ActiveCampaign bringt zwei vorgefertigte Automationen mit, die Kontakte automatisch nach ihrem Engagement einordnen: Part 1 setzt und entfernt Tags wie "Engaged" oder "Inactive", Part 2 löst diesen Prozess bei jeder Interaktion aus. Zusammen liefern sie eine laufende Übersicht darüber, wer wirklich aktiv ist – ohne manuelle Arbeit an der Liste. Mailbox-Provider nutzen genau diese Signale für die Inbox-Entscheidung.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Engagement-Tagging-Automationen werten nur zukünftige Interaktionen aus; das Aktivierungsdatum dokumentieren, weil ältere Daten nicht rückwirkend eingerechnet werden.
- Apple Mail Privacy Protection bläht Öffnungsraten künstlich auf – Klick- und Website-Tracking sind heute die verlässlicheren Engagement-Signale.
- Die Standard-Zeitintervalle von ActiveCampaign passen nicht für jede Branche; B2B-Kontakte brauchen längere Fristen als E-Commerce-Käufer.
- Kontakte mit dem Tag "Disengaged" erst mit einer Re-Engagement-Sequenz ansprechen, bevor du sie auslistest.
- Site Tracking erfordert im DACH-Raum eine Cookie-Einwilligung; ohne sie fehlt ein wesentlicher Engagement-Kanal und die Datenbasis ist verzerrt.
Warum Engagement-Signale über deine Inbox-Platzierung entscheiden
Mailbox-Provider wie Gmail, Outlook, GMX, WEB.DE und T-Online verwenden das Verhalten deiner Empfänger als zentrales Rankingsignal. Wenn viele deiner Kontakte E-Mails ungeöffnet lassen, sie in den Papierkorb verschieben oder als Spam markieren, sinkt die Reputation deiner Versand-Domain. Die Folge: Zukünftige E-Mails landen auch bei aktiven, engagierten Kontakten seltener im Posteingang – eine Negativspirale, die sich selbst verstärkt.
Besonders die deutschen Anbieter GMX, WEB.DE und T-Online reagieren empfindlich auf niedrige Engagement-Raten. Sie betreiben eigene Filterlisten und Reputationssysteme, die schneller greifen als bei US-amerikanischen Providern. Ein hoher Anteil inaktiver Empfänger schadet der gesamten Domain-Reputation – nicht nur den Versendungen an diese Kontakte selbst, sondern auch den E-Mails an diejenigen, die jeden Newsletter sofort öffnen. Mehr zu den technischen Hintergründen erklärt der Beitrag über die Domain-Reputation im E-Mail-Marketing.
Das Gegenmodell: Du sendest gezielt an Kontakte, die tatsächlich interagieren. Das hält Öffnungs- und Klickraten hoch, signalisiert den Providern Relevanz und verbessert die Inbox-Platzierung messbar. Engagement Tracking ist das Werkzeug, das diesen Kreislauf automatisiert.
Die zwei Automationen: Wie Part 1 und Part 2 zusammenarbeiten
ActiveCampaign stellt zwei Automation-Vorlagen bereit, die als System funktionieren. Keiner der beiden Parts läuft sinnvoll allein – sie referenzieren sich gegenseitig und brauchen deshalb beide aktiviert zu sein, bevor die Daten brauchbar werden.
Part 1 – Engagement Status: Tags setzen und aktualisieren
Part 1 hat keinen automatischen Starttrigger. Du fügst bestehende Kontakte beim ersten Setup manuell per Bulk-Aktion ein; neue Kontakte kommen über Part 2 in den Prozess. Die Automation durchläuft dann Warteperioden – standardmäßig 7, 30 und 60 Tage – und prüft jeweils, ob der Kontakt in dieser Zeit aktiv war. Je nach Ergebnis werden Tags gesetzt oder gewechselt: vom hochaktiven "Recent Activity" über "Engaged" und "Disengaged" bis zu "Inactive".
Wichtig: Part 1 wertet ausschließlich Interaktionen aus, die nach dem Aktivierungsdatum der Automation stattgefunden haben. Wer sechs Monate vor dem Setup regelmäßig geklickt hat, startet ohne diese History und wird zunächst nicht als "Engaged" erkannt.
