ActiveCampaign-Formulare erstellst du über Website → Formulare → Erstellen. Du wählst einen der vier Formulartypen, konfigurierst Felder und Aktionen – Zur Liste hinzufügen, Tag setzen, Deal erstellen – und bindest das Formular per Embed-Code in deine Website ein. Double Opt-in aktivierst du je Formular und Liste separat; eine globale Einstellung gibt es nicht.
Hier geht es um Gestaltung und Platzierung. Das ganze Thema einschließlich Lead-Generierung behandelt der vollständigen Guide zu ActiveCampaign-Formularen.
Das Wichtigste in Kürze
- ActiveCampaign bietet vier Formulartypen: Inline, Floating Box, Pop-up/Modal und Floating Bar – jeder Typ hat andere Stärken und Einschränkungen.
- Aktionen wie „Zur Liste hinzufügen“, „Tag setzen“ und „Deal erstellen“ lassen sich kombinieren und steuern, was nach dem Absenden passiert.
- Double Opt-in muss je Formular unter dem Reiter Aktionen aktiviert werden – es ist keine globale Einstellung und wird nicht automatisch erzwungen.
- Die DSGVO-Einwilligung richtest du als Checkbox-Pflichtfeld im Formular-Editor ein; ohne aktivierte Checkbox lässt sich das Formular dann nicht absenden.
- Starte mit wenigen Feldern und ergänze Kontaktdaten später über Progressive Profiling – das hält die Einstiegshürde niedrig.
Welche vier Formulartypen ActiveCampaign bietet – und wann welcher passt
Bevor du ein Formular baust, lohnt sich eine Minute Planung: Welcher Typ passt zu Platzierung und Ziel? ActiveCampaign unterscheidet vier Varianten, die sich in Verhalten, Sichtbarkeit und Anpassungstiefe unterscheiden.
Inline-Formular: die erste Wahl für Landing Pages und Blogartikel
Das Inline-Formular wird fest in den Seiteninhalt eingebettet. Es ist immer sichtbar, stört den Lesefluss nicht und eignet sich besonders für Landing Pages, Danke-Seiten und das Ende langer Blogartikel, wo Lesende bereits Vertrauen gefasst haben. Layout-Optionen wie einspaltig oder zweispaltig stehen hier zur Verfügung. Im DACH-Raum ist das Inline-Formular der meistgenutzte Typ, weil es keine Unterbrechung erzeugt und sich nahtlos in den Seitenaufbau einfügt.
Floating Box: aufmerksamkeitsstark, aber dosiert einsetzen
Die Floating Box erscheint in einer Ecke des Bildschirms und bleibt beim Scrollen sichtbar. Sie tritt in den Vordergrund, ohne den gesamten Inhalt zu überdecken – ein Mittelweg zwischen dezent und auffällig. Bewährt hat sie sich für Leadmagnete, die du auf einer Content-Seite präsentieren willst, ohne eine vollständige Landing Page zu bauen. Wird sie zu früh ausgelöst, stört sie; eine Verzögerung von 20 bis 30 Sekunden oder eine Scroll-Tiefe als Trigger sorgen für eine bessere Nutzererfahrung.
Pop-up / Modal: maximale Aufmerksamkeit, wenn der Moment stimmt
Pop-ups überlagern den Seiteninhalt und verlangen eine aktive Reaktion. Das ist aufdringlich, wenn falsch eingesetzt, aber wirkungsvoll, wenn der Trigger stimmt. Gebräuchliche Auslöser sind Exit-Intent (Mausbewegung Richtung Tab-Leiste), ein bestimmter Scroll-Anteil oder eine Verweildauer. Im DACH-Markt reagieren Nutzende empfindlicher auf Pop-ups als in anderen Märkten; ein klares Nutzenversprechen und eine gut sichtbare Schließen-Option reduzieren Absprünge. Für modale Formulare stehen in ActiveCampaign ebenfalls Layout-Optionen zur Verfügung.
Floating Bar: dezent und dauerhaft präsent
Die Floating Bar liegt als schmaler Streifen am oberen oder unteren Bildschirmrand und bleibt beim Scrollen fixiert. Sie eignet sich für einfache Anmeldungen mit wenigen Feldern, wo die Hürde niedrig sein soll. Für Floating Bars gibt es in ActiveCampaign keine separaten Layout-Optionen – das Formular wird immer einzeilig dargestellt. Auf mobilen Geräten nimmt die Bar verhältnismäßig viel Platz ein; prüfe daher, ob du sie auf Mobilgeräten ausblendest oder durch eine kompaktere Variante ersetzt.
