt vom Verwendungszweck der gesammelten Daten ab. Lass deinen Formulartext und die Datenschutzerklärung von einem Anwalt prüfen, der auf Datenschutzrecht spezialisiert ist – ein einmaliger Aufwand, der Rechtssicherheit schafft. Den technischen Teil, der für den Nachweis der Einwilligung benötigt wird, erledigt ActiveCampaign; den rechtlichen Teil verantwortest du selbst. Ausführlicher ist das Thema im Beitrag über Double Opt-in in ActiveCampaign beschrieben, der den gesamten Bestätigungsprozess und den DSGVO-Nachweis erklärt.

Wie du Formulare mit Automationen verbindest

Formulare entfalten ihren Nutzen erst dann vollständig, wenn sie Automationen starten. Ein Formular, das nur einen Kontakt anlegt und in eine Liste einträgt, ohne weitere Logik auszulösen, verschenkt den größten Teil seines Potenzials: Der Kontakt landet in der Datenbank, ohne eine personalisierte Folgekommunikation zu erhalten.

Der zuverlässigste Weg, eine Automation durch ein Formular auszulösen, ist der Trigger "Formular abgeschickt". Du wählst in der Automation-Konfiguration das spezifische Formular aus, auf das der Trigger reagieren soll. Der Vorteil gegenüber dem alternativ möglichen Trigger "Kontakt tritt einer Liste bei" liegt in der Präzision: Wenn Kontakte über verschiedene Wege in deine Liste gelangen – andere Formulare, manuelle Importe, API-Integrationen – reagiert der Listen-Trigger auf alle davon. Der Formular-Trigger reagiert ausschließlich auf das gewählte Formular, was unerwünschte Überschneidungen verhindert.

Wie Formulare und Automationen zusammenarbeiten

Ein typisches Szenario: Du hast ein Formular für den Download eines Praxis-Guides. Der Kontakt trägt sich ein, erhält das Double Opt-in und klickt auf den Bestätigungslink. Erst dann greift die Automation mit dem Trigger "Formular abgeschickt". Das ist das korrekte Verhalten, weil ActiveCampaign den Formular-Trigger erst nach der Bestätigung feuert, wenn Double Opt-in aktiv ist – du willst die Automation nicht für Adressen starten, die noch nicht bestätigt haben.

Die Automation kann nach dem Trigger mehrere Schritte enthalten:

  • Eine sofortige Willkommens-E-Mail mit dem versprochenen Inhalt oder einer Bestätigung der Anmeldung, damit der Kontakt weiß, dass der Eintrag funktioniert hat.
  • Eine Wartezeit von einigen Tagen, gefolgt von einer E-Mail mit weiterführenden Inhalten, die thematisch zum Formular passen – so nutzt du das Interesse, das der Kontakt durch das Ausfüllen signalisiert hat.
  • Eine "Wenn/Dann"-Bedingung, die prüft, ob der Kontakt einen weiteren Tag erhalten hat oder eine andere Seite besucht hat, und daraufhin verschiedene Pfade auslöst.

Tags, die du in der Formular-Konfiguration vergibst, sind dabei das Bindeglied zur Automation. Wenn "Quelle: Guide-Download" als Tag gesetzt wird, kannst du in der Automation auf diesen Tag prüfen und diejenigen Kontakte auf einem anderen Pfad weiterführen, die das Formular über einen spezifischen Kanal ausgefüllt haben. Der Beitrag zu Automation-Triggern in ActiveCampaign erklärt, welche Trigger-Typen es gibt und wann welcher der richtige ist.

Typische Fehler beim Formular-Setup und wie du sie vermeidest

Einige Probleme entstehen nicht beim Erstellen, sondern beim Einbetten oder bei der Verbindung mit Automationen. Andere sind Konfigurationsfehler, die erst Wochen später auffallen, wenn Kontakte falsch segmentiert sind oder Automationen nicht anlaufen.

Fehlende Aktionen verhindern die Automatisierung

Der häufigste Fehler ist ein Formular, dem keine Aktion zugewiesen ist oder das einer Liste zugeordnet ist, die in keiner Automation als Trigger verwendet wird. Das Formular sammelt Kontakte, aber kein weiterer Prozess greift. Prüfe nach dem Erstellen eines neuen Formulars immer: Welche Aktion löst es aus? Welche Automation reagiert darauf? Wenn die Antwort auf eine dieser Fragen "keine" ist, fehlt ein Schritt in deiner Konfiguration.

Wenn mehrere Formulare denselben Tag setzen

Wenn mehrere Formulare denselben Tag setzen – zum Beispiel "Lead: Website" unabhängig davon, welches Formular ausgefüllt wurde – verlierst du die Herkunftsinformation. Du kannst dann später nicht mehr unterscheiden, ob ein Kontakt sich über den Footer, eine Landing Page oder einen Blogbeitrag eingetragen hat. Vergib für jedes Formular einen eindeutigen Quell-Tag, der das Formular oder den Bereich identifiziert, auf dem es eingesetzt wird.

Deaktiviertes Double Opt-in lässt Automationen zu früh starten

Wenn du Double Opt-in deaktivierst und vergisst, die verknüpfte Automation entsprechend anzupassen, kann es passieren, dass Kontakte, die sich angemeldet, aber nie bestätigt haben, E-Mails erhalten. Das schadet der Zustellbarkeit, weil solche Adressen häufiger inaktiv sind oder den Spam-Ordner nutzen, und es entspricht nicht den DSGVO-Anforderungen für einwilligungsbasiertes Marketing. Wenn Double Opt-in aktiv ist und der Trigger "Formular abgeschickt" lautet, startet die Automation erst nach der Bestätigung – das ist das korrekte Verhalten.