Part 2 – Aktivitäts-Trigger: Interaktionen an Part 1 melden
Part 2 ist der Melder im System. Er startet, sobald ein Kontakt eine E-Mail öffnet, auf einen Link klickt oder deine Website besucht. Sobald er feuert, löst er zwei Schritte aus: Er zieht den Kontakt aus dem laufenden Durchlauf von Part 1 heraus und setzt ihn am Anfang von Part 1 neu ein. Dadurch wird der Engagement-Status sofort aktualisiert, und der Kontakt erhält wieder den Tag "Engaged" bzw. "Recent Activity".
Part 2 kann mehrfach für denselben Kontakt ausgeführt werden – ein Kontakt, der täglich klickt, wird täglich durch den Reset-Prozess geschickt und bleibt dauerhaft im aktiven Status.
Die vier Tags im Überblick
Tag | Standardintervall | Bedeutung | Empfohlene Nutzung |
|---|---|---|---|
Recent Activity | Letzte 7 Tage aktiv | Hochaktiver Kontakt | Priorität für Launch-E-Mails und Kampagnen mit Zeitdruck |
Engaged | Letzte 30 Tage aktiv | Aktiver Kontakt | Reguläre Newsletter und alle Standardkampagnen |
Disengaged | 60 Tage keine Aktivität | Abkühlendes Interesse | Re-Engagement-Sequenz starten, aus wichtigen Kampagnen herausnehmen |
Inactive | 120 Tage keine Aktivität | Keine Reaktion | Aus allen regulären Kampagnen ausschließen, Sunset-Entscheidung treffen |
Apple Mail Privacy Protection und wie du das Setup anpasst
Seit iOS 15 lädt Apple die E-Mail-Inhalte seiner Nutzer vorab auf eigene Proxy-Server – unabhängig davon, ob der Empfänger die E-Mail wirklich geöffnet hat. Das Tracking-Pixel feuert, obwohl niemand gelesen hat. Wer einen nennenswerten Anteil Apple-Nutzer in seiner Liste hat, sieht dadurch Öffnungsraten, die deutlich über dem realen Wert liegen. Das betrifft in deutschsprachigen Märkten typischerweise einen erheblichen Teil der Empfänger, weil iPhone und iPad weit verbreitet sind.
Für das Engagement Tracking bedeutet das: Öffnungen allein sind kein zuverlässiges Aktivitätssignal mehr. ActiveCampaign erlaubt in Part 2 die Kombination mehrerer Trigger – E-Mail geöffnet, Link geklickt und Website besucht. Klick-Tracking und Website-Besuche feuern nur bei echter menschlicher Interaktion und sind deshalb das robustere Signal. Wer Part 2 ausschließlich auf "E-Mail geöffnet" aufbaut, riskiert, Apple-Mail-Nutzer systematisch als aktiver einzustufen, als sie tatsächlich sind.
Stelle beim Setup sicher, dass alle drei Trigger in Part 2 aktiv sind. Wenn du anschließend siehst, dass Klickraten deutlich unter dem liegen, was die Öffnungsrate vermuten lässt, ist das ein Indikator für einen hohen Apple-MPP-Anteil in deiner Liste – und ein Grund, den Engagement-Schwellwert eher am Klick-Signal zu orientieren.
So richtest du die Engagement-Tagging-Automationen ein
Das Setup besteht aus drei Schritten: Site Tracking aktivieren, Part 1 einrichten und Part 2 einrichten. Alle drei hängen voneinander ab; fehlende Schritte führen zu unvollständigen Daten.
Vorbereitung: Site Tracking aktivieren
- Gehe in ActiveCampaign zu Einstellungen → Tracking.
- Kopiere den Site Tracking Code (ein JavaScript-Snippet).
- Füge das Snippet vor dem schließenden Body-Tag deiner Website ein – entweder direkt im Template oder über ein Tag-Management-System.
- Teste die Installation: Rufe deine Website in einem Browser auf, in dem du als bekannter AC-Kontakt über einen E-Mail-Link angekommen bist, und prüfe in ActiveCampaign unter dem Kontaktprofil, ob der Website-Besuch protokolliert wurde.