So erstellst du ein ActiveCampaign-Formular – Schritt für Schritt
Der folgende Block führt dich durch die vollständige Einrichtung eines Inline-Formulars für eine Newsletter-Anmeldung. Die Grundstruktur gilt für alle Formulartypen; wo sich Typen unterscheiden, ist es vermerkt.
Grundeinrichtung und Formulartyp wählen
- Öffne in deinem ActiveCampaign-Account den Bereich Website → Formulare.
- Klicke oben rechts auf Erstellen.
- Vergib einen internen Namen, der Platzierung und Zweck beschreibt – zum Beispiel „Newsletter-Anmeldung Blogartikel“ statt „Formular 1“. Dieser Name erscheint nicht für Nutzende, hilft dir aber bei der Pflege mehrerer Formulare.
- Wähle den Formulartyp. Für den Start empfiehlt sich Inline, weil es am flexibelsten einzubinden ist und alle Layout-Optionen bietet.
- Wähle ein Layout – einspaltig ist für kurze Formulare übersichtlicher, zweispaltig spart vertikalen Platz bei mehreren Feldern.
Formularfelder auswählen und konfigurieren
Im Formular-Editor ziehst du Felder aus der linken Seitenleiste in das Formular. Standardfelder (E-Mail, Vorname, Nachname) sind bereits vorhanden; Custom Fields, die du im Account unter Kontakte → Felder verwalten angelegt hast, erscheinen ebenfalls in der Liste.
- Entferne alle Felder, die du für diesen Zweck nicht brauchst. Weniger Felder bedeuten eine niedrigere Einstiegshürde.
- Für eine Newsletter-Anmeldung reichen in der Regel E-Mail-Adresse als Pflichtfeld und Vorname für die spätere Personalisierung.
- Für B2B-Formulare, bei denen du Kontakte qualifizieren willst, kannst du ein Dropdown für Unternehmensgröße oder Branche ergänzen – aber erst, nachdem du das Basisformular erfolgreich getestet hast.
- Klicke auf jedes Feld im Editor, um Feldname, Platzhaltertext und Pflichtfeld-Status anzupassen.
Für die DSGVO-Einwilligung fügst du ein Checkbox-Feld ein. Den Einwilligungstext gibst du direkt im Feld-Editor ein. Aktiviere das Feld als Pflichtfeld, damit das Formular ohne aktivierte Checkbox nicht abgesendet werden kann.
Aktionen festlegen – was nach dem Absenden passiert
Der Reiter Aktionen im Formular-Editor ist der wichtigste Schritt, den viele überspringen oder halbherzig ausfüllen. Hier definierst du, was ActiveCampaign mit dem Kontakt macht, sobald er das Formular absendet.
- Wähle Zur Liste hinzufügen und wähle deine Zielliste. Hier findest du auch den Toggle für Double Opt-in – aktiviere ihn, damit neue Kontakte eine Bestätigungs-E-Mail erhalten.
- Ergänze Tag setzen mit einem Quellen-Tag, zum Beispiel „Quelle: Blogartikel-Formulare“. Diesen Tag nutzt du später für die Segmentierung und Auswertung.
- Optional: Füge Deal erstellen hinzu, wenn das Formular in einem Vertriebsprozess liegt – etwa bei einer Demo-Anfrage. Der Deal landet direkt in der gewählten Pipeline.
- Wechsle zum Reiter Integrationen, um den Embed-Code für deine Website zu kopieren.
Kombination lohnt sich: Ein Formular, das gleichzeitig zur Liste hinzufügt, einen Quellen-Tag setzt und eine Automation startet, gibt dir volle Transparenz ohne manuellen Aufwand. Die Automation, die nach der Formularanmeldung greift, richtest du separat im Automation-Builder ein.
DSGVO-konforme Formulare: Double Opt-in, Einwilligung und Datenschutzhinweis
Im DACH-Raum ist Double Opt-in faktischer Standard für E-Mail-Marketing-Listen. ActiveCampaign aktiviert es nicht global, sondern je Formular und Liste separat. Das ist wichtig zu wissen, weil ein vergessener Toggle dazu führt, dass neue Kontakte ohne Bestätigung in deine Liste aufgenommen werden.
Double Opt-in aktivieren und die Bestätigungs-E-Mail anpassen
Im Reiter Aktionen findest du unter der gewählten Liste den Toggle für Double Opt-in. Ist er aktiv, sendet ActiveCampaign nach dem Absenden automatisch eine Bestätigungs-E-Mail. Der Kontakt landet erst nach dem Klick auf den Bestätigungslink im Status „Aktiv“ in deiner Liste; solange er nicht bestätigt hat, bleibt er im Status „Unbestätigt“ und erhält keine Marketing-E-Mails.