Wie du den Einbettcode richtig einfügst

Der einfache Einbettcode muss als JavaScript eingebunden werden – nicht als HTML-Kommentar, nicht in ein falsches Container-Element. Wenn das Formular auf der Website nicht erscheint, prüfe als erstes die Browser-Konsole auf JavaScript-Fehler und dann, ob der Code vollständig und an der richtigen Stelle eingefügt wurde. Ein zweiter häufiger Fehler ist das Einbinden des vollständigen HTML-Codes anstelle des einfachen Codes: Änderungen am Formular in ActiveCampaign werden dann nicht automatisch übernommen, und du merkst es erst, wenn das Formular auf der Website nicht mehr zum aktuellen Stand passt.

Conversion-Tracking funktioniert nur mit einer eigenen Danke-Seite

Wenn du Formular-Einsendungen als Conversion in Google Analytics oder einem anderen Tracking-Tool messen willst, braucht jedes Formular eine eigene Danke-Seite. Die eingebaute Dankes-Nachricht im Formular selbst erzeugt keinen Seitenaufruf und lässt sich deshalb nicht als Zielseiten-Conversion tracken. Richte eine eigene URL ein – zum Beispiel "/danke/newsletter" – und trag sie als Weiterleitung in den Formular-Optionen ein.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen dem einfachen und dem vollständigen Einbettcode?

Der einfache Einbettcode ist ein JavaScript-Snippet, das das Formular beim Laden der Seite aus ActiveCampaign zieht. Änderungen, die du am Formular in ActiveCampaign vornimmst, werden automatisch auf deine Website übertragen. Der vollständige Code ist statisches HTML und CSS, das einmalig generiert wird: Änderungen müssen danach manuell nachgepflegt werden. Für die meisten Anwendungsfälle ist der einfache Code die richtige Wahl.

Kann ich dasselbe Formular auf mehreren Seiten einsetzen?

Ja. Der Einbettcode eines Formulars lässt sich auf beliebig vielen Seiten verwenden. Wenn du aber wissen willst, auf welcher Seite ein Kontakt das Formular ausgefüllt hat, reicht ein einziges Formular nicht aus. Erstelle für jede Seite ein eigenes Formular mit einem eindeutigen Quell-Tag, oder nutze versteckte Formularfelder, um die Seiten-URL beim Absenden automatisch als Kontaktfeld mitzuspeichern.

Kann ich mit Formularen Kontakte aktualisieren, die schon in meiner Liste sind?

Wenn ein Kontakt mit einer bereits vorhandenen E-Mail-Adresse ein Formular abschickt, erkennt ActiveCampaign diesen Kontakt und aktualisiert seinen Datensatz, anstatt einen Duplikat anzulegen. Neue Tags werden hinzugefügt, Listenzugehörigkeiten ergänzt. Felder, die bereits einen Wert enthalten, werden nur dann überschrieben, wenn der Kontakt im Formular einen anderen Wert eingibt.

Was tun, wenn Kontakte die Bestätigungs-E-Mail nicht erhalten?

Prüfe zunächst, ob der Kontakt in ActiveCampaign den Status "Ausstehend" hat – das zeigt an, dass die Bestätigung noch nicht erfolgt ist. Häufige Ursachen für ausbleibende Bestätigungs-E-Mails sind Spam-Filter auf Empfängerseite, eine fehlende Sender-Domain-Konfiguration in ActiveCampaign oder ein nicht authentifizierter Absendername. Richte eine eigene Absender-Domain ein und prüfe in ActiveCampaigns E-Mail-Protokoll, ob die Bestätigungsmail überhaupt ausgeliefert wurde.

Ab welchem Plan sind benutzerdefinierte Objekte in Formularen verfügbar?

Benutzerdefinierte Objekte sind in ActiveCampaign nicht in allen Tarifen verfügbar; sie stehen ab dem Professional-Plan zur Verfügung und erlauben eigene Datenstrukturen, die mit Kontakten verknüpft werden. Account-Felder, die Unternehmensdaten am Firmen-Datensatz speichern, sind ab dem Plus-Plan nutzbar. Im Lite-Plan stehen ausschließlich Standard-Kontaktfelder und benutzerdefinierte Kontaktfelder zur Verfügung. Prüfe die aktuelle Plan-Übersicht direkt in ActiveCampaign, da Änderungen der Tarifstufen vorbehalten sind.

Formulare sind der Eintrittspunkt in dein gesamtes Automatisierungs- und Segmentierungssystem. Ein sauber aufgesetztes Formular – mit klaren Aktionen, einem eindeutigen Tag-Schema und dem passenden Automations-Trigger – legt die Grundlage für jeden weiteren Schritt in der Kontaktstrecke. Wer beim professionellen Aufbau von ActiveCampaign Unterstützung sucht, findet bei Advertal Beratung und Umsetzung als offizieller Partner.

Tom Wenk, Gründer der Advertal GmbH

Kostenloses Erstgespräch

Du weißt jetzt, wie es geht. Sollen wir dir bei der Umsetzung helfen?

Zwanzig Minuten, ohne Verkaufsgespräch: Wir schauen gemeinsam auf dein Marketing – was schon trägt, was liegen geblieben ist und was sich automatisieren lässt. Du hast danach drei konkrete nächste Schritte. Ob du ActiveCampaign schon nutzt oder noch nach dem passenden Werkzeug suchst: Wir richten es so ein, dass es zu deinem Unternehmen passt – und zeigen deinem Team, wie es damit weiterarbeitet.

Jetzt kennenlernen

Kostenlos und unverbindlich · Offizieller ActiveCampaign-Partner · über 200 Unternehmen im Advertal Partner-Netzwerk