- DSGVO-Hinweis: Das Site-Tracking-Snippet setzt einen Cookie. Im DACH-Raum muss dein Consent-Management-System das Snippet blockieren, bis der Besucher eingewilligt hat. Ohne diese Absicherung riskierst du eine unzulässige Datenerhebung – und verlierst gleichzeitig die Daten derjenigen, die ablehnen.
Part 1 aktivieren
- Gehe zu Automationen → Automation erstellen.
- Wähle die Vorlage "Engagement Tagging Part 1" aus dem Vorlagen-Katalog von ActiveCampaign.
- Überprüfe die voreingestellten Zeitintervalle und passe sie an deine Versandfrequenz und Branche an (die Tabelle weiter unten zeigt Richtwerte).
- Notiere das Aktivierungsdatum in den Automation-Notizen oder in deiner Prozessdokumentation. Dieses Datum ist später der Referenzpunkt für alle Engagement-Auswertungen.
- Setze die Automation auf Aktiv.
- Füge bestehende Kontakte per Bulk-Aktion ein: Wähle das Segment deiner aktiven Liste aus und starte sie manuell in Part 1.
Part 2 aktivieren
- Gehe zurück zu Automationen → Automation erstellen.
- Wähle die Vorlage "Engagement Tagging Part 2".
- Stelle sicher, dass alle drei Trigger aktiv sind: E-Mail geöffnet, Link geklickt, Website besucht.
- Setze auch diese Automation auf Aktiv.
- Prüfe das Setup mit einem eigenen Test-Klick: Öffne eine deiner AC-E-Mails und klicke auf einen Link. Danach solltest du im Kontaktprofil sehen, dass Part 2 ausgelöst wurde und dein Kontakt in Part 1 zurückgesetzt wurde.
Zeitintervalle nach Branche und Versandfrequenz anpassen
Die Standard-Einstellungen sind ein sinnvoller Ausgangspunkt für Unternehmen, die zwei bis dreimal pro Monat versenden. Wer häufiger oder seltener sendet, braucht andere Schwellwerte. Faustregel: Je häufiger du sendest, desto kürzer die Intervalle. Wer alle zwei Wochen einen Newsletter schickt, sollte 120 Tage Inaktivität anders gewichten als jemand, der täglich sendet.
Branche / Modell | Recent Activity | Engaged | Disengaged | Inactive |
|---|---|---|---|---|
E-Commerce (hochfrequent) | 3–5 Tage | 14 Tage | 30 Tage | 60 Tage |
B2C Newsletter (wöchentlich) | 7 Tage | 30 Tage | 60 Tage | 120 Tage |
B2B / Beratung (monatlich) | 14 Tage | 45 Tage | 90 Tage | 180 Tage |
SaaS / Onboarding-Sequenz | 3 Tage | 21 Tage | 45 Tage | 90 Tage |
Diese Werte sind Ausgangspunkte. Prüfe nach vier bis sechs Wochen, wie viele Kontakte in jedem Segment landen, und justiere, wenn ein Segment überproportional groß oder klein ist.
Re-Engagement und Sunset Policy
Engagement-Daten allein verändern nichts. Die entscheidenden Schritte kommen danach: eine strukturierte Reaktivierungssequenz für Kontakte mit dem Tag "Disengaged" und eine klare Regel für den Umgang mit Kontakten, die nach der Sequenz nicht reagiert haben.
Die drei-E-Mail-Sequenz für Disengaged-Kontakte
Richte eine Automation ein, die startet, sobald ein Kontakt das Tag "Disengaged" erhält. Das Ziel dieser Sequenz ist nicht, etwas zu verkaufen, sondern herauszufinden, ob Interesse noch besteht. Drei E-Mails reichen dafür; mehr erhöhen das Risiko einer Spam-Markierung, ohne die Reaktionsquote nennenswert zu steigern.
- E-Mail 1 – Relevanz-Test (Tag 1): Schicke einen besonders nützlichen Inhalt aus deinem Bereich – keinen Rabatt, keinen Druck. Der Betreff macht neugierig, ohne zu fordern. Wichtig: Klick-Tracking auf alle Links aktivieren. Wer klickt, erhält automatisch wieder das Tag "Engaged" über Part 2 und verlässt die Sequenz.