Die Bestätigungs-E-Mail kannst du unter Listen → deine Liste → Einstellungen → Double Opt-in anpassen: Betreff, Absender, Linktext des Bestätigungsbuttons. Pass den Text an deine Markensprache an – die englischsprachige Standard-E-Mail wirkt bei einem deutschsprachigen Publikum unprofessionell.
DSGVO-Einwilligung als Checkbox-Pflichtfeld
Die Einwilligungs-Checkbox ist keine bloße Formsache. ActiveCampaign protokolliert den Zeitstempel der Formularabsendung – dieser gilt in der Praxis als Nachweis dafür, dass die Einwilligung erteilt wurde, sofern der Einwilligungstext im Formular klar formuliert ist. Ein datenschutzrechtlich belastbarer Text nennt den Verarbeitungszweck, das Unternehmen, das die Daten verarbeitet, und enthält den Link zur Datenschutzerklärung. Lass den genauen Wortlaut von einer auf Datenschutzrecht spezialisierten Person prüfen – die Anforderungen können sich durch Gerichtsentscheidungen ändern.
Datenschutzhinweis unterhalb des Formulars
Ergänzend zur Checkbox hilft ein kurzer Hinweis direkt unter dem Formular, der transparent macht, was du mit den Daten machst: Häufigkeit und Art der E-Mails sowie der Hinweis, dass eine Abmeldung jederzeit möglich ist. Dieser Text erscheint nicht im ActiveCampaign-Formular selbst, sondern im umgebenden Seiteninhalt – du fügst ihn direkt in dein CMS ein. Zwei Sätze reichen; mehr lenkt von der Kernaussage des Formulars ab.
Formular-Design und Platzierung: Wo Formulare konvertieren
Das Design deines Formulars bearbeitest du im Reiter Design des Formular-Editors. Du kannst Hintergrundfarbe, Schriftart, Button-Farbe und Button-Text ändern. Eigene CSS-Klassen oder IDs lassen sich über die Design-Einstellungen nicht einfügen; für tief greifende Anpassungen nutzt du den „Full Embed“-Code und dein eigenes Stylesheet.
Button-Text als Conversion-Hebel
Der Button-Text ist die einzige Kopie, die jeder Nutzende liest, der das Formular überhaupt sieht. „Absenden“ beschreibt eine Aktion; „Wöchentliche Marketing-Tipps erhalten“ beschreibt einen Nutzen. Formuliere den Button-Text aus der Perspektive dessen, was der Nutzende bekommt, nicht was er tut. ActiveCampaign erlaubt mehrzeilige Button-Texte, aber in der Praxis passen mehr als zwei Zeilen nicht sauber in den Button.
Platzierung nach Leseverhalten
Wo ein Formular auf der Seite sitzt, bestimmt, welche Nutzenden es sehen und wie aufnahmebereit sie sind. Drei Positionen haben sich in der Praxis besonders bewährt:
- Am Ende eines Blogartikels, wenn Lesende den Inhalt als hilfreich bewertet haben und bereit sind, mehr davon zu wollen.
- Auf einer dedizierten Landing Page, die nur dieses eine Ziel verfolgt – kein Navigationsmenü, kein konkurrierender Call-to-Action.
- Als Floating Box mit Scroll-Trigger bei 60 bis 70 Prozent der Seite, wenn kein Platz im Inhaltsbereich vorhanden ist.
Pop-ups direkt beim Seitenaufruf ohne Verzögerung schneiden in der Praxis schlechter ab als verzögerte Varianten, weil Nutzende zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, ob der Inhalt der Seite für sie relevant ist.
Mobile Formulare
ActiveCampaign-Formulare sind responsiv und werden auf mobilen Geräten einspaltiger dargestellt. Prüfe nach der Einbindung auf einem Mobilgerät, ob Felder und Button groß genug sind, um sie treffsicher zu tippen, und ob die Floating Bar nicht so viel Platz einnimmt, dass sie den Lesefluss blockiert. Auf engen Screens empfiehlt sich ein Formular mit maximal drei Feldern; längere Formulare bindest du besser auf einer separaten Landing Page ein.
Typische Fehler beim Erstellen von ActiveCampaign-Formularen
Im Advertal-Netzwerk begegnen uns bei der Betreuung von Accounts immer wieder dieselben Konstruktionsfehler. Die folgenden Punkte nennen Ursache und konkretes Gegenmittel.
Zu viele Felder für den Kontext
Ursache: Der Wunsch, möglichst viele Daten auf einmal zu sammeln, führt zu Formularen mit sechs oder mehr Feldern. Das ist bei High-Touch-Anfragen wie einer Demo-Buchung vertretbar, nicht aber bei einem Leadmagneten, den Nutzende spontan herunterladen wollen.
Gegenmittel: Starte mit E-Mail und Vorname. Ergänze weitere Daten über Progressive Profiling – also indem du bei Folgekontakten in einer Willkommenssequenz schrittweise weitere Informationen abfragst.
Double Opt-in vergessen oder falsch konfiguriert
Ursache: ActiveCampaign aktiviert Double Opt-in nicht global. Wer ein neues Formular erstellt, ohne den Reiter Aktionen vollständig zu prüfen, baut manchmal Single Opt-in, ohne es zu merken.
Gegenmittel: Teste jedes neue Formular mit einer eigenen E-Mail-Adresse. Prüfe, ob du eine Bestätigungs-E-Mail erhältst, und schaue im Account nach, ob der Kontakt zunächst im Status „Unbestätigt“ landet und nach dem Klick auf „Aktiv“ wechselt.
Kein Quellen-Tag gesetzt
Ursache: Viele Formulare fügen Kontakte zur Liste hinzu, setzen aber keinen Tag für die Quelle. Wenn sechs Formulare in eine Liste einspeisen, ist später nicht mehr nachvollziehbar, woher ein Kontakt stammt.
Gegenmittel: Setze bei jedem Formular einen Quellen-Tag, zum Beispiel „Quelle: Blogartikel-Formulare-Guide“. Du kannst diesen Tag in Automationen und Segmenten filtern und hast dauerhaft Klarheit über die Herkunft deiner Kontakte.
Kein Follow-up nach der Anmeldung
Ursache: Das Formular sammelt Kontakte, aber danach passiert nichts. Kein Willkommens-E-Mail, keine Automation, kein nächster Schritt. Einige Wochen später erinnern sich diese Kontakte nicht mehr, wo sie sich angemeldet haben.
Gegenmittel: Jede Liste, die ein Formular beliefert, sollte an eine Willkommens-Automation angebunden sein. Die Automation startet über den Eintrittspunkt „Zur Liste hinzugefügt“ oder über den Quellen-Tag, den das Formular setzt. Mindestinhalt: ein Willkommens-E-Mail mit dem versprochenen Leadmagneten oder einem klaren nächsten Schritt.
Einwilligungs-Checkbox nicht als Pflichtfeld konfiguriert
Ursache: Die Checkbox ist im Formular sichtbar, aber als optionales Feld konfiguriert. Das Formular lässt sich ohne Häkchen absenden.
Gegenmittel: Klicke auf das Checkbox-Feld im Formular-Editor und aktiviere die Option „Pflichtfeld“. Teste danach, ob das Formular tatsächlich blockiert wird, wenn die Checkbox leer bleibt.
Formular-Performance messen und weiterentwickeln
ActiveCampaign zeigt in der Formularliste grundlegende Metriken: Eindrücke und Einsendungen. Diese Daten reichen für eine erste Einschätzung. Für tiefere Analysen kombinierst du ActiveCampaign mit Google Analytics 4 oder einem ähnlichen Webanalyse-Tool, das dir zeigt, welche Seiten und Traffic-Quellen die Einsendungen erzeugen.
Was du aus den nativen Statistiken abliest
Das Verhältnis von Eindrücken zu Einsendungen zeigt dir, ob ein Formular grundsätzlich funktioniert. Niedrige Werte bei hohen Eindrücken deuten auf ein Problem mit Inhalt, Design oder Platzierung hin – nicht unbedingt auf fehlendes Interesse am Angebot. Ein Formular mit wenigen Einsendungen pro Woche ist erst dann aussagekräftig, wenn du Daten über mehrere Wochen gesammelt hast; Einzelwochenergebnisse spiegeln zu stark Zufallseffekte wider.
A/B-Varianten ohne integriertes Test-Tool
ActiveCampaign bietet keine integrierte A/B-Test-Funktion für Formulare. Der pragmatische Weg: Erstelle zwei Formular-Varianten und binde sie abwechselnd auf der gleichen Seite ein – je eine Woche je Variante unter vergleichbaren Bedingungen. Variiere dabei immer nur eine Variable, zum Beispiel den Button-Text oder die Anzahl der Felder. Wechselst du zu viel auf einmal, weißt du nicht, was den Unterschied gemacht hat. Einen strukturierten Ansatz für A/B-Tests bei Opt-in-Formularen findest du in einem eigenen Beitrag.