- E-Mail 2 – Präferenzen abfragen (Tag 7): Frage mit einfachen Klick-Links ab, was den Kontakt wirklich interessiert – zum Beispiel: "Ich möchte seltener E-Mails erhalten" / "Schick mir nur Angebote" / "Ich möchte weiter alle Inhalte". Das senkt Abmeldungen und liefert gleichzeitig Segmentierungsdaten für zukünftige Kampagnen.
- E-Mail 3 – Klare Abfrage (Tag 14): "Sollen wir dich weiter anschreiben?" – mit einem expliziten Bestätigungs-Link. Wer auf diesen Link klickt, signalisiert Interesse und kehrt in den normalen Kampagnenfluss zurück. Wer nicht klickt, bekommt das Tag "Inactive" und wird aus regulären Kampagnen ausgeschlossen.
Kontakte, die die Sequenz ohne Reaktion durchlaufen, werden nicht sofort gelöscht. Sie erhalten das Tag "Inactive" und sind damit aus dem normalen Versand herausgenommen. Was danach mit ihnen passiert, regelt die Sunset Policy.
Sunset Policy: Wann du Kontakte dauerhaft auslistest
Eine Sunset Policy legt fest, nach welcher Inaktivitätsdauer ein Kontakt nicht mehr angeschrieben wird – und wann er dauerhaft entfernt oder unterdrückt wird. Ohne diese Regel sammeln sich über Monate Tausende von Kontakten an, die keiner Kampagne mehr zugewiesen werden, aber dennoch in der Kontaktzahl und in der Datenschutzverantwortung stehen.
Eine praxistaugliche Regel für die meisten Newsletter-Modelle: Kontakte mit dem Tag "Inactive" erhalten sechs Monate keine weiteren Marketing-E-Mails. Danach wird geprüft, ob sie sich in der Zwischenzeit anderweitig mit deiner Marke befasst haben – über einen Kauf, eine Support-Anfrage oder einen Website-Besuch. Wer das nicht hat, wird dauerhaft abgemeldet oder über die Archivierungsfunktion in ActiveCampaign aus dem aktiven Bestand entfernt.
Wie du diese Bereinigung technisch umsetzt und welche Reihenfolge sich bewährt hat, beschreibt der Beitrag über das systematische Bereinigen deiner E-Mail-Liste im Detail.
Typische Fehler und ihre Ursachen
Part 1 und Part 2 nicht gleichzeitig aktivieren
Der häufigste Einrichtungsfehler: Part 1 läuft, Part 2 nicht. In diesem Fall erfährt Part 1 nie von Interaktionen und stuft alle Kontakte mit der Zeit als inaktiv ein – obwohl sie öffnen und klicken. Aktiviere beide Automationen im selben Schritt und prüfe danach im Automation-Log, ob Part 2 bei einem eigenen Test-Klick ausgelöst wurde.
Kein Aktivierungsdatum dokumentieren
Vier Wochen nach dem Setup fragst du dich, warum ein Großteil der Liste noch kein Tag hat. Die Antwort: Kontakte ohne Interaktion seit dem Aktivierungsdatum bleiben zunächst ungetaggt. Wer das Datum nicht kennt, kann nicht einschätzen, ob die Daten belastbar sind. Ein Notizfeld in der Automation oder ein kurzer Eintrag in der Prozessdokumentation reicht.
Re-Engagement-Sequenz und reguläre Kampagnen parallel laufen lassen
Wenn du gleichzeitig eine Re-Engagement-Sequenz und normale Newsletter-Kampagnen laufen lässt, ohne Disengaged-Kontakte aus den regulären Sendungen auszuschließen, bekommt ein Kontakt in einer Woche unter Umständen fünf E-Mails. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Spam-Markierung und verfälscht das Ergebnis der Sequenz. Schließe Kontakte mit dem Tag "Disengaged" für die Dauer der Sequenz aus allen regulären Automationen und Kampagnen aus.