Progressive Profiling als Ergänzung zur einmaligen Abfrage
Progressive Profiling bedeutet, dass du Kontakten über mehrere Touchpoints hinweg schrittweise zusätzliche Fragen stellst. In ActiveCampaign kannst du Felder in E-Mails oder auf Update-Seiten einbauen, die Kontakte nach weiteren Informationen fragen – zum Beispiel nach der Branche oder dem Thema, das sie am meisten interessiert. So bleibt das Einstiegsformular kurz, und dein Kontaktdatensatz wird im Laufe der Beziehung vollständiger, ohne dass du jemanden mit einem langen Formular abschreckst.
Häufige Fragen
Kann ich ein ActiveCampaign-Formular in WordPress einbinden?
Ja. ActiveCampaign bietet ein offizielles WordPress-Plugin, das du nach der Installation mit deinem Account verbindest. Du kannst Formulare dann als Gutenberg-Block oder per Shortcode in Beiträge und Seiten einfügen. Änderungen am Formular in ActiveCampaign übernimmt das Plugin automatisch, weil es das Formular live lädt statt einen Snapshot einzubetten. Für andere CMS wie Webflow oder Squarespace nutzt du den JavaScript-Embed-Code aus dem Reiter Integrationen im Formular-Editor.
Wie aktiviere ich Double Opt-in für ein bestehendes Formular?
Öffne das Formular im Editor und wechsle zum Reiter Aktionen. Unter der Aktion „Zur Liste hinzufügen“ findest du den Toggle für Double Opt-in. Aktiviere ihn und speichere das Formular. Bestehende Kontakte in der Liste sind davon nicht betroffen; nur neue Einsendungen durchlaufen ab sofort den Bestätigungsschritt. Die Bestätigungs-E-Mail passt du unter Listen → deine Liste → Einstellungen → Double Opt-in an.
Was passiert mit Kontakten, die den Bestätigungslink nicht klicken?
Der Kontakt bleibt im Status „Unbestätigt“ und erhält keine Marketing-E-Mails. Er erscheint im Account, wird aber von Kampagnen ausgeschlossen. Du kannst unbestätigte Kontakte in ActiveCampaign filtern und manuell löschen oder eine Erinnerungs-Automation aufbauen, die nach einigen Tagen eine zweite Bestätigungs-E-Mail sendet. Eine zu aggressive Erinnerungsstrategie wirkt aufdringlich und liefert keine qualifizierteren Leads.
Kann ich dasselbe Formular auf mehreren Seiten einbinden?
Ja, der Embed-Code eines Formulars funktioniert auf beliebig vielen Seiten. Wenn du unterschiedliche Quellen nachverfolgen willst – zum Beispiel ob sich ein Kontakt auf der Startseite oder in einem Blogartikel angemeldet hat – erstelle separate Formulare mit unterschiedlichen Quellen-Tags. So siehst du in der Kontakthistorie und in Segmenten, wo die Anmeldung stattgefunden hat.
Welche benutzerdefinierten Feldtypen stehen im Formular zur Verfügung?
Custom Fields, die du unter Kontakte → Felder verwalten angelegt hast, stehen im Formular-Editor zur Verfügung. Du kannst sie als Text, Textarea, Dropdown, Checkbox, Radio-Button, Datum oder verstecktes Feld konfigurieren. Versteckte Felder eignen sich, um beim Absenden automatisch einen Wert zu setzen – zum Beispiel den Namen der Kampagne oder die URL der Seite, auf der das Formular ausgefüllt wurde. Diese Werte landen dann direkt im Kontaktdatensatz und stehen für Segmentierung und Automationen zur Verfügung.
Was ist der Unterschied zwischen Simple Embed und Full Embed?
ActiveCampaign bietet im Reiter Integrationen zwei Einbindungsoptionen. Simple Embed lädt das Formular per JavaScript dynamisch nach; Änderungen, die du in ActiveCampaign vornimmst, erscheinen automatisch auf der Website ohne weiteren Eingriff. Full Embed gibt dir den vollständigen HTML-Code des Formulars, sodass du eigenes CSS anwenden kannst – aber bei Änderungen in ActiveCampaign musst du den Code manuell neu kopieren und einbinden. Für die meisten Einsatzfälle ist Simple Embed die praktischere Wahl.
Wer ActiveCampaign-Formulare nicht nur technisch einrichten, sondern den Bestätigungsprozess rechtssicher und benutzerfreundlich gestalten will, findet in der Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Double Opt-in in ActiveCampaign eine gezielte Vertiefung – dort geht es um die vollständige Konfiguration inklusive der Bestätigungs-E-Mail und der Listeneinstellungen.