Öffnungsraten als alleinige Messgröße nutzen
Durch Apple MPP feuern Tracking-Pixel auch ohne echte Öffnung. Wer Part 2 nur auf "E-Mail geöffnet" triggert, bekommt für Apple-Mail-Nutzer verfälschte Engagement-Daten. Klick-Trigger und Website-Besuche liefern das verlässlichere Signal und sollten in Part 2 immer ergänzend aktiv sein.
Wann Engagement Tracking allein nicht ausreicht
Das Engagement Tagging erfasst Verhalten innerhalb von ActiveCampaign und auf deiner Website. Was es nicht abbildet: Käufer, die nie klicken, aber regelmäßig etwas bestellen. Oder B2B-Kontakte, die E-Mails intern weiterleiten, ohne selbst zu klicken. In diesen Szenarien täuscht das Engagement-Tag eine Inaktivität vor, die real nicht besteht.
Ergänze das Tagging-System deshalb mit anderen Datenpunkten, wo sie vorhanden sind: Kaufdaten aus dem Shop, CRM-Aktivität, Webinar-Teilnahmen, Support-Kontakte. Ein Kontakt ohne Engagement-Tag, der in den letzten 60 Tagen zweimal eingekauft hat, ist kein Kandidat für die Re-Engagement-Sequenz. Das lässt sich über Automationen abbilden, die einen Kauf als eigenen Aktivitäts-Trigger behandeln und den Kontakt direkt in Part 1 zurücksetzen – unabhängig davon, ob er die begleitende E-Mail geöffnet hat.
Häufige Fragen
Kann ich die Engagement-Tagging-Automationen rückwirkend anwenden?
Nein. Die Automationen werten nur Interaktionen aus, die nach dem Aktivierungsdatum stattfinden. Vergangene Öffnungen und Klicks fließen nicht ein. Du kannst den Startpunkt abmildern, indem du beim ersten Setup bestehende Kontakte, die in den letzten 30 Tagen eine E-Mail geöffnet oder geklickt haben, manuell mit dem Tag "Engaged" versiehst, bevor du Part 1 startest. Das gibt dem System eine realistische Ausgangsbasis.
Wie viele Kontakte sollten idealerweise das Tag "Engaged" oder "Recent Activity" tragen?
Das hängt von Versandfrequenz und Zielgruppe ab. Als Orientierung gilt: Wenn nach vier bis sechs Wochen deutlich weniger als ein Viertel deiner Liste ein aktives Tag trägt, lohnt es sich, zunächst Inhaltsqualität und Versandfrequenz zu überprüfen, bevor die Sunset-Policy verschärft wird. Eine niedrige Engagement-Quote weist oft auf Relevanzmangel hin, nicht nur auf falsch eingestellte Fristen.
Was passiert mit Kontakten, die sich während der Re-Engagement-Sequenz abmelden?
ActiveCampaign entfernt abgemeldete Kontakte automatisch aus laufenden Automationen. Du musst nicht eingreifen. Die Abmeldung ist kein Misserfolg der Sequenz, sondern ein klares Signal: Dieser Kontakt möchte nicht mehr angeschrieben werden. Das schützt die Listengesundheit und die Domainreputation mehr als ein Kontakt, der die Sequenz stumm durchläuft und die E-Mails ignoriert.
Sollte ich Engagement-Tags für Kampagnen-Segmentierung oder in Automationen verwenden?
Beides hat seinen Platz. Für den einmaligen Kampagnenversand – wer bekommt den nächsten Newsletter – arbeitest du am einfachsten mit Tag-Bedingungen direkt im Versand-Setup. Für automatisierte Prozesse wie die Re-Engagement-Sequenz oder die Sunset-Prüfung sind separate Automationen der richtige Ort. Halte beide Verwendungen getrennt, damit du bei einem Audit nachvollziehen kannst, welche Logik zu welchem Ergebnis geführt hat.
Wer das Engagement Tracking als Teil einer umfassenderen Zustellbarkeitsstrategie aufbauen will, findet die technischen und organisatorischen Grundlagen im Beitrag darüber, wie du Zustellbarkeit im E-Mail-Marketing grundlegend verbessern kannst.


